Sherwood Anderson Winesburg, Ohio

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Inhaltsangabe zu „Winesburg, Ohio“ von Sherwood Anderson

Klassiker der US-Moderne
Mit «Winesburg, Ohio» revolutionierte Sherwood Anderson die moderne amerikanische Short Story. Lakonischer war das Leben seiner Landsleute nie erzählt worden. In der vorliegenden Neuübersetzung, der ersten seit über 50 Jahren, lässt sich dieser wegweisende US-Klassiker nun endlich wiederentdecken.
Wing Biddlebaum verlor durch ein fatales Missverständnis seine Stelle als Lehrer und mit ihr seine Seelenruhe. Alice Hindman wartet auch elf Jahre nach deren Verschwinden noch verzweifelt auf die Rückkehr ihrer Jugendliebe. Der Arzt Mr Reefy schreibt seit dem Tod seiner Frau Gedankensplitter auf kleine Zettel – und wirft sie weg. Selbst die Existenz des jungen Lokalreporters George Willard, der neugierig all diese Schicksale sammelt, ist nicht frei von tragischen Verstrickungen. Schrullige, einsame Charaktere bevölkern das Städtchen Winesburg in Ohio, einen Ort auf der literarischen Landkarte, dem Autoren bis heute ihre Reverenz erweisen.

Grandios. Staubtrocken. Deprimierend. Möge der junge Willard niemals zurückkehren.

— puttanesca

Einblick in das Leben einer Kleinstadt mit ungewöhnlichen Menschen.

— Meenama

Eine schöne Sammlung von kl. Geschichten über Personen aus Winesburg (O) Ende des 19 Jh. Ein Buch über Einsamkeit, Sehnsucht und Hoffnung.

— Maldoror

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    Winesburg, Ohio

    Meenama

    11. April 2016 um 09:25

    Dies ist eigentlich kein Roman, sondern ein Kurzgeschichtenband über die Menschen der Kleinstadt Winesburg in Ohio. Anderson nimmt uns mit in die Straßen, Geschäfte und Häuser. Die Geschichten hängen durchaus zusammen und man begegnet vielen Menschen mehrmals aber man kann sie auch einzeln stehen lassen. Für mich führte das Ganze am Ende zu einer Erkenntnis. Die einzelnen Schicksale der Menschen, die meist alles andere als "normal" sind, sind mir teilweise nah gegangen. Sie sind nicht alle traur Dies ist eigentlich kein Roman, sondern ein Kurzgeschichtenband über die Menschen der Kleinstadt Winesburg in Ohio Ende des 19. Jahrhunderts. Anderson nimmt uns mit in die Straßen, Geschäfte und Häuser. Die Geschichten hängen durchaus zusammen und man begegnet vielen Menschen mehrmals aber man kann sie auch einzeln stehen lassen. Für mich führte das Ganze am Ende zu einer Erkenntnis.  Die einzelnen Schicksale der Menschen, die meist alles andere als "normal" sind, sind mir teilweise nah gegangen. Sie sind nicht alle traurig, schildern aber sehr eindringlich die Sehnsüchte, Träume und Ängste der Bewohner. Das Verlangen auszubrechen ist oft ein Thema. Über allem hängt eine Wolke der Melancholie, der ich mich nicht entziehen konnte. Es lohnt sich durchaus Gast in Winesburg zu sein, man ist am Ende aber froh die Stadt wieder verlassen zu können.

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  • Was ein Buch aus dem Jahr 1919 mit mir zu tun hat

