Shu Han Lee

 4 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Chicken & Rice.

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Chicken & Rice

Chicken & Rice

 (4)
Erschienen am 13.04.2017

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Rezension zu "Chicken & Rice" von Shu Han Lee

Rezepte aus ganz Südostasien und ein irreführender Titel
R_Mantheyvor einem Jahr

Für den irreführenden Titel kann der Verlag nur insofern, als er den Originaltitel übernommen hat. Wer nun auf über 250 Seiten (mit einer sehr kleinen Schrift) erwartet, unzählige Rezepte für Huhn und Reis zu finden, den muss man enttäuschen. Stattdessen erwarten den Leser sehr viele Rezepte aus ganz Südostasien, die eher volkstümlichen Charakter besitzen. Nach einer kurzen Einleitung zum Essen in Südostasien gibt es folgende Kapitelaufteilung: Reis, Nudeln, Suppen, Fisch & Meeresfrüchte, Fleisch, Eier & Tofu, Gemüse, Snacks, Süßes.

Selbstverständlich sollte man die südostasiatische Küche und ihre Geschmacksrichtungen mögen, wenn man sich dieses Buch zulegt. Was man außerdem noch benötigt, sind eine gute Brille wegen der kleinen Buchstaben, etwas Erfahrung in der Küche und einen guten Asiaten, bei dem man einige Zutaten bekommt, die man für viele Gerichte braucht. Sojasoße ist da noch das kleinste Problem. Zum BeispielTamarindenmus, , Tapiokastärke, chinesischer schwarzer Essig, Seidentofu, Shaoxing-Reiswein, Austernsoße, Sambal Tumis Belachan, fermentierte Garnelenpaste, Galgant oder Kaffirlimettenblätter, Prik Nam Plaa, Laksa-Blätter und anderes. Ich möchte niemand verschrecken, denn diese Zutaten braucht man nur für bestimmte Gerichte, und das Kochbuch enthält viele andere, die man mit überall erhältlichen Zutaten kochen, backen oder braten kann. Aber immerhin ist so manches nicht so einfach nachzukochen.

Für den deutschen Geschmack sind die meisten Gerichte ziemlich ausgefallen. Für alle, die die südostasiatische Küche mögen oder etwas ausprobieren wollen, scheint mir dieses Kochbuch sehr gut geeignet. Die Gerichte sehen einfach aus, erfordern aber oft ein gewisses Geschick, denn eine andere Kultur kocht auch anders. So findet man zum Beispiel gleich zu Beginn des Buches den Hinweis, dass nur Sturköpfe keinen Reiskocher benutzen, was mich sogleich erschütterte, denn ich habe so ein Ding noch nie gebraucht. Das Originalbuch erschien übrigens 2016 in London.

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Rezension zu "Chicken & Rice" von Shu Han Lee

Inspirierendes Kochbuch
raven1711vor einem Jahr

Klappentext:
Mit achtzehn verlässt Shu Han Lee ihr Elternhaus und ihre Heimat Singapur, um in London zu studieren. Von Heimweh getrieben, versucht sie sich zum ersten Mal selbst an der Zubereitung jener Gerichte, mit denen sie aufgewachsen ist und die sie so sehr vermisst. Sie sucht nach Rezepten, probiert manche bis zu acht Mal aus, bis sie ihr endlich gelingen, und bittet ihre Mutter in langen Skype-Konferenzen um Rat.
In ›Chicken & Rice‹ teilt Shu Han Lee ihre Erfahrungen und ihr angereichertes Wissen über die wichtigsten Basiszutaten und Zubereitungsweisen. Sie versammelt Rezepte aus ganz Südost-
asien, vor allem aus Singapur und Malaysia, aber auch aus vielen anderen Regionen, die sie bereist hat. So werden unter anderem die kräftigen, feurigen Aromen Thailands mit leichtem vietnamesischem Essen und üppigen, stark gewürzten Currys aus Indonesien verbunden. Dabei legt Shu großen Wert auf die Verwendung frischer Zutaten und auf die Abwandlung traditioneller Gerichte je nach Jahreszeit und vor Ort verfügbaren Kräutern und Gemüsesorten. Und weil Shu in London nicht nur gelernt hat zu kochen, sondern auch zu gestalten, stammen die Illustra-
tionen und das Design des Buches ebenfalls aus ihrer Hand.

