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SibylleKnauss

vor 6 Jahren

"FREMDLING" ist mein 12. Roman. Ich bin also schon eine alte Autorin. An Jahren 67. Aber, liebe Leser/innen, die jünger sind als ich: Schreiben, Erzählen hat viel mit Lebenserfahrung zu tun. Als Leserin habe ich immer nach Büchern gesucht, in denen ich etwas davon fand, und tue es noch heute. Ich mag "große" Stoffe (siehe meine website sibylle-knauss.de), groß angelegte Erzählbögen, den großen Atem, den es braucht, um sie zu einem glaubwürdigen Ende zu führen. Ich rege mich gern beim Lesen auf und tue das auch beim Schreiben. Und bin sehr glücklich, wenn ich spüre, dass sich das auf meine Leser/innen überträgt. Darum diese Leserunde. Ich bin sehr gespannt auf die Begegnungen, die dadurch möglich sind, und mache das zum ersten Mal.
Nun zu "FREMDLING":
Maria, eine junge Wissenschaftlerin, 26, bringt ein seltsames Kind zur Welt. Abseits aller Zivilisation in einer wilden Gebirgslandschaft zieht sie den Jungen aus einem fernen Zeitalter groß. Er ist das Ergebnis eines genetischen Selbstversuchs, ein Vertreter einer ausgestorbenen Menschenart. Maria lernt dieses fremde Kind zu lieben. Doch auf die Dauer kann sie es nicht vor der Begegnung mit unserer Zivilisation des 21. Jahrhunderts bewahren. Jo ist ein geborener Jäger, gefährlich und gutartig zugleich. Bald wird er zum Gejagten. Nicht nur die Polizei, auch Wissenschaftler sind auf seiner Spur. Maria weiß, dass sie ihn nicht retten kann, aber sie wird den inzwischen Siebzehnjährigen, der in Begleitung einer aus dem Zirkus entkommenen Tigerin in den wilden Berglandschaften des Balkans lebt, noch einmal aufsuchen, um ihm zu sagen, wer er eigentlich ist. Ein Verhängnis nimmt seinen Lauf ...
Jo ist das einsamste menschliche Wesen im Universum. eine Ein-Mann-Minderheit, ausgesetzt in einer für ihn feindseligen und fremden Welt. Aber am Ende findet er doch einen Weg hinaus. In eine Freiheit, die es eigentlich nicht mehr gibt. Jedenfalls hoffen wir das für ihn, und ich hoffe, Ihr werdet diesen Schluss mögen. Ich selbst mag ihn sehr.

Darauf bezieht sich auch die Verlosungsfrage.

Sie lautet:
Welcher Roman-Schluss hat Euch jemals besonders gefallen/bewegt/überzeugt/überwältigt?
(Es darf auch mit Negativ-Beispielen gearbeitet werden: Welcher Schluss war besonders enttäuschend/ärgerlich?)

Wenn die Frage nicht interessant genug erscheint - bitte Rückmeldung. Dann gibt es noch eine Alternative.

Mein Verlag Hoffmann und Campe stellt 25 Bücher zur Verfügung.

Wie es, glaube ich, bei einer Leserunde üblich ist, habt Ihr eine Woche Zeit (bis 22. März).

Gespannt auf Eure Antworten,
Sibylle Knauss

Autor: Sibylle Knauss
Buch: Fremdling

SibylleKnauss

vor 6 Jahren

Leseabschnitte

Ich schlage folgende Leseabschnitte vor:
(Wenn's denn sein muss. Eigentlich würde ich mir natürlich Leser/innen wünschen, die das Buch in einem Zug lesen, weil sie gar nicht aufhören können)

1.
S. 7 - 105
2.
S. 106 - 222
3.
S. 223 - 293
4.
S. 294 - 384

MelE

vor 6 Jahren

Bewerbung für die Leserunde

Erinnert mich stark an "Lucy". Das Cover macht mich allerdings doch sehr neugierig. Eine Eule? Ziemlich gut gewählt!

Bei "Das Mädchen mit den gläsernden Füßen" fehlte mir definitiv das Happy End!

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eknA

vor 5 Jahren

Leseabschnitte
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Ich bin gestern mit dem Buch fertig geworden. Schwierig war für mich, wie schon mal geschrieben, die fehlenden Anführungszeichen. So mußte ich oft nochmal nachgucken wann wer was gesagt hat. Das macht das Lesen etwas langsam.
Das Buch insgesamt hat mir sehr gut von der Thematik her gefallen. Gut fand ich auch wie du die... hmm wie soll ich sagen... Gepflogenheiten unserer Zeit infrage gestellt hast. Ich meine damit z.B. dass Menschen wie Jo es nicht verstehen würden dass man mehr hat, als man zum Leben braucht usw.
Witzig fand ich wie die Wissenschaftler auf Jo reagiert haben. Da haben sie nun mal einen Menschen von früher vor der Nase und wissen nichts mit ihm anzufangen. Sie sperren ihn weg... Jedenfalls hat Jo mir die ganze Zeit nur leid getan und der Ausgang des Buches hat mir sehr gefallen. Den fand ich sehr gut gewählt.
Ich finde dass das Buch sehr zum Nachdenken anregt. Meine Rezi kommt dann auch noch.

