Die Töchter des Sturms

von Sibylle Baillon 
4,2 Sterne bei26 Bewertungen
Die Töchter des Sturms
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Ein tolles Buch für Leseratten, die starke Frauen zu einer schwierigen Zeit lieben!

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Nette Unterhaltung für Zwischendurch. Hatte noch viel ungenutztes Potenzial.

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Inhaltsangabe zu "Die Töchter des Sturms"

Drei Schwestern – drei Schicksale: Der Historische Roman „Schwestern im Sturm“ von Sibylle Baillon jetzt als eBook bei dotbooks.

Frankreich, zur Zeit der Bauernaufstände: Um sie vor dem drohenden Hungertod zu retten, verschafft der Bauer Cotin seinen drei Töchtern eine Anstellung in Paris. Während Madeleine und Marianne in gut gestellten Häusern unterkommen, muss Jeanne vor den Misshandlungen ihres schmierigen Dienstherrn fliehen. Ganz auf sich allein gestellt, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und baut sich Schritt für Schritt eine eigene Zukunft auf. Immer wieder führt das Schicksal die drei Mädchen in die Nähe der anderen – doch nie treffen sie aufeinander. Trotzdem geben Marianne, Madeleine und Jeanne die Hoffnung nicht auf, sich wiederzufinden. Doch dann bricht die Revolution aus und stürzt das Land ins Chaos …

Jetzt als eBook kaufen und genießen: „Schwestern im Sturm“ von Sibylle Baillon. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958249462
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:316 Seiten
Verlag:dotbooks
Erscheinungsdatum:01.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Sabbess avatar
    Sabbesvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch für Leseratten, die starke Frauen zu einer schwierigen Zeit lieben!
    Super Mischung aus Fakten & Fiktivem

    Frankreich 1782, zur Zeit der Bauernaufstände und somit kurz vor der Revolution…


    Der Bauer Colin und seine Frau müssen aufgrund der anhaltenden Hungersnöte ihre Töchter vom Land nach Paris verbringen und ihnen dort Anstellungen besorgen, um diese vor der Hungertod  zu schützen…. 


    Alle drei Töchter landen in unterschiedlichen Häusern in ebenfalls verschiedenen Gesellschaftsschichten. Die älteste soll zur Gesellschafterin werden, die mittlere kommt in einem Modehaus unter und die jüngste sollte eigentlich zu einem Krämer kommen, doch es kommt anders…


    Ich möchte nich zu viel von der Handlung verraten, aber das Buch handelt von drei Mädchen, die zu drei starken Frauen heranwachsen und sich zu einer kritischen Zeit behaupten. Wobei alle drei sich immer wieder unbewusst begegnen, sich aber nie wirklich treffen…


    Die Autorin hat es wieder einmal geschafft, Fakten mit dem fiktiven perfekt verschmelzen zu lassen. Die Sitten und Gebräuche, Kleidung und Co werden sehr anschaulich beschrieben und man fühlt sich, als wäre man mittendrin statt nur dabei! Auch das Auftreten einiger Persönlichkeiten, wie Napoleon, Mm de Stael, Talleyrand & Co finde ich sehr geschickt gewählt… Ich empfinde Bücher von Sibylle Baillon immer als sehr gut recherchiert, auch die Zusatzinformation am Ende jeden Buches lese ich gerne. Hier gibt Sie sich meiner Meinung nach immer sehr viel Mühe, die sich lohnt zu lesen! Das Buch liest sich so flüssig, dass man leider schnell schon am Anhang angelangt ist… 


    Mir persönlich hat die jüngste, Jeanne, am besten gefallen. Sie überzeugte mich mit ihrer Klugheit und ihrem Mut… Für mich die Hauptprotagonisten des Buches! :-)


    Das Buch erzählt über einen längeren Zeitraum und somit kann man miterleben, wie die Frauen ihren Weg gehen und das während der Revolution, auch wenn diese hier nicht ausführlich thematisiert wird, bekommt man ein Gefühl dafür wie es wirklich war und zwar in den unteren Gesellschaftsschichten, als auch in den mittleren. Genau das begeistert mich an diesem Roman, denn wollte ich ein Buch nur über geschichtliche Fakten lesen, wäre es kein Roman mehr… So aber lerne ich mit Büchern wie von Sibylle Baillon immer noch etwas über die jeweilige Epoche dazu… Auch die kurzen Perspektivwechsel haben mir die jeweiligen Protagonisten erfolgreich näher gebracht, auch wenn ich mit dem einen oder anderen etwas länger gebraucht habe um die Gefühle für diesen zu verstärken. Es war wieder alles dabei: Hass & Liebe, Armut & Reichtum, Stärke & Schwäche…Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung!


