Shlomo Graber , Adrian Suter Denn Liebe ist stärker als Hass

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Inhaltsangabe zu „Denn Liebe ist stärker als Hass“ von Shlomo Graber

Während des Zweiten Weltkrieges wurden Shlomos Familie und er selbst zweimal deportiert. In Auschwitz ermordeten die Nazis fast seine ganze Familie. Doch wie durch ein Wunder und mit einem unglaublichen Lebenswillen, überlebte er nicht nur die unfassbaren Qualen von drei Konzentrationslagern, sondern auch den berüchtigten Görlitzer Todesmarsch. Bei seiner Befreiung, am 8. Mai 1945, war Shlomo 18 Jahre alt und begann ein neues Leben: Er wanderte nach Israel aus, wo er eine Familie gründete. Vor über 25 Jahren lernte er seine jetzige Frau kennen. Seither lebt und arbeitet er in Basel. Shlomo Graber blickt weder im Zorn noch mit Verbitterung auf sein Leben zurück. Gewalt und Fanatismus lehnt der Holocaust-Überlebende kategorisch ab und verurteilt sie entschieden. Trotz seines hohen Alters hält er regelmäßig Vorträge an Schulen und in Gemeinden, um der Jugend Werte wie Toleranz, Respekt und Liebe zu vermitteln. Seine Motivation, seine Lebensfreude und sein einzigartiger Humor – sie überzeugen und beeindrucken.

Eine erschütternde, sehr berührende und sehr wichtige Autobiographie!

— Klusi
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Beeindruckendes Zeitzeugnis einer starken Persönlichkeit

— Anchesenamun
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  • Denn Liebe ist stärker als Hass

    Denn Liebe ist stärker als Hass
    Klusi

    Klusi

    31. March 2016 um 13:49

    „Sei stark mein Junge und lass keinen Hass in dein Herz … Liebe ist stärker als Hass, mein Sohn … vergiss das nie!“Dies sind die letzten Worte einer Mutter an ihren geliebten Sohn, kurz bevor sie im Lager Auschwitz für immer getrennt werden. Shlomo Graber, der in diesem Buch die Geschichte seines Lebens erzählt, hat sich die Worte für immer eingeprägt, zu seinem Lebensmotto gemacht und stets beherzigt, egal was passierte.Obwohl fast seine ganze Familie im Holocaust umkam und obwohl er in drei verschiedenen Konzentrationslagern gefangen war und Schreckliches erdulden musste, ist er heute ohne Hass. Es ist erschütternd und berührend, den Bericht eines der letzten Zeitzeugen zu lesen. Shlomo Graber erzählt von der zermürbenden, qualvollen Zeit der Gefangenschaft. Er stellt sich immer wieder Fragen ob der Sinnlosigkeit des ganzen. Der Größenwahn eines kleinen Mannes mit einem ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex hielt jahrelang die ganze Welt in Atem und kostete unfassbar viele Menschen das Leben.Aber dieses Buch