Der Geist der Mirabelle

von Siegfried Lenz 
3,8 Sterne bei19 Bewertungen
Der Geist der Mirabelle
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Als Jugendliche gelesen und heute noch begeistert!

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Inhaltsangabe zu "Der Geist der Mirabelle"

In Bollerup, einem Dorf an der Ostsee, heißen nur wenige Leute anders als Feddersen. Um sich gelegentlich voneinander zu unterscheiden, haben sich die Einwohner Zusatznamen gegeben: die Kneifzange zum Beispiel, der Schinken-Peter, der Dorsch oder die Schildkröte. Man sieht, Bollerup hat seine Eigenheiten. Zu ihnen gehört zweifellos auch der selbstgebrannte Mirabellengeist. Er produziert seltsame, krummwüchsige Gedanken, aber auch erstaunliche Einfälle, er prägt sogar Charaktere. Und von ihnen erzählt Siegfried Lenz.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455000481
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:11.04.2017

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    Orishas avatar
    Orishavor 2 Jahren
    So rau, wie die See

    Bollerup: Ein Dorf an der Ostsee. Rau, ländlich, schön. Und Lenz, der wieder einmal die See als Setting wählt und seinen Bewohnern eine Stimme gibt. Rau wie die See sind die Bolleruper: sie heißen Feddersen - überwiegend, und tragen daher alle Spitznamen, wie der Dorsch. Allen gemein ist ihr Leben in Bollerup, das geprägt ist, von Fischerei und Forstwirtschaft.

    Lenz entführt uns an diesen Ort und stellt über verschiedene Geschichten seine Bewohner vor. Sei es die Fehde zweier Fischer, der Diebstahl von Holz, ein Arbeitsunfall oder die Lesung einer berühmten Dichterin - alle Geschichten ergeben ein rundes Bild und man bekommt als Leser einen schönen Eindruck der 'rauen' Nordlichter.

    Fazit: Kurzweilige Unterhaltung.

    Kommentare: 1
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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Als Jugendliche gelesen und heute noch begeistert!
    Sonderbare Geschichten zum Schmunzeln

    Die Erzählungen "*Der Geist der Mirabelle*" schrieb Autor "*Siegfried Lenz*" im Jahr 1975. Das Büchlein erscheint im "*DTV*".


    Bollerup, ein fiktives Dorf an der Ostsee: Sven Feddersen war acht Jahre verlobt, als er endlich den Hochzeitstermin bekanntgab. Von den 214 Personen, die er sogleich in den Mühlenkrug einlud, hießen 198 Feddersen - von einigen dieser tapferen Leute handelt dieses Buch.

    Siegfried Lenz kennt das Leben und beschreibt es so wie es ist, auch seine Charaktere sind erfüllt von wahrem Leben. Sie sind arbeitssam, schrullig und manchmal auch nur einfach gutherzig und hilfsbereit.
    Lenz vermittelt dem Leser durch die Ansprache "Nachbar" eine ausgesprochene Nähe zu seiner Geschichte. Fast meint man die verwandten und zerstrittenen Feddersens auch persönlich zu kennen.

    Die Vielfalt an gleichnamigen Personen der Feddersens ist nur durch ihre Namenszusätze zu unterscheiden. Da wäre zum Beispiel die Kneifzange, der Schinken-Peter, der Dorsch oder die Schildkröte.
    Aber eines haben sie zusätzlich zum Namen alle gemeinsam: ihre Liebe zum selbstgebrauten Mirabellengeist. Unter diesem Einfluss entstehen merkwürdige Vorgänge und erstaunliche Einfälle, die Siegfried Lenz auf wunderbare Weise mit großer Sprachgewalt schildert. Diese einzigartige Erzählweise macht das Lesen zu einem großen Vergnügen und die Landschaftsbeschreibungen kann man nur genießen. 
    Die Geschichten sind:
    Ein Bein für alle Tage- Das unterbrochene Schweigen- Ein teurer Spaß- Ursachen eines Streitfalls- Hausschlachtung- Frische Fische- Der Denkzettel- Ein sehr empfindlicher Hund- Hintergründe einer Hochzeit- Die Bauerndichterin- Die älteste Einwohnerin im Orte- Der heimliche Wahlsieger

    Lenz lässt den Leser teilhaben an den Problemen und auch Ereignissen des Dorfes. Man taucht ein in eine Zeit, die noch nicht der Technik verfallen war und das Leben trotz der harten Arbeit noch beschaulich und gediegen.  Manche der Geschichten sind sehr komisch, wirken aber nie gehässig. 

    Siegfried Lenz ist ein wunderbarer Erzähler, dessen Geschichten seine Leser einfach verzaubert und in schmunzelnder Weise zurücklässt.

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    goldfischs avatar
    goldfischvor 5 Jahren
    Lenz lieben

    Ich, als Nordlicht,liebe Lenz.Mann kennt seine Protagonisten immer irgendwoher,so scheint es.Der Geist der Mirabelle ruht wohl in Bollerup.
    Dort leben auch die Feddersens in großer Anzahl. Vewandt,verschwägert und zerstritten.Wen wundert es also, dass in Bollerup die Welt nicht immer in Ordnung ist.Lenz kann das Leben so wunderbar schildern, sprachgewaltig,ohne den Bogen zu überspannen. Man gleitet leichtfüssig durch die Geschichten.Dieses Buch ist noch dazu von Klaus Fussmann gar wunderbar illustriert.

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    mwill
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    ErikvanPoelgeest
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    BuchWolf
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    MoMo
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    enygmavor einem Monat
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    Stieselvor 2 Monaten
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    judipudivor 5 Monaten

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