Shelly King Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

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Inhaltsangabe zu „Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich“ von Shelly King

Eine Hommage an die Liebe und das Lesen
Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in Silicon Valley verloren und findet Trost bei 'Dragonfly Books', einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Arbeitssuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rajhit kennen. Dann entdeckt sie in einem alten Exemplar von 'Lady Chatterley' einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst – und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben …

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  • Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    blauerose1

    07. February 2017 um 08:18

    Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in Silicon Valley verloren und findet Trost bei „Dragonfly Books“, einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Arbeitssuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rajhit kennen. Dann entdeckt sie in einem alten Exemplar von „Lady Chatterley“ einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst – und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben…. (Quelle: Buchrücken) Meine Meinung: Welcher Leseratte würde es nicht gefallen, tagtäglich in einem Laden gefüllt mit Büchern abzuhängen? Also ich würde das sehr gerne, deshalb hat mir dieser Roman auch so gut gefallen. Dazu kommt dann noch die Romantik. Maggie findet  Liebesbotschaften in einem Buch, romantischer geht es ja gar nicht! Auch wenn sich dann herausstellt, dass die zwei Liebenden, die die Nachrichten verfasst haben, mit ihren Briefen eigentlich einen ganz anderen Menschen im Kopf hatten. Ich finde diese Geschichte schön zu lesen, zwischendrin hätte vielleicht ein bißchen mehr Spannung sein können, aber alles in allem war es ein netter Roman, in dem man ein paar gemütliche Stunden verbringen konnte.

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  • Nette Unterhaltung

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Becky_Bloomwood

    19. January 2017 um 13:09

    Als erstes hat mich das tolle Cover von Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich angesprochen. Ich kann nicht den Finger draufhalten, was mich so anspricht, aber im Buchladen musste ich sofort danach greifen. Dazu hat mich die Inhaltsangabe neugierig gemacht und ich musste Shelly Kings Debüt einfach lesen. Bereut habe ich es nicht, wenn auch die anfängliche Freude über dieses Buch nicht bis zum Ende durchgehalten wurde. Das Buch beginnt mit dem schönen Zitat "Wo ist die menschliche Natur schwächer als in einem Buchladen?" - sehr treffend, wie ich finde. Wie oft habe ich im Buchladen schon das Portemonnaie gezückt, obwohl ich es lieber hätte sein lassen sollen. :)Shelly Kings Schreibstil ist flüssig, lustig und einfach sehr nett. Ich war wirklich positiv überrascht und dass, obwohl ich schon mit einigen Erwartungen an dieses Buch herangegangen war. Die Geschichte von Maggie, die ihren Job in einer Software-Firma verliert und aus Mangel an Alternativen in einem modernen Antiquariat namens Dragonfly rumhängt, wo sie Liebesschnulzen liest, bis sie ihre wahre Leidenschaft (sowohl beruflich als auch privat) erkennt, lässt sich aus oben genannten Gründen super in einem Rutsch lesen. Leider - und das ist der Grund, warum ich statt 4 Sternen nur 3 Sterne vergebe - zieht sich die Geschichte im letzten Drittel doch ganz schön. Obwohl das Buch eh nicht besonders dick ist, hätte es hier noch ein wenig gestrafft werden können. Wiederum gut finde ich, dass das Ende nicht alle Klischees bedient und nicht alles so läuft, wie man es sich während des Lesens vielleicht vorstellt - zumindest trifft das auf mich zu.Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich ist ein nettes Buch für zwischendurch und viele Leser werden sich danach sicher wünschen, in einem Buchladen zu arbeiten :)

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  • Absolut gelungen

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    julchen91

    07. December 2015 um 11:05

    Ich bin ein sehr großer Fan von diesem Buch, weil es sich einfach lesen lässt und super in mein Leben passt. 

  • Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    cLooch

    23. June 2015 um 15:44

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich erschienen bei Kindler zum Preis von 14,99 Über die Autorin Shelly King lebt in Santa Cruz Mountain und arbeitet in einer großen Software-Firma. „Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich“ ist ihr erster Roman. Cover Ein ansprechendes Buchcover mit einem tollen Titel. Was sich dahinter versteckt, wird dem Leser erst nach und nach offenbart. Und schlussendlich passen der Titel und das Cover perfekt zum Buch und rundet die Geschichte mit der Aufmachung ab. Inhalt Maggie hat ihren Job bei einer großen Software-Firma verloren. Sie verbringt ihren Tag in der antiquarischen Buchhandlung „Dragonfly“, die von Hugo geführt wird. Einen Neunen Job zu finden steht für Maggie nicht an erster Stelle, denn sie ist sich nicht im Klaren, was sie wirklich von ihrem Leben will. Doch das ändert sich schlagartig, als sie ein Buch in der Hand hält, welches ihr eine ganz besondere Geschichte erzählt. Dieser Roman ist eine Geschichte über die Liebe zu Geschichten und Büchern. Auf 300 Seiten begleiten wir eine starke Frau zu sich selbst, die mithilfe der Bücher eine neue Seite an sich entdeckt. Der wundervolle, leichte Schreibstil zieht sich wie ein Seidenfaden durch das Buch. Maggie als Protagonistin ist ein sehr kompliziert gestrickter Charakter, der aber das Herz genau an der richtigen Stelle hat. Die Leidenschaft für gebrauchte Bücher ist auf den Seiten deutlich zu spüren. Auch ihre Beziehung, die sie zu Hugo hat, ist eine tiefe Freundschaft, die im Roman eine bedeutende Rolle spielt. So wundervoll und einzigartig. Mit ihrem allerbesten Freund Dizzy hat King einen ehrgeizigen Mann erschaffen, der für Maggie einsteht und für sie das Beste herausholen will. Die Bücher, die in der Geschichte vorkommen, erzählen für sich eine Geschichte und der Leser hat das Bedürfnis, diese Schätze auszugraben und selbst zu entdecken. Die Idee das Buch „Lady Chatterley“ von H.D. Lawrence als Kernpunkt zu nehmen, das Buch, das Maggies Leben für immer verändert, hat mir als Leser besonders gut gefallen. Diese Botschaften sind so einzigartig und herzlich, dass man einfach wissen möchte, wer sich wirklich hinter den „wahren“ Schriftstellern des Buches versteckt. In Liebesdingen geht es bei Maggie ebenfalls drunter und drüber und warum gerade ein Fahrrad eine so große Rolle spielt, möchte ich hier noch nicht verraten. Im letzten Drittel des Romans kann er noch einmal von sich überzeugen und baut zusätzlich eine neue Spannungslinie auf, die in der Mitte des Buches verloren ging. Fazit Bücher über Bücher sind im Moment groß im Trend und so ist auch „Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich“ ein Roman für wahre Buchliebhaber. Der Leser lacht, leidet und fiebert mit den Protagonisten mit. Auch wenn der Roman am Anfang leichte Schwächen aufweist, so ist er doch lesenswert und kann eine kurzweilige, spannende Unterhaltung liefern.

