Shoko Tendo

 4.1 Sterne bei 11 Bewertungen

Alle Bücher von Shoko Tendo

Ich, Tochter eines Yakuza

Ich, Tochter eines Yakuza

 (9)
Erschienen am 15.03.2011
Yakuza Moon

Yakuza Moon

 (2)
Erschienen am 16.03.2009

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Cibo95s avatar

Rezension zu "Ich, Tochter eines Yakuza" von Shoko Tendo

Rezension zu "Ich, Tochter eines Yakuza" von Shoko Tendo
Cibo95vor 7 Jahren

Wieder so ein Buch, dass von allen möglichen Zeitungen und Verlagen hochgelobt wird und ich frage mich: Warum?
Da ich bis zum bitteren Ende durchgehalten habe, erhält das Buch von mir 2 gnädige Sterne. Auch die interessanten Bilder im Mittelteil waren nett. Shoko ist für mich eine ziemlich dämliche Kuh. In der Pubertät in den Drogensumpf abgerutscht, kriegt sie ihr Leben bis Anfang 30 eigentlich nicht in den Griff. Nach ihrem Kampf gegen die Drogensucht, den sie gewinnt, rutscht sie ab in die Pseudoprostitution. D.h. sie arbeitet als Hostess in einer Bar und immer wenn ihr ein Mann über den Weg läuft, der sagt "Ich liebe Dich", wird sie seine Geliebte. Sie lässt sich finanziell aushalten, sexuell demütigen und brutal zusammenschlagen und immer wieder dieses "Ich liebe Dich", "Liebst Du mich?" ... oh Gott, was für ein Schrott. In kindlicher Sprache, selten doof geschrieben quält man sich und denkt die ganze Zeit "Wird die auch irgendwann mal schlau und zeigt diese Arschlöcher mal an?" ... Das allerdämlichste war aber, dass sie die Spielsucht ihres Schwagers mitfinanziert. Über Jahre gibt sie ihrer Schwestern Berge von Geld, die der Schwager dann verspielt. Sie arbeitet sich kaputt, leiht ständig Geld von ihrem Mann und das Geld versickert und sie merkt gar nicht, wie sehr sie ausgenutzt wird. Keine Ahnung, ob das japanische Kultur ist, ich halte es für bescheuert. Es geht eigentlich immer nur um Geld bzw. um die Schulden ihrer Eltern und ihrer Schwester.
Shoko ist total naiv ... das einzig Schöne an ihr ist m.E. ihr Ganzkörpertattoo, dessen Abbildung auf dem Cover mich mit zum Kauf des Buches verleitet hat. Das waren sicher Qualen ohne Ende. Obwohl, angeblich wurde sie dafür fast jeden Tag tätowiert. Und es ging wohl ziemlich schnell. Ich bin auch tätowiert, aber zwischen meinen Sitzungen waren längere Pausen, damit die Haut sich erholen kann. Vielleicht macht man das in Japan anders ... aber dann darf man sich nicht wundern, wenn es nachblutet und die Wunden an der Kleidung kleben igitt

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Zibbi1987s avatar

Rezension zu "Ich, Tochter eines Yakuza" von Shoko Tendo

Rezension zu "Ich, Tochter eines Yakuza" von Shoko Tendo
Zibbi1987vor 8 Jahren

"Seit der Tätowierung hatte sich meine Einstellung zur Arbeit verändert. Bis dahin hatte ich vieles nur getan, weil ich musste, hatte mich oft nur treiben lassen. Jetzt nahm ich alles viel ernster, fand einen neuen Sinn in allem - im Leben an sich, in der Arbeit." (Ich, Tochter eines Yakuza/ Seite 149)
Meiner Meinung nach, steckt viel mehr in dem Satz als man im ersten Moment meinen könnte.
Shoko Tendo war die Tochter eines Yakuza, das japanische Äquivalent der Mafia. Ihre Kindheit ist durch Luxus, aber auch Kriminalität geprägt. Tendo's Vater wurde jedoch krank und so endete das wohlbehütete Leben der jungen Japanerin, da ihr Vater nicht mehr in der Lage war, den bisherigen Lebensstil weiter zu finanzieren. Shoko geriet auf die schiefe Bahn, schloss sich einer Mädchengang an, konsumierte Drogen und prostituierte sich. Gebeutelt von ihrem Drogenkonsum, misshanldet durch falsch verstandene Liebe der Männer, sowie der seelische Schmerz, bringen Shoko dazu, ihre Leben zu ändern. Sie will ihrem Leben einen Neubeginn ermöglichen, und damit Tendo mit ihrem alten Leben abschließen kann, tätowiert sich sich den Rücken. Genau, wie es viele männliche Japaner machen, um ihre Geschichte darzustellen. Ihre ganz eigene Lebensgeschichte auf einer besonderen Leinwand.
Fazit:
Egal, wie schrecklich ihre Erfahrung mit den Yakuza - Männern war, die sie verprügelten, prostituierten und sie seelisch niedermachten, Shoko Tendo beschreibt ohne jegliche Bitterheit ihr Leben.
Sie schreibt so ehrlich, dass man sich als Leser kaum vorstellen mag und kann, was zu ihrem damaligen Alltag gehört haben muss. Selten hat mich ein Buch wie dieses zum Grübeln gebracht. Mir kam der Entschluss, dass viele Menschen gar nicht das Recht haben, sich über ihre Leben zu beschweren. Niemand hat das Recht, sich über heutige Benzinpreise zu beschweren oder wenn man ein bisschen erkältet ist, nicht gleich den sterbenden Schwan spielen. Denn das gibt sich alles wieder... Doch Shoko Tendo's Leben war gesäumt von Vergewaltigung, Fehlgeburten, körperliche/seelische Misshandlung und Drogenkonsum, dennoch hat sie nie aufgegeben. Sie war stets bereit zu kämpfen und davor habe ich enorm großen Respekt! Ein Buch für alle diejenigen, die keine Angst vor der Wahrheit haben, so schrecklich sie auch so einige Male sein kann.

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