Sibylle Lewitscharoff

 3,4 Sterne bei 166 Bewertungen
Autorin von Apostoloff, Blumenberg und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Sibylle Lewitscharoff wurde am 16 April 1954 in Stuttgart geboren. Sie hat einen bulgarischen Vater und eine deutsche Mutter. Sie wächtst in Stuttgart auf, wo sie auch 1972 ihr Abitur macht. Anschließend studiert sie Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin und schließt mit Magister ab. Während ihres Studium verbrachte sie jeweils ein Jahr in Buenos Aires und Paris . Nach ihrem Studienabschluss arbeitete Lewitscharoff einige Jahre als Buchhalterin in einer Berliner Werbeagentur. Seit 2000 lebt sie ausschließlich von der Tätigkeit als Schriftstellerin. Ihre Schrifsteller-Karriere begann sie vor allem mit dem Verfassen von Hörspielen. Ihre Werke wurden schon mehrfach ausgezeichnet. So erhiehlt sie unter anderem 1998 den Ingeborg Bachmann Preis und 2011 den Kleist Preis. In diesem Jahr ist sie auch für den deutschen Buchpreis nominiert.

Alle Bücher von Sibylle Lewitscharoff

Cover des Buches Blumenberg (ISBN: 9783518463994)

Blumenberg

 (37)
Erschienen am 09.12.2012
Cover des Buches Killmousky (ISBN: 9783518466018)

Killmousky

 (23)
Erschienen am 06.06.2015
Cover des Buches Consummatus (ISBN: 9783518462300)

Consummatus

 (13)
Erschienen am 14.11.2010
Cover des Buches Pong (ISBN: 9783492550413)

Pong

 (11)
Erschienen am 01.07.2019
Cover des Buches Der höfliche Harald (ISBN: 9783492550420)

Der höfliche Harald

 (7)
Erschienen am 01.09.2019
Cover des Buches Das Pfingstwunder (ISBN: 9783518468418)

Das Pfingstwunder

 (6)
Erschienen am 11.02.2018
Cover des Buches Montgomery (ISBN: 9783518463215)

Montgomery

 (3)
Erschienen am 12.02.2012
Cover des Buches Pong redivivus (ISBN: 9783458193838)

Pong redivivus

 (2)
Erschienen am 15.09.2013

Videos

Neue Rezensionen zu Sibylle Lewitscharoff

Cover des Buches Solneman der Unsichtbare (ISBN: 9783942788540)

Rezension zu "Solneman der Unsichtbare" von Alexander Moritz Frey

Mein Name ist Hciebel Solneman
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Monaten

Das Buch erschien 1914 und ist eine Satire, welche noch immer witzig ist und unterhält. Wie die Menschen auf die Vorkenntnisse reagieren nimmt immer groteskere Ausmasse an und diverse Leute werden für Solneman gehalten. Doch wer ist der Man, der sich Elefanten bestellt und sich stets verhüllt? Das Buch zeigt gut eine Kultur von Neid, Misstrauen und Dummheit auf.

Der Sprache merkt man an, dass das Buch von 1914 ist und es sich nicht so leicht lesen lässt wie aktuellere Bücher. Aus meiner Sicht macht dies auch einen Teil des Reizes aus, muss man sich aber auch erst dran gewöhnen zu Beginn des Buches. Ich finde es schön, dass der Verlag das Buch neu herausgegeben hat und die Geschichte nun wieder einem grösseren Publikum bekannt wird.

Cover des Buches Solneman der Unsichtbare (ISBN: 9783942788540)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Solneman der Unsichtbare" von Alexander Moritz Frey

Ein Riesenspaß für den Unsichtbaren ... und den Leser
aus-erlesenvor 3 Jahren

Es ist schon kurios, was sich da in einer deutschen Kleinstadt etwas mehr als einhundert Jahren abspielt. Rein fiktiv – natürlich. Da kommt ein Mann ins Rathaus und unterbreitet dem Oberbürgermeister das Angebot den Stadtpark zu kaufen. Lachhaft! Der Amtsträger lehnt ab. Bis der geheimnisvolle Mann ihm eröffnet, dass er bar zahle. Und zwar dreiundsiebzig Millionen. Das wären heute irgendwas um die 300 Millionen Euro. Die Skepsis weicht aus dem Gesicht des Oberbürgermeister und macht einem breiten Grinsen Platz. Hciebel Solneman – so nennt sich der Mann mit dem unausschlagbaren Angebot und dem durchaus auffälligem Äußeren (mit ein bisschen Grips errät man, was gemeint ist – stellt nur noch ein paar Forderungen: Er will eine dreißig Meter hohe Mauer um - dann - sein Anwesen bauen, Überflugverbot unter tausend Meter und man solle ihn doch bitte nicht belästigen. Man einigt sich! So viel Geld im Säckel, wessen auch immer, ist einfach zu verlockend. In Windeseile steht die Mauer. Ein paar umliegende Häuser reißt sich Solneman auch noch unter den Nagel. Sonst könnte ja jemand mit dem Fernglas über die Mauer lugen. 

