Sibylle Tamin Nachmittage mit Mördern

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Inhaltsangabe zu „Nachmittage mit Mördern“ von Sibylle Tamin

'›Messerblöcke sind mir unangenehm. So was mag ich nicht. Ich mag’s nicht sehen. Und ich weise die Leute darauf hin, dass man bei einem Konflikt schnell in den Messerblock rein greifen kann und in einer Art Kurzschlussreaktion das Messer dann benutzt.‹ Es brach aus ihm heraus, nichts konnte er mehr zurückhalten. Die, die ihm jetzt zuhörte, sollte alles wissen. Sie sollte es genau wissen. Sie würde ihm zuhören müssen und nicht eher gehen können, bis alles erzählt war.' Sibylle Tamin sitzt den Mördern gegenüber. Auge in Auge. Allein. Stundenlang. Und in dieser vermeintlichen Intimität offenbaren sich dunkle Abgründe und menschliche Tragödien. So spannend wie erschütternd.

Interessante Einblicke in die Gedankenwelt von Mördern, jedoch zu wenig Abwechslung und irgendwann plätschert es nur noch dahin.

— Ambermoon
Ambermoon

Wie sehen sich die Mörder selber? Interessante Interviews mit Straftätern.

— Nicky_G
Nicky_G

Gute Roportage

— marpije
marpije

Erschreckend ja aber leider hat mich der Schreibstil nicht mitgenommen

— LadyIceTea
LadyIceTea

Erschreckende Taten die man besser zu Papier hätte bringen können!

— Landbiene
Landbiene

Es sind leider nicht immer die schönsten Geschichten die das Leben schreibt, wie dieses Buch zeigt. Dennoch - wirklich erschreckend offen.

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

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  • Kaffeekränzchen mit Mördern