    Wie man vielleicht merken kann, ist dies nicht das erste Buch, welches ich von der Autorin lese, ich habe bereits Klea, Ruf der Freiheit, als auch die zweite Braut gelesen und war jedes mal begeistert! Von mir somit eine klare Kaufempfehlung für Leseratten, die Romane über starke Frauen lieben zu einer Zeit, als das Leben noch nicht so einfach war… :-)

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 4 Monaten
    3 Schwestern und ihr Leben zu Beginn der französischen Revolution

    Die drei Schwestern Jeanne, Marianne und Madeleine wachsen in ärmlichen Verhältnissen auf. Als der Hunger immer größer wird, beschließen die Eltern, ihre Kinder in Lohn und Brot zu geben.
    Leider werden die Schwestern getrennt und treffen es dabei nicht alle gleich gut. Während Marianne und Madeleine in stabile Verhältnisse kommen, muss sich Jeanne von Anfang an behaupten.

    Das Buch wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt und bleibt dadurch immer in Bewegung. Den größten Teil nimmt die junge Jeanne ein, aber auch ihre Schwestern Marianne und Madeleine kommen zu Wort. Die Geschichte lässt sich schnell lesen, allerdings habe ich dann doch damit gerechnet, dass man als Leser mehr von der französischen Revolution mitbekommt. Sibylle Ballion wollte aber hier mehr die normalen Bürger in den Mittelpunkt stellen und die haben in den Anfangszeiten doch eher nicht so viel davon mitbekommen. Trotzdem waren es harte Zeiten, die oft durch Hunger und andere Nöte gezeichnet waren.

    Am Ende passiert dann doch sehr viel, da hätte ich mir doch ein paar Seiten mehr gewünscht, da es aber eine Fortsetzung geben soll, ist es doch nicht ganz so schlimm.

    Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass die Autorin einige historisch belegte Personen mit in die Geschichte eingebaut hat. Am Ende des Buches gibt es dazu noch einen kleinen Anhang.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe 4 Sterne.

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    Luchain-Revor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Blick durch alle Gesellschaftsstände der französischen Revolution.
    Eine mitreißende Geschichte durch alle Schichten

    Marianne, Jeanne und Madeleine Cotin sind die drei Töchter einer französischen Bauernfamilie. In den Jahren vor der Revolution leidet die Familie zunehmend an Hunger. Deshalb entschließen sich deren Eltern für ihre drei Töchter Anstellungen in Paris zu finden. Madeleine und Marianne finden Freunde und haben gute Arbeit bekommen. Leider ganz im Gegensatz zu Jeanne. Die Jüngste der Schwestern wird bei einem Krämer untergebracht. Dieser will sich an ihr vergehen und sie in die Prostitution verkaufen.Jeanne flieht auf die Straße, wo sie eine neue Freundin findet. Claire und Jeanne kämpfen sich durch.Der Kontakt zwischen den Schwestern ist seit dem ersten Tag in Paris abgebrochen. Und auch von dem Krämer geht weiterhin eine starke Bedrohung aus.

     Vor diesem Buch fand ich die französische Revolution immer ziemlich langweilig und fade. Mit "Die Töchter des Sturms" habe ich eine komplett neue Seite daran entdeckt. Spannend, verworrene Schicksale und nicht zuletzt ein doch sehr interessanter geschichtlicher Hintergrund.

     Sehr gut hat mir gefallen, dass viele historische Persönlichkeiten vorkamen. Ein paar Bekannte, aber auch weniger bekannte. Bei ein oder zwei Figuren habe ich mich tatsächlich gefragt ,wie man an solche Hintergründe kommt. Das zeigt wie gründlich diese Autorin recherchiert hat und wie viel Herzblut in diesem Roman steckt. Es wurden sogar bekannte Schauplätze eingebaut.

