Sibylle Paraquin

 4 Sterne bei 6 Bewertungen
Autorenbild von Sibylle Paraquin (©Christine Dierenbach)

Lebenslauf

Sibylle Paraquin wurde 1988 in Nürnberg geboren und hat sehr lange gebraucht, um zu verstehen, dass sie lesbisch ist. Bücher waren ein großer Teil ihres inneren Coming-Outs und nun schreibt sie das, was sie selbst damals mehr gebraucht hätte. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Erlangen und stürzte sich danach in die Buchbranche, indem sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin in Darmstadt absolvierte. 2021 beendete sie das Fernstudium Prosaschreiben der Textmanufaktur. Mit ihrer Partnerin lebt sie wieder in ihrer Heimatstadt Nürnberg. Wenn sie nicht schreibt, liest, fotografiert oder isst sie gern.

Alle Bücher von Sibylle Paraquin

Cover des Buches sie zu lieben (ISBN: 9783757990770)

sie zu lieben

(5)
Erschienen am 19.03.2024
Cover des Buches Weihnachten zu lieben (ISBN: B0DKTZ85LY)

Weihnachten zu lieben

(1)
Erschienen am 01.11.2024

Neue Rezensionen zu Sibylle Paraquin

Cover des Buches sie zu lieben (ISBN: 9783757990770)
Lui_s avatar

Rezension zu "sie zu lieben" von Sibylle Paraquin

Lui_
Sapphic Romance mit Tiefgang

Das Cover ist ein echter Augenschmaus und greift die inhaltlichen Elemente gestalterisch auf. Kurzum: Ein Cover, das wirklich zur Geschichte passt.

Zum Inhalt: Als Lilly und Tara aufeinandertreffen, sprühen die Funken. Doch Lilly kostet ihr lesbisches Singleleben aus, Tara möchte eine Beziehung. Zudem passen die aufkeimenden Gefühle gar nicht ins Chaos ihrer Leben, oder können sie sich vielleicht gegenseitig stützen?

Die Geschichte lässt sich leicht lesen. Durch die wechselnden Erzählperspektiven kommt Abwechslung in die eher ruhige Handlung, die einen Fokus auf die Gefühlswelt der Protagonistinnen legt. Lilly war für mich direkt greifbar, bei Tara hat es etwas gedauert, bis ich sie als Individuum wahrnehmen konnte. Besonders die ersten zwei Drittel haben mir richtig gut gefallen, danach wurde es mir eine Prise zu dramatisch.

Die Handlung ist mir durch ihre Nähe zum echten Leben – vom kritischen Blick auf Lillys akademischen Arbeitsbereich über Familienprobleme und die Suche nach Beruf beziehungsweise Berufung – mehrfach so nah gegangen, dass ich Tränen wegblinzeln musste. Wir treffen hier außerdem mal nicht auf eine direkt perfekte Beziehung, sondern glaubwürdige Zweifel, Herausforderungen und wachsende Gefühle. Die Spiceszenen sind dabei wohldosiert und fügen sich nahtlos ins Geschehen ein.

Ich mochte beide Protagonistinnen, wobei mir besonders Lilly von Beginn an sympathisch erschien. Lillys Beschützerinstinkt und Taras Begeisterungsfähigkeit haben mir mehrfach ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Taras Leidenschaft fürs Fotografieren macht direkt Lust, selbst mit einer Kamera loszuziehen. Ich habe mit ihnen gelitten und ihre Entwicklungen gespannt verfolgt.

Jede gute Liebesgeschichte braucht stützende Nebenfiguren und auch diese treffen wir hier. Manchmal waren sie mir fast etwas zu präsent im Leben der Protagonistinnen. Gefühlt werden die wenigen Seiten von sehr vielen einzelnen Schicksalen eingenommen. Ich würde allerdings jederzeit eines davon in eigener Geschichte verpackt lesen wollen.

Insgesamt hat mich diese queere own-voices-Story gut unterhalten. Selten habe ich eine Liebesgeschichte gelesen, die ich als derart glaubwürdig empfunden habe. Wenn ihr auf der Suche nach einer gefühlvollen sapphic Lovestory mit unperfekten und dadurch lebensechten Protagonistinnen seid, dann solltet ihr hier einmal reinlesen.

Cover des Buches sie zu lieben (ISBN: 9783757990770)
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Rezension zu "sie zu lieben" von Sibylle Paraquin

Desiree_Miao_Miao
Sie zu lieben

Tara und Lilly sind vollkommen gegensätzliche Pole und doch ziehen sie sich an. Tara sucht was festes, Lilly nicht. Taras Vergangenheit steht den beiden im Weg und Lilly hat mit der Gegenwart zu kämpfen. Kann eine Liebe das ertragen?


Das Buch ist kein neu erfundenes Rad, aber es ist einfach eine wundervolle,

ergreifende Liebesgeschichte. Zwischen den Zeilen fand ich soviel Zärtlichkeit und Achtsamkeit, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu Lesen und hoffte, dass Lilly und Tara ein Happy End bekommen.


Sibylle hat sehr nachdenklich und reflektiert die Probleme der Protagonistinnen aufgeführt und es sind Hürden, die wirklich für jeden real sein könnten. Deswegen wirkt die Geschichte auch sehr nahbar. 