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  • Leserunde zu "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" von Shelly King

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Rowohlt_Verlag

    Eine junge Frau, ein altes Buch und ein Start-up in Sachen Liebe.   Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem Internet Start-up verloren. Trost findet sie im Antiquariat „Dragonfly Books“, wo sie ihre Tage mit Schmökern von Liebesromanen verbringt. Sie freundet sich mit dem schrulligen Besitzer Hugo an und findet Gefallen am indischen Fahrradfreak Rajhit. Maggies bester Freund kann das nicht länger mit ansehen und  möchte sie wieder auf die Erfolgsspur bringen. Er verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel der einflussreichsten Frauen des Silicon Valleys, an dem auch ihre ehemalige Chefin teilnimmt. Gelesen wird „Lady Chatterley“. Durch einen Zufall fällt Maggie eine alte zerfledderte Ausgabe in die Hände, auf deren Seiten sie einen handschriftlichen Briefwechsel zwischen Henry und Catherine entdeckt. Die detaillierten Anmerkungen zur Handlung und die sich entwickelnde Liebesgeschichte der beiden lassen Maggie nicht mehr los. Sie nutzt ihr neues Wissen, um beim Lesekreis zu punkten und so ihren Job zurückzubekommen und entwickelt ganz nebenbei noch eine Marketingkampagne für das „Dragonfly Books“. Gleich hier reinlesen!   Shelly Kings Debütroman ist eine wunderbare Geschichte vom Suchen und Finden der Liebe und eine Hommage an das gute alte Buch.   Wenn ihr besondere Liebesgeschichten ebenso liebt wie Maggie und in ihre aufregende Welt der verstaubten Bücher eintauchen wollt, dann bewerbt euch bis zum 30.03.2015, 23:59 Uhr, für ein Exemplar von «Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich». Wir möchten dafür Folgendes von euch wissen: Habt ihr einen Lieblingsleseplatz wie Maggie, an dem ihr Stunden und Tage verbringen könnt? Wie genau sieht er aus oder müsste er aussehen?   * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 360
  • Starke Idee, mittelmäßige Umsetzung

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Jasmin88

    01. June 2015 um 22:18

    Covergestaltung: Mich hat das Cover auf Anhieb angesprochen. Den Fokus bildet das Fahrrad, was sehr gut zum Frühling passt. Ganz besonders gefällt mir das Farbkonzept. Ich mag den Farbton "Koralle" sehr. Eine außergewöhnliche Farbe, die das Cover zu etwas Besonderem macht. Meine Meinung: Ich habe den Roman im Rahmen einer Leserunde gelesen und von Anfang an war ich geteilter Meinung. Vielleicht erst einmal das Positive: Die Handlung hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Bücher spielen eine große Rolle, was ich als begeisterte Vielleserin und Bloggerin natürlich fantastisch finde. Ich mag den Schauplatz "Dragonfly" (Buchhandlung) sehr. Er ist toll entworfen und beschrieben und ich kann mir bildlich alles sehr gut vorstellen. Eine ganz tolle Idee ist der Erzählstrang mit der alten Lady Chatterley Ausgabe und die damit verbundene "Liebesgeschichte" von Henry und Catherine. Sehr romantisch und spannend zugleich. Leider konnte mich der Roman trotz vieler positiver Ansätze nicht richtig überzeugen. Weniger gut gefallen hat mir die Tatsache, dass ich die Charaktere nicht überaus sympathisch fand. Sie waren mir auch nicht unsympathisch, aber ich habe sie einfach nicht richtig in mein Herz geschlossen, nicht zu allen einen Zugang gefunden und teilweise waren sie mir einfach zu blass und farblos. Die Grundidee des Romans finde ich sehr gelungen und innovativ, wirklich etwas Besonderes. Aber mit der Umsetzung habe ich mich schwer getan. Ich glaube, es lag einfach am Schreibstil. Mir war einfach nicht genug Tempo in der Geschichte drin, wodurch das Lesen sich für mich persönlich als ein wenig zäh heraus gestellt hat. Ich verspürte irgendwie einfach nicht diesen Drang unbedingt weiterlesen zu wollen, wodurch ich letztlich ca. einen Monat lang an diesem Roman gesessen habe, eine für mich unnormale Zeitspanne. Mich hat das Buch nicht richtig gefesselt und ich musste mich teilweise echt zum Weiterlesen motivieren. Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn die Grundidee gefiel mir so gut, aber die Autorin hätte so viel mehr aus dieser Geschichte herausholen können. Ich habe das Gefühl, dass sie einfach nicht richtig auf den Punkt gekommen ist und teilweise auch zu sehr abgedriftet ist bzw. sich in Nebensächlichkeiten verloren hat, wodurch ein richtiger roter Faden für den Leser oft nicht greifbar war. Das Ende des Buches war jedoch wirklich sehr schön. Es hat mich berührt und mich mit dem Roman versöhnt. Hier zeigt die Autorin, was sie wirklich drauf hat. Schade, dass sie über weite Strecken des Romans nicht so glänzen konnte, wie in den letzten Kapiteln. Insgesamt betrachtet, handelt es sich um ein mittelmäßiges Buch für mich und daher werde ich auch drei Sterne vergeben. Fazit: Keine schlechte Story, nur teilweise einfach zu langatmig für meinen Geschmack. Für alle Buchliebhaber spreche ich dennoch eine Leseempfehlung aus!