Meinung:
Was macht man, wenn einen das Heimweh packt? Man kocht seine Lieblingsgerichte nach. Und was macht man, wenn man eigentlich nicht kochen kann? Dann legt man sich erst richtig ins Zeug und lernt kochen, findet neue Variationen der bekannten Gerichte und schreibt ein Kochbuch darüber.
So ging es Shu Han Lee, die von Singagpur nach London kam und dort zu studieren. Von Heimweh und dem Hunger nach der heimischen geplagt, lernt Shu Han Lee kochen und verbindet gleichzeitig bei uns heimische, saisonale Zutaten mit traditionellen asiatischen Gerichten.
Herausgekommen ist dabei ein sehr persönliches und umfassendes Kochbuch, das unheimlich viel Spaß macht und mir so einige Tipps & Tricks rund um die Asiate Küche beibringen konnte. Egal ob Grundrezepte oder fertige Variationen, alle sind verständlich und humorvoll erklärt. Die Rezeptreihenfolge ist übersichtlich geschildert, die Zutaten separat aufgeführt und nach Arbeitsschritten, Beilagen und Soßen aufgegliedert.
Ob Reis oder Nudelgerichte, Shu Han Lee erklärt präzise die Grundlagen zur Herangehensweise und endlich klappt es auch bei mir daheim mit dem perfekten Reis ;) Natürlich benötigt man für Shu Han Lees Rezepte einiges an Grundzutaten. So kommt man nicht an einem Besuch im Asia-Laden vorbei, wo man sich mit Fisch-, Austern- und Sojasoße eindecken kann. Die Autorin fasst in ihrem Werk zusammen, was man an Soßen, Gewürzen und Würzmitteln daheim haben sollte, um ihre Rezepte nachzukochen. Die Liste ist allerdings sehr umfangreich. Wer regelmäßig asiatisch kochen möchte, für den empfiehlt es sich wirklich hier einen Blick reinzuwerfen. Für den Gelegenheitskoch in der asiatischen Küche wird es aber ein eher teures Vergnügen, wenn man sich alle Produkte auf Lager holt. Hier sollte man abwägen, ob man wirklich Schritt für Schritt nachkocht, ober ob es vielleicht eine preiswerte, angepasste Variante des Gerichts werden wird.
Richtig gut gefallen hat mir, dass die Autorin bei den jeweiligen Rezepten das Herkunftsland angibt. So sieht man direkt, ob es sich z. B. um ein thailändisches oder vietnamesisches Gericht handelt. Zu jedem Rezept gibt es persönliche Anekdoten der Autorin oder Hintergrundinfos zu dem Gericht. Shu Han Lee erzählt mit viel Humor und Augenzwinkern, und man merkt, wie stolz sie auf ihre Herkunft und die Vielfalt der asiatischen Küche ist.
Nicht alle Gerichte im Buch sind bebildert, was ich ein wenig schade fand, denn es macht dem ungeübten Koch es etwas leichter das fertige Gericht zu bewerten, wenn er ein Bild zum Vergleichen hat. Dafür sind die im Buch platzierten Bilder aber sehr ansprechend und machen direkt Lust auf mehr. Viele kleine Zeichnungen lockern das Kochbuch auf, dass in mehrere Rubriken unterteilt ist. Neben Reis- und Nudelgerichten, gibt es auch Kapitel zu Fisch & Meeresfrüchten, Fleisch, Eier & Tofu, Gemüse, Snacks und Süßspeisen. Das ist sehr abwechslungsreich und sorgt dafür, dass bestimmt jeder hier ein Gericht für sich entdecken kann.

Fazit:
Chicken & Rice macht Appetit auf asiatische Küche, ist liebevoll aufgemacht und besticht durch eine sympathische Köchin. Allerdings ist die Zutatenliste manchmal sehr umfangreich und erfordert eine gute Aufstockung des Vorratsschranks an Gewürzen und Soßen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Vielen Dank an die DuMont Buchverlage für das Rezensionsexemplar.  

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Rezension zu "Chicken & Rice" von Shu Han Lee

"Einfache Gerichte" mit Abstrichen
Haversvor 2 Jahren

Essen ist immer ein Stück Liebe und Heimat. Ob das nun die Natronringele der Schwiegermutter oder die Kartoffelpuffer der Oma sind, es bringt Erinnerungen und wohlige Gefühle der Geborgenheit zurück. So mag es auch Shu Han Lee gegangen sein, als sie Singapur verlassen hat, um in London zu studieren. Aus dieser Motivation heraus bringt sie sich das Kochen bei und teilt, nachdem sie es perfektioniert hat, die Ergebnisse mit ihren Freunden und Nachbarn. Und veröffentlicht schließlich ein Kochbuch, in dem sie nicht nur ihre Rezepte gesammelt hat, sondern auch noch allerlei Wissenswertes über die Zutaten sowie die südostasiatischen Regionen, aus denen sie stammen, erzählt.

„Chicken & Reis. Frische und einfache Gerichte aus Südostasien“, der Titel allerdings irreführend. Zum einen hat Shu Han Lee weit mehr als Hühnchen und Reis Rezepte in petto, zum anderen mögen zwar die Zubereitungsarten auf den ersten Blick nicht sonderlich kompliziert wirken, benötigen dennoch aber ein gewisses Maß an Erfahrung mit der asiatischen Küche. Außerdem sind die Zutaten, trotz Asialaden im Nachbarort, nicht immer erhältlich, was Planung voraussetzt und spontanem Kochen dann doch eher abträglich ist.

Die Gliederung der Rezepte richtet sich nach den Hauptzutaten Reis, Nudeln, Fisch, Fleisch, Eier, Tofu, Gemüse. Dazu kommen noch Suppen, Snacks und Desserts. Bedingung ist weiterhin ein wohlgefüllter Vorratsschrank mit weiteren vorbereiteten Pasten, Soßen und Dips zur Würzung. Man sollte sich also bewusst sein, dass reichlich Zeit eingeplant werden muss, wenn man lecker asiatisch essen möchte.

Dafür decken aber Shu Han Lees Rezepte auch diesen gesamten geografischen Raum ab. Aus Singapur über Indonesien, die Philippinen, Kambodscha, Vietnam, Thailand etc. werden Gerichte vorgestellt, die Liebhaber der asiatischen Küche in Entzücken versetzen werden. Leider beschränken sich die jeweiligen Fotografien stark auf das Wesentliche: ein Topf oder Teller, auf dem das Ergebnis zu sehen ist, und das war’s. Sehr reduziert, hier hätte der eine oder andere Farbtupfer für mehr Lust am Nachkochen gesorgt.

„Chicken & Reis“ ist kein Asia-Kochbuch für Anfänger, sondern setzt Erfahrung am Herd voraus. Und ein gewisses Verständnis für die Aromen der asiatischen Küche sowie Improvisationstalent sollte der Hobbykoch ebenfalls mitbringen, wenn er die benötigten Zutaten nicht bekommt sondern durch Alternativen ersetzen muss.

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