     Die Länge des Buches ist wirklich angenehm. Man kommt gut mit dem Schreibstil klar und nach wenigen Seiten wollte ich schon gar nicht mehr auf hören zu lesen. Die Geschichte blieb bis zuletzt spannend. Viel zu früh war dann das Buch zu Ende, bei so einem angenehmen Schreibstil hätte ich ewig weiterlesen können. Das Ende  ist relativ offen gelassen, das passt aber auch gut zu dieser Zeit als nichts 100%-ig gewiss war.

     Die Töchter dee Sturms ist für jeden mit minimalem Interesse an historischen Romanen ein sehr empfehlendswertes Buch.

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    Euridikes avatar
    Euridikevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ich mochte den Charakter der Jeanne Cotin.
    Familiengeschichte während der französischen Revolution

    Beschreibung:

     Frankreich 1782, zur Zeit der Bauernaufstände: Um sie vor dem drohenden Hungertod zu retten, verschafft der Bauer Cotin seinen drei Töchtern Anstellungen in Paris – aber während Madeleine und Marianne in gut gestellten Häusern unterkommen, muss Jeanne vor den Misshandlungen ihres schmierigen Dienstherrn fliehen. Ganz auf sich allein gestellt, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und baut sich Schritt für Schritt eine eigene Zukunft auf. Immer wieder führt das Schicksal die drei Mädchen in die Nähe der anderen – doch nie treffen sie aufeinander. Trotzdem geben Marianne, Madeleine und Jeanne die Hoffnung nicht auf, sich wiederzufinden. Doch dann bricht die Revolution aus und stürzt das Land ins Chaos …


    Meine Meinung:

    Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen,  über die Zeit der französische Revolution habe ich jetzt schon einige gelesen
    und dieses Buch zählt definitiv zu meinen Favoriten.

    Es ist eine gute Mischung von Details über die Zeit vor und zu Beginn der Revolution und einer erfundenen  Familiengeschichte.
    Das  Buch zeigt  auf, welche Mißstände  letztendlich zum Massensterben unter  der Guillotine  geführt haben.

    Die Autorin beschreibt die Geschichte der Familie Cotin so lebhaft und authentisch, dass das Ganze sich tatsächlich damals so abgespielt haben könnte.

    Begeistert haben mich auch die Charaktere der drei Schwestern, die man einfach mögen muss. Besonders liebenswert ist Jeanne, die jüngste der drei Schwestern, die das schwerste Los getroffen hat, aber unermüdlich kämpft und sich durch nichts von ihrem Weg anbringen lässt.

    Eine gute Idee der Autorin war, sich berühmte Persönlichkeiten, z. B. den jungen Napoleon Bonaparte als Statisten auszuleihen.

    Das Buch war so spannend, dass ich es in einem Stück lesen musste. Ich hoffe, dass es bald ein neues Buch dieser Art der Autorin geben wird.

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    Jazzys avatar
    Jazzyvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannendes historisches Buch über drei Schwestern, während der französischen Revolution!
    Ein spannendes historisches Buch über drei Schwestern, während der französischen Revolution!

    Beschreibung:


    Frankreich, zur Zeit der Bauernaufstände: Um sie vor dem drohenden Hungertod zu retten, verschafft der Bauer Cotin seinen drei Töchtern eine Anstellung in Paris. Während Madeleine und Marianne in gut gestellten Häusern unterkommen, muss Jeanne vor den Misshandlungen ihres schmierigen Dienstherrn fliehen. Ganz auf sich allein gestellt, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und baut sich Schritt für Schritt eine eigene Zukunft auf. Immer wieder führt das Schicksal die drei Mädchen in die Nähe der anderen – doch nie treffen sie aufeinander. Trotzdem geben Marianne, Madeleine und Jeanne die Hoffnung nicht auf, sich wiederzufinden. Doch dann bricht die Revolution aus und stürzt das Land ins Chaos …

    Meine Meinung:

    Da ich bereits schon andere Romane der Autorin gelesen hatte und diese mir sehr gut gefallen haben, wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht! Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt.
    Die Geschichte handelt von den drei Schwestern Jeanne, Marianne und Madeleine! Die Eltern sehen keinen anderen Ausweg, als die drei Mädchen zu trennen und ihnen ein neues zu Hause mit Arbeit zu geben. Im Laufe der Geschichte erfährt man, was die drei Mädchen alles erleben und wie ihre Zukunft sich durch die jeweilige Wohnsituation und Arbeitsanstellung gestaltet. Jede von ihnen geht ihren Weg. Besonders Jeanne ist mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen. Sie hat es am schwersten und dennoch bleibt sie so stark und lässt sich nicht unterkriegen.
    Während die Mädchen heranwachsen, wird auch die Geschichte von Napoleon aufgegriffen. Dies hat mir auch sehr gut gefallen! Besonders das Thema der Revolution wird sehr gut aufgegriffen. Es geht nicht nur um die Revolution, sondern die einzelnen Schicksale der Mädchen, werden geschickt miteinander verbunden. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen!