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  • Nicht mein Fall

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Nadine1307

    31. May 2015 um 18:41

    Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem kalifornischen Internet-Startup verloren und findet Trost im Dragonfly Books, einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer des Dragonfly an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rahjit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Zukunft und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin von Silicon Valley. D.H. Lawrences "Lady Chatterleys Lover" steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe bei "Dragonfly Books" aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben. Shelly King debütiert mit diesem Roman und nimmt den Leser mit auf eine Reise. Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin erzählt. Das Buch ist kapitelweise unterteilt, wobei jedes Kapitel am Anfang mit einem Zitat aus dem o.g. Briefwechsel beginnt, was eine sehr stimmungsvolle Einführung in das jeweilige Kapitel darstellte. Das Buch verbindet die Themen Liebe, Freundschaft, Glück und Selbstverwirklichung. Doch konnte mich keines der Themen so packen, dass man wirklich in die Geschichte eingetaucht wäre. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich eine vollkommen andere Erwartung an die Geschichte, als sich die Handlung nachher herausstellte. Leider konnte mich diese andere Handlung nicht fesseln. Die Charaktere blieben mir unsympathisch, die Geschichte zu ruhig. Es fehlten die Ecken und Kanten, die Spannung, um mein Interesse, mein Aufmerksamkeit bei der Stange zu halten. Zu oft musste ich mich nachher motivieren weiterzulesen, immer in der Hoffnung, dass noch etwas passiert. Wäre die Lektüre nicht Gegenstand einer Leserunde gewesen, hätte ich das Buch sicherlich abgebrochen. Unglücklicherweise hatte ich falsche Erwartungen an das Buch. Für mich blieb die Geschichte eine belanglose Aneinanderreihung von Begebenheiten, die mich nicht überzeugen konnten. Da die Idee gut war, der Schreibstil gut zu lesen war, vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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  • "Irrungen und Wirrungen" - MR. LAWRENCE, MEIN FAHRRAD UND ICH von Shelly King

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    JaneP

    29. May 2015 um 21:47

    Maggie sitzt auf der Straße. Na ja, fast. Sie sitzt in einem Buchladen und trauert ihrem verlorenen Job in einem Internet Start-up Unternehmen hinterher. Ihr bester Freund kann dies irgendwann nicht mehr ansehen und versucht sie wieder in Spiel zu bringen. Eine Lesegruppe, angeführt von einer der einflussreichsten Frauen in Silicon Valley, soll Maggie die Tür öffnen. Das Buch: "Lady Chatterley's Liebhaber". Und damit eröffnet sich Maggie tatsächlich eine Tür, nur nicht die geplante. "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" ist mit Abstand das schönste Buch das ich je gesehen hab und in der Hand halten durfte. Diese Cover-Gestaltung ist atemberaubend! Ich habe mich sofort verliebt. Wenn wir mal ehrlich sind ist das Cover mit einer der wichtigstes Dinge an einem Buch, schließlich laufen wir durch die Buchhaltung und lassen unzählige Reize auf uns wirken, wobei unser Nervensystem die unwichtigsten schonmal ausblendet. Daher solle so ein Cover schonmal abgrundtief hässlich oder wunderschön sein um unsere Aufmerksamkeit zu erregen, um uns dann zu animieren es in die Hand zu nehmen. Shelly King's Buch gehört zum Glück zur zweiten Kategorie. Die Geschichte fand ich sehr ansprechend. Es waren Geheimnisse, Spannung, Höhen und Tiefen dabei. Es könnte bis zum Schluss über Illusionen getüftelt werden, sodass die Spannung immer oben blieb und man sich Seite für Seite sagte "nur noch die Eine" um es dann doch nicht aus der Hand zu legen. Großes Manko allerdings war das Fachchinesisch. Auch wenn die Handlung in Silicon Valley spielte und die Protagonistin ein Start-up Unternehmen mit auf die Beine verholfen hat, störte es mich einfach zu viel und zu umfangreich davon zu erfahren und dann auch nur die Hälfte davon zu verstehen. Fazit des ganzen ist jedoch ganz klar, dass es großen Spaß gemacht hat "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" zu lesen.

