Siddhartha Mukherjee Der König aller Krankheiten

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Inhaltsangabe zu „Der König aller Krankheiten“ von Siddhartha Mukherjee

Seit über fünftausend Jahren lebt die Menschheit mit Krebs. Ebenso lange stirbt sie daran. Und doch gilt Krebs als eine »moderne« Erkrankung, weil keine andere Krankheit unsere Zeit dermaßen prägt. Bezeichnend sind die Namen, die man dem Krebs gegeben hat: »König aller Krankheiten« oder »ein Monster, unersättlicher als die Guillotine«. In seiner perfiden Perfektion, in seiner Anpassungsfähigkeit und seiner Widerstandskraft nimmt der Krebs beinahe menschliche Züge an. Seine Geschichte gleicht einer Biografie: Es ist die Geschichte von Leid, von Forscherdrang, Ideenreichtum und Beharrlichkeit – aber auch von Hochmut, Arroganz und unzähligen Fehleinschätzungen. Siddhartha Mukherjee widmet sich seinem Thema mit der Präzision eines Zellbiologen, mit der Kenntnis eines Historikers und mit der Passion eines Biografen. Fesselnd erzählt er von der persischen Königin Atossa, deren griechischer Sklave sie möglicherweise von ihrem Brustkrebs geheilt hat, von Erkrankten im 19. Jahrhundert, die erste Bestrahlungen und Chemotherapien über sich ergehen lassen mussten – und immer wieder von seinen eigenen Patienten. ›Der König aller Krankheiten‹ wirft einen faszinierenden Blick in die Zukunft der Krebsbehandlung und liefert eine brillante neue Perspektive auf die Art, wie Ärzte, Wissenschaftler, Philosophen und Laien den kranken – und den gesunden – Körper während Jahrtausenden begriffen haben.

Man gewinnt tiefe Einblicke in die Materie. So entwickelt man mehr Verständnis für vieles, was mit Krebs zu tun hat. Informativ und unterhal

— Wedma

Eine grandiose Reise durch Jahrhunderte der Krebsforschung und Therapieentwicklung.

— Bea_Schaf

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  • Sehr aufschlussreiches, gekonnt wie spannend geschriebenes Werk!