    Fazit:

    Ein klasse Buch bei dem man sich sehr gut hineinversetzen kann. Historisch sehr unterhaltsam und liebeswerte und spannende Charaktere die mich sehr gefesselt haben! Sehr zu empfehlen!

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    Gelsches avatar
    Gelschevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Das Schicksal des einfachen Volkes zur Zeit der französischen Revolution. Ein Roman mit historischem Hintergrund.
    Das persönliche Schicksal von 3 Mädchen zur Zeiten der französischen Revolution

    Ende des 18. Jahrhunderts, kurz vor der französischen Revolution, leben die einfachen Menschen in Armut. Die 3 Schwestern, Marianne, Madleine und Jeanne, werden von ihren Eltern in verschiedene Häuser in Paris abgegeben, um sie vor dem Hungertod zu retten.
    Das Schicksal meint es sehr unterschiedlich mit den Schwestern und besonders Jeanne, die kleinste, hat es nicht gut getroffen. Die Schwestern versuchen sich gegenseitig zu finden, sind aber durch die Umstände daran gehindert, nicht zuletzt durch die aufkeimende französische Revolution, die mehr und mehr auch ihr Leben verändert.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es wurde deutlich, wie schwer es die einfachen Bürger hatten und wie wenig die Wohlhabenden davon wussten. Besonders die Stellen mit Napoleon fand ich sehr gelungen. Auch wenn er keine Hauptrolle in dem Buch spielt.


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    anna_mvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Gesellschaftsskizzen und Liebesintrigen am Vorabend der Revolution. Gut unterhaltende, leichte Lektüre.
    "Coming-of-Age" am Rande der französischen Revolution

    Es ist 1783 und Frankreich plagt der Hunger. Um sie vor dem Verhungern zu schützen, werden Jeanne, Madelaine und Marianne von ihrem Vater in Paris untergebracht, wo er ihnen verschiedene Anstellungen beschafft hat. So werden die Schwestern voneinander getrennt und tauchen am Vorabend der Revolution in ihre neuen Leben ein, jede in einer anderen Gesellschaftsschicht und getrieben von zwei Wünschen: Es im Leben zu etwas zu bringen und die Geschwister wieder zu sehen.

    Zu Beginn wird besonders viel aus Sicht der erst 10-jährigen Jeanne erzählt. Sie soll einem Krämer zur Hand gehen, doch der hat sie bereits als Hure an seine Freunde verkauft. Sie flieht und wird, von einer Prostituierten, Claire, aufgenommen, die mit ihr in ein stadtbekanntes Freudenhaus zieht. Wie das Schicksal es so will, wollte der Krämer sie eben dort unterbringen. Claire hingegen achtet besonders darauf, dass Jeanne einen richtigen Beruf lernt und den Freiern fern bleibt. So baut sich das Mädchen nach einigen Jahren als Straßenverkäuferin und langen Abenden, die sie mit ihrer Chefin über der Buchhaltung verbrachte, ihr eigenes Geschäft auf.

    Madelaine arbeitet als Näherin in einem der angesagtesten Modehäuser Paris und bekleidet auch das Königshaus. Es fällt ihr anfangs schwer, sich zurecht zu finden, denn sie muss viel Fachjargon lernen und kann nicht lesen. Sie wird von ihrer Kollegin Louisa unter die Fittiche genommen und auch die Chefin ist von ihrer Arbeit angetan, sodass sie später eine gehobene Stellung unter den Angestellten genießt.

    Marianne kommt bei der Familie Necker unter, die beste Verbindungen zum Hof unterhält. Sie wird der Tochter Anne-Louise-Germaine, der späteren Mme de Stael, als Gesellschafterin zur Seite gestellt und lernt von ihr, sich wie eine Dame zu benehmen, verkehrt auf Bällen und in literarischen Salons.

