Sibylle Lewitscharoff

 3.4 Sterne bei 142 Bewertungen
Autorin von Apostoloff, Blumenberg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sibylle Lewitscharoff

Sibylle Lewitscharoff wurde am 16 April 1954 in Stuttgart geboren. Sie hat einen bulgarischen Vater und eine deutsche Mutter. Sie wächtst in Stuttgart auf, wo sie auch 1972 ihr Abitur macht. Anschließend studiert sie Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin und schließt mit Magister ab. Während ihres Studium verbrachte sie jeweils ein Jahr in Buenos Aires und Paris . Nach ihrem Studienabschluss arbeitete Lewitscharoff einige Jahre als Buchhalterin in einer Berliner Werbeagentur. Seit 2000 lebt sie ausschließlich von der Tätigkeit als Schriftstellerin. Ihre Schrifsteller-Karriere begann sie vor allem mit dem Verfassen von Hörspielen. Ihre Werke wurden schon mehrfach ausgezeichnet. So erhiehlt sie unter anderem 1998 den Ingeborg Bachmann Preis und 2011 den Kleist Preis. In diesem Jahr ist sie auch für den deutschen Buchpreis nominiert.

Alle Bücher von Sibylle Lewitscharoff

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Apostoloff

Apostoloff

 (46)
Erschienen am 19.07.2010
Blumenberg

Blumenberg

 (36)
Erschienen am 10.12.2012
Killmousky

Killmousky

 (19)
Erschienen am 07.06.2015
Consummatus

Consummatus

 (12)
Erschienen am 15.11.2010
Pong

Pong

 (9)
Erschienen am 10.01.2008
Der höfliche Harald

Der höfliche Harald

 (7)
Erschienen am 01.01.2005
Das Pfingstwunder

Das Pfingstwunder

 (5)
Erschienen am 12.02.2018
Montgomery

Montgomery

 (2)
Erschienen am 13.02.2012

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Neue Rezensionen zu Sibylle Lewitscharoff

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The iron butterflys avatar

Rezension zu "Apostoloff" von Sibylle Lewitscharoff

Rumen Apostoloff, Fahrer
The iron butterflyvor 2 Monaten

Einst brachen 20 Bulgaren auf, um in Deutschland ihr Glück zu machen. Gute Arbeit für gutes Geld und die Aussicht auf ein sicheres Fundament für Zukunft, Familie und Zusammenhalt. Nach vielen Jahren und etlichen Schicksalen, Ehen, Kindern, Trennungen, Scheidungen…bleibt noch ein Bulgare übrig, der in seiner Verbundenheit zur alten Heimat mit viel Aufwand die Leichen der Freunde exhumieren lässt, um sie in einem Luxuskonvoi zur ewigen Ruhe in heimatliche Erde zu betten.

Mit im Tross, zwei Schwestern, die ihren Vater zur finalen Ruhestätte begleiten wollen. Eine einmalige Chance, um dem Alltagstrott zu entkommen und einen Blick in dieses unbekannte Land Bulgarien zu werfen. Ein Fahrer steht ihnen bei und nimmt die Fremdenführerrolle mehr oder weniger ein. Die eine Schwester, mehr als raubkatzig, die andere aufgeschlossen und dankbar um der Abwechselung. So ziehen sie durch ein anfänglich mehr als trist und absurd erscheinendes Bulgarien, das sich zunehmend, wie viele andere Landstriche auch mit Kleinodien zu schmücken weiß. Stück für Stück rückt die kleine Truppe zusammen, Fronten enthärten sich, Gefühle, Erinnerungen werden aufgewärmt und getauscht, Blicke gewechselt. Irgendwann steht die Beerdigung der Herren-Clique ins Haus, aber bis dahin darf noch wild gelästert werden.

Einen Tick zu garstig, zu übermütig für mich, erzählt Sibylle Lewitscharoff Apostoloff. OK, nicht mehr, nicht weniger.

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Karin_Kehrers avatar

Rezension zu "Killmousky" von Sibylle Lewitscharoff

Mord oder Selbstmord?
Karin_Kehrervor einem Jahr


Richard Ellwanger, vorzeitig aus dem Polizeidienst entlassen, gerät in eine Sinnkrise. Da kommt ein privater Ermittlungsauftrag, der ihn nach New York führt, gerade recht. Mord oder Selbstmord? Die Nachforschungen in den vornehmsten Kreisen der amerikanischen Metropole gestalten sich schwierig. Ellwanger beherrscht die englische Sprache nicht wirklich und auch sein Kater Killmousky ist wenig davon erbaut, dass sein Herrchen ihn im Stich lässt.