Was hat er eigentlich erwartet? Dass man ihm mirnichtsdirnichts das Grundstück überlässt, und alles ist gut? Dass Spekulationen mit dem Rascheln der Geldbündel ad acta gelegt wird? Bestimmt nicht! Denn Solneman tritt selbstischer und weltgewandt auf. Und er ist ob seiner Art über jeden Verdacht erhaben. Na gut, fast jeden Verdacht. Genauso schnell wie Mauer hochgezogen wurde, keimen die ersten Gerüchte. Da war doch mal was in Belgien. Eine Frau wurde ermordet als der Zirkus in der Stadt war. Zirkus – Solneman – Mord … könnte passen. Schon allein deshalb, weil ihn kaum jemand zu Gesicht bekommen hat. Oder ist er ein Varieté-Künstler? Oder Ingenieur? Bei dem, was da alles in sein Anwesen gebracht wird – die Lieferwagen hat Solneman gleich mitgekauft. Oder ist er gar ein Misanthrop? Reich ist er. Er gibt gern und viel für die Stadt. 

Das gemeine Volk zerreißt sich das Maul. Die Oberen wollen sein Nähe suchen, dürfen es aber nicht. Solnemans Nähe verspricht Ruhm und Ehre und … vielleicht den einen oder anderen Taler. Ach, es ist zum Verzweifeln! Was treibt dieser unsichtbare Mann mit dem rätselhaften Namen hinter den sich nur selten öffnenden Mauern?

Alexander Moritz Frey treibt den Leser in den Wahnsinn. Was hat dieser Typ da vor? Nur eines steht fest: Wer das Buch vor dem letzten Punkt beiseite legt, hat verloren. Frey war ein Freund Thomas Manns und wurde im Kriegsdienst von einem Gefreiten drangsaliert dessen Ideologie zu Papier zu bringen. Frey lehnte ab. Er wusste, dass er vielleicht nicht, dass mit dem Teufel einen Bund eingehen würde, aber dieser Wichtigtuer war ihm zutiefst zuwider. Dieser Wichtigtuer wird nicht einmal zwanzig Jahre später unter anderem dafür verantwortlich sein, dass die Werke Alexander Moritz Freys dem Feuer übergeben werden. Aus dem Schweizer Exil kehrte der Autor nie mehr nach Deutschland zurück. 

Cover des Buches Warten auf (ISBN: 9783451392122)
JoBerlins avatar

Rezension zu "Warten auf" von Sibylle Lewitscharoff

Gott und die Welt
JoBerlinvor 4 Jahren

Zwei Seelen treffen sich im Universum und verstehen die entschwindende Welt nicht mehr: Wo sind sie-wer sind sie-was ist geschehen? Nach einem Flugzeugabsturz sind ihnen die dazugehörigen Menschen einfach so weggestorben – die Seelen finden sich im Nirgendwo, nun heißt es, sich neu zu orientieren. Und dies geschieht durch Austausch: Ein intensiv-intellektuelles Streitgespräch mit philosophischen-psychologischen-literarischen-theologischen Inhalten bricht los, die hüllenlose Daseinsform bietet keine Verkleidung und kein Versteck, "stattdessen irrt man wirren Herzens in der Konturlosigkeit herum … Aber in diesem Nichts scheint unser nicht mehr vorhandenes Herz zu klopfen wie verrückt, und die Gedanken fahren zickzack." So geht es mal im Einvernehmen, meist jedoch im Disput um Gott und die Welt, um Rilke, Dante, Chesterton, um Hegel, Sartre, Kierkegaard und viele mehr.

Was könnte besser sein, als sich mit Sibylle Lewitscharoff und Co-Autor Heiko Michael Hartmann niveauvoll zu unterhalten! Allerdings ist dieses Buch – Sie ahnen es – nur mit gewissen Vorkenntnissen so richtig zu genießen. Es sollte dann auch nicht flott durchgelesen werden; Pausen sind geboten, Reflexion ist angesagt, und angeregtes Nachblättern in den zitierten Werke gehört durchaus dazu. 

Und worauf warten die Seelen der Toten nun? Haben sie Angst vor dem Richter oder freuen sie sich auf Erlösung? Und entstehen sie immer wieder neu? "Gefühle, die man religiös nennen kann, aber nicht muss, bilden die Grundlage menschlicher Existenz. Jeder erlebt und formuliert sie ein wenig anders." Ich empfehle dieses anspruchsvolle Buch zur angeregt-amüsiert-ambitionierten Lektüre.

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Zusätzliche Informationen

Sibylle Lewitscharoff wurde am 16. April 1954 in Stuttgart (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 241 Bibliotheken

auf 26 Merkzettel

von 5 Leser*innen aktuell gelesen

von 2 Leser*innen gefolgt

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