    Winesburg, Ohio

    SandraFreise

    27. March 2016 um 20:32

    Wenn man, wie ich in den letzten Tagen, viel Zeit hat, dann liest sich so ein Buch ja doch ganz anders. Oder lag es vielleicht doch am Buch selbst und ich mag nur nicht glauben, dass ein Buch aus dem Jahr 1919, in dem es einzig und allein um die Einwohner*innen einer ländlich gelegenen Kleinstadt in Ohio geht, doch so viel mit mir selbst zu tun haben kann? Wie auch immer, es waren wunderbare Stunden mit diesem Buch. Neben einem großartigen nahezu philosophischen Auftakt über das, was die Menschen „Wahrheit“ nennen, inklusive einer ganz präzisen Beobachtung von Menschen, die denken die eine Wahrheit für sich gepachtet zu haben, hat mich vor allem eine Stelle sehr gepackt, weil es in meinen Augen noch niemand geschafft hat, dieses Gefühl so gut in Worte zu fassen. Um das vielleicht für alle Paderborner*innen ein bisschen besser beschreiben zu können: Stellt euch den Kamp an einem sommerlich warmen Abend zu Libori vor, an dem ihr mit Freunden diesen einen wunderschönen Abend in der Liboriwoche verlebt. Oder den Rathausplatz zur Aufstiegsfeier des SCP, auf dem ihr plötzlich dem neuen Nachbarn von Gegenüber oder eurem alten Schulfreund in den Armen liegt. Vielleicht auch aktuell, das Gewusel rund um den Maspernplatz am letzten Wochenende zum Osterlauf, und wie ihr euch nach dem Lauf eures Lebens mit Freunden endlich das lang ersehnte kühle Bier gönnt. Und dann kommt ihr wieder an diesen Ort wenn alles vorbei ist. Wie ich am Samstag, als ich tatsächlich im Freudentaumel nach dem bezwungenen Halbmarathon völlig vergessen hatte, mein Fahrrad mitzunehmen und später noch einmal zum Sportzentrum zurück musste. Und nach all der Action, den Gefühlen und dem Trubel war da plötzlich nichts mehr. Einfach alles schon weg. „Der Platz war bis zum Überquellen mit Leben erfüllt. Er kribbelte und zappelte von Leben, und nun ist es Nacht, und das Leben ist völlig verschwunden. Die Stille ist beinahe erschreckend. Man verbirgt sich und steht stumm an einem Baumstamm, und jede Neigung zur Nachdenklichkeit wird verstärkt. Man erschauert beim Gedanken an die Bedeutungslosigkeit des Lebens, und gleichzeitig, und wenn die Leute in der Stadt die eigenen sind, liebt man das Leben mit einer solchen Tiefe, dass einem Tränen in die Augen treten.“ Ich schätze ich bin immer noch ganz benebelt von diesem tollen Tag gestern. Und wie heißt noch dieses mentale Loch, in das man nach so einem Hochgefühl fällt? Ich lese als nächstes was witziges, so viel steht fest. ;-) „Winesburg, Ohio“ von Sherwood Anderson, Manesse

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  • Rezension zu "Winesburg, Ohio" von Sherwood Anderson

    Winesburg, Ohio

    marcelsarman

    In diesem Buch werden einige Bewohner einer fiktiven Kleinstadt in Ohio genauestens beschrieben. Die Berufe und die Lebensumstände haben sich seit Erscheinen des Buches (1919) natürlich radikal verändert. Trotzdem behält das Buch, auch in der heutigen Zeit seine Berechtigung und ist durchaus lesenwert, weil die Charakterbeschreibungen der Personen im Vordergrund stehen. Der Stil des Buches ist sehr klar und gut strukturiert. In den einzelnen Kapiteln wird jeweils eine Person und die Bedeutung für die Kleinstadt und die Beziehungen zu den anderen Personen der Kleinstadt beschrieben. Dies wird sehr raffiniert und mit einer sehr einfachen, aber dennoch bildhaften Sprache gemacht. Bewertung: "...war die Stadt Winesburg längst verschwunden, und das Leben das er dort verbracht hatte, war nicht mehr als ein Hintergrund auf den die Träume seines Mannesalters gemalt werden sollten." - so endet ein Kapitel über einen jungen Mann, der seine Heimatstadt Winesburg verlässt, der Morgen seines Abschieds ist minutiös und in wunderbaren Sprachbildern beschrieben, dieses Kapitel ist einfach nur fantastisch geschrieben. Ähnliches kann man auch über die anderen Kapitel sagen. Die Handlung ist weder spektakulär noch besonders originell, die Sprache und die genauen Charakterzeichnungen machen den Charme des Buches aus. Die Überschrift macht neugierig auf den Rest des Kapitels, der erste Teil des Kapitels macht neugierig auf das was noch folgt in diesem Kapitel und so weiter. Der dramaturgische Aufbau und die Sprache sind als meisterhaft zu bezeichnen, deshalb 5 Sterne. "Ich glaube, daß Sherwood Anderson der Vater aller meiner Arbeiten ist, der Vater der Werke von Hemingway, Fitzgerald und von uns allen." William Faulkner

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    • 2

    Sabine17

    19. October 2014 um 17:54
  • Rezension zu "Winesburg, Ohio" von Sherwood Anderson

    Winesburg, Ohio

    WinfriedStanzick

    30. January 2012 um 11:41

    Dieser im Jahr 1919 zum ersten Mal erschienene „romanartige Reigen aus Erzählungen“ über die verschiedensten Menschen einer fiktiven Kleinstadt in den USA, Winesburg, Ohio gilt als eines der wichtigsten Werke der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts und hat viele Schriftsteller beeinflusst, darunter William Faulkner, John Steinbeck, Ernest Hemingway und J.D. Salinger mit seinem „Fänger im Roggen“. In diesem Frühjahr kann der geneigte Leser zwischen zwei Neuausgaben wählen. Schöffling & Co. für seine Ausgabe den jungen, 1965 geborenen und mit zahlreichen Auszeichnungen prämierten Autor und Übersetzer Mirko Bonné für eine Neuübersetzung gewonnen und ihm sehr viel Raum gegeben für einen zwanzigseitigen literaturgeschichtlichen Essay. Der Manesse Verlag legt eine Fassung in der Übersetzung von Eike Schönfeld und einem Nachwort des Schriftstellers Daniel Kehlmann vor, nach dessen Lektüre man dieses Buch erst richtig wertschätzen lernt, ein Buch, das der israelische Schriftsteller Amos Oz als einen „der schönsten Erzählbände der modernen Literatur“ bezeichnet hat. Sherwood Andersons nüchterner Stil beschreibt mit wenigen Worten ganz komplexe Seelenzustände von Menschen, ihre existentielle Einsamkeit und ihre vollständige Unfähigkeit, miteinander in irgendeiner Weise wirklich zu kommunizieren. Bei der Lektüre wähnt man sich nicht im Jahr 1919, sondern eher ein Jahrhundert später, so aktuell lesen sich seine Texte im Jahr 2012. Ich denke, auch deshalb haben zwei Verlage gleichzeitig sich zu einer Neuausgabe entschlossen.