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  • Mr Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Themistokeles

    19. May 2015 um 14:38

    Den Titel dieses Buches kann ich nicht wirklich nachvollziehen, auch wenn in ihm ein Fahrrad durchaus eine Rolle spielt, aber entweder habe ich etwas überlesen oder ich weiß auch nicht, denn irgendwie ist mir nicht klar, wer Mr. Lawrence ist. An sich finde ich den Titel für dieses Buch eher etwas seltsam, aber davon abgesehen ist es ein besonderes Buch, ein durchaus spezielles Buch, das sowohl einiges an positiven, wie aber auch negativen Seiten hat. Es ist nämlich ein sehr ruhiges Buch, was nicht jedem gefallen wird, denn über viele Strecken passieren zwar Dinge, aber sie sind eher sehr alltäglich, allgemein, nichts, wo man mitfiebern kann, sondern eher einfach Situationen, die man beobachtet, in denen man entspannen kann, gucken, was die Charaktere so machen, aber wo alles eher ruhig dahin plätschert. Man sollte also nicht erwarten, dass dieses Buch wirklich Aktionismus der Charaktere bietet. Es ist eher etwas verträumt und das muss man mögen. Ich persönlich fand es dabei einfach toll vom Dragonfly zu lesen, da ich Antiquariate irgendwie mag, auch wenn ich selbst immer sehr umsichtig mit meinen Büchern bin, aber solche Orte haben einfach Charme. Vor allen Dingen wirkt des Dragonfly wie ein Ort, der geliebt wird, auch wenn er nicht einer modernen, ordentlichen Welt entspricht, wie sie in den meisten heutigen Läden zu finden es. Er hat einfach etwas an sich, durch das man träumen kann. Vor allem mochte ich so manche kleine Anspielung auf bestimmte Bücher, kleine nerdige Eigenheiten der Charaktere, die einen durchaus zum Schmunzeln bringen können. Es sind aber alles eher leise Töne, die angeschlagen werden. Etwas störend fand ich fast schon die weiteren Beschreibungen der Jobs im Silicon Valley, über welche Maggie manchmal nachdenkt, denn es sind sehr IT-lastige Themen, die nicht zu den Büchern passen wollen, nicht für jeden etwas sind, der gern liest, da sie in eine gänzlich andere Richtung speziell sind. Punkten kann das Buch durch einige seiner Charaktere, wie die gesamten Stammkunden des Dragonfly, die herrliche kleine Macken haben und vor allen Dingen auch Hugo, den Besitzer des Ladens und Jason, seinen Angestellten, mit dem Maggie sich öfters in die Quere kommt. Ihre Art ist einfach sehr besonders beschrieben und ich mochte diese beiden Charaktere sehr gern. Hugo ist mir sogar deutlich mehr ans Herz gewachsen als Maggie, die ich zwar in ihrer Bücherliebe sehr mochte, die aber sonst teils sehr merkwürdige Ansichten zu sich, der Welt und dem Leben hat. Ebenso war Rahjit zwar ein interessanter Charakter, aber keiner, der mich umgehauen hätte, so wie andere. Es ist aber spannend zu erleben, wie sich die Meinungen voneinander und die Beziehungen zwischen den Charakteren langsam entwickeln, denn viel mehr kann man über lange Strecken in diesem Buch nicht großartig beobachten. Bis zu zwei Wendungen, die noch einmal etwas Spannung in die Geschichte bringen und ohne die ich es auch deutlich negativer hätte bewerten müssen, da es dann zu ruhig gewesen wäre. Manche Wendung ist zwar schmerzhaft gewesen, aber sie waren einfach sehr stimmig und ich mag das Ende, auch wenn es knapp an zu viel rosarotem Zuckerguss vorbeigeschrammt ist. Ein besonderes, da ruhiges Buch, mit teils interessanten Charakteren, dass Spaß macht beim Lesen, da es irgendwie entspannend ist, man zur Ruhe kommen kann, von dem man aber keine großen Spannungen erwarten sollte, und weniger, wie ich finde eine Liebesgeschichte zwischen Menschen, als eine, bei der es um die Entdeckung des eigenen Lebenswegs geht, dass man sich treu bleiben sollte, wenn man einmal gelernt hat, was einem im Leben wirklich glücklich macht.

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  • Schönes Ende mit Anfangsschwierigkeiten

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    schwedische_leseratte

    14. May 2015 um 11:17

    Das Buch besteht aus 15 Kapiteln und ist aus einer neutralen Erzählerperspektive geschrieben. Die Sprache ist leicht und flüssig, so dass das Lesen an sich Spaß macht und gut dahin geht. Der Handlungsort - das kleine, in die Jahre gekommene, jedoch heiß geliebte Antiquariat Dragonfly - ist jedoch einfach entzückend. Es ist die Heimat, das Zuhause vieler Leute im Stadtteil. Es ist mehr als nur ein Laden, wo man seine Bücher kauft. So einen Laden wünscht sich wohl jeder. Die Handlung schwächelt jedoch zu Beginn. Mir war es anfangs viel zu oberflächlich und vor allem irgendwie voraussehend. Irgendwie war schon viel zu klar, wie alles weitergeht. Dadurch fehlte in weiten Passagen die Spannung. Erst weit nach der Hälfte schlägt dieses Gefühl um, es passieren auch mal Dinge, die man so nicht vorhergesehen hat, unerwartet. Das Oberflächliche wird weniger, die Geschichte gewinnt an Tiefe. Und es kommt Spannung auf. Was wird aus dem Dragonfly, was aus Maggie und Jason? Das Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen. Nicht dieses typische rosarote übertriebene Happyend. Nein, ein schlichtes, schönes Ende. Positiv gestimmt, realistisch und doch ein wenig offen.