    Im Roman steht das Leben der drei Schwestern im Vordergrund. Dem Leser werden die drei Wohnorte und die gesellschaftlichen Umstände, unter denen die drei leben, näher gebracht. Außerdem steht ihr Liebesleben immer wieder im Rampenlicht. Die Ereignisse der Revolution werden nur hin und wieder erwähnt und haben meistens nur einen indirekten Einfluss auf das Leben der Schwestern. Es sind viel mehr ihre Arbeitgeber, die von den politischen Entwicklungen betroffen sind. Am Rande tauchen einige historische Persönlichkeiten auf, was teilweise recht amüsant ist, denn man muss schon wissen, was Fiktion und was historisch belegt ist. Freundlicherweise stellt die Autorin im Anhang einige Informationen über die historischen Figuren bereit. So freundet sich Jeanne z.B. auf dem Weg nach Paris mit Napoleon an und trifft ihn dann sogar in Paris wieder. Nur ein Aufeinandertreffen der Schwestern wird tunlichst vermieden, obwohl sie manchmal schon quasi mit der Nasenspitze aufeinander stoßen. Ob es ein Happy End gibt, sei hier nicht verraten.

    Insgesamt wusste das Buch mich gut zu unterhalten und insbesondere die Gesellschaftsskizzen der Autorin haben mir gefallen. Dass die drei Schwestern trotz mehrerer guter Gelegenheiten nicht zueinander finden, fand ich etwas übertrieben und unlogisch, aber das kann ich hier nicht ausdiskutieren, ohne zu viel über die Handlung zu verraten. Die eine sucht jahrelang hartnäckig nach den anderen und gibt im entscheidenden Moment eine Sekunde zu früh auf, eine andere vergisst, wie das Haus aussah, in dem ihre Schwester untergekommen ist, obwohl sie wusste, was ihr bevor stand. Der einzige Außenstehende, der die Verbindung zwischen Madelaine und Marianne erkennt und sogar die Eltern ausfindig macht, beschließt, es für sich zu behalten. Und zu guter Letzt hätten sich Marianne und Madelaine treffen können, wenn sie nur etwas mehr mit ihren Mitmenschen über sich und ihre Schwestern gesprochen hätten… 


    Der Roman ist etwas für alle, die ein wenig über die Lebensbedingungen der einfachen, aber doch erfolgreichen Leute Ende des 18. Jahrhunderts in Paris lesen möchten. Stilistisch sticht die Autorin nicht besonders heraus, aber ihr Stil ist flüssig und sie arbeitet mit vielen Perspektivwechseln. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht der drei Schwestern erzählt, was für einen regelmäßigen Wechsel des Erzählers sorgt und immer wieder erfrischend ist. Wer viele Details über die Revolution erwartet, wird von diesem Buch sicher enttäuscht sein.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 5 Monaten
    Drei Schwestern in der Revolution

    Frankreich 1782 kurz vor der französischen Revolution, die Schwestern Marianne, Madeleine und Jeanne werden von ihrem Vater weggeben um nicht den Hungerstod zu erleiden. Während den beiden älteren Schwestern ein besseres Schicksal zugeteilt wird muss Jeanne um ihr Überleben hart kämpfen. Zwar leben die Schwestern in unterschiedlichen Familien aber alle naher beieinander ohne, dass Sie es wissen. Plötzlich ist Sie da, die französische Revolution ist im vollen Gang als die drei Schwestern wieder aufeinandertreffen.

    Ich durfte schon „Die zweite Braut“ von der Autorin lesen und war begeistert, deswegen habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht.

    Der Roman spielt zurzeit von Napoleon, der franz. Revolution, der Bauernaufstände, der Hungersnöte. Ein Volk leidet und dadurch kommt es immer weiter zu Aufruhen und zur Rebellion, in dieser Zeit sieht der Vater der Schwestern nur einen Weg seine Mädels zu schützen, er gibt Sie nach Paris damit Sie dort in die Hausanstellungen kommen und somit dem Hungerleiden entkommen.

    Die Mädchen haben es nicht leicht vor allem nicht die kleinste, aber sie macht das beste draus und kämpft sich nach oben. Ein Roman, der zeigt wie stark Frauen kämpfen können, wenn Sie sich was in den Kopf gesetzt haben.