Themistokeles

vor 5 Jahren

Rezensionen

Hier noch meine Rezension:

http://www.lovelybooks.de/autor/Sibylle-Knauss/Fremdling-916328568-w/rezension-945429918/

Cappuccino-Mama

vor 5 Jahren

Leseabschnitte
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Leseabschnitt 2:
Man merkt zunehmend, dass Jo der Gesellschaft anderer Personen nicht gewachsen ist. Dadurch, dass alles anatomisch etwas anders ist, hat er schon alleine damit Probleme, sich zu artikulieren. Und wie sagt man immer: Kinder können grausam sein! - Merkt man auch hier, denn die Mitschüler machen sich über Jo lustig und ärgern ihn. Die Direktorin ist bislang die einzige an der Schule, die den "behinderten" Jungen in die Klasse intregieren möchte. Und Fahrer Stanko hat Jo auch irgendwie in sein Herz geschlossen - rauh aber herzlich ist der Umgang des Mannes mit Jo - er nennt ihn zwar Missgeburt, aber selbst dies in einem freundlichen Ton!

Jo sucht die Nähe zu den Schweinen - genießt ihre Wärme und das Zusammenkuscheln. Ferkel, die noch blind sind nach der Geburt? - Ist mir neu! Hunde, Katzen und Mäuse sind Nesthocker, deren Augen noch einige Tage lang geschlossen sind. Ferkel jedoch sind sogenannte Nestflüchter und haben nach der Geburt schon offene Augen. Ich selbst bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe die Geburt vieler Ferkel miterlebt. Schon kurz nach der Geburt rennen die munter umher. Wären sie blind, würden sie ja überall dagegenrennen.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Leseabschnitte
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2. Leseabschnitt:

Tut mir leid, dass ich das Buch so lange aus der Hand gelegt habe, aber ich komme einfach gar nicht in die Geschichte rein! Ich kann mit dem nüchternen Schreibstil nichts anfangen und auch die Charaktere sind weder sympathisch noch interessieren sie mich wirklich. Für meinen Geschmack ist die ganze Geschichte zu düster und abgedreht. Ich hab jetzt den zweiten Leseabschnitt durch und weiß eigentlich gar nicht so recht, was da jetzt überhaupt inhaltlich drin stand? Klar, Jo ist aus dem Kloster geflohen, arbeitete beim Zirkus, ist mit einer Tigerin ausgebrochen und der Neue von Jos "Mutter" sucht ihn jetzt, weil er in wissenschaftlich ausschlachten will... Mich fesselt die Geschichte einfach nicht. Außerdem ist mir das auch alles zu sehr in die Länge gezogen. Manche Seiten sagen so gar nichts über das eigentliche Thema des Buches aus und mit kamen sie wie Lückenfüller vor. Auch die "Anderen", die immer mal wieder auftauchen finde ich zu abstrakt und zu wenig beschrieben. Sollen es tatsächlich Neandertaler sein? Ich find das schon ein bisschen konstruiert und überspitzt... Das Thema an sich finde ich eigentlich ganz gut, wenn man alles gut begründet und wissenschaftlich belegt. Man müsste aber schon schreiben, woher das genetische Material von Jo kommt und wie man es über Jahrtausende aufbewahren konnte und so weiter. Das blieb meiner Meinung nach zu sehr auf der Strecke...
Ich hatte mir von diesem Buch leider viel mehr erhofft und es tut mir auich leid, dass es mir so gar nicht gefällt, aber ich werde auf jeden Fall mal weiterlesen! Vielleicht ändere ich meine Meinung ja noch...

Cappuccino-Mama

vor 5 Jahren

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@Ein LovelyBooks-Nutzer

Die Anderen stehen wohl für die Stimmen seiner Ahnen, sie warnen ihn und leben in ihrer Welt - ohne das Wissen von heute. Klar, dass sie nicht real existieren. Die Stimme des Blutes, Jos Instinkt - wie auch immer. Ich bin auch erst im zweiten Leseabschnitt, finde das Buch aber keineswegs schlecht! Ich finde, es regt zum Nachdenken an.

Cappuccino-Mama

vor 5 Jahren

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Immer noch Leseabschnitt 2:
Jetzt kommen langsam die Neandertaler-Eigenschaften zum Vorschein. Jo tötet die Muttersau und fast alle Ferkel. Später im Buch fragt Tim ja, welche Charaktereigenschaften Jo hat, z.B. ob er Mitgefühl zeigen kann. Und fast würde ich dies verneinen - trotz liebevoller Erziehung, die er bei seiner Mutter genossen hat! Steckt einfach in den Genen und ich befürchte, dass Jo auch vor Gewalt seinen Mitmenschen gegenüber nicht zurückschreckt. Um diese zu schützen müsste man Jo fast schon sein Leben lang in einer geschlossenen Anstalt unterbringen. Jedoch weiß ja keiner, welche Gene er in sich trägt. Töten könnte man ihn natürlich nicht, was Tim scheinbar in Erwägung zieht, jedoch müsste man ihn unfruchtbar machen - nicht auszudenken, wenn Jo Nachkommen zeugen würde - zumal dann alle negativen Eigenschaften wieder zum Vorschein kämen.

Er hört jetzt wohl die Stimmen der Ahnen (seinen Instinkt?). Sie sagen ihm, er müsse flüchten, was er dann auch tut.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Leseabschnitte
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@Cappuccino-Mama

Hm, so gehen die Meinungen auseinander. Ich kann einfach weder mit den Charakteren noch mit dem Schreibstil etwas anfangen. Vielleicht waren aber auch einfach meine Erwartungen zu hoch!
Aber du hast Recht: zum Nachdenken regt es auf jeden Fall an! Nur unterhalten, das tut es mich leider nicht. Ich werd jetzt auf jeden Fall mal weiter lesen, vielleicht finde ich ja doch noch einen Draht zum Buch!

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