Mein Fazit:
" Mutters Traum einer großen Familie ... endete am Selektionstisch in Auschwitz. Alles was von ihr, ihren Kindern übrig blieb,...war Rauch aus den Schornsteinen der Todesmaschinerie und ein wenig Asche in den Krematorien..."
Diese Aussage allein lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. In dieser Biografie blickt Shlomo Graber auf sein erlebnisreiches, tragisches Leben zurück. Er hat drei Konzentrationslager überlebt: trotz extremem Hunger, wobei er und sein Vater um zu überleben, Futter für die Schweine gegessen haben , ständige Angst von der SS erschossen zu werden, aber sein unbändiger Überlebenswille ließ ihn das alles ertragen. Heute blickt er ohne Wut, ohne Groll, ohne Verbitterung, ohne Hass auf sein Leben und die Deutschen zurück. Heute hat er eine liebevolle Familie, er spricht an Schulen über den Nationalsozialismus, über Hitler und seine tragischen Erlebnisse während des Krieges. Trotz des Verlusts fast aller Familienmitglieder, lehnt er Gewalt bis heute ab und verurteilt diese bei seinen Vorträgen vor den Schülern. Er vermittelt Werte wie Nächstenliebe, Respekt vor den Millionenfachen Opfern, macht auf die begangenen Verbrechen aufmerksam und er kämpft mit seinen Worten gegen das Vergessen.
Zitat: " Denn Liebe ist stärker als Hass"...ist ein Zeitzeugenbericht der anderen Art. Politische Hintergrundinformationen sind gut eingearbeitet, die Erlebnisse des Autors brillant niedergeschrieben und der Autor lässt uns an seinem Leben teilhaben. Die Größe zu haben, keinen Hass auf seine Peiniger zu empfinden und trotzdem so ein positiver Mensch zu sein – ich ziehe meinen imaginären Hut. Ein sehr bewegendes Epos, voller Emotionen und magischer Momente. Sein bildhafter Schreibstil ist brillant, flüssig zu lesen und voller Respekt für die vielen Opfer.