    Der König aller Krankheiten

    Wedma

    15. August 2017 um 12:58

    Diese Krebs-Biografie habe ich sehr gern gelesen, viel Neues entdeckt, mich prima unterhalten gefühlt, also empfehle ich sie auch gerne weiter. Zum Autor: „Siddhartha Mukherjee ist Krebsforscher und praktizierender Onkologe. Er ist Assistenzprofessor an der Columbia University und arbeitet am New York Presbyterian Hospital. Mukherjee studierte an der Stanford University, der University of Oxford, der Harvard Medical School und ist ein Rhodes Scholar. Regelmäßig veröffentlicht er Artikel in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften. Für ›Der König aller Krankheiten‹ erhielt er 2011 den Pulitzer-Preis. Mit seiner Frau und den gemeinsamen Töchtern lebt er in New York.“ Nachdem ich „Das Gen“ von Siddhartha Mukherjee gelesen habe, hatte ich keine Hemmungen, mir auch sein Krebs-Buch zu Gemüte zu führen. Ich wusste, der Autor wird auch hier viel Lesevergnügen bereiten, und auch die komplexen Zusammenhänge zugänglich, unterhaltsam und spannend zu erzählen wissen. Ich habe mich keineswegs getäuscht. Auf rund 550 Seiten reinen Textes in 6 Teile gegliedert, Vorbemerkung, Prolog, Nachwort inklusive, in recht kleiner Schrift und viel Text pro Seite, wird die Geschichte von Krebs von der Antike bis heute erzählt. Pro Teil gibt es einige Kapitel, die recht leserfreundlich und eher kurz gehalten sind. Vor jedem Kapitel, und erst recht vor jedem Teil, gibt es wunderbare Zitate, manchmal zwei oder drei. Oft ertappte ich mich beim Gedanken, dass man schon allein dieser Zitate wegen das Buch lesen sollte. Der Hauptgewinn liegt aber absolut klar im Inhalt. Nach paar Seiten entsteht ein Sog: kaum angefangen, kann man gar nicht so schnell aufhören. Das Buch liefert tiefe Einblicke in die Forschung rund um Krebs. Vorweg erfährt man, was Krebs eigentlich ist, u.a., dass diese Krankheit so komplex ist, dass die Forscher in einigen Fällen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte harter Arbeit brauchten, um dahinter zu kommen, wie gerade eine bestimmte Krebsart funktioniert, und wie man sie außer Gefecht setzen könnte. Beeindruckend, wie viel Hingabe und Ausdauer seitens der Wissenschaftler, Ärzte, Patienten und anderer Beteiligten es bedurfte, um auf den Stand zu kommen, auf dem man heute ist, um z.B. die Medikamente zu haben, die man heute wirksam gegen bestimmte Arten von Tumoren einsetzen kann. Der Autor schildert viele Schicksale der Menschen, die sich dem Krebs im Laufe ihres Lebens stellen mussten. Manchmal ging es gut und sie wurden gesund. Oft genug aber war es tragisch. Auch weil einige Patienten den Zugang zum brandneuen Medikament nicht rechtzeitig erhalten konnten. Mukherjee schildert u.a. seine Gedanken zur Entstehung und zum Krieg gegen Krebs und wird oft philosophisch, was eindeutig als Bereicherung des Ganzen führt. Der Gemeinschaftsgedanke im Kampf gegen Krebs ist sehr anschaulich geschildert worden. Aber auch dass die Vorbeugung die beste Medizin ist, liegt er eindrucksvoll dar. Sicher hat man es schon mal gehört, aber das kann man nicht oft genug wiederholen. Insb. wenn man sieht, dass heute viele (junge) Menschen rauchen. Dieser Zusammenhang zw. Rauchen und Krebs wurde sehr gut ausgearbeitet. Der Autor zeigt auch diesen langen Prozess, der der eindeutigen Erkenntnis voranging, dass das Rauchen Krebst verursacht. Anhand von vielen Beispielen erläutert Mukherjee, wie das Rauchen die Atemwege zerstört, und warum man als Raucher sehr wahrscheinlich frühzeitig an Krebs sterben wird. Er schildert auch sehr eindrucksvoll die Kaltschnäuzigkeit der Tabakindustrie, mit der sie ihre Geschäfte, trotz unzähliger Opfer vorantreibt, u.a. wie in den 70-ger Jahren die Ärzte in USA korrumpiert wurden, damit sie Zigaretten ihren Patienten weiterempfehlen, wie sie auf Arztkongressen Schlagen standen, um die Päckchen einer neuen Marke umsonst zu bekommen. Aber auch in der jüngsten Zeit haben die Tabakkonzerne ihre Dreistigkeit bewiesen. Nachdem es problematisch wurde, großes Geld damit im Westen zu machen, gingen sie in die Schwellenländer. „Anfang der 1990ger Jahre… schloss das Unternehmen Britisch American Tobacco mit der Regierung von Usbekistan eine .. Vereinbarung, die ein Produktionsmonopol begründete, und trieb dann intensive Lobbyarbeit, um das neue gesetzliche Verbot von Tabakwerbung zu kippen. Nach BAT-Investition nahm in Usbekistan die Zahl der Raucher um rund 18 Prozent jährlich zu, und der Umsatz stieg von 1990 bis 1996 um 50 Prozent.“ S. 351. Ähnliches passierte 2004 in Mexico. Manchmal hat mich Mukherjee auch überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Krebsbiografie über den Krimkrieg von 1854-1857 lesen werde. Im Teil 4 schreibt er über die Verbreitung des Rauchens und sehe da, der Krieg hat auch diese schädliche Nebenwirkung offenbart. Zugegeben, manchmal wird es sehr detailliert, manchmal geht Mukherjee schon tief in die Materie hinein, um dem Leser den Stoff zugänglich zu machen. Das hat er prima gemeistert. Sehr zugänglich beschrieben, z.B. wie bestimmte Krebsarten entstehen, wie sie sich verhalten und wie man sie überwinden kann, sodass aufmerksame Leser auf jeden Fall ihre Chance haben, das Geschilderte zu begreifen und vieles für sich mitnehmen zu können. „Medizin…beginnt mit dem Erzählen von Geschichten. Patienten erzählen, um Krankheit zu beschreiben; Ärzte erzählen, um sie zu verstehen. Die Wissenschaft erzählt eine eigene Geschichte, um Krankheiten zu erklären. Diese Geschichte von der Entstehung eines Karzinoms – von Karzinogenen, die Mutationen in zellinternen Genen auslösen, was zu Signalkaskaden in Zellen führt, die daraufhin Zyklen von Mutationen, Selektion und Überleben durchlaufen – stellt den überzeugendsten Überblick dar, den wir von der Geburt des Krebses haben.“ S. 485. Sehr interessant ist auch der Ausblick im Nachwort „Atossas Krieg“, u.a. wie es im Jahr 2050 ausschauen könnte, denn in einer Biografie spricht man am Ende über den Tod, so Mukherjee, und er fragt, ob es je möglich sein wird, im Fall von Krebs davon zu berichten. Man kann noch etliche Seiten über dieses Buch schreiben, aber es ist besser, ihr lest es selbst. Fazit: Ein sehr aufschlussreiches, gekonnt wie spannend geschriebenes Werk, das nicht nur eine Fülle lesenswerter Informationen liefert, sondern auch vorzüglich unterhält und zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Für junge Menschen, die sich für Biologie, Medizin und ähnl. Fachgebiete interessieren oder zu studieren begonnen, ist „Der König aller Krankheiten“ von S. Mukherjee ein must read.  Aber auch für andere Leser ist es eine tolle, unterhaltsame und intelligente Lektüre. Viele Schicksale von Menschen mit diversen Arten von Krebs, aber auch von den Ärzten, Wissenschaftlern und anderen Kämpfern gegen diese Krankheit, laufen vorm inneren Auge ab. So bekommt man u.a. eine bessere Sicht auf krebskranke Menschen, kann mehr Verständnis aufbringen, besser mit ihnen umgehen, uvm. Das Buch ist chic gestaltet: Es ist zwar TB, aber jedes Kapitel fängt auf der rechten Seite an. Das sieht man heute nicht oft. Fünf wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung!  