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  • Wie Bücher das Leben verändern können

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    19angelika63

    Klappentext Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem kalifornischen Internet-Start-up verloren und findet Trost im chaotischen Antiquariat um die Ecke. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer von an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rajhit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Karriereplanung und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin im Silicon Valley. D. H. Lawrence‘ Lady Chatterley steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe im Dragonfly aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden bewegen die junge Frau zutiefst und eröffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben … „Doch die Leute kommen immer noch. Sie fragen mich nach einem wundersamen Elixier aus Papier und Wörtern, das ihre Enttäuschungen lindern und ihre erloschenen Leidenschaften zu neuem Leben erwecken könnte.“ (Seite 9) Maggie hat ihren gut bezahlten Job verloren. Sie lebt in einer Mietwohnung die Hugo gehört. Dem alten Kauz gehört ein Antiquariat, in dem Maggie seit ihrer Kündigung täglich ist. Sie liest eine Schmonzette nach der anderen und verliert sich in Tagträumen. Eigentlich müsste sie sich nach einem neuen Job umschauen, doch die Welt ihrer Bücher hält sie gefangen. „Ich liebte sein Lachen. Gänse, die in diesem Moment über unsere Köpfe hinwegflogen, würden zur Landung ansetzen und sich nach anderen Schnattergefährten umschauen, wenn sie dieses göttliche Lachen hörten.“ (Seite 56) Ihr bester Freund Dizzy macht sich Sorgen und versucht ihr einen neuen Job zu verschaffen. Als in einer Leserunde, den eine bedeutende Managerin leitet zwei Plätz frei werden, schleust Dizzy sich und Maggie rein. Es wird Lady Chatterley gelesen. Das Buch, welches Maggie von Hugo aus dem Antiquariat bekommen hat, beinhaltet aber nicht nur die Geschichte um Lady Chatterley, sondern auch die geheimnisvollen Botschaften zweier Liebenden. Henry und Catherin haben sich Botschaften auf den Rändern der einzelnen Seiten mitgeteilt. „Das Buch, das er jetzt jedoch aus der Tasche zog, war ein Roman – ein Paperback mit einem Cover in Erdtönen, harten Kanten und einem festen Rücken. Ich konnte es sogar von meinem Platz riechen – den würzigen-borkigen Geruch frisch geschnittenen Papiers. Meine Fingerspitzen fingen an zu prickeln, wenn ich an den jungfräulichen unberührten Einband dachte. Es war ein schmales, zartes Ding, wie ein frisch geschlüpftes Küken.“ (Seite 22) Maggie ist fasziniert von den Botschaften, die sich die beiden geschrieben haben. Sie kann sich nicht vorstellen, dass man jemanden so sehr lieben kann. Sie möchte wissen wer die beiden sind und stellt Nachforschungen an. Doch leider bekommt sie die Identität von Henry und Catherin nicht heraus. Auch nicht, nachdem sie die Botschaften der beiden im Internet veröffentlicht hat. „Henry, wir können nur als die Menschen existieren, die wir auf diesen Seiten sind. Als Menschen aus Fleisch und Blut geht das nicht. Allein in diesem Buch ist das möglich. Hier ist der Ort, an dem wir einander gehören. Catherine Ich weiß, du hast Angst. Doch Angst ist nichts Wirkliches. Sie ist nur ein Gefühl, vermischt mit Erinnerungen. Angst ist nur dann gefährlich, wenn sie uns von dem fernhält, was wir wollen. Und ich will dich. Henry „ (Seite 128/ 129) Bei all dem geht Maggies Leben weiter. Sie trifft auf Rahjit und verliebt sich in ihn. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, und so gehen ihre Wege bald wieder auseinander. Auch ein Jobangebot entpuppt sich anders als erwartet. Langsam wird Maggie klar, dass sie ihr Leben in die Hand nehmen muss … „Er schaute mich an, als wollte er mir eine Frage stellen, und das machte mich aus irgendeinem Grund schon wieder nervös – die schöne Art Nervosität, die dich überkommt, wenn du allein mit jemandem bist, der dir gefällt, weil du Angst davor hast, er könnte genau das sagen, was du hören möchtest, und du könntest für nichts mehr garantieren. Doch da war auch noch etwas anderes, dieses ganz leichte Beben unter der Haut, dieses Gefühl, das alles möglich ist. Selbst der leiseste Atemzug könnte Burgen zum Einsturz bringen.“ (Seite 83) Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen. Die Sprache ist sehr schön und plastisch. Die Buchhandlung, wie auch die einzelnen Charaktere werden sehr detailliert beschrieben. Als Leserin habe ich das Gefühl mitten im Dragonfly zu sein. Mit Maggie in einem der Sessel zu sitzen und zu lesen. So stellt sich, glaube ich, jeder Leser eine gemütliche Buchhandlung vor. Man riecht die alten und gebrauchten Bücher, hört das rascheln der umschlagenden Buchseiten … einfach wunderschön. Mir sind sie ans Herz gewachsen. Vor allem Maggie und Hugo. Bei beiden kann man die Liebe zu Büchern förmlich spüren. „“Das Problem bei gebrauchten Büchern ist“, erklärte Hugo, „dass sie ihre Vergangenheit mit sich herumtragen. Sie werden nicht druckfrisch in Kisten verpackt und in einen Laden geschickt, sondern Leute überlassen sie uns, die sie nicht mehr haben wollen. Wie Waisenkinder aus einem Dickensen-Roman. Sie werden ausrangiert, wenn ihre Besitzer ihr Leben ändern. Bei einem Umzug sind sie zu schwer oder nehmen zu viel Platz weg. Und so landen sie hier. Wir müssen sie von ihrem früheren Leben befreien, damit sie zu denen weitergehen können, die sie wirklich wollen.““ (Seite 172/ 173) Dieser Roman zeigt, dass Bücher Balsam für die Seele sein können. Aber auch, dass es nicht einfach ist eine Buchhandlung zu führen. Wie groß der Konkurrenzdruck der Ketten ist, vor allem wenn man alte und gebrauchte Bücher anbietet. Buchhandlungen müssen heute nicht nur die örtliche Konkurrenz im Auge behalten sonder auch die digitale. Wer nicht mithalten kann ist schneller von der Bildfläche verschwunden als er denkt. Bei aller Romantik die eine Buchhandlung für den Leser hat, ist es dennoch ein knallhartes Geschäft. Oftmals auch ein Überlebenskampf. „Buchläden sind romantische Wesen. Sie verführen dich mit ihren Waren und brechen dir das Herz mit ihren Problemen.“ (Seite 331) Es ist aber auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden, dem sich stellen von Herausforderungen  und die verworren Wege der Liebe … „Ich glaube, ich hatte mich immer davor gefürchtet, was die Liebe für mein Leben bedeuten könnte, weil ich Angst davor hatte, sie könnte Kontrolle über mich ausüben und ich müsste zu viel dafür aufgeben. Doch in Wahrheit sind die Opfer, die man der Liebe bringt, gar keine Opfer. Sie sind Notwendigkeiten. Und es wäre ein Verbrechen, würde man sie aus den falschen gründen bringen.“ (Seite 324) Mich hat dieses Buch verzaubert. In vielen Textpassagen habe ich mich als bibliophiler Mensch wiedergefunden und ich habe jede Sekunde mit Maggie und den anderen im Dragonfly genossen, denn … Wo ist die menschliche Natur schwächer als in einem Buchladen?                                                       Henry Ward Beecher

