Seit Tova Sullivan Witwe ist, putzt sie im Sowell Bay Aquarium. Ihr fällt auf, wie Marcellus, ein neugieriger, frecher Riesenoktopus, sie aus seinem Aquarium anschaut. Marcellus ist enorm klug, aber für Menschen würde er keinen Tentakel rühren – bis er sich mit Tova anfreundet. Ihm erzählt sie von ihrem Sohn, der vor Jahrzehnten verschwand. Schlau, wie er ist, erkennt Marcellus ein Geheimnis, von dem Tova nichts ahnt. Jetzt hat er alle acht Arme voll zu tun, um die Wahrheit für Tova ans Licht zu bringen – bevor es zu spät ist.
Den Einstieg in dieses Buch fand ich ziemlich schwierig, da es lange Zeit sehr gemächlich vor sich hin plätschert und kaum etwas passiert.
Wir kriegen dadurch allerdings Zeit die Figuren besser kennen zu lernen und während Tova mir auch sofort sympathisch war, fand ich Cameron eher unsympathisch, da er scheinbar nur an sich denken kann und selber nie an irgendetwas Schuld ist, sondern immer nur Opfer der Umstände. Das empfand ich schnell als ermüdend und da auch sonst nicht viel an tatsächlichem Geschehen stattfindet, kam mir alles recht zäh vor.
Nach der Hälfte des Buches treffen dann Tova und Cameron auch erst aufeinander und das Geheimnis, welches Marcellus verrät, hat mich zu diesem Zeitpunkt dann auch überhaupt nicht mehr überrascht, da es doch recht offensichtlich darauf hinauslief.
Trotzdem habe ich irgendwann überrascht festgestellt, wie sehr mich diese Geschichte und vor allem ihre Figuren dann doch still und heimlich für sich eingenommen haben, denn je weiter es aufs Ende zuging, desto mehr habe ich ihnen allen von ganzen Herzen ein total kitschiges Happy End gegönnt - nur von Marcellus hätte ich gerne deutlich mehr gehört, da er zwar unglaublich wichtig für diese Geschichte ist, aber im Grunde nur relativ wenig Platz in der Handlung einnimmt.
So habe ich dann schließlich doch noch - für mich fast schon unerwartet - dieses Buch zum Ende hin sehr zufrieden zugeklappt, denn auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sich für Tova und Cameron absolut alle offen Fragen klären lassen, war ich doch erfreut darüber, in welcher Situation ich sie zurücklassen konnte.
Fazit: Den Anfang empfand ich teilweise als extrem zäh, aber irgendwann haben mich diese Figuren ganz still und heimlich um ihre Finger (bzw. Tentakel) gewickelt und ich habe sie tief ins Herz geschlossen und auch wenn es schade ist, dass längst nicht alle offenen Fragen geklärt werden konnten, war ich doch absolut zufrieden mit dem Ende, welches mir geboten wurde. (3,5 Sterne)