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  • Rezension zu "Winesburg, Ohio" von Sherwood Anderson

    Winesburg, Ohio

    lokoschade

    27. January 2012 um 09:59

    Winesburg, Ohio ist ein karges Buch. Karg in der Sprache und karg geht der Autor auch mit den Empfindungen seiner Charaktere um. Doch bei aller Sparsamkeit die Erlebnisse seiner Protagonisten zu beschreiben können wir ihre Befindlichkeiten sehr genau nachvollziehen. Deswegen möchte ich auch gleich zu Anfang meinen Lieblingssatz aus dem Buch zitieren, der meines Erachtens nach stellvertretend für alle Personen in diesem Buch steht: "Louise ließ sich nicht glücklich machen." So einfach und doch so inhaltsschwer. In allen erzählten Geschichten treffen wir Menschen auf der Suche nach "unbennbaren Begierden" getrieben von "vagen Sehnsüchten" und über allem liegt eine schier undurchdringliche Melancholie. Es handelt sich weder um einen Roman noch um Kurzgeschichten und Schnittstelle und immer wiederkehrende Figur ist der junge Zeitungsreporter George Willard. Es sind einzelne Episoden (in denen nicht viel passiert) mit verzweifelten, einsamen und letztendlich "nur" nach Liebe suchenden Menschen die dieses Buch ausmachen. Sei es die Mutter die sich durch die Selbstgespräche ihres Sohnes mit ihm verbunden fühlt, obwohl sie sonst nur aneinander vorbeireden. Sei es der enttäuschte Mann der "das Leben mit der Hingabe eines Dichters hasst". Der junge Mann der die Farm seines Onkels übernimmt und mit unbeugsamer Härte und Leidenschaft die besten Erträge erzielt. Ein Vater ohne Bücher aufgewachsen, spornt seine Töchter an mehr zu lesen und treibt sie damit in die Verweigerung. Sherwood Anderson (1876-1941) widmet das Buch seiner Mutter: "Dem Andenken meiner Mutter, Emma Smith Anderson, die als scharfe Beobachterin des Lebens um sie herum in mir erstmals das Verlangen weckte, hinter die Fassade der Existenzen zu schauen, ist dieses Buch gewidmet." ...und das hat er bestenes umgesetzt

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  • Rezension zu "Winesburg, Ohio" von Sherwood Anderson

    Winesburg, Ohio

    WinfriedStanzick

    23. January 2012 um 10:48

    Dieser im Jahr 1919 zum ersten Mal erschienene „romanartige Reigen aus Erzählungen“ über die verschiedensten Menschen einer fiktiven Kleinstadt in den USA, Winesburg, Ohio gilt als eines der wichtigsten Werke der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts und hat viele Schriftsteller beeinflusst, darunter William Faulkner, John Steinbeck, Ernest Hemingway und J.D. Salinger mit seinem „Fänger im Roggen“. In diesem Frühjahr kann der geneigte Leser zwischen zwei Neuausgaben wählen. Der Manesse Verlag legt eine Fassung in der Übersetzung von Eike Schönfeld und einem Nachwort des Schriftstellers Daniel Kehlmann vor. Schöffling & Co. hat hingegen für seine Ausgabe den jungen, 1965 geborenen und mit zahlreichen Auszeichnungen prämierten Autor und Übersetzer Mirko Bonné für eine Neuübersetzung gewonnen und ihm sehr viel Raum gegeben für einen zwanzigseitigen literaturgeschichtlichen Essay, nach dessen Lektüre man dieses Buch erst richtig wertschätzen lernt, ein Buch, das der israelische Schriftsteller Amos Oz als einen „der schönsten Erzählbände der modernen Literatur“ bezeichnet hat. Sherwood Andersons nüchterner Stil beschreibt mit wenigen Worten ganz komplexe Seelenzustände von Menschen, ihre existentielle Einsamkeit und ihre vollständige Unfähigkeit, miteinander in irgendeiner Weise wirklich zu kommunizieren. Bei der Lektüre wähnt man sich nicht im Jahr 1919, sondern eher ein Jahrhundert später, so aktuell lesen sich seine Texte im Jahr 2012. Ich denke, auch deshalb haben zwei Verlage gleichzeitig sich zu einer Neuausgabe entschlossen.

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