konzentriert sich nicht nur auf die Schreckenszeit während des zweiten Weltkriegs, sondern der Autor erzählt auch von seiner Kindheit und seiner Entwicklung zum jungen Mann. Als er deportiert wurde, endete seine Jugend auf brutale Weise. Shlomo Graber betont, dass er in seinem Bericht eigentlich nur an der Oberfläche kratzt. Um den Leser zu schonen, verzichtet er darauf, die Schreckenszeit im Konzentrationslager allzu detailliert zu schildern. Das Ausmaß der Brutalität, mit der damals gegen die Inhaftierten vorgegangen wurde, ist gar nicht vorstellbar. Wie schon so oft habe ich mich auch während der Lektüre des Buches wieder gefragt, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie konnte ein kranker Geist, der sich „Führer“ nannte, es erreichen, dass ihn so viele unterstützten und ihm zujubelten? Wieso haben sich so viele bereit gefunden, die blutige „Arbeit“ in den Konzentrationslagern auszuführen? Es gibt so vieles, was ich nicht begreife, weil es sich für mich jeglicher Vernunft und Menschlichkeit entzieht. Das Buch endet nicht mit dem zweiten Weltkrieg und der Befreiung der Überlebenden. Shlomo Graber berichtet, wie es für ihn und die Welt weiterging. In die Freude, endlich wieder frei zu sein und das Grauen überstanden zu haben, in die Hoffnung, doch noch Verwandte oder Freunde zu finden, die ebenfalls überlebt haben, mischte sich auch immer wieder die Trauer um diejenigen, die er verloren hat. Mit Mut, Tatkraft und Optimismus hat er sich ein neues Leben aufgebaut. Dass er sich seinen feinen Humor und unerschütterlichen Lebensmut bewahrt hat, dass er keinen Hass empfindet, sondern immer die Liebe im Herzen trug, macht Shlomo Graber zu einem ganz besonderen Menschen. Er hat sein Glück gefunden und lebt mittlerweile ein zufriedenes, erfülltes Leben in Basel. Er arbeitet als Kunstmaler und hält daneben auch heute noch Vorträge an Schulen und in Gemeinden, um besonders jungen Menschen Werte wie Toleranz, Achtung und Menschlichkeit zu vermitteln. Seine Bilder drücken so viel Lebensfreude und Kraft aus, dass man nur staunen kann. Mit der Lebensweisheit seiner fast 90 Jahre blickt er ohne Bitterkeit zurück, und er hat am Ende auch noch so manchen kritischen Rat für die Menschheit, denn auch heute, in unserer modernen, aufgeklärten Zeit, gibt es noch Strömungen und Bewegungen, die sich von Hass und Vorurteilen leiten lassen, auch im 21. Jahrhundert ist die Welt noch lange nicht frei von Not, Fanatismus und Ungerechtigkeit. Gerade heutzutage, wo man fast täglich über Aktionen von Fremdenhass liest oder hört, ist dieses Buch aktueller und wichtiger denn je. Ich kann es nur jedem ans Herz legen!

