Shunryu Suzuki

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Zen-Geist, Anfänger-Geist

Zen-Geist, Anfänger-Geist

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Erschienen am 05.10.2009
Eine Ecke dieser Welt erhellen

Eine Ecke dieser Welt erhellen

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Erschienen am 01.07.2010
Zen-Geist Anfänger-Geist CD

Zen-Geist Anfänger-Geist CD

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Erschienen am 09.11.2010
Leidender Buddha - Glücklicher Buddha

Leidender Buddha - Glücklicher Buddha

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Erschienen am 15.09.2009
Zen-Geist Anfänger-Geist

Zen-Geist Anfänger-Geist

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Erschienen am 01.01.2008
Zen Mind, Beginner's Mind

Zen Mind, Beginner's Mind

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Erschienen am 04.10.2011
Not Always So

Not Always So

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Erschienen am 13.09.2011

Neue Rezensionen zu Shunryu Suzuki

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Zen-Geist Anfänger-Geist" von Shunryu Suzuki

Es besteht für uns keine Notwendigkeit zu verstehen, was Zen ist
R_Mantheyvor 3 Jahren

Wenn wir etwas lernen wollen, dann suchen wir instinktiv nach Büchern oder anderen Quellen, die uns das nötige Wissen vermitteln. Wir wollen uns die Begriffswelt des neuen Gebiets logisch erschließen. Genau so selbstverständlich ist es für uns, dass wir bewusst oder unbewusst alles bewerten und in vorgefertigte Gedankengerüste einordnen müssen. Statt die Dinge zu sehen, wie sie sind, nämlich im Fluss und in stetiger Wechselwirkung miteinander, trennen und sortieren wir sie statisch. Diese Vorgehensweise ist Teil unserer europäischen oder westlichen Denkweise und Alltagskultur. Es muss alles erst einmal durch unseren Verstand und danach in die entsprechende Schublade.

Dieses Verhalten ist paradox und von einem gewissen absurden Witz, wenn wir mit Methoden in Kontakt kommen, die aus einer völlig entgegen gesetzten Vorgehensweise entstanden sind und deren Ziel es obendrein auch noch ist, gerade den Verstand zur Ruhe zu bringen, seine Dominanz über uns zu brechen und ihm seinen wirklichen Platz in unserem Inneren zuzuweisen.

Auch dieses Buch ist auf den ersten Blick ein Versuch, etwas intellektuell zu erklären, was man nur durch die eigene Erfahrung erleben kann.

Nachdem der japanische Zen-Meister Shunryu Suzuki in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nach San Franzisko kam und dort ein Kloster gründete, gefiel seinen amerikanischen Jüngern die Idee, seine Anweisungen und Erklärungen schriftlich für die Ewigkeit aufzubewahren. Zen-Meister schreiben gewöhnlich keine Bücher über Zen, weil sie wissen, wie absurd das ist. Aber Suzuki verstand andererseits, dass er der völlig anderen Kultur, in der er nun wirkte, Rechnung tragen musste. Deshalb sollten wir dieses zwar von Suzuki autorisierte, aber nicht von ihm geschriebene Buch anders aufnehmen als wir das von Büchern gewohnt sind. Es ist keine theoretische Abhandlung über Zen oder den Buddhismus im Allgemeinen. Es sind nur die zu Papier gebrachten Unterweisungen und Erklärungen eines Zen-Meisters für seine Schüler.

Vor dem dritten Teil des Buches steht der einfache Satz: "Wahres Verstehen ist die wirkliche Praxis selbst." Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Doch wenn wir einen solchen Satz lesen, werden wir uns bemühen ihn zu verstehen. Das werden wir mit all den Weisheiten, die in diesem kostbaren Buch enthalten sind, versuchen. Aber wie wir uns auch anstrengen, es wird uns in letzter Konsequenz nicht gelingen. Denn alle Aussagen entziehen sich in Wirklichkeit einem intellektuellen Verständnis. Wir werden sie nur verstehen, wenn wir diszipliniert üben, wenn wir sitzen und uns ohne uns anzustrengen auf unseren Atem konzentrieren. Und das täglich und immer wieder. Alles andere kommt von selbst, wenn wir dies nicht selbstbezogen machen.

