Shoko Tendo Ich, Tochter eines Yakuza

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Inhaltsangabe zu „Ich, Tochter eines Yakuza“ von Shoko Tendo

Geboren als Tochter eines Yakuza-Bosses, wächst Shoko Tendo in den 1970er-Jahren in einer zwar von Luxus geprägten, aber doch bedrohlichen Umgebung auf. An ihrer Schule wird sie als "Yakuza-Kind", also Mafia-Kind, von Schülern und Lehrer gemobbt. Sie tritt einer gewalttätigen Yanki-Girl-Gang bei und beginnt schon mit 12 Jahren, Speed zu konsumieren. Mit 15 wird sie zu einem achtmonatigen Aufenthalt in einer Besserungsanstalt verurteilt. Drogensucht, Armut, psychischer und sexueller Missbrauch ziehen das gutmütige junge Mädchen immer weiter in den Abgrund. Sie verliert zunächst ihre Eltern, dann ein ungeborenes Kind und gerät immer wieder an brutale Yakuza-Männer, die sie nur als Nebenfrau für amouröse Treffen benutzen. Mehrmals versucht sie, sich umzubringen, bis die Entscheidung, sich tätowieren zu lassen, ihrem Leben die entscheidende Wende gibt. In nüchterner, klarer Sprache und ohne jede Bitterkeit zeichnet Shoko Tendo das Porträt ihres von Gewalt und Missbrauch geprägten Lebens und gewährte tiefe persönliche Einblicke in die dunklen Seiten der japanischen Gesellschaft. Ein erschütternd ehrliches und tief bewegendes Buch.

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  • Rezension zu "Ich, Tochter eines Yakuza" von Shoko Tendo

    Ich, Tochter eines Yakuza

    Cibo95

    Wieder so ein Buch, dass von allen möglichen Zeitungen und Verlagen hochgelobt wird und ich frage mich: Warum? Da ich bis zum bitteren Ende durchgehalten habe, erhält das Buch von mir 2 gnädige Sterne. Auch die interessanten Bilder im Mittelteil waren nett. Shoko ist für mich eine ziemlich dämliche Kuh. In der Pubertät in den Drogensumpf abgerutscht, kriegt sie ihr Leben bis Anfang 30 eigentlich nicht in den Griff. Nach ihrem Kampf gegen die Drogensucht, den sie gewinnt, rutscht sie ab in die Pseudoprostitution. D.h. sie arbeitet als Hostess in einer Bar und immer wenn ihr ein Mann über den Weg läuft, der sagt "Ich liebe Dich", wird sie seine Geliebte. Sie lässt sich finanziell aushalten, sexuell demütigen und brutal zusammenschlagen und immer wieder dieses "Ich liebe Dich", "Liebst Du mich?" ... oh Gott, was für ein Schrott. In kindlicher Sprache, selten doof geschrieben quält man sich und denkt die ganze Zeit "Wird die auch irgendwann mal schlau und zeigt diese Arschlöcher mal an?" ... Das allerdämlichste war aber, dass sie die Spielsucht ihres Schwagers mitfinanziert. Über Jahre gibt sie ihrer Schwestern Berge von Geld, die der Schwager dann verspielt. Sie arbeitet sich kaputt, leiht ständig Geld von ihrem Mann und das Geld versickert und sie merkt gar nicht, wie sehr sie ausgenutzt wird. Keine Ahnung, ob das japanische Kultur ist, ich halte es für bescheuert. Es geht eigentlich immer nur um Geld bzw. um die Schulden ihrer Eltern und ihrer Schwester. Shoko ist total naiv ... das einzig Schöne an ihr ist m.E. ihr Ganzkörpertattoo, dessen Abbildung auf dem Cover mich mit zum Kauf des Buches verleitet hat. Das waren sicher Qualen ohne Ende. Obwohl, angeblich wurde sie dafür fast jeden Tag tätowiert. Und es ging wohl ziemlich schnell. Ich bin auch tätowiert, aber zwischen meinen Sitzungen waren längere Pausen, damit die Haut sich erholen kann. Vielleicht macht man das in Japan anders ... aber dann darf man sich nicht wundern, wenn es nachblutet und die Wunden an der Kleidung kleben igitt

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  • Rezension zu "Ich, Tochter eines Yakuza" von Shoko Tendo

    Ich, Tochter eines Yakuza

    Zibbi1987

    27. March 2011 um 17:24

    "Seit der Tätowierung hatte sich meine Einstellung zur Arbeit verändert. Bis dahin hatte ich vieles nur getan, weil ich musste, hatte mich oft nur treiben lassen. Jetzt nahm ich alles viel ernster, fand einen neuen Sinn in allem - im Leben an sich, in der Arbeit." (Ich, Tochter eines Yakuza/ Seite 149) Meiner Meinung nach, steckt viel mehr in dem Satz als man im ersten Moment meinen könnte. Shoko Tendo war die Tochter eines Yakuza, das japanische Äquivalent der Mafia. Ihre Kindheit ist durch Luxus, aber auch Kriminalität geprägt. Tendo's Vater wurde jedoch krank und so endete das wohlbehütete Leben der jungen Japanerin, da ihr Vater nicht mehr in der Lage war, den bisherigen Lebensstil weiter zu finanzieren. Shoko geriet auf die schiefe Bahn, schloss sich einer Mädchengang an, konsumierte Drogen und prostituierte sich. Gebeutelt von ihrem Drogenkonsum, misshanldet durch falsch verstandene Liebe der Männer, sowie der seelische Schmerz, bringen Shoko dazu, ihre Leben zu ändern. Sie will ihrem Leben einen Neubeginn ermöglichen, und damit Tendo mit ihrem alten Leben abschließen kann, tätowiert sich sich den Rücken. Genau, wie es viele männliche Japaner machen, um ihre Geschichte darzustellen. Ihre ganz eigene Lebensgeschichte auf einer besonderen Leinwand. Fazit: Egal, wie schrecklich ihre Erfahrung mit den Yakuza - Männern war, die sie verprügelten, prostituierten und sie seelisch niedermachten, Shoko Tendo beschreibt ohne jegliche Bitterheit ihr Leben. Sie schreibt so ehrlich, dass man sich als Leser kaum vorstellen mag und kann, was zu ihrem damaligen Alltag gehört haben muss. Selten hat mich ein Buch wie dieses zum Grübeln gebracht. Mir kam der Entschluss, dass viele Menschen gar nicht das Recht haben, sich über ihre Leben zu beschweren. Niemand hat das Recht, sich über heutige Benzinpreise zu beschweren oder wenn man ein bisschen erkältet ist, nicht gleich den sterbenden Schwan spielen. Denn das gibt sich alles wieder... Doch Shoko Tendo's Leben war gesäumt von Vergewaltigung, Fehlgeburten, körperliche/seelische Misshandlung und Drogenkonsum, dennoch hat sie nie aufgegeben. Sie war stets bereit zu kämpfen und davor habe ich enorm großen Respekt! Ein Buch für alle diejenigen, die keine Angst vor der Wahrheit haben, so schrecklich sie auch so einige Male sein kann.

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