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    • 5
  • Leserunde zu "Homo Deus" von Yuval Noah Harari

    Homo Deus

    Wedma

    Einige Teilnehmer der Sachbücherchallenge haben beschlossen, Homo Deus von Harari in einer Leserunde gemeinsam zu lesen und den Stoff auszudiskutieren. Es gibt ein Exemplar zu gewinnen -> Es wurden dann aber 8! Dank der freundlichen Unterstützung von C. H. Beck Verlag 👍 Bewerben kann man sich bis einschl. 11. July. Das Exemplar wird am 12. July verschickt. Ab 15. July geht es mit der Diskussion los--> Verschoben auf 22.07, da die zusätzlichen Exemplare noch ankommen müssen. Wer möchte, kann mit eigenem Exemplar zu uns stoßen, auch wenn er bei unserer Challenge nicht angemeldet ist. Ich wünsche viel Spaß und bis bald in unserer Leserunde!

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    • 616

    Wedma

    09. August 2017 um 18:53
    Beitrag einblenden
    Filzblume schreibt Was mich immer wieder schockiert, sind die Tierversuche.S.385. An Ratten wird ausprobiert ob sie einen freien Willen haben.Später heißt es ...die Ratten hätten sogar Spaß dabei....so ein Forscher ...

    Bei deinen Worten musste ich wieder an das Krebs-Buch und das Gen-Buch denken, s. Anhang. Im ersteren klingt es so selbstverständlich, dass Mäuse den Wissenschaftlern als Versuchsobjekte dienen. ...