Leider scheitern viele von uns an dieser Stelle, denn wir müssen hier im wahrsten Sinne des Wortes über unseren Schatten springen, weil wir etwas nicht selbstbezogen (also ohne ein Ziel oder Zweck für uns) machen sollen, damit wir von unserer Selbstbezogenheit wegkommen. Eigentlich geht das nur mit Hilfe von außen. Wenn wir keinen Zen-Meister haben und es trotzdem lernen wollen, dann ist dieses Büchlein die beste Hilfe, die ich kenne. Und so ist es wohl auch nur gedacht.

Wer hingegen glaubt, er könne mit Suzukis Hilfe intellektuell begreifen, was Zen ist, der wird entweder enttäuscht sein oder keinen Zugang finden oder glauben, er hätte den Stein der Weisen gefunden, weil er nun über Leerheit und Form oder das Nichts philosophieren kann oder aber er wird einfach nur verzückt die Augen verdrehen und denken, er sei von jetzt an etwas Besonderes.

Das Buch enthält Suzukis Unterweisungen in drei Teilen (Rechte Praxis, Rechte Haltung, Rechtes Verständnis). Im Grunde geht es in jedem Abschnitt immer wieder nur darum, wie wir üben und welche Fehler wir dabei vermeiden sollen. Alles andere kommt sowieso von selbst. Noch einmal: Dieses Buch ist nach einem Zen-Meister das Beste, was einem passieren kann, wenn man es immer wieder liest und es damit so benutzt wie es gedacht ist. Nicht als intellektuelle, sondern als praktische Hilfe.

Suzuki spricht: "Wenn ihr diese einfache Praxis jeden Tag fortsetzt, werdet ihr eine wunderbare Kraft bekommen. Bevor ihr sie erlangt habt, ist sie etwas Wunderbares, aber nachdem ihr sie erlangt habt, ist sie nichts Besonderes mehr." Und: "Wenn ihr ihr selbst werdet, wird Zen zu Zen."

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kekzs avatar

Rezension zu "Zen-Geist, Anfänger-Geist" von Shunryu Suzuki

Sehr gute Einführung
kekzvor 5 Jahren

Im vorliegenden Buch gibt Zen-Meister Shunryu Suzuki Roshi eine sehr gute Einführung in die Meditation (Zazen). Dabei liegt der Schwerpunkt nicht darauf wie man physisch sitzen sollte, sondern welche Geisteshaltung dabei erstrebenswert ist. Suzuki gibt einen Einblick in die buddhistische Lebensweise und schmückt diese mit Weisheiten des historischen Buddhas Siddhartha Gautama und dem Begründer der Soto Zen-Schule Dogen Zenji. Weiterlesen

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Rezension zu "Zen-Geist Anfänger-Geist" von Shunryu Suzuki

Rezension zu "Zen-Geist Anfänger-Geist" von Shunryu Suzuki
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Ein wundervoll gesammeltes Werk von bedeutsamen und tiefsinnigen Vorträgen von Shunryu Suziki. Schon die Einleitung seines ehemaligen Schülers lässt einem das Herz erwärmen. Auch wenn man als Neu-Ankömmling in dieser buddhistischen Reliogionsrichtung leider nie die Chance haben wird, Herrn Suzuki persönlich zu treffen, so ist man zumindest damit getröstet, dass er seinen Weg und seine Richtung in einer wundervollen Weise an seine Schüler weitergegeben hat. In einer Weise in der auch wir als westliche Leser davon profitieren können. Das Buch mag viele vom Inhalt her abschrecken, ist es nicht gespickt von klar definierten westlichen Weisheiten, sonder duchdrungen von der bildlichen Sprache des asiatischen Raumes. Einer Sprache welche zig Bedeutungen auf ein Wort kommen lässt und gerade in Verbindung mit dem Zen eine sich nicht leicht entfaltende Weisheit veranschaulicht. Dies sollte aber keinen abschrecken, vielmehr den Leser und Praktizierenden ansprechen, der eben hinter diese selbst erzeugten und vereinfachenden Weisheiten blicken möchte. Dem interessierten Laien und dem Praktizierenden werden sich mit dem entsprechenden Loslassen von althergebrachten und eingefahrenen Wertvorstellungen, eben mit dem Wiedererlangen des kindlichen Anfängergeistes, ein Bild erschließen, welches bisher in noch keinem vergleichbaren Zen-Buch zu finden war. Ein wundervolles Werk und ein bedeutsamer Wegbegleiter für jeden Sinnsuchenden...

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