    Nachmittage mit Mördern
    Ambermoon

    Ambermoon

    17. July 2016 um 15:23

    Wie gehen Mörder mit ihrer zurückliegenden Tat um? Wie leben sie mit dem nicht wieder Gutzumachenden? Wie beurteilen sie selbst ihre Tat?Ein Jahr lang trifft sich die preisgekrönte Journalistin Sibylle Tamin regelmäßig mit einsitzenden oder bereits entlassenen Mördern. Im Mittelpunkt der Gespräche steht aber nicht die genaue Rekonstruktion der Tat, sondern vielmehr das Bild, das die Täter von sich selbst entwerfen. Zehn exklusive Täterbiographien....(Inhaltsangabe)                                    ------------------------------------------------------Hier kommen wirklich nur die Täter zu Wort. Erzählen von ihren Taten und wie es dazu kam, was sie angetrieben hat, wie es ihnen davor und danach erging, kurz vor der JVA und während ihres Aufenthaltes.Die Autorin bleibt dabei dezent im Hintergrund, lässt sie reden. Nur hin und wieder und nur kurz beschreibt sie die Mimiken und Gestiken ihres Gegenübers.Manchmal sitzt sie mit den Tätern in gemütlicher Atmosphäre, sofern dies in einer JVA möglich ist, bei Kaffee und Kuchen und genau diese Atmosphäre wird auf den Leser übertragen.Man hat das Gefühl bei einem Kaffeeklatsch zu verweilen und demjenigen hautnah gegenüberzusitzen und zuzuhören, zumindest solange sie aus ihrer Kindheit, von Oma und Opa oder ihren Ehepartnern erzählen.Bei so mancher Schilderung läuft es einem kalt über den Rücken, man ist schockiert, fassungslos und möchte weglaufen - bis man sich besinnt im eigenen Wohnzimmer und nicht einem Täter/einer Täterin gegenüber zu sitzen. Diese Atmosphäre wurde wirklich gut getroffen.Doch auch andere Gefühle beschäftigen den Leser - Mitleid, Trauer und ja, sogar Verständnis. Huch - hab ich das jetzt wirklich geschrieben?Ja, ich ertappte mich dabei manchem Täter Verständnis für seine Tat entgegenzubringen - ich war selbst schockiert.Aber wie das Leben so spielt gibt es nicht nur Weiß und Schwarz, Gut und Böse und natürlich muss man auch bedenken, daß hier Täter aus ihrer Sicht erzählen und das ein oder andere verdrehen, um es für seinen Zuhörer schöner klingen zu lassen, oder weil sie es selbst nicht wahrhaben wollten zu was sie fähig waren. Also beim Lesen immer schön aufpassen, um nicht in die Sympathiefalle zu tappen. Denn nichtsdestotrotz begingen diese Menschen einen Mord (oder auch nicht) und das Opfer hat keine Möglichkeit seine Sicht zu erzählen oder sich gegenüber Anschuldigungen zu wehren. Auch das sollte man nicht vergessen.Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig, fesselnd und trotz der Thematik ruhig und nicht reißerisch. Die Geschichten sind interessant und schockierend. Schnell wird klar, daß man Mörder nicht an ihrem Äußeren, ihrem Gehabe oder ihrem Umfeld erkennt, sondern dies auch "Normalos" sein können, die irgendwann austicken und das vielleicht in der Wohnung nebenan (oder sogar man selbst).Zum Beispiel:- Ein liebender und hart arbeitender Familienvater, der das Genörgel seiner Frau irgendwann nicht mehr aushielt.- Ein damals junger Bursch, der sich von seiner Geliebten nicht mehr ausnutzen lassen wollte und im Suff die Beherrschung verlor.Dieses Buch ist in Kapitel unterteilt und jedes Kapitel beinhaltet die Erzählung und somit die Geschichte eines Mörders/einer Mörderin.Bis auf ein Mal, wo die Autorin von diesem Stil abweicht und sich auf einmal drei Geschichten von drei Frauen in einem Kapitel finden. Immer abwechselnd und in unterschiedlicher Reihenfolge -> Erzählung der 1. Frau - zack, Ende - Erzählung der 2. Dame - zack, Ende - Erzählung der 1. Frau wird wieder aufgenommen - zack, Ende - Erzählung einer 3. Frau - etc.Die Autorin versuchte hierbei die Reihenfolge, in welcher sie mit diesen Frauen sprach, wiederzugeben, aber es sorgte nur für Verwirrung. Weshalb sie das bei den Frauen so handhabte ist mir schleierhaft.Obwohl sich die Autorin im Hintergrund hält, hatte ich das Gefühl, daß sie manchmal wirklich sehr dumme Fragen stellt und dabei eine Sensibilität eines Rasenmähers an den Tag legt (hier scheint die Journalistin durchzukommen).Ebenso hatte ich das Gefühl, daß sie den Männern mehr Sympathie entgegen bringt als den Frauen. Bei den Damen fallen ihre Beobachtungen und Kommentare des Öfteren schon sehr spitz aus.Des Weiteren scheinen sich die Motive sehr zu ähneln - im Grunde sind alle "in diese Sache" hineingeschlittert. Einen geplanten Mord findet man hier nicht. Im Grunde alles Affekthandlungen und im Grunde alles nette Menschen die sich die Autorin hier ausgesucht hat.Fazit:Dieses Buch gibt interessante Einblicke in die Gedankenwelt von Mördern/Mörderinnen, was sie zu dieser Tat trieb, wie sie damit umgehen und ihrer Selbstreflexion.Das Motiv war aber immer Ein und das Selbe - ich hätte mir ehrlich gesagt mehr Abwechslung gewünscht. Trotz interessanter Thematik plätschert es irgendwann nur so dahin und man wusste von Anfang an "Aha, wird doch eh wieder eine Affekthandlung sein." Die Distanziertheit gegenüber Frauen und die Sympathie gegenüber Männern sprang mich auch des Öfteren regelrecht an.Interessant waren diese Geschichten aber allemal und daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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  • Nachmittage mit Mördern – Schicksal und Selbstschutz