Das Buch ist Own Voice und ich freue mich sehr, dass es im deutschsprachigen Raum immer mehr queere Repräsentation gibt. Man findet sie besonders im Selfpublishing und man muss unbedingt die Augen nach genau solchen Perlen offen halten.


Nach dem Genuss eines solchen Buchs frage ich mich immer, wie Menschen sagen können, dass man keine queeren Bücher liest, weil man sich nicht in sie hineinversetzen kann. Wer schon mal geliebt hat weiss, wie es sich anfühlt, wer Schmerz gefühlt hat weiß auch, wie es sich anfühlt. Und nur weil man eine andere s3xuelle Orientierung hat, fühlt man die Gefühle nicht anders. Man teilt vielleicht nicht unbedingt die s3xuelle Präferenz, aber Empathie hat keine Grenzen. Es ist fehlende Bereitschaft und mangelnde Offenheit. 


Für mich ist es bisher aus dem Romance Bereich mein Lesehighlight. Ich denke mit einem guten Gefühl an diese Geschichte zurück und hoffe sehr, dass Sibylle weiterhin mit Geschichten begeistern wird. 

Cover des Buches sie zu lieben (ISBN: 9783757990770)
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Rezension zu "sie zu lieben" von Sibylle Paraquin

susanne_steinhauer
Ein spannender Roman über die Liebe von zwei Frauen

„In der Verliebtheit sah man nur ein Bild. Ein Bild, das beide gleichzeitig malten. Die Kunst war jetzt, sich gegenseitig so kennenzulernen, dass sie beide die Leinwand verlassen konnten.“


Ein Roman über die Liebe zwischen zwei Frauen.

Lilly und Tara, die auf den ersten Blick gegensätzlicher nicht könnten, laufen sich zufällig über den Weg. Lilly findet Tara niedlich, möchte mit ihr im Prinzip nur ins Bett und das wäre es dann – ex und hopp, so wie sie das immer macht. 

Tara ist sich der Gefahr bewusst, die von Lilly ausgeht, dennoch fühlt sie sich zu ihr hingezogen. Und so ganz langsam, nach einigen Treffen finden sie sich dann auch. Und doch wird es ganz anders als vorgestellt, sie sehen sich Problemen gegenüber mit denen sie nicht gerechnet haben.

Die Konfrontation Lillys mit Taras Familiengeschichte bringt beide an ihre Grenzen und könnte das Ende bedeuten.

Sibylle Paraquin schildert in ihrem Erstlingswerk den Weg zweier Frauen zu - und miteinander unter deren Gegensätzlichkeit die gleiche Angst schlummert – verletzt zu werden. Sie ist Lillys Antrieb, ihr Leben so zu leben wie es ist und das völlig okay zu finden. Beide wurden zuviel verletzt und entsprechend vorsichtig ist der Anfang. 

Die Autorin arbeitet sehr schön die Charaktere der beiden Frauen heraus und ihre Päckchen, die beide zu tragen haben. Tara knackt Lilly letztendlich durch ihre liebevolle Bereitschaft für sie da zu sein wenn sie es braucht. Es ist schön zu sehen, wie Lilly ganz langsam lernt zu vertrauen und ihre Maske abzulegen.

Das Buch ist sehr flüssig und leicht zu lesen, auch wenn die Themen alles andere als leicht sind. Es ist ein sehr achtsames Buch bis hin zur Inhaltswarnung auf der letzten Seite. Die auch gerne vorne stehen könnte, ich zum Beispiel habe sie erst nach dem Lesen entdeckt. 

Was ich sehr mag an diesem Buch ist die klare, bildhafte Sprache und Sibylle Paraquin findet sehr schöne Bilder – was mir richtig gut gefällt. Ihre spicy Szenen sind sehr anregend beschrieben und fügen sich ganz selbstverständlich in den Text ein. Es war ihr wichtig auch das zu thematisieren und damit stellt sie die lesbische Liebe ganz selbstverständlich neben  die heterosexuelle, wo sie auch hingehört. 

Beim Lesen bin ich förmlich durch das Buch geflogen und konnte es nur schwer in ganz dringenden Fällen aus der Hand legen. 

Es ist ein queeres Buch, dennoch auch Heteros zu empfehlen, um sich ein Stück weit vertraut zu machen welchen Schwierigkeiten und Problemen queere Menschen ausgesetzt sind – auch von außen. Queer zu sein ist keine Laune oder Phase, es ist eine Veranlagung, die sich selbst gegenüber erst einmal eingestanden werden muss, bevor sie nach außen getragen werden kann.

Dazu braucht es leider immer noch viel Mut und ich wünsche unserer Gesellschaft die Bereitschaft dazu, es als selbstverständlich anzunehmen. 

Ein Mensch wird nicht besser oder schlechter, nur weil er gleich- oder gegengeschlechtlich liebt!

Ich wünsche der Autorin viele offene und neugierige Leser und hoffe auf sehr auf einen Nachfolger.

Große Leseempfehlung!

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Zusätzliche Informationen

Sibylle Paraquin wurde am 08. Januar 1988 in Nürnberg geboren.

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