Sherryl Jordan

 4.2 Sterne bei 169 Bewertungen
Autor von Flüsternde Hände, Elsha - Rebellin und Seherin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sherryl Jordan

Sherryl Jordan, 1949 geboren, lebt in Neuseeland und befasste sich schon in ihrer Jungend mit Mythen und historischen Welten. Viele Jahre hat sie mit tauben Kindern gearbeitet und beherrscht daher auch die Zeichensprache, bevor sie sich dem Schreiben zuwand. Ihre Jugendbücher wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Best Book for Young Adults von der American Library Association.

Alle Bücher von Sherryl Jordan

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Cover des Buches Flüsternde Hände9783551375612

Flüsternde Hände

 (72)
Erschienen am 01.06.2006
Cover des Buches Elsha - Rebellin und Seherin9783551374141

Elsha - Rebellin und Seherin

 (36)
Erschienen am 01.12.2005
Cover des Buches Die Meister der Zitadelle9783551374189

Die Meister der Zitadelle

 (18)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Avala - Die Zeit des Adlers9783551310378

Avala - Die Zeit des Adlers

 (12)
Erschienen am 20.07.2011
Cover des Buches Jing-Wei und der letzte Drache9783551374462

Jing-Wei und der letzte Drache

 (13)
Erschienen am 21.01.2008
Cover des Buches The Raging Quiet0786273135

The Raging Quiet

 (1)
Erschienen am 02.03.2005
Cover des Buches The Juniper Game0590447297

The Juniper Game

 (0)
Erschienen am 01.03.1994

Neue Rezensionen zu Sherryl Jordan

Neu

Rezension zu "Flüsternde Hände" von Sherryl Jordan

Etwas mehr erhofft
Andersleservor einem Jahr

Meinung

Ein wenig zu dem Klappentext auf dem Buch unterscheidet sich der oben genannte schon, denn dort steht auch etwas über den Charakter Raven, der im Buch neben Marnie eine Hauptrolle belegen wird, und dieser ist Gehörlos. 
So war das Erste was negativ auffiel das Wort "Taubstumm" im Klappentext auf meinem Exemplar, was ganz einfach so nicht korrekt ist. Ist man Taub, ist man nicht unbedingt auch stumm - vor allem aber sehen viele Gehörlose den Begriff Taubstumm auch einfach als eine echte Beleidigung an, da muss man aufpassen. Ich finde den Begriff selbst ziemlich blöd, denn nur weil man nichts hört, heißt es nicht das man nicht sprechen könnte, man ist nicht unbedingt stumm. Solange man biologisch dazu in der Lage ist, alles angelegt ist, kann man auch ohne Gehör sprechen und/oder die Stimme nutzen. Sprachlosigkeit existiert hingegen schon bei Raven, denn er hat keine Kommunikationsmittel.

Aber nun zum Buch, denn hier fällt tatsächlich auch positives auf. Es wird schon dort der Begriff 'gehörlos' genutzt, Marnie spricht nicht von Taubstumm, wie es der Klappentext meines Buches tut und wie ich es deshalb schon fast befürchtet hatte, denn Raven ist nicht stumm, er kann durchaus Laute bilden, nur kann er tatsächlich nicht sprechen in dem er Worte nutzt - was in Anbetracht der Zeit und des Unwissen der Menschen dort aber auch kein Wunder ist. 
Die Autorin selbst hat mit Gehörlosen gearbeitet und hat da ein Wissen aufgebaut, was sie hier auch nutzen kann, denn eins ist klar - sie schildert es gut wie frustrierend es sein kann, sich nicht mitteilen zu können und nicht zu wissen, was andere von einem wollen. Wie unsagbar wütend es machen kann.
Auch finde ich, hat sie zeitlich alles gut passend dargestellt. 

In meiner Meinung über das Buch bin ich mir trotzdem unsicher. Einerseits war es gut, andererseits hat es mir aber auch nicht ganz so gut gefallen, fast die Hälfte des Buches ist für mich einfach so dahingeplätschert, es war nicht so spannend, dass ich unbedingt hätte weiterlesen wollen, aber schnell kam man dann doch irgendwie vorran. Andererseits fand ich Marnie als Charakter toll, genauso wie sie eine Sprache für Raven findet und entwickelt, hier nicht Gebärdensprache genannt, sondern Handzeichen. Auch das gefiel mir toll, denn es ist ja tatsächlich nicht in dem Sinn die Gebärdensprache die man heute kennt, in welcher Sprache auch immer - ob nun die deutsche, österreichische, amerikanische (oder sonstige), es ist eine ganz eigene, die Marnie selbst entwickelt und dem Jungen so endlich eine Art der Kommunikation schenkt, wenn natürlich auch mit Einflüssen der Kenntnisse der Autorin.
Auch die Ansichten der Dorfbewohner sind sehr realistisch gehalten, wen man bedenkt in welcher Zeit sie dort leben, es wurden sich bei diesem Buch schon Gedanken gemacht, trotzdem fehlte mir etwas. Vielleicht war es die Spannung, vielleicht war es aber auch der Schreibstil - ich kann es nicht genau sagen. 