    Für mich hat die Autorin wieder alles richtig gemacht, es hat mich in eine sehr großartige Geschichte mitgenommen und auch eintauchen lassen. Dafür möchte ich mich bedanken und freue mich auf weitere Werke.

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    wbetty77s avatar
    wbetty77vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Roman über das Schicksal dreier Frauen im revolutionären Frankreich des ausgehenden 18. Jahrhunderts.
    Ein fabelhafter Roman über drei Schwestern in revolutionären Zeiten

    Der Romans „Töchter des Sturms“ beginnt wenige Jahre vor dem Ausbruch der Französischen Revolution. Eine bretonische Bauernfamilie sieht sich aufgrund der großen Hungersnot dazu gezwungen, ihre drei Töchter nach Paris zu schicken. Dort treten sie verschiedenartige Anstellungen an. Marianne, mit 14 Jahren die älteste, wird Gesellschafterin der etwa gleichaltrigen Tochter einer angesehenen französischen Familie. Madeleine wird Schneiderin im Atelier der Modeministerin und die 10jährige Jeanne soll in einem Krämerladen arbeiten. Die Eltern geben den Schwestern beim Anschied nicht preis, wo sich die jeweils Anderen befinden. Somit sind die Schwestern gezwungen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten ohne Kontakt zu ihrer Familie halten zu können. Die beiden Älteren haben es im Gegensatz zu Jeanne gut getroffen. Die jüngste ist innerhalb kurzer Zeit ganz auf sich gestellt. Trotz der Umstände geben die drei ihre Hoffnung, die anderen so bald wie möglich wieder zu finden, nicht auf. Auch als die Jahre vergehen und die Revolution in Paris um sich greift, bleiben die Schwestern sich gedanklich in dem Wunsch, sich irgendwann wieder in die Arme schließen zu können, verbunden.

    Marianne, Madeleine und Jeanne werden von ihren Eltern nach Paris gebracht. Dort treten sie werden sie in unterschiedlichen Anstellungen untergebracht, die sie vor dem Hungertod auf dem Land bewahren sollen.Die Eltern geben den Schwestern keine Auskunft über den Verbleib der anderen, so dass die Mädchen keinen Kontakt zueinander halten können. Gerade für die 10 jährige Jeanne ist die Trennung von ihrer Familie ein schwerer Schlag. Denn im Gegensatz zu ihren älteren Schwestern, hat sie es nicht gut getroffen. Der Krämer will sie an ein Bordell verkaufen. Die aufgeweckte Jeanne erkennt schnell die Bedrohung und flieht. Sie findet Unterschlupf bei der Prostituierten Claire. Auf sich allein gestellt entdeckt Jeanne ihren Geschäftssinn. Mit Raffinesse, Verkaufstalent und einem Ziel vor Augen strebt sie ihr eigenes Geschäft an.
    Ihre Schwestern indessen müssen sich an das herrschaftliche Umfeld anpassen, in das sie geraten sind. Marianne, als Gesellschafterin der Tochter des französischen Finanzministers, befindet sich in einer vollkommen anderen, privilegierten Welt. Eine Welt des Überflusses, der intellektuellen Debatten und der Ausschweifungen.
    Madeleine hingegen muss sich in kürzester Zeit Wissen über Stoffe und Nähweisen aneignen, um den Ansprüchen der Atelierbesitzerin zu genügen. Madame Bertin ist eng mit dem Königshaus verbunden und wurde zur Modeministerin ernannt. Zudem beliefert sie auch den Adel über Frankreichs Grenzen hinaus.
    Durch Jeannes Verschwinden verliert der Krämer seine Existenz. Sein Hass auf das Mädchen ist groß und wird dadurch geschürt, dass er sie sucht, immer wieder entdeckt, doch sie ihm jedes Mal wieder entwischt. Er will sie unbedingt in seine Gewalt bekommen. Wie ein böser Geist taucht er kontinuierlich in der Handlung auf. Ob Jeanne auf ihr Glück vertrauen kann, das sie vor seiner Rache bewahrt?
    Die Jahre vergehen und die Schwestern haben sich in ihre Lebenssituationen eingefunden. Alle drei entdecken auch die Liebe für sich. Doch als die Revolution ausbricht, bringt diese auch ihre Leben gehörig durcheinander. Ob sie sich jemals wiedersehen werden, bleibt fraglich. Zu unterschiedlichen sind ihre Lebenswege verlaufen.