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  • Rezension: "Denn Liebe ist stärker als Hass" (Shlomo Graber)

    Denn Liebe ist stärker als Hass
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    06. March 2016 um 19:50

    Zum Inhalt: Shlomo Graber wurde 1926 geboren und wuchs in Ungarn als ältester Sohn jüdischer Eltern auf. Als Jugendlicher muss er miterleben, wie seine Mutter, seine kleinen Geschwister und eine hohe Zahl von Verwandten dem Holocaust zum Opfer fallen. Er selbst überlebt - zusammen mit seinem Vater - drei Konzentrationslager und wird nach einem Todesmarsch von den Russen befreit. Bis auf die Knochen abgemagert, erholt sich Shlomo langsam wieder von den Strapazen des KZs und baut sich eine neue Existenz auf. Schließlich dient er im israelischen Militär, bevor er sich als Geschäftsmann und Familienvater niederlässt. Auch noch im hohen Alter lebt Shlomo Graber nach den letzten Worten, die ihm seine Mutter auf der Selektionsrampe in Auschwitz zuflüstert: "Sei stark, mein Junge und lass keinen Hass in dein Herz... Liebe ist stärker als Hass, mein Sohn... vergiss das nie!" Meine Meinung: Diese Autobiographie handelt nicht nur über den Holocaust, sondern erzählt Shlomo Grabers ganzes Leben: Von seiner Kindheit in der Obhut des gläubigen und gütigen Großvaters, seiner Jugend, den Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg sowie der Zeit nach dem Holocaust - der Hachschara (der Vorbereitung auf die Übersiedlung nach Palästina), seiner Zeit beim israelischen Militär bis in die Gegenwart, in der der Autor mittlerweile als Künstler seine Erlebnisse auf Bildern verarbeitet. Das Buch ist aus Sicht des Autors geschrieben, und bis auf ein kurzes Vor- und Nachwort kommt hier Shlomo Graber ganz ungefiltert selbst zu Wort. Neben seinen persönlichen Erinnerungen erläutert er auch meist noch kurz die politischen und geschichtlichen Hintergründe der jeweiligen Zeit, was ich sehr praktisch und hilfreich fand, da ich nicht immer die historischen Zusammenhänge im Kopf hatte. Der Schreibstil ist lebendig, und man merkt einfach, dass der Autor ein lebensfroher, humorvoller Mensch ist. Viele Erlebnisse werden mit einem Augenzwinkern erzählt, und manche Begebenheiten - vor allem jene, in denen attraktive Frauen vorkommen - schienen mir durch die Augen des Autors im Rückblick etwas verklärt wiedergegeben, aber dies tut er mit solch einem Charme, dass ich einfach schmunzeln musste. Es scheint deshalb manchmal schwer vorstellbar, dass dieser Mensch solch grausame Dinge erlebt haben soll. Selbst in den Kapiteln über den Holocaust verfällt er nicht in Jammern und Wehklagen, wirkt nicht verbittert. Die Zeit im KZ wird sehr eindrücklich geschildert und wirkte auf mich äußerst beklemmend, auch wenn Graber versucht, den Leser zu schonen und allzu grausame Details auszusparen. Mehr als einmal entkam er nur knapp dem Tod, teils aus eigener Kraft, teils aus purem Zufall. Und auch er kam, wie so viele KZ-Insassen, an den Punkt, an dem er einfach sterben und von seinem Leiden erlöst werden wollte. Doch das Schicksal hatte eben andere Pläne mit ihm. Ich habe schon viele Berichte von Holocaust-Überlebenden gelesen, aber oft enden diese mit der Befreiung. Deshalb fand ich das Kapitel über die Zeit direkt nach der Befreiung fast noch spannender als die Erlebnisse in den KZs selbst. Wie der Autor selbst bemerkt, musste damals das Leben einfach irgendwie weitergehen. Es wird erzählt, wie die befreiten Juden in die von den meisten Einwohnern verlassene Stadt Görlitz zogen und dort für einige Zeit die Häuser der Deutschen sowie deren Habseligkeiten in Beschlag nahmen, bevor sie in ihre Heimatländer zurückkehrten. Er leugnet nicht, dass auch bei den Opfern der Nazis der Überlebenswille und der Wunsch nach Vergeltung oft dazu führte, dass Mitgefühl und Menschlichkeit abgetötet wurden, die Opfer zu Tätern wurden. Shlomo Grabers Biographie ist ein weiteres wichtiges Zeitzeugnis über den Holocaust. An dieser Stelle möchte ich meine Rezension mit den folgenden Worten des Autors beschließen, die mich tief beeindruckt haben: "Dennoch ist es mir wichtig, an dieser Stelle anzumerken, dass ich keinen Groll gegen die Deutschen hege, zumal die nachfolgenden Generationen nichts mehr mit den Nazis der damaligen Zeit gemein haben. Ich verabscheue bis zum heutigen Tag jede Art von Gewalt - gegen wen auch immer! Ich bin mein ganzes langes Leben lang für ein friedliches Auskommen der Menschen eingetreten - egal welcher Konfession, Hautfarbe, Rasse oder Nationalität diese angehören mögen. Und ich werde für diese meine Ideale einstehen - bis zu meinem letzten Atemzug!"

