Shion Miura

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Shion MiuraSchneeschütteln in Kamusari
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Schneeschütteln in Kamusari
Schneeschütteln in Kamusari
 (9)
Erschienen am 02.10.2013

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Sevothartes avatar

Rezension zu "Schneeschütteln in Kamusari" von Shion Miura

Japanisches Dorfleben auf ihre charmante und witzige Art ...
Sevothartevor 5 Jahren

Kaum dass ich dieses Buch in der Pressevorschau des Carlsen Verlages entdeckt habe, wusste ich, dass ich es einfach haben muss. Der Klappentext hört sich wirklich interessant an, es ist von einer erfolgreichen japanischen Autorin verfasst und das Cover ist sowieso ein Hingucker schlechthin. Von daher freute ich mich wie ein Honigkuchenpferd, als es mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde.

Doch kommen wir zur Geschichte. Alles beginnt damit, dass Yuki von seiner Mutter in das Provinzdörfchen Kamusari geschickt wird, um eine Lehre in der Forstarbeit zu beginnen. Allein die ersten beiden Seiten sind schon ein Gedicht für sich. Ich musste sofort schmunzeln und lachen und allgemein sind Yukis Gedanken einfach der Hammer. Das Buch wird nämlich aus seiner Sicht in der Ich-Perspektive erzählt und dadurch hat man seine Gedanken immer richtig „vor Augen“.

Für Japan-Fans ist dieses Buch meiner Meinung nach sowieso absolute Pflicht. Man erfährt viel über alte japanische Bräuche und bekommt auch einen guten Einblick, wie das japanische Dorfleben aussieht, zumindest in den Bergen. Zudem erhält man einige Informationen über die Forstarbeit an sich, was aber nie wirklich so im Vordergrund steht, aber doch sehr interessant ist.

Was dieses Buch für mich auszeichnet sind auf jeden Fall Yukis witzige Gedanken und die Charaktere, die einfach grandios ausgearbeitet sind und die man alle während des Lesens zu schätzen lernt. Vor allem die Oma in diesem Buch hat es mir sehr angetan und ich wollte sie die ganze Zeit über adoptieren.

Ich fand die Geschichte vom ersten Jahr des jungen Yuki in Kamusari einfach schön und ich hatte ein so tolles Japanfeeling, das ich noch lange an dieses Buch zurückdenken werde. Wieder eine absolute Empfehlung von mir an alle Japanfans und jene, die es werden wollen.

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AusZeit-Mags avatar

Rezension zu "Schneeschütteln in Kamusari" von Shion Miura

Gemütliche Kleinstadt-Atmosphäre, gespickt mit aberwitzigen Figuren
AusZeit-Magvor 5 Jahren

~Inhalt~

Weil seine Mutter findet, dass Yuki endlich mal richtig arbeiten soll, statt auf der faulen Haut zu liegen, schickt sie ihn in den winzigen Ort Kamusari, wo er als Forstarbeiter eingestellt wird. Yuki ist entsetzt – dort gibt es echt gar nichts! Langeweile pur. Und er soll dort auch noch richtig ranklotzen! Nicht mit ihm – er versucht zu flüchten, was aber immer wieder vereitelt wird. Schließlich bleibt er und versucht sich mit den seltsamen Gebräuchen, der urkomischen Ausdrucksweise, den verrückten Menschen und der schweren Arbeit zu arrangieren – und lernt dabei eine ganze Menge!

~Einschätzung~

Die japanische Autorin Shion Miura wurde bereits mit Preisen geehrt, unter anderem dem bedeutesten Nachwuchs-Literaturpreis. „Schneeschütteln in Kamusari“ ist der erste Roman von ihr, der auf Deutsch erscheint – eine liebevoll geschriebene wie chaotische Talfahrt, die Spaß macht.

Yuki ist ein ganz normaler japanischer Jugendlicher, der allerdings eines Tages gezwungener Maßen einen Trip antreten muss, den er so schnell nicht vergessen wird. Auf nach Kamusari nämlich, einem Ort am „Arsch der Welt“. Dort soll er bei der Waldarbeit richtig mit anfassen und lernt eine Menge außergewöhnlicher Menschen kennen und auch Werte wie Zusammenhalt und Respekt. Außerdem gibt’s da dieses Mädchen … Eine aufregende Zeit beginnt für Yuki, die er dem Leser in seinem humorvollen wie ehrlichen Bericht gerne erzählt.

Ich habe, glaube ich, noch nie ein Buch gelesen, das aus dem japanischen übersetzt wurde. Also war das mal was ganz neues. Vor allem natürlich auch die ungewohnten Namen. Da heißen die Figuren Yuki, Yoki, Yuko usw. Ganz schön verwirrend teilweise, aber auch interessant, weil man das hier so gar nicht gewohnt ist. Zum Glück findet sich aber hinten im Buch ein Glossar mit wichtigen Erklärungen. Da lernt man sogar ein bisschen was.

Die Geschichte wird von dem sympathischen Yuki erzählt, der den Leser genau berichtet, was er alles in dem „Kaff“ Kamusari erlebt hat. Das ist eine ganze Menge. Und gemeinsam mit Yuki erfährt man dann, was „Schneeschütteln“ ist, was es mit den Gottheiten in diesem Land so auf sich hat und lernt ein paar charismatische Charaktere kennen.

„Schneeschütteln in Kamusari“ ist ein leichter Roman für gemütliche Herbst- oder Winterabende, da er voller Wärme steckt und sich zwar nicht rasend spannend, sondern eher gemütlich und ein bisschen abenteuerlich liest.

~Fazit~

Gemütliche Kleinstadt-Atmosphäre, gespickt mit aberwitzigen Figuren, kleinen interessanten Infos rund um japanische Bräuche und ein bisschen Liebesgeschichte. Ein schönes leichtes Buch, das mir gut gefallen hat. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten. (DL)

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