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    • 7

    Sabine17

    10. May 2015 um 21:53
  • Der Dragonfly Bookstore - ein Buchladen zum Verlieben

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    bookgirl

    05. May 2015 um 14:18

    Inhalt Maggie hat gerade ihren Job verloren und verbringt die freie Zeit nun in dem Buchladen "Dragonfly". Dort vertreibt sie sich die Langeweile damit, dass sie Schmonzetten liest. Als ihr guter Freund sie gemeinsam mit ihm in einem Buchclub anmeldet, ist zunächst nur wenig begeistert. Insbesondere, wo die erste gemeinsame Lektüre der Klassiker "Lady Chatterley" ist. Als Maggie sich jedoch auf das erste Treffen mit dem Buchclub vorbereiten möchte, trifft sie auf eine alte Ausgabe des Buchs, in dem am Rand Notizen zu finden sind, die den Austausch eines Liebespaars enthalten. Maggie möchte mehr darüber erfahren und lernt sich selber ganz nebenbei auch neu kennen. Meine Meinung "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" ist eine unterhaltsame Geschichte rund um Bücher, Liebe und eine Neuorientierung. Wer eine locker-leichte Komödie erwartet, wird allerdings überrascht sein. Denn die Handlung ist zwar genau das, aber auch noch mehr. Es ist keine Chick-lit im üblichen Sinne – nein, das würde der Autorin Shelly King nicht gerecht werden. Vielmehr ist es eine ruhige und gefühlvoll erzählte Geschichte. Dennoch hat sie mich nicht restlos überzeugt, weil mir teilweise ein wenig Leichtigkeit gefehlt hat. Maggie ist eine sympathische Protagonistin, die nach dem sie ihren guten Job verloren hat, ziemlich orientierungslos durchs Leben geht und nicht so recht weiß, was sie mit diesem nun anfangen soll. Eigentlich möchte sie nur ihren Job zurück haben und versucht die Zeit bis dahin mit "Beißer-Romanen" (so nennt sie selber Schmonzetten) zu vertreiben. Anfänglich ist sie daher auch gar nicht begeistert, dass ihr Freund sie zu einem Buchclub angemeldet hat. Aber genau dies bringt den Stein ins Rollen und wird für sie wegweisend. Auch die Liebe kommt in der Geschichte nicht zu kurz. So lernt sie Rahjit kennen, der ihr erst sein Fahrrad und dann sein Herz schenkt. Doch gibt es noch ein zweites Paar, welches mich mehr noch als die beiden berührt hat. Henry und Catherine sind über das Buch "Lady Chatterley" miteinander verbunden, in dem sie sich immer wieder liebevolle Nachrichten am Textrand hinterlassen. Die Zuneigung der beiden ist so schön, dass ich jedes Mal froh war, wenn es einen erneuten Austausch gab. Besonders gefallen haben mir die Szenen in der Buchhandlung "Dragonfly". Nicht nur das der Laden speziell ist, sind es auch die Menschen, die dort arbeiten. Absolutes Highlight sind die letzten Seiten, die mich emotional dann nochmal so richtig gepackt haben. Ein wirklich schönes Ende! Fazit "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" ist ein unterhaltsamer und ruhiger Roman rund um Bücher und das Leben. Ich hatte schöne Lesestunden und bin besonders verliebt in den bezaubernden Buchladen "Dragonfly"

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  • Von Büchern und Begegnungen

