Siegfried Lenz Das Feuerschiff

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Inhaltsangabe zu „Das Feuerschiff“ von Siegfried Lenz

Das alte Feuerschiff an einer Ostseebucht hat nach neun Jahren ausgedient. Auch Kapitän Freytag und seine Crew haben die letzte Woche vor sich. Freytag hat seinen Sohn zum ersten Mal aufs Schiff gebracht und dieser entdeckt ein Boot in Seenot. Doch die drei Geretteten erweisen sich als zu allem entschlossene Gangster, die keineswegs einfach an Land gebracht werden wollen. Kapitän und Mannschaft sind sich uneins, wie sie mit der prekären und immer gefährlicher werden Situation umgehen sollen. Am Ende des dramatischen Geschehens wird Freytag schwer verwundet von Bord gebracht, sein Sohn hat ihm das Leben gerettet. »Es sind traurige, oft schwermütige Geschichten, in denen häufig von Niederlagen erzählt wird. Aber schon durch ihre formale und sprachliche Abrundung verbreiten diese in sich schlüssigen kleinen Kunstwerke Stetigkeit und Ruhe. Mag sich auch Furchtbares oder Grausames ereignen - letztlich geht von ihnen immer etwas Tröstliches aus. Der gelassene Beobachter des Lebens, der besinnliche Zweifler ist ein heimlicher Optimist ... Nicht Kämpfer sind die wichtigsten Gestalten von Lenz, sondern eher passive Naturen, die sich verfolgt und bekämpft sehen. Dem Gleichmut der Welt möchten sie ihren eigenen Gleichmut entgegensetzen. Sie fliehen, sie wehren sich, sie versuchen, noch einmal Widerstand zu leisten. Sie treten sogar in Rivalität zur Welt - aber nur, um auszuharren. Sie wollen lediglich das Leben bestehen, sich gegen die auf sie einstürmenden Mächte verteidigen. Es sind immer Menschen in der Defensive, Opfer der zeitgeschichtlichen Verhältnisse oder des Lebens schlechthin.« (Marcel Reich-Ranicki)

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  • Rezension zu "Das Feuerschiff" von Siegfried Lenz

    Das Feuerschiff
    Puzzeline

    Puzzeline

    10. June 2011 um 21:03

    Rezension: In der Nordsee haben Kapitän Freytag und seine Mannschaft die letzte Wache auf ihrem Feuerschiff. Diese Zeit soll möglichst friedlich und entspannt ablaufen. Dies wird jedoch verhindert, als die Mannschaft ein Boot auf dem Meer treiben sieht, dem sie zu Hilfe kommen müssen. Dessen Besatzung stellt sich jedoch als alles andere als friedlich heraus. Wer wird die Oberhand auf dem Schiff gewinnen? Siegfried Lenz hat einen wunderbaren Schreibstil. Er beschreibt das Meer so eindrücklich, dass man meint, man segele gerade selbst über die Nordsee. Es wird auch keineswegs langweilig, wenn der Autor die Umgebung über mehr als zwei Seiten beschreibt. Ich habe innerlich gebettelt, er möge doch noch weiter über das Meer schreiben, damit ich die Wellen förmlich hören kann. Auch haben mir die Charaktere sehr gut gefallen, da sie sehr viele Facetten zeigen. Freytag ist ein friedliebender Kapitän, der seine Mannschaft nicht richtig im Griff hat, wodurch es oft zu Problemen kommt. Caspary, der Chef der Gruppe des Bootes, nutzt dies aus, um die Oberhand auf dem Schiff zu gewinnen. Es kommt zu wunderbaren Diskussionen zwischen den beiden, voller Ironie. Nie weiß man, wie es im Innern Casparys wirklich aussieht, da er eine Fassade um sich herum aufbaut. Nichts an ihm scheint wirklich echt zu sein. Dieser Aspekt macht diese kurze Geschichte dann auch so spannend. Das Ende ist einfach nicht vorherzusehen. Caspary und Freytag stehen sich ebenbürtig gegenüber, es kommt zu Meutereien und mehreren Machtkämpfen, auch unter der Besatzung selbst. Die Geschichte mag sich vielleicht so anhören, als wenn eher Männer an ihr Gefallen finden könnten. Schließlich geht es um das Segeln und Gewalt unter „echten“ Männern. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Viele Charaktere haben ein trauriges Schicksal hinter sich, sodass es nicht nur um Gewalt und Seefahrt geht. Am Ende dieser Schullektüre findet man noch Zusatzmaterial zu den Themen Gewalt und Vater & Sohn, unter anderem von Bertolt Brecht. Dieses Material ist zwar interessant zu lesen, hat aber teilweise wenig mit dem Buch selbst zu tun. Das Thema Vater und Sohn kommt in der eigentlichen Geschichte nämlich nur am Rande vor. Stattdessen hätte ich mir Informationen zu Siegfried Lenz und zum Entstehen des Buches erhofft. Fazit: Siegfried Lenz hat mit „Das Feuerschiff“ sein ganzes schriftstellerisches Können unter Beweis gestellt. Obwohl der Großteil der Geschichte Spannung mit facettenreichen Charakteren bietet, kommen auch Gefühle nicht zu kurz. Einzig das Zusatzmaterial hätte mehr Bezug zur Geschichte haben können.

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  • Rezension zu "Das Feuerschiff" von Siegfried Lenz

    Das Feuerschiff
    MargitM

    MargitM

    28. November 2010 um 19:26

    Zu dem Buch musste ich in Deutsch eine Inhaltsangabe machen. Das Feuerschiff, eine Einrichtung in der Seefahrt, die es heute nicht mehr gibt, liegt immer vor Anker und weist anderen, vorbeifahrenden Schiffen den Weg vorbei an den Sandbänken. Der Kapitän und seine Besatzung gehen für eine letzte Wache an Bord, danach wird das Feuerschiff nicht mehr gebraucht und soll abgezogen werden. Sie helfen drei Männern, die scheinbar in Seenot geraten sind, und holen sie an Deck. Das Unglück nimmt seinen Lauf, denn die Drei sind Verbrecher, die nicht nur Geld erbeutet, sondern auch Menschen zu Tode gebracht haben.

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