    Nachmittage mit Mördern
    Nicky_G

    Nicky_G

    27. June 2016 um 14:21

    „Und da zeigte sich, und das nicht nur bei mir, auch bei den andern, dass es nie nur ein schlechtes Leben gibt und dass oft der Zufall eine Rolle spielt, ob man Glück hat im Leben, oder ob man zum Verbrecher wird.“ (S. 80f.) Sybille Tamin hat über zwei Jahre in regelmäßigen Abständen mit verurteilten Straftäterinnen und Straftätern gesprochen. Daraus entstanden sind subjektive Lebensgeschichten, die alle in einem gipfelten: Mord. Wie es dazu kommen konnte, ist in allen Fällen unterschiedlich, aber man erkennt doch auch Gemeinsamkeiten. Vor allem was das Gerechtigkeitsempfinden der Täter angeht, denn eigentlich fühlen sich alle ungerecht behandelt und geben nicht nur sich selbst die Schuld, sondern auch anderen wie zum Beispiel den Eltern, Freunden oder dem Umfeld. Manchmal ist ein ganz normales Leben mit ganz alltäglichen Problemen aus dem Ruder gelaufen, ein anderes Mal ziehen sich Gewalt und Hoffnungslosigkeit durch die Biographie, bis sie im Äußersten enden. Interessant war hierbei auch, wie die vorgestellten Mörder andere Täter sehen und wie sie sich teilweise davon zu distanzieren suchen. Auch dass sich kaum jemand an die Tat erinnern wollte oder konnte, zieht sich wie ein roter Faden durch die Erzählungen. Kommt hier Selbstschutz zum Tragen? Ich hätte eine zeitliche Zuordnung hilfreich gefunden, zum Beispiel weil einige der Taten zu DDR-Zeiten oder kurz danach begangen wurden. Ebenso hätte ich gerne erfahren, inwieweit die Urteile zweifelhaft gewesen sind oder wie erdrückend die Beweise gewesen sind, um einen gesamten Überblick zu bekommen. Die Beschreibung der Autorin selbst ist teilweise unpersönlich; sie nennt sich häufig „der Besucher“, was eine gewisse Distanz andeutet. Dafür sind die Gefühle und Beschreibungen der Straftäter sehr subjektiv. Hier hätte ich mir eine objektive Beschreibung der Tat als Ergänzung gewünscht.

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  • Schockierende Einblicke in die Sicht der Täter

    Nachmittage mit Mördern
    Ani

    Ani

    06. April 2016 um 21:23

    Die Journalistin Sibylle Tamin hat sich mit verurteilten Mördern, die sich noch in Haft befanden, und Mördern, die bereits auf Bewährung entlassen wurden, regelmäßig getroffen und sie sowohl zur Tat, der Folgezeit und der Strafverbüßung, als auch zu Erinnerungen, Erfahrungen, Wünschen und Hoffnungen befragt. Wie sieht ein Mörder sich selbst? Zehn autobiographische Erzählungen von verschiedenen Mördern, die aus ganz unterschiedlichen Gründen einem anderen Menschen das Leben nahmen, werden in "Nachmittage mit Mördern" vorgestellt. Sibylle Tamin hat diesen Menschen gegenüber gesessen und ihnen zugehört. Die Eindrücke und Sichtweisen der verurteilten Mörder, gibt sie vollkommen unvoreingenommen und unkommentiert wieder. Das, was man hier zu lesen bekommt, ist der Blick der Mörder auf sich selbst. Deshalb ist der Schreibstil auch eher distanziert. Das Geschehen wird relativ nüchtern wiedergegeben. Man hat aber dennoch das Gefühl, bei den Gesprächen dabei zu sein. Da sie alle unterschiedlich verlaufen, muss man sich am Anfang der jeweiligen Tätergeschichte auf den Mörder einstellen. Beim Lesen ist man immer wieder erstaunt, wie diese Menschen sich und die Tat wahrnehmen. Es gibt Mörder, die einem spontan unsympathisch sind, doch es sind auch welche dabei, die ihre Vergangenheit so präsentieren, dass man Zweifel daran hat, dass wirklich der richtige Täter für die Tat verurteilt wurde. Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten. Um mal einen ungeschönten Einblick in die Gedankenwelt von realen Mördern zu bekommen, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Die Geschichten dieser Menschen regen zum Nachdenken an und gewähren schockierende Einblicke. Dennoch bin ich mit diesem Buch leider nicht so richtig warm geworden. Stellenweise musste ich mich regelrecht dazu zwingen, die nächste Seite aufzuschlagen und endlich weiterzulesen. Vielleicht lag es mit daran, dass ich nach sechs oder sieben wahren Begebenheiten eigentlich schon genug hatte. Dafür kann aber Sibylle Tamin nichts, die hier wirklich einen guten Job gemacht und die Tätergeschichten unkommentiert präsentiert hat, damit man sich selbst ein Bild machen kann. Dennoch erhält das Buch auf meiner persönlichen Bewertungsskala leider nur drei von fünf Bewertungssternchen.