  • Ein fesselndes Sachbuch

    Der König aller Krankheiten

    Bea_Schaf

    24. July 2017 um 21:20

    Ich nehme mir immer wieder vor auch mal ein Sachbuch zu lesen. Meistens lasse ich sie aber doch ziemlich lange im Schrank und schaffe es kaum mich durch den mitunter langatmigen Stoff zu arbeiten.  „Der König der Krankheiten“ stellte für mich, auf Grund des Genres, also eine Herausforderung dar. Überraschender Weise hatte ich das Buch nach wenigen Tagen gelesen. Es erzählt die Geschichte der Erforschung von Krebs und den Weg zur Therapie dieser häufig tödlichen Krankheit. Siddhartha Mukherjee beschreibt sehr anschaulich und mit einem leichten Schreibstil wie über viele Jahrhunderte hinweg, vor allem in Europa und in Amerika, Ärzte und Wissenschaftler die Erforschung von Krebs auf hartnäckige und beeindruckende Weise vorangetrieben und den Kampf gegen die Krankheit aufgenommen haben. Er erläutert den Einfluss der Fortschritte jener Zeit (Entdeckungen wie Röntgenstrahlung, Radioaktivität, Penicillin, DNA) auf die Therapie. Genauso aber auch, was mit Prävention erreichen kann.  Ich habe mit den vielen Ärzten und Patienten, deren Arbeit und Leidensweg im Buch beschrieben wird mitgelitten, mit ihnen Hoffnung geschöpft nach der Behandlung mit neuen Therapeutika und ihre Enttäuschung geteilt als es zum nächsten Rückfall kam.  Krebs ist eine tückische und irgendwie clevere Krankheit. Es gibt viele verschiede Arten von Krebs. Sie passen sich an. Wie Antibiotika auch, können sie Resistenzen entwickeln und verlangen von den Ärzten und Patienten, dass sie sich immer wieder mit diesen Veränderungen auseinandersetzen. 

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Rezension zu "Der König aller Krankheiten" von Siddhartha Mukherjee

    Der König aller Krankheiten

    Phil Decker

    14. November 2012 um 10:24

    Ich bin medizinischer Laie und fand die Geschichte der Krebsforschung und vor allem die Widerstände der Zigarettenindustrie sehr interessant zu lesen. Danach war es dann für mich zu spezifisch, für andere mehr medizinisch Interessierte bestimmt weiter hoch lesenswert.