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  • "Einer der letzten überlebende des Holocaust . …… "

    Denn Liebe ist stärker als Hass
    leseratte69

    leseratte69

    16. November 2015 um 18:38

    Gastrezension von Karl Klappentext Während des Zweiten Weltkrieges wurden Shlomos Familie und er selbst zweimal deportiert. In Auschwitz ermordeten die Nazis fast seine ganze Familie. Doch wie durch ein Wunder und mit einem unglaublichen Lebenswillen, überlebte er nicht nur die unfassbaren Qualen von drei Konzentrationslagern, sondern auch den berüchtigten Görlitzer Todesmarsch. Bei seiner Befreiung, am 8. Mai 1945, war Shlomo 18 Jahre alt und begann ein neues Leben: Er wanderte nach Israel aus, wo er eine Familie gründete. Vor über 25 Jahren lernte er seine jetzige Frau kennen. Seither lebt und arbeitet er in Basel. Shlomo Graber blickt weder im Zorn noch mit Verbitterung auf sein Leben zurück. Gewalt und Fanatismus lehnt der Holocaust-Überlebende kategorisch ab und verurteilt sie entschieden. Trotz seines hohen Alters hält er regelmäßig Vorträge an Schulen und in Gemeinden, um der Jugend Werte wie Toleranz, Respekt und Liebe zu vermitteln. Seine Motivation, seine Lebensfreude und sein einzigartiger Humor – sie überzeugen und beeindrucken. Der Autor Shlomo Graber wurde 1926 in Majdan, in den Karpaten der Tschechoslowakei geboren. 1931 siedelte er nach Ungarn, in das Städtchen Nyírbátor um, wo er aufwuchs. Während des zweiten Weltkrieges wurde er zweimal deportiert und überlebte drei Konzentrationslager. Am 8. Mai 1945 wurde er befreit und siedelte 1948 nach Israel über, wo er fast 40 Jahre lang lebte. Seit 1989 lebt Shlomo Graber mit seiner zweiten Frau Myrtha in Basel, wo er als Kunstmaler und Referent tätig ist. Meine Meinung Story Shlomo Graber, 1926 Geboren, gehört zu den wenigen noch lebenden Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Er wurde zweimal deportiert, überlebt drei KZ`s und die Nachwirkungen des Krieges. Er verlor 61 Familienmitglieder in den KZ`s und trotz allen Leids, allen Verlusten, hat er sich nie seine Menschlichkeit nehmen lassen. Rachegedanken sind ihm Fremd. Von alldem, aber auch von seinem Leben danach, schreibt Graber in seinen Autobiografischen Buch. Schreibstil Das Buch ist einfach zu Lesen. Graber verzichtet darauf, die Qualen des Holocaust detailliert zu beschreiben. Dennoch reicht das Geschriebene, um den grauen im Ansatz zu erfassen. Charaktere Der Autor wird einem sofort sympathisch, anders als viele andere Autoren die von ihren Erlebnissen erzählen, schreibt Graber mit einer Spur Humor, trotz des Traurigen Themas. Das macht ihn sehr authentisch. Mein Fazit Danke an den Riverfield Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat. Das Buch von Shlomo Graber ist so ganz anders als alle biographischen Bücher zum Thema Holocaust. Graber klagt wenig an und fragt viel nach dem Warum. Warum machten die Nazis das. Aber auch warum ließen sich die Juden das gefallen. Selbst bei so Nazigrößen wie Mengele versucht Graber noch eine Spur Menschlichkeit zu finden. Und trotz des ernsten Themas, trotz des Schmerzes und des Verlustes, behält er seinen Humor. Immer wieder erfreut er den Leser mit kleinen lustigen Anekdoten aus seinem Leben. Das macht das Buch besonders lesenswert, und den Autor sehr Sympathisch. Eins sehr empfehlenswertes Buch von einem Autor der nicht müde wird auch im hohen Alter für die Menschlichkeit und Liebe zu kämpfen. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung

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  • "Einer der letzten überlebende des Holocaust . …… "