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  • Nachmittage mit Mördern

    Nachmittage mit Mördern
    Manu2106

    Manu2106

    18. March 2016 um 16:33

    "Nachmittage mit Mördern" ist ein sehr interessantes Buch, es ist kein gewöhnlicher Krimi, denn hier erzählen Zehn Täter/innen ihre Taten... Ein spannendes Buch welches zum nachdenken anregt... ***Mensch oder Monster?*** Der schockierende Blick in die Abgründe der menschlichen Seele*** »›Messerblöcke sind mir unangenehm. So was mag ich nicht. Ich mag’s nicht sehen. Und ich weise die Leute darauf hin, dass man bei einem Konflikt schnell in den Messerblock rein greifen kann und in einer Art Kurzschlussreaktion das Messer dann benutzt.‹ Es brach aus ihm heraus, nichts konnte er mehr zurückhalten. Die, die ihm jetzt zuhörte, sollte alles wissen. Sie sollte es genau wissen. Sie würde ihm zuhören müssen und nicht eher gehen können, bis alles erzählt war.« Sibylle Tamin sitzt den Mördern gegenüber. Auge in Auge. Allein. Stundelang. Und in dieser scheinbaren Intimität offenbaren sich dunkle Abgründe und menschliche Tragödien. Ich fand jede Geschichte sehr interessant. Es wird alles ganz genau geschildert, was vor den Taten passierte, wie es zu der besagten Tat gekommen ist, und was danach passierte. Die Männer und Frauen erzählen ganz offen, lassen uns tief in ihre Seele blicken. Sehr gut hat mir gefallen, das die Geschichten so erzählt werden, das man als Leser das Gefühl hat direkt daneben zu sitzen und zu lauschen wie der/die Täter/in erzählt. Auf 320 Seiten befinden sich 10 sehr unterschiedliche Geschichten von Täter/innen, diese sind unterschiedlich lang, zum Schluss gibt es noch ein kleines Nachwort. Mich hat "Nachmittage mit Mördern" sehr gut unterhalten, wer sich für solche Geschichten interessiert sollte es lesen.

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  • Gute Reportage

    Nachmittage mit Mördern
    marpije

    marpije

    09. March 2016 um 14:03

    Das Buch von Sibylle Tamin "Nachmittage mit Mördern" erzählt 10 wahre Geschichten von vorurteilten Mördern und Mörderinen.. Erschreckend ist die Tatsache , dass in fast jeder Geschichte die Täter fühlen sich unschuldig, sie haben fast keine Reue , keine schlechte Gewissen und begreifen das nicht was schreckliches sie haben getan - andere Menschenleben ausgelöscht. Beim lesen habe ich ständig das Gefühl : die arme Leute sind unschuldig und sitzen im Gefängnis weil die Justiz hat versagt. Besonders diese Gefühl habe ich im 3 Kapitel "Püppi"bei Frau Mild. Frau Mild hat ihre Nachbarin umgebracht wegen Geld, aber sie erzählt ihre Geschichte so beeindruckend gut, sie glaubt tief auf ihre Unschuld dass bei mir kommt langsam der Zweifel ob die richtige im Gefängnis sitzt. Schwer. Die Autorin sagt zu dem Geschichten nicht , sie lass nur die Täter berichten und die erzählen das ganze nur von eigene Sicht, wäre gut wenn zu jeder Kapitel kommt kurze sachliche Erklärung. Die Beschreibungen das Leben im Gefängnis , die Tagesabläufe beim Häftlinge , die Therapie Möglichkeiten welche die dort haben , das macht diese Buch noch interessanter. Gute Krimi ein bisschen anders.

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  • Hätte ich ein normales Leben geführt...

    Nachmittage mit Mördern
    LadyIceTea

    LadyIceTea

    05. March 2016 um 15:42

    Ich habe Nachmittags mit Mördern gelesen, da ich es von einer Freundin empfohlen bekommen habe. Sie selber ist Psychologin fürs Jugendamt und berät bei schwerwiegenden Fällen, auch bei Kriminalität der Eltern.  In dem Buch setzt sich Tamin mit den Menschen alleine in einen Raum, in schon fast Kaffeekränzchen ähnlicher Umgebung und lässt sie erzählen. Sie erzählen über ihre Tat, ihr Leben davor und ihr Leben danach. Es gibt Täter die versuchen ihre Tat zu erklären und die Gründe herzuleiten, warum es so geschehen ist und es gibt die Täter, die sich bis zum Schluss für unschuldig halten. Ich fand die Geschichten der Täter sehr schockierend.  In vielen Momenten musste ich einfach nur mit dem Kopf schütteln. Besonders an den Stellen, an denen dem Umfeld oder der Kindheit oder sogar falschen Freunden die Schuld gegeben wurde. Ich kann und möchte es nicht nachvollziehen. Ich habe das Buch gerne gelesen.  Die Idee und die Geschichten sind neu für mich und spannend. Ich gebe nur einen Stern abzug, da ich mit dem Schreibstil nicht so ganz warm geworden bin. Was den Geschichten den Schrecken aber nicht genommen hat.