Kurz und Knapp

Ein Buch, über ein Mädchen  das in der Zeit in der sie lebt schon eine recht starke Persönlichkeit ist. Eins, das sich Gedanken macht und so eine Sprache für den gehörlosen Raven entwickelt und eine Zuneigung zu ihm aufbaut. Ein Junge, der vorher niemanden hatte und gehasst und missverstanden wurde, nur weil niemand erkennen will, dass er einfach nur nicht hören kann, dem ein Verstand abgesprochen wird, weil sie ihn nicht verstehen. 
Ein zeitlich realistisch und gut geschildertes Buch, das seine guten Passagen hatte, bei dem mir aber irgendwas noch fehlte. Die erste Hälfte des Buches hat doch einfach recht wenig Spannung gehabt und mich nicht unbedingt zum weiterlesen animiert. Andererseits kam man doch sehr schnell durch die Seiten durch, wenn es auch nicht so viele Bilder in meinem Kopf hervorlocken konnte.

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Rezension zu "Flüsternde Hände" von Sherryl Jordan

Mit den Händen Geschichten erzählen
introvertbookwormvor 3 Jahren

Dieses Buch ist mir letzten Sommer in meinem Lieblingsbuchladen für gebrauchte Bücher in die Hände gefallen. Das wunderschöne Cover, welches aber noch nicht auf den ersten Blick preisgibt, um was es geht, hat mich sofort in seinen Bann gezogen. 

Die Geschichte der jungen Marnie, welche einen sehr viel älteren Mann heiraten und mit ihm in ein anderes Dorf ziehen muss und dort den gehörlosen Raven kennenlernt, hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Liebesgeschichte zwischen Marnie und Raven, welche sogar Sprachbarrieren überwindet, hat mich tief berührt. Der Erzählstil der Autorin ist nicht "jugendlich", so wie man es von modernen Jugendbücher gewohnt ist. Sie hat sich in ihrem Schreib- und Erzählstil sehr an die damalige, mittelalterliche Zeit angepasst, was die Geschichte noch authentischer wirken lässt. Nichtsdestotrotz lässt es sich flüssig lesen. Des Weiteren ist die Geschichte gut überdacht und auch historisch korrekt, sowohl in Hinsicht auf die Hexenprozesse, als auch auf die Lebenssituation gehörloser Menschen. Sheryl Jordan leistet mit ihrem Buch hervorragende Öffentlichkeitsarbeit für die Gehörlosencommunities dieser Welt, da es den Lesern, welche sich vielleicht (noch) nicht mit den Themen Gehörlosigkeit und Gebärdensprache beschäftigt haben zeigt, dass Gehörlose nicht dumm sind, sondern einfach nur eine andere Form der Kommunikation benötigen. 

Von daher gibt es von mir 4 Sterne :)

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Rezension zu "Flüsternde Hände" von Sherryl Jordan

wunderbar tiefgründig
Miiivor 3 Jahren

Um ihre Familie zu retten, heiratet die 16 Marnie den viel älteren Lord Isak Isherwood und zieht mit ihm fort von ihrer Heimat. Doch schon kurze Zeit später sorgt ein Unglück dafür, dass Marnie der Hexerei beschuldet wird. Einzig im Pater und dem taubstummen Raven findet sie Freunde. Doch wie redet man mit jemandem, der nicht mal weiß, was Geräusche sind? Selten hat mich ein Buch so gefesselt und berührt, wie dieses hier.

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Gebärdensprache, daher hat dieser Roman meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Inhalt wird wunderbar realistisch dargestellt, man kann sich ohne Probleme in Marnie hineinversetzen und auch alles mehr als gut verstehen Raven ist definitiv mein Liebling, trotz seiner Raserei, in die er manchmal verfällt. Die kann ich ihm aber verzeihen, weil ich mir gar nicht vorstellen möchte wie es ist, wenn man noch nie etwas gehört oder kommuniziert hat Die Sprache, die er und Marnie mit der Zeit entwickeln wird auch nicht überstürzt dargestellt, sondern Schritt für Schritt, sodass man wirklich sieht, wie sich das entwickelt, daher wirkt es so realistisch. Ich kritisiere gerne, aber in diesem Buch hab ich weiß Gott nichts gefunden, was ich bemängeln könnte. Definitiv lesenswert.

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