    Der Roman umfasst eine Zeitspanne von etwa 10 Jahren. Jeanne, die sich nur auf ihren Verstand verlassen kann, ergreift jede sich ihr bietende Chance, um ihre Situation zu verbessern. Marianne, eher ruhig, lässt sich vom Überfluss und Reichtum nicht blenden. Sie bleibt ihrem inneren Wesen immer treu. Madeleine hingegen ist eine Träumerin, die in dem Modeatelier ihr kreatives Talent entdeckt. Allerdings bleibt die mittlere Schwester nach meiner Auffassung etwas zu blass im Vergleich zu den anderen. Alle drei Mädchen sind nicht sonderlich an dem politischen Geschehen interessiert, auch wenn der gesellschaftliche Umbruch auch ihre Leben verändert.

    In den Nebenrollen des Romans tauchen oftmals bekannte Persönlichkeiten auf. So ist Marianne die Gesellschafterin der späteren Madame de Staël, Tochter des Finanzministers Neckar. Jeanne trifft auf den Marquis de Sade. Und sowohl Madeleine als auch Marianne lernen Talleyrand kennen. Ein Charakter, welcher in der Erzählung mehrfach eine Rolle spielt, ist der junge Napoleon. Diese Persönlichkeiten sind von der Autorin auf wunderbare Weise in die Geschichte eingeflochten und gewähren Einblicke in politische Entwicklungen. Die unterschiedlichen Romanfiguren bewegen sich in allen Ständen; von der Aristokratie, den Soldaten, Kaufleuten bis zu den unteren Bevölkerungsschichten wie Bauern und Prostituierte. Somit erfährt der Leser vieles über die Lebensumstände dieser Zeit. Die Schicksale der Protagonisten sind fabelhaft mit einander verwoben. Durch die detaillierten Beschreibungen fühlt man sich in das Paris des ausgehenden 18. Jahrhunderts versetzt. Ich möchte zudem noch erwähnen, dass die Autorin zur Erläuterung der historischen Personen und Begebenheiten, einen informativen Anhang erstellt hat.
    Die regelmäßigen Wechsel innerhalb der drei Erzählstränge - für jede Schwester einen – halten die Spannung aufrecht, so dass man wissen will, wie es weitergeht. Vor allem Jeannes Schicksal ist mir nah gegangen. Für mich ist sie die sympathischste Figur des Romans.
    Meiner Meinung nach ist der Roman „Die Töchter des Sturms“ eine gelungene und teils aufwühlende Erzählung über drei Mädchen, die gezwungen sind, sich den Umständen ihrer Zeit anzupassen und dabei ihre Stärken entdecken. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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    ariadnevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Nette Unterhaltung für Zwischendurch. Hatte noch viel ungenutztes Potenzial.
    Das Schicksal dreier Schwestern in den Umbruchszeiten der Französischen Revolution

    Der Auftakt zu "Die Töchter des Sturms" hat mich schnell gefesselt und alle drei Schwestern, Marianne, Madeleine und Jeanne beginnen ihr neues Leben in Paris und der Leser lernt verschiedene Seiten von drei Frauenschicksale im vorrevolutionären Frankreich kennen.


    Leider muss ich sagen, dass der Perspektivenwechsel zwischen den drei Schwestern besonders zu anfangs etwas verwirrend war. Wir sehen von Mariannes und Madeleines Leben nur jeweils kurze Ausschnitte und das hat es mir erschwert sie besser kennen zu lernen und zu verstehen. Mein Vorschlag wäre gewesen aus Jeanne die Hauptprotagonistin zu machen, denn mit ihr verbringen wir mehr Zeit und ihre Entwicklung ist auch viel greifbarer und nachvollziehbarer. Einige Charaktere waren mir auch etwas zu schablonenhaft gehalten. Das Buch litt definitiv unter seiner Kürze.

    Sehr gut gefallen haben mir hingegen die Einflechtung von historischen Persönlichkeiten, wie Napoleon, Mdm. de Stael und dem berühmt-berüchtigten Marquis de Sade. 
    Schade finde ich es allerdings, dass die Autorin zum Thema Revolution nicht ein bisschen mehr in die Tiefe gegangen ist. Wichtige Ereignisse und Entwicklungen werden meistens in nur ein paar Sätzen abgehandelt. Bis auf den letzten Abschnitt, die Zeit des terreurs, konnte ich nicht so wirklich "fühlen", dass sich die Charaktere auch wirklich im Paris des ausgehenden 18. Jhd. aufgehalten haben. 

