Sheldon Solomon

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen

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Der Wurm in unserem Herzen

Der Wurm in unserem Herzen

 (5)
Erschienen am 18.04.2016

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MatthiasBreimanns avatar

Rezension zu "Der Wurm in unserem Herzen" von Sheldon Solomon

Ein spannendes Werk, über die Angst vor dem Tod!
MatthiasBreimannvor 2 Jahren

Mit diesem Werk lassen die drei Autoren, einen tiefen Einblick in ihre Arbeit, in die Forschung, als auch in die Psyche des Menschen, gewähren.
In drei großen Teilen zeigen die Professoren, wie die Menschheit und der einzelne Mensch, mit dem Thema Tod, umgeht.
Wobei im ersten Teil näher auf ihre Forschung eingegangen wird. Im zweiten Teil versuchen sie aufzuzeigen, wie im Laufe der Evolution, sich die Menschheit mit diesem Thema, auseinandergesetzt hat und im letzten Teil, wird auf die Gegenwart aber auch auf die Zukunft, eingegangen.
Interessant sind im dritten und letzten Teil, die Erklärungen, was es mit den heutigen psychischen Erkrankungen, wie Depression, Schizophrenie, Panikattacken, usw. auf sich hat und wie sie sich mit der Angst vor dem Tod, in zusammenhang bringen lassen.

Wobei aber im ganzem Buch, ihre Studien im Detail aufgezeigt und verständlich, auch manchmal mit einer prise Humor, erklärt werden.
Obwohl es eine wissenschaftliche Lektüre ist, haben es die Autoren geschafft, es einfach und somit auch für Laien, verständlich zu verfassen. Auch haben sie nur selten von Fachausdrücken gebrauch gemacht.

Aber es gilt auch zu erwähnen, dass das Werk aus der reinen Perspektive der Wissenschaft verfasst ist, womit vielleicht der ein oder andere Leser, mit der Anschauung der Professoren, seine probleme haben könnte.

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Rezension zu "Der Wurm in unserem Herzen" von Sheldon Solomon

Trauen Sie sich an dieses Thema!
Wichmannvor 2 Jahren

Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Cover
Interessante Aufmachung! Drei Schriftfarben, hintergründig die Daten zum Buch, groß der Titel und rot die Beschreibung des Inhalts. Und Herzblut steckt hier drin!

Inhalt
Wie das Wissen um unsere Sterblichkeit unser Leben beeinflusst wird von drei Psychologen unter die Lupe genommen. Anhand von Beispielen und Studien werden die Ergebnisse vorgestellt. Doch nicht nur Ergebnisse, sondern auch der Umgang mit der Angst, unser Sinnen und Treiben, dieser ursächlichen Angst zu entfliehen sind beleuchtet und führen hin zum eigenen Umgang mit dem Thema Tod.

Auch wenn es kaum glaubhaft scheint, aber trotz der geballten Autoren-Fachkompetenz, werden statt Fachbegriffe aus der Wissenschaft gängige Worte verwendet. Das Buch ist klar strukturiert und geht auf die so wichtigen erste Jahre eines Lebens ein, die bekanntermaßen als Lehrjahre bezeichnet werden.
Affenjunge, denen in Form von gepolsterten und ungepolsterten Gestellen ein Mutterersatz gegeben wurde, zeigen auf, welche Auswirkungen erste Erfahrung hat.
So wie sich einst Gilgamesch mit dem Tod beschäftigte, werden auch weitere interessante Fakten dargestellt. Wie entwickelte sich der Kult des Trauerns, die die Sterberiten?
Der Leser lernt, dass Symbole und Vorstellungen helfen, die Todesfurcht im Zaum zu halten, ja Unsterblichkeit zu erlangen in dem der ja so wissende Mensch sich je nach Couleur müht für sich den richtigen Weg zu finden, sei es symbolisch, als Teil eines großen Ganzen, oder gar in der Versuchung die Alterung rückgängig zu machen, sich zu konservieren oder den Körper später wieder aufzutauen.
Die Autoren schreiben davon, wie die Bekämpfung der eigenen Angst vorangetrieben wird und wurde, um wieder Herr zu werden durch eigenes Selbstwertgefühl und eigene  Weltbilder. Sie schrecken nicht davor zurück vom Abschlachten der Indianer vom Volk der Lenni Lenape zu berichten, die einst fröhlich waren und ein hohes Alter erreichten. Von Hetzparolen ist die Rede von Gräueltaten und Herrschern, die, so der Erklärungsversuch, ihre eigene Sterbensangst versuchen in den Griff zu bekommen, indem sie ihre eigene Welt und Vorstellung als einzig wahr und sinnvoll durchzusetzen versuchen: Wer siegt, hat recht.
Und so grenzen wir uns von Tieren ab und behängen uns mit Schmuck. Doch Todesfurcht verschwindet so nicht, sondern durch Verinnerlichung: Es ist irrational sich zu fürchten, da man im Tode nichts mehr spürt. Es ist Quatsch sich zu fürchten, da es im Jenseits keine Angst gibt.