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    steffchen3010

    04. May 2015 um 01:00

    “Bücher verändern das Leben eines Menschen nicht – zumindest nicht, wie man im Allgemeinen glaubt. Auf Messers Schneide zu lesen, während man Erster Klasse zum Meditieren in ein Luxushotel fliegt, oder Himmel über der Wüste, während man frisch geschieden den Spuren des Schnees am Kilimandscharo folgt, bringt auch nicht mehr Erleuchtung, als sich in Disneylands rotierenden Teetassen ein Schleudertrauma zu holen. Doch die Leute kommen immer noch in die Buchhandlung und fragen mich nach einem Elixier aus Papier und Wörtern, das ihre Enttäuschungen lindern und ihre erloschenen Leidenschaften zu neuem Leben erwecken könnte. Sie kommen, weil sie glauben, ein Buch habe mein Leben verändert. Keiner von ihnen begreift, dass es nicht das Buch war, das dies bewirkt hat.” Zitat, Seite 9 Maggie steht vor dem Nichts, als sie ihren gutbezahlten Job bei einem kalifornischen Internet-Start-up verliert. Doch anstatt sich nach einem neuen Job umzusehen, verbringt sie ihre neu gewonnene Freizeit lieber im verstaubten Antiquariat Dragonfly um die Ecke, um sich dort ihren heißgeliebten Schmonzetten zu widmen. Dem alten chaotischen Buchladen ihres schrulligen Nachbarn Henry fühlt sie sich auf Anhieb verbunden. Doch das Dragonfly beherbergt nicht nur eine Reihe alter Ausgaben von Klassikern verschiedener Genres sondern auch einen bunten Haufen chaotischer Bücherfreaks, die sich in den Räumlichkeiten des alten Antiquariats, das im Gegensatz zu seinem Mitbewerber Apollo Books vis-à-vis abseits von digitalen Trends bewegt, ihrer Leidenschaft fürs Lesen nachgehen. “Die Bücher im Dragonfly sind durch viele Hände gegangen und werden durch weitere gehen. Sie riechen nach menschlicher Berührung und nach all den Möglichkeiten, die eine solche mit sich bringt.” Zitat, Seite 332 Hier stöbert Henry für Maggie eine zerfledderte Ausgabe von Lady Chatterley auf, mit dem sie laut Aussage ihres besten Freunds im Lesezirkel einer der wichtigsten Geschäftsfrauen von Silicon Valley punkten und so ihren alten Job zurückergattern soll. Doch als Maggie die uralte Ausgabe des Dragonfly näher in Augenschein nimmt, stößt sie auf die handschriftlichen Notizen von zwei unbekannten Liebenden, die sie unvermittelt in ihren Bann ziehen und nicht mehr loslassen. Noch ahnt sie nicht, dass die rührenden Zeilen der Unbekannten ihr ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben öffnen werden und dass die Begegnung mit dem indischen Fahrradfreak Rajhit für ein leidenschaftliches Unterfangen sorgen wird. “Für das Meer ist es nicht wichtig, wen es schluckt. Ob Engel oder Sünder, den Fluten ist das gleichgültig.” Zitat, Seite 44 Shelly King hat mir mit ihrem liebevollen Debüt ein neues Herzensbuch geschenkt und für mein erstes großes Lesehighlight in diesem Jahr gesorgt. Ihre Geschichte präsentiert sich dem Leser wie ein lebendiges Theaterstück, das sich um ein altes verstaubtes Antiquariat dreht. Die alte Buchhandlung beherbergt dabei nicht nur eine Menge alter Bücher sondern auch eine Fülle an Begegnungen. Begegnungen, hinter den sich farbenfrohe Persönlichkeiten verbergen. In diesen bunten Haufen von Bücherfreaks fügt sich Maggie, die Protagonistin, innerhalb kürzester Zeit wie von selbst ein. “Für mich war Geld etwas, das man an der Kasse von Leuten bekam oder ihnen als Wechselgeld herausgab. Es ging – wie eine Schrittlaube, die man aus alten Teilen zusammengebaut hat – von einer Hand zur nächsten und klimperte, wenn man es in eine Sparbüchse warf. Die Zahlen, von denen hier die Rede war, wren zu flink, um ein Geräusch zu machen. Sie waren Lichtjahre, die man in einem Raumschiff durchquert.” Seite 320 Mit der Lage des Dragonfly, in direkter Nachbarschaft von Apollo Books, dem modernen Pendant der alten Buchhandlung, greift die Autorin King geschickt die “Amazon vs. Buchhandel – Thematik” auf und veranschaulicht so sehr deutlich, welche Druck der Marktgigant Amazon auf den kleinen privaten Buchhandel ausübt. “Es ist kein Buchladen, sondern ein Mysterium. Man weiß nie, was man darin findet. Apollo ist vorhersehbar wie ein genau parzelliertes Grundstück. Dagegen ist das Dragonfly eine mittelalterliche Festung, zu der es keinen Stadtplan gibt. An jeder Ecke wartet das Unbekannte.” Seite 67 Doch Kings Geschichte erzählt nicht nur von der Entwicklung eines alten Antiquariats und seinen abgewohnten Büchern, sondern auch vom Reifeprozess einer jungen Frau, die ihren Weg im Leben noch nicht gefunden hat. An der Seite von Henry verhilft sie dem Dragonfly zu neuer Blüte und findet dabei auch zu sich selbst. Die Besucher des Dragonfly werden dabei zu Maggies festen Wegbegleitern. Mit der Liebesgeschichte zwischen Maggie und dem indischen Fahrradfreak Rajhit verleiht King ihrem Roman die Prise Andersartigkeit, das ihn vom vertrauten Weg abkommen lässt und ihn um eine wunderbare und ungewöhnliche Geschmacks nuance ergänzt. “Liebe. Das Wort schien sich in mir zu entfalten wie ein Brief, den man aufklappt. Liebe. Ich könnte es sagen. Genau in diesem Moment. Es müsste ja nicht für ewig sein. Menschen verlieben und entlieben sich. Das war nicht anders. Es würde ein unausgesprochenes ‘für den Moment’ geben. Das würde er verstehen. Ich kostete die Worte in meinem Mund, und sie schmeckten nach Salz und nach Meer, weil sie eine so weite Strecke durch das Leben anderer Menschen hinter sich gebracht hatten, um endlich bei mir anzukommen.” Zitat, Seite 228 Mit “Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich” ist King ein leiser und gefühlvoller Roman gelungen, der ohne Spektakulärem auskommt. Er begegnet dem Leser wie eine Hommage an das gute alte Buch, der Liebe und das Leben selbst. Die Autorin bedient sich dabei einer sehr poetischen und zugleich direkten Sprache, die ihrem Buch zu Authentizität verhilft. Ein ganz und gar bezauberndes Buch liebe Mrs. King! “Das Problem bei gebrauchten Büchern ist, dass sie ihre Vergangenheit mit sich herumtragen. Sie werden nicht druckfrisch in Kisten verpackt und in einen Laden geschickt, sondern Leute überlassen sie uns, die sie nicht mehr haben wollen. Wie Waisenkinder aus einem Dickens-Roman. Sie werden ausrangiert, wenn ihre Besitzer ihr Leben verändern. (…) Wir müssen sie von ihrem früheren Leben befreien, damit sie zu denen weitergehen können, die sie wirklich wollen.” Zitat, Seite 172/173