  • Rezension zu "Der König aller Krankheiten" von Siddhartha Mukherjee

    Der König aller Krankheiten

    Gospelsinger

    15. April 2012 um 19:58

    Der Krebs ist dem Menschen ähnlich, sagt der Arzt und Wissenschaftler Siddhartha Mukherjee. Wahrscheinlich lag es deshalb auch nahe, die Geschichte dieser Krankheit als Biografie zu schreiben, wie er es in diesem brillanten Buch getan hat. Eine Biografie beginnt mit der Geburt: Die erste Erwähnung der Krankheit Krebs findet sich ca. 2625 v.Chr. auf einem Papyrus des ägyptischen Gelehrten Imhotep, der Brustkrebs beschreibt. Eine Therapie gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Um 440 v.Chr. berichtet Herodot von Atossa, der Königin von Persien, die offensichtlich an einer entzündlichen Form des Brustkrebses erkrankt war, und die Ärzte nicht an sich heranließ. Niemand sollte von ihrer Erkrankung erfahren. In aller Stille ließ Atossa sich das Geschwür von ihrem Sklaven herausschneiden. Seinen Namen bekam das Kind rd. 400 v. Chr. vom griechischen Gelehrten Hippokrates, der beobachtete, dass die Geschwüre sich wie ein Krebs, griechisch karkinos, in das Gewebe eingraben. In der Kindheit der Krankheit Krebs versuchte man, Erklärungen für diese in so vielen Formen auftretende Erkrankung zu finden. In der Antike stellte der römische Arzt Galenus, genannt Galen, die These auf, Krebs werde von schwarzer Galle verursacht. Diese Theorie hielt sich über Jahrhunderte hinweg und führte zu sehr skurrilen Therapieversuchen, bis 1533 der Medizinstudent Vesalius diese Flüssigkeit in Leichen suchte und nachwies, dass die schwarze Galle nicht existiert. Bei den Versuchen, Therapien gegen den Krebs zu finden, stand zunächst die Chirurgie im Vordergrund. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Operationen immer radikaler, besonders die Eingriffe von William Stewart Halsted, der neben den Brüsten auch noch das Schlüsselbein und Muskelgewebe entfernte und die Frauen förmlich ausweidete und grausam verstümmelte. Diese Methode wurde auch noch beibehalten, als schon lange bewiesen war, dass sie die Überlebenschancen der Frauen nicht verbessert; ein schönes Beispiel für die Funktionsweise des hochhierarchischen Medizinbetriebs. Eine Koryphäe kritisiert man nicht, basta. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte Emil Gruppe die Wirkung von Strahlen bei der Tumorbekämpfung. Aber auch hier wurde übertrieben, wurden Dosierungen eingesetzt, die die Patienten an den Rand des Todes brachten. Das gleiche gilt für die Chemotherapien. Erst die Selbsthilfegruppen betroffener Frauen und deren Politisierung konnten erreichen, dass die Lebensqualität der Kranken in der Therapieauswahl berücksichtigt wird. Bald musste man auch entdecken, dass die Strahlen, die einen Tumor schrumpfen lassen können, auch eine Kehrseite haben, dass die Strahlen selbst auch Krebs auslösen können. Auch einen weiteren Krebsauslöser fand man. Es war nicht schwer, einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Lungenkrebs zu beweisen. Ein Ergebnis, das der Tabakindustrie selbstverständlich nicht gefiel, die daraufhin alle Hebel in Bewegung setzte, diesen Zusammenhang zu verschleiern und mittels intensivster Lobbyarbeit ein Rauchverbot und andere Maßnahmen erfolgreich verhinderte. Das Erwachsenenalter des Krebses war geprägt durch neue Therapieansätze, vor allem die gezieltere Kombination von Therapien. Oft ist nun eine vollständige Heilung möglich, zumindest aber eine Verlangsamung der Ausbreitung, und damit eine verlängerte Überlebenserwartung. Ironischerweise führt ausgerechnet ein besserer Gesundheitsstatus zu einer erhöhten Krebsrate. Die Zunahme der Anzahl der Krebserkrankungen erklärt sich durch die höhere Lebenserwartung (in den Entwicklungsländern ist die Krebsrate geringer, weil die Menschen sterben, bevor eine Krebserkrankung ausbricht), durch eine verbesserte Früherkennung, die zu einer viel früheren Diagnose führt, und durch eine größere Überlebensrate. Dass es eine „Krebspersönlichkeit“ gibt, ist inzwischen widerlegt. Aber auch der Lebensstil scheint keine so große Rolle zu spielen, wie gemeinhin angenommen. Über die Zusammenhänge zwischen dem Metabolismus und den Krebszellen ist einfach noch zu wenig bekannt. „Die Geschichte hat uns Skepsis gelehrt“, sagte Mukherjee bei der Vorstellung seines Buches in Berlin. Die in den 90er Jahren aufgekommene Theorie beispielsweise, dass eine fettarme Ernährung vor Brustkrebs schützen könne, habe sich nicht bewahrheitet. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Vorsorgeuntersuchungen. Ob sie sinnvoll sind, hängt von der Krebsart ab. So sind Darmspiegelungen, Mammografien und der PAP-Test aussagekräftig und können die Lebenserwartung verlängern, der PSA-Test hingegen nicht. Inzwischen ist auch nachgewiesen, dass die Betreuung in Krebs-Zentren effektiver ist. Eindeutig bewiesen ist der Zusammenhang zwischen Armut und einer schlechteren Chance, eine Krebserkrankung zu überleben. Und das gilt nicht nur für die sehr stark einkommensabhängige medizinische Versorgung in den USA, sondern auch für die in Deutschland zunehmende Zwei-Klassen-Medizin. Heute befinden wir uns im Alter des Krebses. Die Forschung konzentriert sich aktuell auf fünf Fragen: Die Frage nach der genetischen Vielfalt der Krebsarten, nach der klonalen Vielfalt einer Krebsart im selben Menschen, nach Rezidiven, nach der Redundanz der Chemotherapie und nach dem Mikroumfeld, also den Gefäßen und dem Stoffwechsel. Es gibt immer Neues zu verstehen an dieser komplexen Erkrankung, die in so vielen Gestalten auftritt. „Normale Zellen sind einander ähnlich; aber jede bösartige Zelle wird unglücklicherweise bösartig auf ihre eigene Art“, schreibt Mukherjee in Anlehnung an den ersten Satz aus „Anna Karenina“ von Leo Tolstoj. Werden wir auch den Tod des Krebses erleben? Nein, sagt Mukherjee, denn er gehört zu uns, er ist nichts, was unseren Körper von außen angreift, sondern entsteht in unseren eigenen Zellen, ist ein Teil von uns. Das wird sich nicht ändern. Ändern wird sich nur der Umgang mit dem Krebs. Dieses Buch liest sich spannend wie ein Thriller. Ich fand es sehr bemerkenswert, dass ein hochrangiger Wissenschaftler so verständlich und leicht lesbar über ein sehr komplexes Thema schreiben kann, dass ein wahrer Pageturner dabei herauskommt. Die Konzentration auf einige wenige, häufig vorkommende Krebsarten wie Leukämie und Brustkrebs ermöglichten es dem Autor, anhand von konkreten Patientinnen und Patienten die Irrtümer und Fortschritte in Forschung, Diagnose und Therapie zu beschreiben. Auch der Lobbyismus und die Forschungsfinanzierung sind spannend dargestellt. Völlig zu Recht hat der Autor für dieses Buch den Pulitzerpreis erhalten, was für ein Erstlingswerk sehr selten ist. Und es ist auch kein Wunder, dass er vom Guardian den First Book Award verliehen bekommen hat, der normalerweise nur an Romane vergeben wird. Dies ist ein wirklich grandioses Buch eines kompetenten und sympathischen Autors!

