Sibylle Knauss Füße im Feuer

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Inhaltsangabe zu „Füße im Feuer“ von Sibylle Knauss

Jeanne Auclaire ist freiheitsliebend, unabhängig - und Mutter eines unehelichen Kindes. Damit ist sie in dem kleinen Fischerort St. Pee im äußersten Südwesten Frankreichs mehr als verdächtig. So verdächtig, dass der Parlamentsrat de Lancre sie verhaften lässt, als er 1609 als oberster Hexenrichter dort Einzug hält. De Lancre ist ein Mann ohne Gnade. Er braucht keine Folter, um die angeklagten Frauen zum Geständnis zu bewegen. Doch gerade in seiner Lust an den Geschichten, die zu erzählen er die Frauen zwingt, sieht Jeanne Auclaire ihre Chance ... Ein Hexenroman der anderen Art voll anrührender Momente.

Weit mehr als ein spannender, gut geschriebener historischer Roman, denn es geht darum, ob man den Irrtümern seiner Zeit entkommen kann.

— Barbara62

Ein etwas anderer Hexenroman, der leider an manchen Stellen zu langatmig war!

— Watseka

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  • Weit mehr als ein historischer Roman

    Füße im Feuer

    Barbara62

    Dieser historische Roman von Sibylle Knauss spielt zur Zeit der Hexenverfolgungen des 17. Jahrhunderts an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien im äußersten Südwesten Frankreichs, hauptsächlich in der Zeit zwischen August und November 1609. Doch anders als bei den meisten in dieser Epoche angesiedelten Büchern stehen hier nicht die angeklagten Frauen und Männer im Mittelpunkt, sondern der Täter, der Parlamentsrat und Emporkömmling Pierre de Lancre, und sein Gegenspieler, der Wundarzt Martin Lallemand. In der ersten Szene brennt eine „Hexe“, die letzte von 57 Männern und Frauen in diesem Gebiet. Um wen es sich handelt, werden wir erst im letzten Teil des Romans erfahren, denn der Spannungsbogen spannt sich, dramaturgisch kunstvoll angelegt, fast bis zum Ende. Die Charakterisierung der zwei Protagonisten, auf der einen Seite der königliche Richter und Parlamentsrat in Bordeaux, Pierre de Lanore, Emporkömmling und Jesuitenschüler, der von der Angst vor dem Abstieg beherrscht wird und nie den geringsten Zweifel an seinem Tun hegt, auf der anderen Seite der deutsche Wundarzt Martin Lallemand, kein Intellektueller, der zunächst an Hexenprozessen teilnimmt, dann aber zunehmend von Zweifeln heimgesucht wird und den Gefangenen und ihren Angehörigen mit kleinen Diensten hilft. Füße im Feuer ist weit mehr als ein spannender, gut geschriebener historischer Roman. Sibylle Knaus geht darüber hinaus der Frage nach, ob es möglich ist, den Irrtümern der eigenen Zeit zu entkommen. Insofern ist das Thema Hexenverfolgung nur Mittel zum Zweck, das sich problemlos auf andere Sujets übertragen ließe.

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    • 8
  • Fesselnder Hexenroman der anderen Art

    Füße im Feuer

    Thommy28

    08. January 2012 um 16:28

    Es wird eine Frau verbrannt - eine Hexe. Gleich im Prolog! Aus Sicht des Richters, des Parlamentsrats de Lancre und des begleitenden Arztes Lallemand wird von den Verhören und Vorfällen rund um den Prozess und über die Zeit danach berichtet. Der Richter, de Lancre will politisch aufsteigen und befolgt die von der Obrigkeit angeordnete Verfolgung der Hexen aus der vollen Überzeugung heraus, das teufliche Hexenwesen ausrotten zu müssen. So wie es die Weltsicht dieser Zeit eben verlangt.! Der deutschstämmige Arzt Lallemand dagegen ist mehr der Wissenschaft zugewandt und zweifelt an den Ergebnissen der Prozesse. Die Autorin beschreibt die Gedanken und Gefühle der Figuren in einer bildgewaltigen, sehr anrührenden Sprache. Wortwahl und Satzbau versetzen den Leser in eine magische Stimmung. Das Buch ist ein fesselnder, psychologisch dichter Hexenroman der anderen Art, den man bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen will!

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  • Rezension zu "Füße im Feuer" von Sibylle Knauss

    Füße im Feuer

    vormi

    28. September 2011 um 20:18

    Die Idee hinter dem Buch fand ich faszinierend. Das Frauen mit ihrem Hexenrichter möglichst lange sprechen müssen. Denn leugnen bedeutet Folter und gestehen bedeutet Hinrichtung Also müssen sie möglichst lange und phantasievolle Geschichten erzählen. Damit der Richter sie solange reden lässt, damit ihre Männer ihnen zu Hilfe kommen können. Eine tolle Idee, Scheherazade im Mittelalter in Frankreich. Schade nur, das gerade manche Gespräche seltsam kraftlos, farblos rüberkamen.

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