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  • Vom Zauber einer Buchhandlung

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    Lisabeth

    30. April 2015 um 22:27

    "Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" von Shelly King ist ein Roman, der es wunderbar vermag, der Begeisterung für das gute alte Buch, Ausdruck zu verleihen. Häufig ist man versucht, sich einzelne Sätze zu markieren, um diese später einmal vielleicht als Einleitung zu einer Widmung in ein zu verschenkendes Buch zu schreiben. Allerdings ist es ebenso ein Roman, dessen Handlung sich langsam entwickelt, gerade die ersten zwei Drittel des Buches fließen gemächlich vor sich hin. Man lernt die Protagonisten kennen, manch einen von ihnen auch lieben und folgt ihnen in ihrem Alltagstrott. Es passiert nicht viel, zwischenzeitlich möchte man die Hauptakteurin Maggie geradezu anbrüllen, dass sie sich endlich einmal in Bewegung setzen möge. Ja, es erscheint nicht weiter schwer das Buch beiseite zu legen und doch zieht es einem immer wieder zur Lektüre zurück. Gerade weil der Handlungsort, die Gebrauchtbuchhandlung, so wundervoll beschrieben ist, dass man es zutiefst bedauert, diese nicht selbst besuchen zu können. Umso überraschender und überzeugender waren das letzte Drittel und Ende des Romans, hier überschlugen sich nun fast die Ereignisse, wurden plausible Antworten auf die zuvor aufgeworfenen Fragen geliefert. Zusammenfassend: Ein bezaubernder Roman für alle Buchliebhaber. Abschließend die tatsächlich zutreffende Inhaltsgabe laut Klappentext: "Maggie hat gerade ihren Job in einem kalifornischen Internet-Startup verloren und findet Trost im Dragonfly Books , einem verstaubten Antiquariat. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer des Dragonfly an und lernt den geheimnisvollen Fahrradfreak Rahjit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Zukunft und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin von Silicon Valley. D.H. Lawrences "Lady Chatterleys Lover" steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe bei "Dragonfly Books" aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht."

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  • Eine tolle Geschichte für alle Buchliebhaber!

    Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

    bettiheppi

    29. April 2015 um 19:12

    Kurzbeschreibung: Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem kalifornischen Internet-Startup verloren und findet Trost im Dragonfly Books , einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer des Dragonfly an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rahjit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Zukunft und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin von Silicon Valley. D.H. Lawrences "Lady Chatterleys Lover" steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe bei "Dragonfly Books" aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben. Ich habe im Ramen einer Leserunde das Buch gelesen. Danke nochmal an dieser Stelle. Eigene Meinung: Es war ein Lesevergnügen, das nicht immer besonders mitreißend oder spannend war und für meinen Geschmack zwischendurch etwas langatmig aber mit der Zeit hat die Geschichte alles wieder gut gemacht. Maggie und ihre Freunde waren mir gleich sympathisch, besonders der schrullige Buchhändler Hugo hatte es mir angetan. Maggie hat sich sehr gut entwickelt in dem Buch und ist mit ihren Aufgaben reifer geworden. Am Anfang ist sie recht ziellos umhergeirrt und hat ihre Zeit im Dragonfly verbracht und Beißerbücher verschlungen. Eine wunderbare Buchhandlung, in die ich mich verliebt habe und das lag besonders an der tolle Beschreibung der Autorin. Ich hatte manchmal das Gefühl den Geruch von alten Büchern in der Nase zu haben. Alle die kein Problem damit haben auch mal ein paar Seiten auf den großen Durchbruch zu warten, können hier ein wahres Vergnügen erleben, für alle ungeduldigen kann ich nur sagen Zähne zusammen beißen, denn die ersten Kapitel sind lang und teilweise zu sehr mit "IT-Kram" geschmückt. Das Ende des Buches entschädigt aber alles und deswegen von mir auch 4 Sterne!

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