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  • Rezension zu "Der König aller Krankheiten" von Siddhartha Mukherjee

    Der König aller Krankheiten

    HermannBorgerding

    Ich lese eigentlich keine Fachliteratur, keine Geschichtsbücher und schon gar nicht medizinische Bücher. Die Werbungen und euphorischen Kritiken (und der Pulitzer-Preis sagt ja auch einiges aus...) zu diesem Buch verleiteten mich, tief in meine Tasche zu greifen und es mir blind zu kaufen und ich bin begeistert. Es ist keine Biografie der Krankheit Krebs (die ja auch viel zu unterschiedliche Formen und Arten aufweist), es ist eher eine Geschichte des Kampfes gegen den Krebs. Und damit ist es ein Kriegsbericht geworden. Selbst betroffen weiß ich, dass der Kampf gegen Krebs viele militärische Bilder braucht. Mukherjee benutzt diese Bilder und das erschreckt schon manchmal. Da er aber immer wieder die Menschen, die den Krebs bekämpfen, ausführlich beschreibt wird der Schrecken gebrochen und es wird Menschlichkeit vermittelt. Die Helden sind dabei teilweise die Ärzte, deren Fehler und persönlicher Ehrgeiz aber auch schonungslos aufgedeckt werden - die wahren Helden sind aber immer wieder die erkrankten Menschen und ihre Kraft und ihr Kampf. "Der König aller Krankheiten" ist ein schweres Buch. Teilweise musste ich es beim Lesen aus der Hand nehmen, da mir mein Arm schwer wurde, noch öfter musste ich es allerdings zur Seite legen, weil meine Gefühle mit mir durchgingen. Ich hätte nicht gedacht, dies je von einem Sachbuch sagen zu können. Dieses Buch fesselt wie ein Krimi. Ich denke, es ist schon jetzt ein Klassiker.

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