Shulamit Lapid

 3,6 Sterne bei 57 Bewertungen

Lebenslauf von Shulamit Lapid

SHULAMIT LAPID, geboren 1934 in Tel Aviv, studierte Orientalistik und war Vorsitzende des israelischen Schriftstellerverbandes. Sie ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen Israels und schreibt neben Kriminalromanen auch historische und sozialkritische Romane sowie Kurzgeschichten, Theaterstücke und Kinderbücher. Der erste Band ihrer Krimireihe um die Journalistin Lisi Badichi, Lokalausgabe, wurde 1996 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Shulamit Lapid

Neue Rezensionen zu Shulamit Lapid

Cover des Buches Lokalausgabe (ISBN: 9783038201083)Rabiatas avatar

Rezension zu "Lokalausgabe" von Shulamit Lapid

Charmant und zum Miträtseln
Rabiatavor einem Monat

Ich finde das Buch toll. Ich hatte es bei einem Gewinnspiel des Verlags gewonnen, das in der Schmökerbox noir vor ein paar Monaten enthalten war.

Lisi ist so ein zauberhafter und charmanter Charakter, dass es einfach ein Vergnügen ist, ihr bei der Mordermittlung beizustehen.

Ich habe mitgerätselt und nebenbei noch einiges über die israelische Gesellschaft der 80er gelernt.

Die unterschiedlichen Charaktere in diesem Buch haben mich sehr amüsiert und die Geschichte hat mich gut unterhalten.

Wer allerdings mit Handys und der ständigen Erreichbarkeit durch diese Geräte aufgewachsen ist, könnte sich ein wenig darüber wundern, dass es so leicht fällt, einfach Klingel und Telefon auszuschalten, um endlich mal wieder auszuschlafen. ;)

Lasst Euch auf diese kleine Zeitreise ein und denkt daran, dass nicht jedes Gespräch zur Veröffentlichung geeignet ist.

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Cover des Buches Lokalausgabe (ISBN: 9783038201083)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Lokalausgabe" von Shulamit Lapid

Auftakt einer neuen Reihe - von Anfang an geht es Schlag auf Schlag
aus-erlesenvor 3 Monaten

Tolles Mädchen - Sie sind ok. So endet ein kurzes Intermezzo gleich im ersten Kapitel dieser Krimireihe um die Lokalreporterin Lisi Badichi in Be’er Schewa, Israel. 

Lisi ist die Allzweckwaffe in der Lokalredaktion „Zeit im Süden“. Man nennt sie auch Lisi, die Bekloppte. Sie arbeitet lieber allein, für sich. Ein bisschen verschroben ist sie schon, in sich gekehrt. Und die Zeit als ihre körperlichen Vorzüge als solche eingesetzt werden konnten, ist mit zwei Monaten vor der ominösen Dreißig leider schon abgelaufen. Um es abzukürzen: Sie hat Plattfüße und sie ist Jungfrau. Noch!

Sie wird zu einer Party bestellt. Soll darüber berichten, was alles so bei Bezirksrichter Hornstick passiert. Ein lokales Ereignis, das mit zweihundert Worten in der Zeitung genügend gewürdigt sein sollte. Dass sich der Richter über sie hermacht, so wie es seine Gattin allenthalben mit anderen Männern tut, ihre Eltern sich im Glanze des Ruhmes ihres Schwiegersohnes sonnen, lässt sie dabei unerwähnt. 

Am nächsten Tag erfährt sie, dass sie vielleicht doch zu früh die Party mit dem nachhaltigen Ende (für sie) verlassen hat. Ihr Bericht wird wohl doch nicht in der Zentralausgabe erscheinen. Denn die Gattin des Richters wurde erschossen! Ja, so schnell wird aus einer gähnend langweiligen Veranstaltung eine hochgradig spannende Story, die für die Lokalreporterin Lisi in einem Spannungsbogen endet, den sie sich nun wirklich nicht gewünscht hat. Wenn man denn bei beidem – Party und Mord – vor Ort gewesen wäre. 

Eine echte Spürnase wie Lisi, dafür wurde sie schließlich von den Machern der Zeitung engagiert – lässt sich von einer solchen nachträglichen Hiobsbotschaft nicht schocken. Im Gegenteil. In das Gift der Neugier einmal gesetzt, lässt sich hervorragend herumschnüffeln. Dass Lisi dabei ungeheuerliche Dinge zu Tage fördert und dem Mörder so nah kommt wie man es als „normaler“ Schnüffler nicht sein wollte, ist ein zweischneidiges Schwert…

Shulamit Lapid lässt keinen Zweifel offen, dass Lisi Badichi die Idealbesetzung für eine Schnüfflerin ist. Lisi hat sich arrangiert mit der Situation, dass ihr die Männer nicht scharenweise hinterherlaufen bzw. nicht einmal –pfeifen. Ihre Arbeit bedeutet mehr als nur Broterwerb. Mit leib und Seele ist sie Reporterin in einer Region, die tagein tagaus Hochbrisantes auf die Titelseiten befördert. Mit dem Jagdinstinkt einer Löwin und dem dazu passenden Mut rückt sie Verbrechern nach auf den Pelz und sich in den Fokus von Leuten, mit denen man sich nicht auf einer Bank am Straßenrand eine Orange teilt.

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Cover des Buches Der tote Bräutigam (ISBN: 9783442728435)

Rezension zu "Der tote Bräutigam" von Shulamit Lapid

Rezension zu "Der tote Bräutigam"
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Inhaltsangabe:

Schon seit Wochen berichtet Lisi Badichi über die Schließung der Strickwarenfabrik Sargon im israelischen Be’er Scheva. Ihre Mutter, Batscheva Badichi, hatte dort 35 Jahre gearbeitet. Doch nun soll die Fabrik einem High-Tech-Industriepark weichen.

Just in ihrer Tätigkeit als Reporterin der Zeit im Süden begibt sich Lisi Badichi während eines Sandsturmes wieder zum Sargon-Gelände, als sie einen Schwerverwundeten in seinem Autobus und eine im Sand vergrabene Leiche findet. Bei dem Toten findet man gestohlene Papiere, daher wird er von der Polizei „Der Bräutigam“ genannt.

Zuerst arbeitet Lisi mit ihren verschwägerten Polizisten Benzi und Ilan zusammen. Ihre neugierige Spürnase und ihr gesundes Mißtrauen führen sie zu verschiedenen Menschen, doch immer wieder stolpert sie über die russische Einwanderin, dessen Kind ihre Mutter Batscheva nach der Entlassung von Sargon betreut. Als zwei weitere Morde passieren und sie selbst in Lebensgefahr schwebt, weiß sie, das sie ganz an der Wahrheit ist auch wieder weit weg!

Mein Fazit:

Shulamit Lapid hat mal wieder einen feingegliederten Roman geschrieben. Vielen Fäden wurden gesponnen und genauso geschickt führte die Autorin ihre Heldin zur Wahrheit. Die kleinen Geschichten über das israelische Volk vermochten mich zuweilen etwas zu verwirren, aber gaben mir auch das Gefühl der Echt heit. Mit dem Lisi-Badichi-Roman lernt man auch etwas über diese Kultur dazu.

Eine prima Arbeit – wärmstens zu empfehlen!

Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2004.

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