Warum hat dieses kleine schöne Buch so lange auf meinem SUB gelegen? Ich weiß es nicht, aber dafür kann ich jetzt sagen, dass es sich gelohnt hat, es zu lesen.
Sibylle Mulot erzählt von einer Familie mit drei Töchtern. Astrid,
Deïna und Mimi. Mimi ist die jüngste Tochter und bewundert ihre Schwestern, die bereits im Studium sind und stets zusammen ihre Erfahrungen machen. Obwohl sie so verschieden sind, halten sie gegen ihre Mutter zusammen. Die Mutter ist eher hart, als weich und anschmiegsam, eher streng als milde und sie sieht immer die Fehler ihrer Töchter. Selbst vor anderen stellt sie ihre Töchter nie positiv dar. Unter der Strenge und der Distanz leiden alle Töchter, doch sie finden ihre Schlupflöcher bis ein Mann ihren Zusammenhalt sprengt.
Sibylle Mulot hat einen flüssig zu lesenden Roman über eine Familie geschrieben. Man kann sich schnell in die Charaktere hineinversetzen (besonders in die Töchter). Die Figuren sind sehr gut beschrieben und man fühlt mit ihnen mit. Man hält die Luft an, wenn die Mutter wieder etwas auszusetzen hat und freut sich mit ihnen über ihre Glücksmomente. Ich fand aber auch die Darstellung der Mutter gelungen. Sie will so vieles und versucht dies auch mit aller Macht durchzusetzen und wirkt dabei so manches Mal ungewollt komisch. Die schmerzlichen Trennungen und die Folgen der Liebe stellt Mulot sehr realistisch dar. Das Tempo ist recht hoch und so erzählt Sibylle Mulot auf nur 231 Seiten von einem ganzen Leben ohne dass etwas fehlt.
Sibylle Mulot
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Sibylle Mulot
Das Horoskop
Die Fabrikanten
Die unschuldigen Jahre
Das ganze Glück
Liebeserklärungen
Die Unwiderstehlichen
Nachbarn
Neue Rezensionen zu Sibylle Mulot
Anstatt Bleigießen befragt Sanda für ihre Freunde zu Silvester ihr Hafis-Orakel und schon sind die Erinnerungen, die mit diesem Spiel verbunden sind, wieder da.
Jeden Tag sah Sanda den hübschen Ferraghani in Wien und nennt ihn in ihren Gedanken ‚Mein persischer Prinz‘. Langsam entspinnt sich zwischen den beiden Studenten eine Liebesgeschichte.
Das Buch kommt auf leisen Sohlen daher und beschreibt den Verlauf dieser sinnlichen Liebesgeschichte. Nach schüchternen Annäherungsversuchen, können sie bald die Finger kaum von einander lassen und doch müssen sie sich den Anforderungen einer Fernbeziehung zwischen Wien und Venedig stellen, versuchen dem anderen zu vertrauen und auch kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Der Ton des Buches ist melancholisch und nachdenklich. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann sich jederzeit Farraghani vorstellen, aber der letzte Funke fehlte für mich, um dieses Buch zu einem wirklichen Genuss zu machen.
Das Hafis-Orakel spielt in ihrer Beziehung eine wichtige Rolle und der Leser kann es gleich ausprobieren und wird überrascht sein, von der Treffsicherheit, die diese 41 Tafeln und ihre Botschaften auf die Fragen des Lebens haben.
gute familiengeschichte, schön geschrieben
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