Du Mensch kannst bewusst leben, weil du weißt, dass du stirbst. Wo also ist das Problem?

Nur durch Sterben können wir weiterleben, als Teil des Ganzen.

Und so führt dieses Buch durch die Geschichte hin zu einer Idee und gibt Anlass nachzudenken, die eigenen Glaubenswerte zu prüfen und zu überdenken, denn es spannt einen weiten Bogen.

Rezension von Wichmann-Reviews.de

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W

Rezension zu "Der Wurm in unserem Herzen" von Sheldon Solomon

Konfrontiert den Leser hart mit seiner Sterblichkeit
WinfriedStanzickvor 2 Jahren


„Wie das Wissen um die Sterblichkeit unser Leben beeinflusst“ – darüber haben die drei amerikanischen Psychologen Sheldon Solomon, Jeff Greenberg und Tom Pyszczynski in mehr als dreißigjähriger intensiver Zusammenarbeit geforscht und mit ihren schon mehrfach  ausgezeichneten Arbeiten die moderne Psychologie nicht unerheblich beeinflusst.

Nun legen sie in der deutschen Übersetzung von Susanne Kuhlmann-Krieg ihre gesammelten Forschungserkenntnisse in einem Buch vor, dem sie den Titel „Der Wurm in unserem Herzen“ gegeben haben. Mit dieser Formulierung bezeichnete der amerikanische Psychologe und Philosoph William James in seinem Hauptwerk „Die Vielfalt der religiösen Erfahrung“ das Wissen um unsere Vergänglichkeit.

Schon Sigmund Freud hatte in seinem Werk neben der Sexualität die Angst vor dem Tod als den wesentlichen Antrieb menschlichen Lebens bezeichnet und identifiziert. In ihrer „„Terror Management Theorie“ genannten und in diesem Buch auch sehr ausführlich und vor allen verständlich beschriebenen Theorie legen die Autoren dar, dass die wesentlichen Antriebe des Menschen, jede Entscheidung, jede Haltung, jede Reaktionsweise, vom individuellen bis zum kulturellen und politischen Bereich verständlich gemacht werden können durch das Wissen um die eigene Sterblichkeit und die Angst davor.

Der Wunsch, dass aus unserem Leben irgendetwas übrigbleibe, nachdem schon der Körper vergeht, bringt Menschen zu den erstaunlichsten Leistungen und Verhaltensweisen zu ihren Lebzeiten.

Die Lektüre des Buch ist, obwohl es verständlich geschrieben ist, für jeden Leser starker Tobak, denn es konfrontiert ihn sozusagen auf jeder Seite mit dem Hinweis, dass auch er sterblich ist und sein Leben jeden Augenblick zu Ende gehen kann. Der Autoren Schlussfolgerung ist so einfach wie schwer für die meisten: mit dem Tod leben.

„Finden Sie sich mit dem Tod ab. Verinnerlichen Sie, dass Sterblich-Sein zwar beängstigend ist, unser Leben aber auch grandios bereichern kann, weil es uns mit Mut und Mitgefühl erfüllt und an künftige Generationen denken lässt. Suchen Sie nachhaltigen Lebenssinn durch Ihre ganz eigene, höchstpersönliche Kombination aus Werten, sozialen Bindungen, Spiritualität, ihren persönlichen Fähigkeiten, im Einssein mit der Natur und Augenblicken transzendentaler Erfahrungen.“

Ich bin mir aus eigener Erfahrung sicher, dass sich das eigene Leben tatsächlich verändert, wenn man diesen Weg beschreitet.

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