    Insgesamt ist das Buch für Frankreich und historisch- Interessierte empfehlenswert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Sibylle-Baillons avatar

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    hiermit möchte ich euch ganz herzlich zu der Leserunde meines historischen Romans „Die Töchter des Sturms“ einladen. Ich freue mich sehr darauf, euch dabei begleiten zu dürfen und eure Fragen zu beantworten. Eine wichtige Anmerkung vorab: Es handelt sich bei diesem Roman um eine Neuausgabe von „Schwestern im Sturm“.


    Drei Schwestern - drei Schicksale

    Frankreich 1782, zur Zeit der Bauernaufstände: Um sie vor dem drohenden Hungertod zu retten, verschafft der Bauer Cotin seinen drei Töchtern Anstellungen in Paris – aber während Madeleine und Marianne in gut gestellten Häusern unterkommen, muss Jeanne vor den Misshandlungen ihres schmierigen Dienstherrn fliehen. Ganz auf sich allein gestellt, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und baut sich Schritt für Schritt eine eigene Zukunft auf. Immer wieder führt das Schicksal die drei Mädchen in die Nähe der anderen – doch nie treffen sie aufeinander. Trotzdem geben Marianne, Madeleine und Jeanne die Hoffnung nicht auf, sich wiederzufinden. Doch dann bricht die Revolution aus und stürzt das Land ins Chaos …

    Jetzt als eBook kaufen und genießen: Nach „Die zweite Braut“ erscheint mit „Die Töchter des Sturms“ der neue Roman von Erfolgsautorin Sibylle Baillon.

    Unter allen Bewerbern verlost dotbooks 15 Freiexemplare des eBooks (im MOBI- oder EPUB-Format). Die Bewerbungsphase läuft bis zum 29.04.2018. 

    Wer also gerne die Französische Revolution aus einer ungewöhnlichen, persönlicheren Sicht erleben möchte, ohne mit Daten und Fakten der damaligen Zeit überhäuft zu werden, dem wird dieser Roman sicher gefallen. Denn im Mittelpunkt stehen die Schicksale von drei außergewöhnlichen Schwestern, während sich die Revolution vielmehr im Hintergrund abspielt.

    Um an der Leserunde teilzunehmen, beantwortet doch bitte folgende Frage:

    „Welche Namen oder Ereignisse bringt ihr mit der französischen Revolution in Verbindung? “

    Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon sehr auf die Leserunde mit euch.

     Eure Sibylle Baillon

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    Letzter Beitrag von  Sibylle-Baillonvor 4 Monaten
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    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    hiermit möchte ich euch ganz herzlich zu der Leserunde meines Historischen Romans „Schwestern im Sturm“ einladen. Ich freue mich sehr, euch dabei begleiten zu dürfen und eure Fragen zu beantworten.

    Drei Schwestern – drei Schicksale

    Frankreich, zur Zeit der Bauernaufstände: Um sie vor dem drohenden Hungertod zu retten, verschafft der Bauer Cotin seinen drei Töchtern eine Anstellung in Paris. Während Madeleine und Marianne in gut gestellten Häusern unterkommen, muss Jeanne vor den Misshandlungen ihres schmierigen Dienstherrn fliehen. Ganz auf sich allein gestellt, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und baut sich Schritt für Schritt eine eigene Zukunft auf. Immer wieder führt das Schicksal die drei Mädchen in die Nähe der anderen – doch nie treffen sie aufeinander. Trotzdem geben Marianne, Madeleine und Jeanne die Hoffnung nicht auf, sich wiederzufinden. Doch dann bricht die Revolution aus und stürzt das Land ins Chaos …

    Unter allen Bewerbern verlost dotbooks 10 Freiexemplare des eBooks (im MOBI- oder EPUB-Format). Die Bewerbungsphase läuft bis zum 24.05.2017.

    Um an der Leserunde teilzunehmen, beantwortet doch bitte folgende Frage:

    „Mein Roman spielt zur Zeit der Französischen Revolution – was verbindet ihr damit?“

    Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon sehr auf die Leserunde mit euch.

    Eure Sibylle

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