Sheridan Morley

 3,3 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Sheridan Morley

Cover des Buches Audrey Hepburn (ISBN: 9783548358819)

Audrey Hepburn

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Erschienen am 01.02.1999
Cover des Buches The Quotable Oscar Wilde (ISBN: 0762405732)

The Quotable Oscar Wilde

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Erschienen am 23.11.2000
Cover des Buches Audrey Hepburn (ISBN: 9781857932676)

Audrey Hepburn

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Erschienen am 01.04.1994
Cover des Buches Marlene Dietrich (ISBN: 9783810512031)

Marlene Dietrich

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Erschienen am 01.11.1982

Neue Rezensionen zu Sheridan Morley

Cover des Buches Robert My Father: A Personal Biography of Robert Morley (English Edition) (ISBN: B072188JXP)
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Rezension zu "Robert My Father: A Personal Biography of Robert Morley (English Edition)" von Sheridan Morley

Ein liebenswerter plumper Windbeutel mit buschigen Augenbrauen, fleischigen Lippen und einem Doppelkinn
TheSaintvor einem Tag

... so beschreibt Filmkritiker Leonard Maltin diesen wunderbaren englischen Schauspieler. Ephraim Katz fügt in der "International Film Encyclopaedia" noch ein Kinn hinzu und beschreibt ihn als wunderbaren Schauspieler der britischen und amerikanischen Bühnen und Filmleinwände.

Robert Adolph Wilton Morley wird 1908 in Wiltshire, England, geboren und genießt seine Ausbildung in dem ihn verhassten Wellington College und in Deutschland - seine Mutter hat deutsche Wurzeln. Der Vater, ein Major der Britischen Armee, ist ein Spieler und bringt die Familie oft in finanzielle Bedrängnis. Die Gabe, sich aus den widrigsten Situationen erfolgreich herauszuwinden, erbt Robert von seinem Vater... Sein Kampf mit den englischen Steuerbehörden und seine immensen Steuerschulden und deren Abzahlung allein beweisen es. Aber auch seine Leidenschaft für Rennpferde und Pferderennen übernimmt er von seinem Vater.

1928 debütiert er auf einer kleinen englischen Bühne, ein Jahr darauf am West End in "Treasure Island". Zwischen Engagements arbeitet Morley als Staubsaugerverkäufer und betont stets, dass er in diesem Job alles über die Schauspielkunst lernte. 1935 schreibt er sein erstes Theaterstück - die Komödie "Short Story". Das Stück begründet seinen Erfolg als Stückeschreiber wie auch als Schauspieler.

Der übergewichtige Mime ist der erste Schauspieler, der den großartigen Oscar Wilde sowohl auf einer Londoner Bühne (1936), am Broadway (1938) und im Film (1960) verkörpert. 1938 erhält er auch eine "Academy Award"-Nominierung als "bester Nebendarsteller" in dem Film "Marie Antoinette" - er spielt Louis XVI. 

Sein Herz schlägt immer fürs Theater und so taucht er auf der Leinwand eher in weniger tragenden Rollen auf. Sein Filmschaffen verzeichnet jedoch über 100 Filmrollen. Am Bekanntesten dürfte er wohl als "Hector Enderby" an der Seite von Margaret Rutherford als Miss Marple in "Der Wachsblumenstrauß" (1963) sein oder als wuchtiger Gourmand "Max" in der 1978er Komödie mit internationaler Starbesetzung "Die Schlemmerorgie". Aber Morley erfreut den Kinogeher auch als Teammitglied "Cedric Page" in dem spannenden Thriller "Topkapi" oder als Leiter der Bank of England in dem wunderbaren Film "In 80 Tagen um die Welt".

Sein größtes Geld macht er allerdings als "das Gesicht von British Airways". Er dreht ab den 1970ern viele Werbespots für die Fluglinie und wird dadurch mehr Menschen bekannt als durch seine Filmrollen. Die Gagen dafür zahlen die vielen Flüge mit seiner Familie nach Australien, wohin es ihn nicht nur der familiären Bande wegen oft hinzieht.

Am 3. Juni 1992 verstirbt dieser geschätzte und liebevolle Geschichtenerzähler und Plauderer mit 84 Jahren an den Folgen mehrerer Schlaganfälle. An dem Tag findet das Epsom Derby statt... eines der wenigen Derbys, die er während seines Lebens versäumte.

Sein Sohn Sheridan Morley (1941-2007) erzählt über seinen Vater - es sind liebevolle Erinnerungen aber stellenweise auch Versuche, das angespannte Verhältnis zwischen Vater und Sohn aufzuarbeiten. Da man Robert Morley überwiegend wegen seiner skurrilen Figuren in einer Vielzahl von Filmen kennt, erhofft man sich mit dieser Biografie mehr Einblicke in sein filmisches Schaffen. Dieses wird aber immer nur nebenbei erwähnt, denn Robert Morley war überwiegend ein Theatermensch mit Haut und Haar. Er zählt zu der heute nicht mehr existierenden Riege jener Schauspieler*innen, die ihre exzentrischen und überzeichneten Darstellungen des versnobten und schrägen Engländers nicht darstellten, sondern sie wohl auch lebten.

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