    Denn Liebe ist stärker als Hass
    buchbaron69

    buchbaron69

    16. November 2015 um 18:24

    Klappentext Während des Zweiten Weltkrieges wurden Shlomos Familie und er selbst zweimal deportiert. In Auschwitz ermordeten die Nazis fast seine ganze Familie. Doch wie durch ein Wunder und mit einem unglaublichen Lebenswillen, überlebte er nicht nur die unfassbaren Qualen von drei Konzentrationslagern, sondern auch den berüchtigten Görlitzer Todesmarsch. Bei seiner Befreiung, am 8. Mai 1945, war Shlomo 18 Jahre alt und begann ein neues Leben: Er wanderte nach Israel aus, wo er eine Familie gründete. Vor über 25 Jahren lernte er seine jetzige Frau kennen. Seither lebt und arbeitet er in Basel. Shlomo Graber blickt weder im Zorn noch mit Verbitterung auf sein Leben zurück. Gewalt und Fanatismus lehnt der Holocaust-Überlebende kategorisch ab und verurteilt sie entschieden. Trotz seines hohen Alters hält er regelmäßig Vorträge an Schulen und in Gemeinden, um der Jugend Werte wie Toleranz, Respekt und Liebe zu vermitteln. Seine Motivation, seine Lebensfreude und sein einzigartiger Humor – sie überzeugen und beeindrucken. Der Autor Shlomo Graber wurde 1926 in Majdan, in den Karpaten der Tschechoslowakei geboren. 1931 siedelte er nach Ungarn, in das Städtchen Nyírbátor um, wo er aufwuchs. Während des zweiten Weltkrieges wurde er zweimal deportiert und überlebte drei Konzentrationslager. Am 8. Mai 1945 wurde er befreit und siedelte 1948 nach Israel über, wo er fast 40 Jahre lang lebte. Seit 1989 lebt Shlomo Graber mit seiner zweiten Frau Myrtha in Basel, wo er als Kunstmaler und Referent tätig ist. Meine Meinung Story Shlomo Graber, 1926 Geboren, gehört zu den wenigen noch lebenden Menschen, die den Holocaust überlebt haben. Er wurde zweimal deportiert, überlebt drei KZ`s und die Nachwirkungen des Krieges. Er verlor 61 Familienmitglieder in den KZ`s und trotz allen Leids, allen Verlusten, hat er sich nie seine Menschlichkeit nehmen lassen. Rachegedanken sind ihm Fremd. Von alldem, aber auch von seinem Leben danach, schreibt Graber in seinen Autobiografischen Buch. Schreibstil Das Buch ist einfach zu Lesen. Graber verzichtet darauf, die Qualen des Holocaust detailliert zu beschreiben. Dennoch reicht das Geschriebene, um den grauen im Ansatz zu erfassen. Charaktere Der Autor wird einem sofort sympathisch, anders als viele andere Autoren die von ihren Erlebnissen erzählen, schreibt Graber mit einer Spur Humor, trotz des Traurigen Themas. Das macht ihn sehr authentisch. Mein Fazit Danke an den Riverfield Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat. Das Buch von Shlomo Graber ist so ganz anders als alle biographischen Bücher zum Thema Holocaust. Graber klagt wenig an und fragt viel nach dem Warum. Warum machten die Nazis das. Aber auch warum ließen sich die Juden das gefallen. Selbst bei so Nazigrößen wie Mengele versucht Graber noch eine Spur Menschlichkeit zu finden. Und trotz des ernsten Themas, trotz des Schmerzes und des Verlustes, behält er seinen Humor. Immer wieder erfreut er den Leser mit kleinen lustigen Anekdoten aus seinem Leben. Das macht das Buch besonders lesenswert, und den Autor sehr Sympathisch. Eins sehr empfehlenswertes Buch von einem Autor der nicht müde wird auch im hohen Alter für die Menschlichkeit und Liebe zu kämpfen. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung

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  • Ein Mann von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden können

    Denn Liebe ist stärker als Hass
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    26. October 2015 um 00:36

