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Hallorin

vor 3 Jahren

Ich lese mit / Plauderecke

“Wir lesen Klassiker der Weltliteratur” und beginnen das neue Jahr 2015 mit einer "Deutschstunde" von Siegfried Lenz.

Wikipedia sagt:
Der Roman Deutschstunde von Siegfried Lenz erschien 1968. Lenz bringt in diesem Werk das zentrale Thema der deutschen Nachkriegsliteratur auf den Punkt: Die Verquickung von Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus. Die oft gehörte Entschuldigung, man habe ja nur „seine Pflicht getan“, wird hier kritisch durchleuchtet.

Klingt nach schwerer Lektüre - aber so kurz nach Weihnachten müssen wir schließlich gut erholt sein.

Um den Feiertags-"Stress" abklingen zu lassen, beginnen wir dieses Mal mit dem Lesen erst am 6. Januar!

Wie immer zum Schluß unsere Leserunden-Regeln:
1. Beiträge in den Leseabschnitten mit Spoiler-Haken posten.
2. Beiträge in Kategorien posten, wenn man das vergessen hat, kann man es auch nachträglich ändern.

Autor: Siegfried Lenz
Buch: Deutschstunde

Corsicana

vor 3 Jahren

Ich lese mit / Plauderecke

Hallo, würde mitlesen - ich muss allerdings noch schauen, welche Ausgabe bei meinen Eltern im Bücherschrank steht - ansonsten müsste ich das Buch noch ausleihen bzw. besorgen.

JoBerlin

vor 3 Jahren

Ich lese mit / Plauderecke

Ich lese mit, allerdings nicht ab 6.1. sondern 1 Woche später.

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gst

vor 3 Jahren

13. - 15. Kapitel
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Mich hat erstaunt, dass die Kinder so nah an den Kampfhandlungen (?) noch Unterricht hatten und sich der Lehrer Prugel gar nicht von dem beeindrucken ließ, was draußen geschah. Soviel ich bisher gehört habe, gab es doch in den letzten Kriegsjahren so gut wie keinen Unterricht. Oder war das nur bei den höheren Schulen so, da die Größeren, die später "Notabitur" machten, schon eingezogen wurden?

Die Szene, in der der Polizist nicht begreift, dass der Krieg nun zu Ende ist und das Leben sich verändert, ist schon zum Gänsehaut kriegen ... Ebenso, dass Klaas nun noch Hausverbot bei den Eltern bekommt.

Interessant, wie der Maler Siggi erklärte, was er unter Sehen versteht. Und wie der Arrestant sein Schreiben als viel wichtiger empfindet als seinen 21. Geburtstag, der damals ja noch etwas ganz besonderes war.

gst

vor 3 Jahren

16. - 18. Kapitel
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Apfelgruen schreibt:
Wie sie jedes ihrer Kinder seelisch kaputt machen und zurückstoßen. Sie sind einfach hartherzig und irgendwie krank, richtig krank im Beharren auf ihrem Weltbild. Und die Mutter verurteilt die Kinder aus dem Heim als unwertes Leben - gruselig.

Ja, das ist mir auch sehr aufgestoßen. Dass in diesem Umfeld die Kinder einen Knacks wegbekamen, wundert mich gar nicht.

Als es um die Aussage der Mutter bezüglich dieses "unwerten Lebens" ging, habe ich mir ganz viel Zitate rausgeschrieben: "Ich möchte nicht, dass du dort hingehst, sie ansiehst, mit ihnen spielst vielleicht. - Der Anblick, Siggi, kann ausreichen, dass man Schaden nimmt ..." Wie schrecklich, dass damals wahrscheinlich viele Menschen daran glaubten, weil es ihnen immer wieder suggeriert wurde. Ein Glück, dass die Einstellung zu Behinderten sich inzwischen so geändert hat!

gst

vor 3 Jahren

16. - 18. Kapitel
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Apfelgruen schreibt:
Traurig, dass Siggi durch seine Wahnvorstellung/Kleptomanie das Vertrauen des Malers verloren hat. Und so wird er nun vom eigenen Vater verfolgt, der ihn nun "zur Strecke bringen" will. Die Pflicht ruft.

So wie ich es verstanden habe, hielt der Maler aber trotzdem noch zu Siggi. Er ließ ihn nur nicht mehr in sein Atelier.

gst

vor 3 Jahren

19. - 20. Kapitel
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Hallorin schreibt:
"Ich bin stellvertretend hier für meinen Alten, den Polizeiposten Rugbüll. [...] Vielleicht sind sogar alle Jungen stellvertretend für irgend jemand hier. [...] Aber vielleicht gelingt's ja: vielleicht kann er die Fortschritte, dich ich hier mache, eines Tages von mir übernehmen. Das ist zu hoffen. Aber das ist auch alles, was zu hoffen ist. Glauben kann ich es nicht."

Das sind wahre Schlüsselsätze!

Was mir in den beiden letzten Kapiteln durch den Kopf ging: Was wird aus Siggis Heften? Muss er sie dort lassen oder kann er sie mitnehmen und vielleicht Hilke schenken? Ich glaube, sie würde sich darüber freuen ... Oder freue nur ich mich, dass ich sie lesen durfte :-)?

gst

vor 3 Jahren

Fazit & Rezensionen

Wenn ich ein Buch gelesen habe, halte ich gerne meine Eindrücke fest. Sogar dann, wenn das schon große Literaten getan haben... Hier ist also meine Besprechung:
http://www.lovelybooks.de/autor/Siegfried-Lenz/Deutschstunde-144246360-w/rezension/1130720198/

IraWira

vor 3 Jahren

Ich lese mit / Plauderecke

Oh, ich muss doch mal gucken, wie es Euch gefallen hat, ich weiß, dass ich das Buch damals als Teenager und mit Anfang/Mitte 20 sehr gerne gelesen habe - wobei ich Lenz damals sowieso gerne gelesen habe, ehute finde ich ihn manchmal etwas schwerer verdaulich. Aber das war auch das Alter und die Zeit, in der ich mich im Steppenwolf wiedergefunden habe, von daher passte es vielleicht damals.

Hallorin

vor 3 Jahren

7. - 9. Kapitel
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katan schreibt:
Ich muss es nochmal betonen: ein Meisterwerk der (nord)deutschen Sprache.

Das sehe ich ganz genauso. Ich war sehr positiv überrascht, ich hatte eigentlich nicht viel erwartet von diesem Buch. Klang so trocken.

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