Siba Shakib Eskandar

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Inhaltsangabe zu „Eskandar“ von Siba Shakib

Ein ergreifender Roman über die wechselvolle Geschichte des Iran Wir schreiben das Jahr 1908 – die Sonne brennt gnadenlos auf das Dorf ohne Namen, tief im Süden des Iran. Es ist verboten, aber Eskandar wagt es und klettert über den Berg und entdeckt die Fremden. Die Männer mit dem gelben Haar buddeln Löcher in die Erde seiner Heimat und suchen nach Petroleum. Und sie haben alles, was den Menschen im Dorf fehlt: Wasser und Nahrung. So beginnt das abenteuerliche Leben von Eskandar, der den Fundort der ersten Ölquelle voraussagt und über ein Jahrhundert lang Zeuge wird von Ereignissen, die über die Geschichte des Iran entscheiden.

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  • Rezension zu "Eskandar" von Siba Shakib

    Eskandar
    Stirbelwurm

    Stirbelwurm

    04. February 2013 um 13:43

    Eskandar berührt durch zarte Poesie und die Kraft einer wunderbar fliessenden Erzählung Eskandar hat eine Begabung. Er kann erzählen und er gewinnt mit seinen Geschichten die Gunst der Menschen. Als das Wasser nicht mehr fliesst und in seinem Dorf ohne Namen einer nach dem andern stirbt, klettert Eskandar über den verbotenen Berg. Auf der anderen Seite landet er im Lager einer britischen Expedition. Es ist das Jahr 1908, die Fremden mit dem gelben Haar suchen nach Petroleum. Eskandar weiss nicht was das ist, er weiss nur die Fremden haben alles, Wasser, Nahrung und einen sicheren Schlafplatze. Glücklich, in diesem abgelegenen Winkel des Iran nach Jahren endlich Unterhaltung zu bekoemmen, behält ein kanadischer Ingenieur den Jungen bei sich. Bis er ihn in die Stadt schickt, wo Eskandar zum Mullah in den Unterricht geht und sich um das uneheliche Kind des Ausländers kümmert. Eskandar wird ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er versteht es, die Freiheitskämpfer zu motivieren, zieht mit ihnen in die Hauptstadt und erobert später seine Herrin, die schöne Mahrok-Khanum, die Frau des berühmten iranischen Stammesfürsten. Eskandars märchenfate Odyssee erzählt von seiner Liebe zu ihr, von der ersten Ölquelle, dessen Fundstelle er vorausgesagt hat; dabei wird er Zeuge von Kriegen, Besatungen und revolutionen. Und er ist dabei als das iranische Petroleum nationalisiert wird und die Amerikaner mit einem geheimen Staatsstreich den Verlauf der Geschichte und des Iran umschreiben. Damit die Erinnerung nicht verloren geht, schreibt Eskandar seine eigene Geschichte auf, die eng mit der seiner Heimat verbunden ist. In diesem Buch lernen Sie viel über den Iran und die Lebensweise in diesem uns so fremden Land

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  • Rezension zu "Eskandar" von Siba Shakib

    Eskandar
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. November 2009 um 12:57

    Persien im Jahr 1908. Das Dorf ohne Namen litt unter der Dürre. Die Bewohner starben und glaubten, ihnen sei eine Gottesstrafe auferlegt worden, weil der Bach, der das Dorf mit Wasser versorgte, versiegt war. Als Eskandar, das von den Arbab Verbotene wagte und über den Berg kletterte, sah er, dass die nach Petroleum suchenden Ausländer sehr wohl Wasser hatten und der Landbesitzer den Bach nur umgeleitet hatte. Nach dem Tod seiner Mutter ging der Junge wiederum über diesen Berg. Dort lernte er den kanadischen Ingenieur Richard kennen, der Eskandar in seine Obhut nahm. So lernte er die Kultur und die Sprache der Ausländer kennen. Richard schickte den Jungen nach kurzer Zeit zur Familie seiner Geliebten, die ein Kind von ihm erwartete. Dort hatte er die Möglichkeit ein Minimum an Bildung in der örtlichen Koranschule zu erlangen. In der Schule wurde das Talent des Jungen, Geschichten zu erzählen, schnell erkannt und so wurde er als Motivationshilfe beim nationalistischen Sturm auf Teheran eingesetzt. Für kurze Zeit kehrte Eskandar danach ins Camp der Ausländer zurück. So war er als Richards Boy dabei als das erste Erdöl im Iran gefunden und die Anglo-Persische-Oil-Company gegründet wurde. Aber eines Tages verkaufte Richard den Jungen an den Khan. Siba Shakib erzählt um den Protagonisten Eskandar die interessante Geschichte Persiens von 1908 bis ins Jahr 2002. Mit Eskandar lässt sie den Leser die verschiedenen Abschnitte persischer Geschichte durchleben, er ist mittendrin, immer am Puls der Zeit. Die ersten einhundert Seiten des Buches habe ich mit sehr viel Freude gelesen. Aber dann ließ die Begeisterung für dieses Buch ein wenig nach. Die Autorin führt die Hauptperson als Geschichtenerzähler in den Roman ein, im Verlaufe der Handlung erlebte ich Eskandar allerdings fast ausschließlich als Geschichten“erleber“. Die Sprache des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die arabischen Einflüsse waren deutlich spürbar, trotzdem wirkte der Roman nicht zu blumig. Es ist der Autorin auch sehr gut gelungen, zu verdeutlichen, dass aus dem Kind Eskandar langsam ein Erwachsener wird. Sprach Eskandar zu beginn des Romans in kindlich kurzen Sätzen, änderte sich dies mit der Zeit. Das im Buch enthaltene Glossar erleichtert es dem Lesern die unbekannten arabischen Begriffe zu verstehen. Ein wenig hat mich gestört, wie die Handlungsaufteilung im Buch erfolgte. Die ersten Jahre wurden sehr ausführlich beschrieben und je mehr sich die Autorin der Gegenwart näherte, desto schneller und kürzer waren die Beichte darüber, so, dass die letzten 20 Jahre auf weniger als einhundert Seiten abgehandelt wurden. Was mich jedoch ganz massiv an diesem Buch störte, und das ist keineswegs der Autorin anzulasten, sind die doch recht häufigen (Druck-?)Fehler in diesem Buch. Hat der Verlag C. Bertelsmann keine Lektoren? „Eskandar“ ist meinen hohen Erwartungen nicht ganz gerecht geworden. Es ist aber trotz meiner Kritikpunkte ein Buch, das man gut lesen kann und das gute Unterhaltung bietet.

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  • Rezension zu "Eskandar" von Siba Shakib

    Eskandar
    Opal

    Opal

    15. August 2009 um 10:14

    Das Buch umfasst die lange Zeitspanne von über 100 Jahre und erzählt die Geschichte des Iran. Hauptperson ist der Geschichtenerzähler Eskandar. Sein Leben verläuft genauso wechselvoll wie die politische und gesellschaftliche Entwicklung des Iran. Das hört sich jetzt vielleicht trocken und nach langweiligem Geschichtsunterricht an, ist aber das genaue Gegenteil. Selten hat mich ein Buch so bewegt und zum Nachdenken gebracht. Das Buch ermöglicht einen Blick hinter die Schlagzeilen der westlichen Pressemeldungen, die unseren Blick auf Länder wie den Iran prägen. Ich hoffe, dass das Buch viele Leser findet, die dadurch ihren Schwarz-Weiß-Blick auf die Welt ein bischen ändern.

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