    Shlomo Graber wurde 1926 in Ungarn geboren. Seine Kindheit wurde vor allem durch seinen Großvater geprägt, der ihm schon in jungen Jahren eine wichtige Botschaft übermittelt hatte. Damals war Shlomo zwar noch zu jung ,um den ganzen Sinn zu erfassen, aber er hatte sie im Herzen behalten und es ist auch seine frühste Erinnerung. Da seine Familie arm war, musste Shlomo schon recht früh die Schule abbrechen und hart arbeiten, damit er seine Familie unterstützen konnte. Trotzdem war er immer wieder bereit etwas neues zu lernen und enorm wissbegierig. Mit 18 Jahren wurden er und seine gesamte Familie deportiert und nach Auschwitz gebracht, wo man den Großteil seiner Familie tötete. Nur sein Vater und er selbst gehörten zu den Wenigen, die nicht nur Auschwitz, sondern auch den Todesmarsch von Görlitz überlebten. Nach seiner Befreiung versuchte Shlomo zwar sein altes Leben wieder aufzunehmen, beschloss aber schnell den Traum seiner Mutter zu verwirklichen und irgendwann nach Israel auszuwandern. Das schaffte er drei Jahre später. In Israel diente er sieben Jahre lang in der Armee, bevor er schließlich ins Zivilleben zurückzog. Heute verbringt er seinen Lebensabend mit seiner Frau in der Schweiz und erzählt von seinen Erlebnissen.Man könnte denken, dass es eine Biografie wie von vielen anderen Überlebenden auch ist, aber diese hier ist anders. Shlomo erzählt nämlich nicht nur von den Grauen des Holocaust. Er will sie keinesfalls verharmlosen oder kleinreden, aber er erzählt viel lieber von den schönen und lustigen Dingen in seinem Leben. Natürlich wollte er auch Vergeltung für sein Leid und er hat auch eine gewisse Genugtuung empfunden, als er bei einigen Hinrichtungen von deutschen Kriegsverbrechern teilgenommen hat, aber ihm war immer bewusst, dass es nichts bringt nur noch zornig oder verbittert zu sein. Shlomo hat sein Leben weiter gelebt, hat versucht das Beste daraus zu machen, hat seinen Träumen hinterhergejagt und hat die Zeit seiner Gefangenschaft als Teil seiner Vergangenheit akzeptiert. Mit dieser Erzählungen kann er dem Leser zwei Dinge vermitteln: Erstens, noch einmal das Leid, welches die Menschen während des Holocaust ertragen mussten. Was er durchmachen musste und wie oft er nur knapp dem Tode entkommen war und zweitens, dass man trotz allem was ihm widerfahren ist, noch ein schönes und erfülltes Leben haben kann. Dieser Mann ist wirklich etwas besonderes und es hat mir wirklich gut gefallen seine Biographie zu lesen. Sie ist so geschrieben, dass man meinen könnte, Shlomo säße direkt vor einem und würde über sein Leben berichten. Deshalb wurde auch im Buch immer wieder einmal ein wenig vorgegriffen, um anschließend wieder auf den eigentlich Punkt zurückzukommen. Wie es halt so ist, wenn man eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählt. Ganz besonders interessant fand ich seine Ansichten zur Welt wie wir sie heute kennen und welchen Rat er gibt, um uns auf der Suche nach unserem persönlichen Glück zu helfen. Diese Biographie sollte man gelesen haben, denn sie ist weder trocken noch langweilig, sondern besitzt, trotz eines enorm ernsten Themas, viel Witz und Charme. Das Leben von Shlomo Graber ist bewegend und die Biographie wirklich sehr gelungen. Auch das Cover macht etwas her, da es zum Großteil einen Stacheldrahtzaun zeigt, der die Konzentrationslager darstellen soll. Dazu kommen dann zwei Photos von Shlomo: Einmal in jungen Jahren und einmal in der heutigen Zeit und auch der Titel ist gut gewählt und beschreibt die wichtigste Lebensweisheit, die er uns geben kann. Auch jene, die nicht so gerne Biographien lesen, sollten einen Blick riskieren, denn es ist sicher ganz anders als ihr es euch vorstellt. Von mir gibts jedenfalls 5 von 5 Punkten

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