Die Autorin, die bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, versucht sich hier erstmals im Krimi-Genre. So ganz ernst sollte man die Geschichte um den pensionierten Kriminalkommissar nicht nehmen. Ellwanger ist ein behäbiger Grübler, der einen Blick fürs Detail hat, im normalen Leben aber eher unbeholfen wirkt. Eine gute Beobachtungsgabe zeichnet ihn aus. Was seine Englischkenntnisse anbelangt, ist nicht ganz sicher, wie gut sie wirklich sind. Denn in entscheidenden Momenten kann er sich doch ganz gut artikulieren.
Dass er unvermutet mit einer der Hauptverdächtigen ins Bett hüpft, konnte ich nicht nachvollziehen.
Das Ambiente – vor allem New York – ist gut und sehr anschaulich beschrieben.
Der titelgebende Kater – aus der Serie „Inspector Barnaby“ abgekupfert - kommt leider wenig zum Zug. 
Gestört hat mich der etwas seltsame Schreibstil. Besonders bin ich über eine umgangssprachliche Unart gestolpert, die offenbar immer öfter Einzug in Manuskripte hält: „paar“ statt „ein paar“, „bisschen“ statt „ein bisschen“. Als literarische Sprache würde ich den Schreibstil in diesem Krimi ohnehin nicht bezeichnen.
Der Fall selbst gestaltet sich wenig spektakulär. Von Anfang an ist klar, wer der Täter sein muss. Das Ende ist sehr konstruiert und versucht krampfhaft, Spannung zu erzeugen. 
Wer gemütliche Krimis mit einem skurrilen Ermittler mag, ist mit „Killmousky“ gut bedient. Spannend fand ich ihn eher nicht.

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Aliknechts avatar

Rezension zu "Das Pfingstwunder" von Sibylle Lewitscharoff

Proceedings einer Himmelfahrt
Aliknechtvor 2 Jahren

Sibylle Lewitscharoff spricht in Interviews  spontan und offen und wirkt deshalb sympathisch. Zudem erschien die Idee zu ihrem letzten Roman attraktiv. Im "Pfingstwunder" treffen sich Wissenschaftler aus aller Welt auf einem Kongress über die Göttliche Komödie in Rom. Die führenden Dante-Experten konferieren im Saal der Malteser auf dem Aventin. Sie interpretieren und diskutieren die Divina Commedia und geniessen in den Kaffee-Pausen den einzigartigen Blick über Rom. Sibylle Lewitscharoff hat sich tief in den Stoff eingearbeitet. Sie kennt die lange Übersetzungs- und Interpretationstradition und der Leser erfährt darüber so manches. Dann läuft die Geschichte auf einen merkwürdigen Höhepunkt zu: ein neues Pfingstwunder bricht über die Tagungsteilnehmer herein. "Ein sonderbar tiefer Ton mit pulsierendem Rand" lässt sie verstummen. Es war ungeheuerlich. Einer nach dem anderen klettern sie auf die Fensterbretter und fliegen davon. Nur ein einziger Frankfurter Romanist bleibt zurück. Ohne ihn hätten wir  von dem Vorfall nie erfahren, denn er erstattet beim Verhör auf der Questura Bericht und verfasst die vorliegenden Conference Proceedings. 

Das Pfingstwunder ist ein enttäuschendes Buch. Man hätte doch viele Aspekte aus dem echten Leben verwenden können. Ein Tagungsverlauf mit alten Platzhirschen, die versuchen die Newcomer niederzuhalten, Streit um die Reihenfolge von Vorträgen, Kampf verschiedener Schulen um Interpretationshoheit, Modethemen, die bald wieder verschwinden, wenige erstaunliche Koryphäen, breites solides Mittelmaß und ein paar völlig Unterbelichtete, persönliche Animositäten, seit Jahren immer gleich wiederholte Vorträge, ein paar Highlights, kumpelhafte US-Amerikaner, in unverständlichem Englisch radebrechende Spanier, die überdies ihren heiligen Landestraditionen folgend immer eine halbe Stunde zu spät kommen und Chinesen, die hauptsächlich für Kollegen, die nicht mitreisen durften, entschädigende Souvenirs beschaffen müssen, elegante Italiener und Deutsche in Trainingshosen.  

Bei Sibylle Lewitscharoff ist jeder Vortrag gut, jede Präsentation wird beklatscht und gelobt, es gibt nahezu keine Kontroversen, kaum Eitelkeiten und wenig nationale Eigenheiten. Es ist eher wie in der Epoche Himmel, Hölle, Fegefeuer an einer Waldorfschule. Solche Konferenzen gibt es nicht. Tagungsteilnehmer fliegen auch nicht durch Fenster davon, sondern fliegen in der Regel mit ihren nationalen Airlines zurück nach Hause. Man sollte einen Roman nicht wegen mangelnder Realitätsbezüge kritisieren. Aber warum muss Fiktion langweiliger als Realität sein? Märchenhafte Züge können manchmal bezaubern, aber hier verstehe wer will, was das soll mit dieser wunderbaren Himmelfahrt und einem Aderlass auf Expertenebene. 

Ausgabe: Sibylle Lewitscharoff Das Pfingstwunder Suhrkamp Berlin 2016 Erstausgabe (gelesen im Dezember 2016)

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Sibylle Lewitscharoff wurde am 16. April 1954 in Stuttgart (Deutschland) geboren.

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