Siegfried Lenz Brot und Spiele

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Inhaltsangabe zu „Brot und Spiele“ von Siegfried Lenz

Aufstieg und Fall eines LeistungssportlersNoch einmal ist der erfolgreiche Langstreckenläufer Bert Buchner für die Europameisterschaft aufgestellt worden, noch einmal ist er vom Start weg an die Spitze gegangen, wie er es immer tat. Aber wird er noch einmal siegen? Auf der Tribüne verfolgt ein Reporter, einst Entdecker, Freund und Warner Buchners, den schweren Lauf über fünfundzwanzig quälende Runden. Und dabei werden Erinnerungen wach: an die erste Begegnung im Gefangenenlager, Buchners Flucht, ihr zufälliges Wiedersehen, die ersten Starts, verbissenes Training, Siege und Rekorde verknüpft und erkauft mit Enttäuschungen im privaten Leben und mit dem Verlust der menschlichen Integrität. Das Dilemma des Leistungssportlers: Buchner begreift nicht, daß er nur auf der Aschenbahn König ist, daß man ihm nur zujubelt, solange er siegt, und keinen Augenblick länger. Sein Lauf um die Europameisterschaft: ein Sinnbild seiner Hoffnungen und zuletzt ein grandioser Lauf gegen sich selbst.

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  • Der Lauf seines Lebens …

    Brot und Spiele

    Herbstrose

    10. December 2014 um 18:10

    Er ist in die Jahre gekommen, der einst erfolgreiche Langstreckenläufer Bert Buchner, seine Karriere scheint zu Ende. Doch er will es noch einmal wissen, er startet bei den Europameisterschaften zu seinem wohl  letzten 10.000-Meter-Lauf. Wie gewohnt übernimmt er von Anfang an die Spitze des Feldes. Wird er durchstehen? Wird er wieder gewinnen? Auf der Tribüne sitzt als Beobachter der Erzähler der Geschichte, ein Sportreporter und ehemaliger Freund Bert Buchners. Während das Rennen läuft und Bert eine quälende Runde nach der anderen absolviert, erinnert sich dieser an die gemeinsame Zeit. Das Kennenlernen in englischer Kriegsgefangenschaft, Berts erste Erfolge im kleinen Hafensportverein, sein sozialer Aufstieg und Wechsel zu einem größeren Verein und sein Entschluss, sich anstatt Studium für eine Karriere als Läufer zu entscheiden. Bert wird international bekannt und feiert einen Sieg nach dem anderen, doch darunter leidet sein Charakter. Er wird zum karrierebesessenen Egoisten, verlässt seine Verlobte, hat Affären mit Frauen und verspielt sein Geld im Casino. Doch der Freund hält zu ihm, bis Bert eines Tages eine unverzeihliche Tat begeht … Siegfried Lenz behandelt in diesem Roman von 1959 das Leben eines Menschen, der sich, entgegen aller Vernunft, ohne berufliche Ausbildung voll und ganz dem Leistungssport verschrieben hat. Dass das, zumindest in der damaligen Zeit, nicht funktionieren kann, zeigt der Roman „Brot und Spiele“ in aller Deutlichkeit. Die Gesellschaft ist nur bereit einem Menschen zuzujubeln, solange er Erfolge vorweist. Kann er diese nicht mehr liefern, ist er zum Scheitern verurteilt. Aus diesem Aspekt bezieht der Roman seine Spannung. Runde für Runde verfolgt der Leser Buchners Lauf, der Lauf seines Lebens, den er wohl nicht gewinnen kann. Dazwischen erfährt man in Rückblenden, einem Puzzle gleich, Episoden aus seinem Leben. Dabei wird Buchner so intensiv und lebensnah geschildert, dass man ständig zwischen Sympathie und Ablehnung schwankt. Bemerkenswert ist auch der von Lenz verwendete Schreibstil. Einem Langstreckenlauf gleich ist das ganze Buch in einem Stück geschrieben, ohne Absatz und ohne Kapitel. Dies erschwert leider etwas das Lesevergnügen, da man sich sehr stark konzentrieren muss um den Faden nicht zu verlieren. Fazit: Sicherlich nicht das Beste was Lenz geschrieben hat, dennoch interessante zeitgeschichtliche Literatur, deren Brisanz auch heute noch Gültigkeit hat.

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  • eine "fortlaufende" Erzählung

    Brot und Spiele

    dominona

    28. October 2014 um 08:58

    Ich mag die Schreibe des Autors und um ehrlich zu sein, habe ich das Buch auch nur deshalb zu Ende gelesen. Obwohl, so ganz uninteressant ist die Geschichte um das Auf und Ab eines Läufers nicht, aber Lenz springt ungewöhnlich viel und die Figur aus deren Sicht das Ganze geschildert wird, hat mich zwischenzeitlich richtig genervt. Es gibt defintiv bessere Romane von Lenz.

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