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  • Eine Geschichte wie die andere und doch keine gleich!

    Nachmittage mit Mördern
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    Auf der Rückseite dieses Buches steht ' So spannend wie erschütternd' und das stimmt auch, wobei ich eher das Erschütternde sah. 'Nachmittage mit Mördern' ist kein Kaffeekränzchen, sondern ein reales erzählen, oder besser - erzählen lassen. In 10 Geschichten stellen verurteilte Mörder ihre Sicht der Dinge dar. Männer und Frauen, die sich noch im Vollzug oder bereits nach Verbüßung ihrer Haftstrafe in der Bewährung befinden. Die Journalistin Sibylle Tamin hat sie besucht, in den Justizvollzugsanstalten, in Cafés oder zu Hause und aus den Gesprächen ist dieses Buch entstanden. Einseitig, so würde ich es bezeichnen, denn die Autorin hält sich zurück und lässt einfach erzählen. Was war, was geschehen ist, wie die Folgen sind und wie alles soweit kommen konnte. Die Taten an sich werden geschildert, aber es gibt nur wenige Details, was auch gut so ist. "5 von 9 ....der hier einsitzenden, zu lebenslanger Haft verurteilten  Frauen erklären sich für unschuldig." (Buch Seite 249) Genau diesen Eindruck hatte ich auch, beim lauschen dieser Erzählungen und war erstaunt wie weit doch Verdrängung gehen kann. In fast jeder der Geschichte hatte ich den Eindruck das die Verurteilten ihre Strafe nicht als gerecht ansehen. "....meine Strafe ist vieleicht nicht ganz gerecht..." (Buch Seite 238) sowie "...ich bin zurecht bestraft. Aber ich bin zu viel bestraft worden."(Buch Seite 139) Nur zum Verständnis, es handelt sich um Mörder, Menschen die ein anderes Menschenleben ausgelöscht haben, warum und wie auch immer. Was mich auch erschütterte war, dass in fast allen Geschichten die Kindheit oder Jugend der Täter als Auslöser für diese Taten in den Vordergrund gerückt wurde. Missbrauch, Gewalt, Alkohol, devote Mütter, brutale Väter, falsche Freunde. Ständig hatte ich den Eindruck, alle habe Schuld, sogar das Opfer - nur der Täter nicht und das hat bei mir völliges Unverständnis hervorgerufen. "...wenn ich ein normales Leben geführt hätte..."(Buch Seite 127) "...ich erinnere mich nicht gerne an meine Kindheit..."(Buch Seite 222) Ich bin mir sicher das Frau Tamin die 'Gesprächspartner' sehr bewusst aufgrund ihrer Taten ausgesucht hat.  Einige sind verurteilt worden aufgrund von Indizienprozessen und wenn nur 1 der 5 angeblich unschuldigen wirklich keine Schuld trifft, was dann? Das Buch hat mich sehr nachdenklich und ein Stückweit wütend zurück gelassen. Jeder ist seines Glückes Schmied heißt es immer und jeder ist für seine Taten und die daraus folgenden Konsequenzen verantwortlich. Da hilft kein Jammern mehr. Geschehen ist geschehen! Für die durchweg sehr interessanten Fälle, den angenehmen Schreibstil, die Hintergründe und die Offenheit vergebe ich 4 von 5 Sternen. c)K.B. 03/2016

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  • Nachmittage mit Mördern

    Nachmittage mit Mördern
    Landbiene

    Landbiene

    04. March 2016 um 14:27

    Cover: Das Cover finde ich recht unspektakulär und mir wäre es wahrscheinlich nicht gleich ins Auge gesprungen in der Buchhandlung. Da es aber sowieso ein Sachbuch mit einem ernsten Thema ist, lege ich hier nicht solch einen Wert darauf. Eigene Inhaltsangabe: Die Journalistin Sybille Tamin interviewt über den Zeitraum von 2 Jahren Menschen die lebenslänglich verurteilt wurden. Sie erzählen allesamt ihre Version der Geschichte wie es zu der Verurteilung kam ohne Fremdeinwirkung. Schreibstil: Der Schreibstil Sybille Tamin lässt sich schlecht beurteilen, da das meiste des Geschriebenen eine 1:1 Erzählung des Befragten ist. Dies lässt sich zwar flüssig lesen, jedoch kommt dadurch kaum Spannung auf. Ausserdem bringt die Autorin sich kaum in das Buch ein. Anstatt ihre eigenen Fragen, auch in einem Dialog wieder zu geben, lässt sie ihre Fragen durch den Täter wiederholen, wie z.B. "Sie haben gefragt ob....?" Am Ende des Buches kommt das zwar auch mal vor, aber irgendwie war sie mir zu wenig präsent. Die Kapitel sind durchnummeriert und die einzelnen Geschichten haben auch Absätze an denen man eine Lesepause einrichten kann. Allgemeine Meinung: Ich hatte mir von diesem Buch ein wenig mehr erwartet. Natürlich geht es hier um wahre Begebenheiten und nicht um einen ausgedachten, spannungsgeladenen Thriller. Dennoch gefiel mir die Art wie die Autorin die Geschichten zu Papier gebracht hat nicht so gut. Mir hat es ein wenig an Spannung und Neugierde gefehlt, die man eventuell durch eine andere Schreibweise erhalten hätte. Manche Fälle berühren einen mehr und andere weniger. Zudem gibt die Autorin zu keiner Zeit ihre Meinung preis. Dies fand ich gut als Leser, da man somit komplett unbefangen war, dem Verurteilten zu glauben oder eben nicht. Die Interviewten, es sind übrigens 12, sitzen teilweise noch in der Haftanstalt und teilweise sind sie schon wieder auf freiem Fuß. Besonders kam ich ins Grübeln, bei denjenigen die behaupten unschuldig inhaftiert zu sein....Man fragt sich: Lügt er/sie? Oder sagen sie die Wahrheit und jedem kann das passieren?! Da bekommt man Gänsehaut. Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. Mir hat es nicht so gut gefallen!

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  • Lebenslänglich

    Nachmittage mit Mördern
    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    Ich lese bevorzugt das Genre Krimi/Thriller, ebenso sehe ich auch gerne Filme aus diesem Genre bzw. Dokumentationen. Deswegen reizte mich dieses Sachbuch - zehn unterschiedliche Menschen, Männer & Frauen, berichten über ihre Vergangenheit, ihre Tat und wie sie damit umgehen. Sibylle Tamin schreibt ohne Wertung, ohne erhobenem Zeigefinger oder hinterfragt als Autorin. Die Interwies werden als Gespräch wiedergegeben, wobei es vorrangig um die Erzählungen / Schilderungen des Täters geht. Nur selten gibt die Autorin persönliche Eindrücke oder Spekulationen wieder - diese beziehen sich jedoch ausschließlich auf die Gestik und ähnliches ihres Gegenübers, nicht jedoch auf die Kindheit oder Tat! Dennoch hat mich ein wenig der Schreibstil der Autorin gestört. Meist hat sie ihre Fragen in der Perfekt-Zeitform geschrieben, dann wieder als wörtliche Rede - distanziert & dann ganz nahe. Dies irritierte mich immer wieder beim lesen. Natürlich ist auch eine Autorin nur ein Mensch, aber in gewissen Berichten konnte man ihre Sympathie - wenn ich überhaupt soweit gehen kann - herauslesen, in anderen wiederum beurteilt, wertet sie einen Blick oder Tonfall eher negativ. Das Buch ist interessant für Leser, die sich mit einer wahren Geschichte auseinandersetzen wollen oder einen Eindruck davon gewinnen möchten. Es muss jedoch klar sein, hier geht es nicht um Raubüberfälle, sondern um Mord bzw. Totschlag. Der Tathergang wird geschildert, die Zeit davor & danach - immer aus der Sicht des Täters. Es geht um das Leben mit der Verurteilung, um die Auseinandersetzung mit sich selbst - wie kam es zur Tat, wie handelte der Täter danach. Und oft ist es erschreckend, nicht nachvollziehbar, wie die Täter nach der Tat reagieren! Jeder dieser Menschen geht anders mit den Folgen seiner Tat um, auch Unschuldsbekennungen sind zu lesen. Ob der Leser diese glaubt oder nicht, ist ihm selbst überlassen. Es geht um zu lebenslänglich verurteilte Menschen: geplanter Mord oder eben die erschreckende Handlung danach. Ob und wie die Kindheit Einfluss genommen hat wird nicht geklärt, jedoch wird diese thematisiert, vom Täter wiedergegeben. Es sind autobiographische Erzählungen, bei denen sich jeder Leser ganz individuell seine Gedanken macht,, ganz unbewusst setzt der Leser sich mit der Situation auseinander. Nachvollziehbar oder nicht? Schuldig oder unschuldig? Affekthandlung oder Geplant?

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    • 9
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    22. January 2016 um 16:07