Siegfried Lenz Landesbühne

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Inhaltsangabe zu „Landesbühne“ von Siegfried Lenz

"Manchmal kann die Wahrheit nur erfunden werden." Siegfried Lenz Rätselhafte Dinge geschehen im Gefängnis Isenbüttel. Während einer Theateraufführung verlassen Häftlinge ungehindert das Gelände. Und kurz darauf feiert ein idyllisches Städtchen talentierte Schauspieler - die gar keine sind. Mit dem Hereinbrechen der Kunst und angetrieben von Gefühl, Leidenschaft und Phantasie entdeckt ein ganzes Gemeinwesen seine Möglichkeiten zu Größerem. Und niemand scheint Verdacht zu schöpfen. Oder sind alle - der Intendant der Landesbühne, der Gefängnisdirektor, der Bürgermeister und die Bürger von Grünau - Teil einer grandiosen Inszenierung? Die Ausreißer selbst scheinen keine Ahnung zu haben. Werden Sie zurückkehren in ihre Zellen? Turbulent geht es zu auf der Bühne des Lebens. Geradezu labyrinthisch ineinander verschlungen sind die Geschichten, die das Leben schreibt, und die der Phantasie im Roman von Siegfried Lenz, denen man so lustvoll folgt.

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  • Rezension zu "Landesbühne" von Siegfried Lenz

    Landesbühne

    variety

    06. February 2010 um 20:35

    Die letzte Novelle von ihm ("Schweigeminute") habe ich verschlungen. Auch diese Geschichte liest sich zwar meist locker und leicht, aber enttäuschte mich dennoch. Erstens ist sie alles andere als realistisch (spätestens beim Auftauchen der Presse müssten alle wieder eingebuchtet werden) und zweitens blieb mir der Sinn des Buches unklar. Wenn Lenz am Schluss schreiben lässt (?) man könne "nicht über andere oder anderes schreiben [...] ohne etwas über sich selbst preiszugeben" --- dann habe ich mich gefragt, was das in seinem Fall ist. Kultur geht über alles? Jede/r ist ein/e Kulturschaffende/r? Kultur rechtfertigt jedes Handeln? Das wäre etwas dürftig, der Sinn bleibt deshalb schleierhaft für mich. Knappe 3*.

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  • Rezension zu "Landesbühne" von Siegfried Lenz

    Landesbühne

    KleinNase20

    24. October 2009 um 11:22

    Ist ne schöne Kurzgeschichte.....Für jeden der nicht so auf Mord und Totschlag steht.:-)

  • Rezension zu "Landesbühne" von Siegfried Lenz

    Landesbühne

    *Arienette*

    14. October 2009 um 07:06

    Klappentext: Rätselhafte Dinge geschehen im Gefängnis Isenbüttel. Während einer Theateraufführung verlassen Häftlinge ungehindert das Gelände. Und kurz darauf feiert ein idyllisches Städtchen talentierte Schauspieler - die gar keine sind. Mit dem Hereinbrechen der Kunst und angetrieben von Gefühl, Leidenschaft und Phantasie entdeckt ein ganzes Gemeinwesen seine Möglichkeiten zu Größerem. Und niemand scheint Verdacht zu schöpfen. Oder sind alle - der Indendant der Landesbühne, der Gefängnisdirektor, der Bürgermeister und die Bürger von Gronau - Teil einer grandiosen Inszenierung? Die Ausreißer selbst scheinen keine Ahnung zu haben. Werden sie zurückkehren in ihre Zellen? Meine Meinung: »Manchmal kann die Wahrheit nur erfunden werden.« Siegfried Lenz Die beiden Hauptprotagonisten sind der Ich-Erzähler Clemens, ein Professor, der willigen Studentinnen höchstes Lob und Bestnoten im Examen gegeben haben soll und Hannes, der als vermeintlicher Polizist, Bußgelder eingesammelt hat. Hannes, Clemens und weitere Mithäftlinge ergreifen die Flucht aus dem Gefängnis Isenbüttel während die Theatergruppe das Stück "Das Labyrinth" von Samuel Beckett aufführt. Es ist schon absurd, wie ein aufgeputzter Mann auf die Bühne tritt und das Szenenbild erklärt:" Hier,liebe Theaterfreunde, sehen Sie ein Labyrinth, ein Modell für kunstvolle Verirrung,...In diesem unscheinbaren Bauwerk", sagte er, "kann man auf rätselhafte Weise abhanden kommen." (S. 23) und dann kommen einige Häftlinge abhanden. In dem Dorf Grünau, wo gerade das Nelkenfest gefeiert wird, bleiben sie und werden dort gefeiert. Hannes wird Leiter eines Ortsmuseums und der Professor soll Vorträge über die Sturm- und Drangzeit halten. So lassen es sich die Mithäftlinge gut gehen und denken erst nicht an Flucht. Gegen Ende - man ahnt, dass die Häftlinge wieder im Gefängnis landen - wird das Samuel Beckett- Stück "Warten auf Godot" aufgeführt. Wie auch den beiden Protagonisten in dem Theaterstück, fehlen auch den Gefangenen die Lebensperspektive. Man kann nicht ausbrechen aus seiner Existenz, aber man kann sie mit Phantasie gestalten. Die beiden Beckett-Stücke werde ich mir mal vornehmen müssen, auch sie haben in der hiesigen Novelle Bedeutung. Mir hat "Landesbühne" gut gefallen - sicherlich ein Buch, was man ein zweites Mal lesen kann, auch weil man dann sicher Bedeutungen entdeckt, die man vorher nicht "gesehen" hat.

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  • Rezension zu "Landesbühne" von Siegfried Lenz

    Landesbühne

    Büchergilde

    06. October 2009 um 11:01

    Diese Novelle zerfällt in drei Teilen: Im 1. Teil beschreibt der Ich-Erzähler, ein Professor, der von seinem Zellenmitbewohner auch nur so genannt wird, das Leben im Gefängnis. Er sitzt eine Haftstrafe ab, weil er mit einigen Studentinnen "ins Bett gegangen ist" und ihnen so die "Prüfung erleichtert" hat. Der Gefängnisalltag wird durch den Besuch der "Landesbühne" unterbrochen, die im Gefängnis ein Theaterstück "Das Labyrinth" aufführt. Mehrere Gefangene nutzen die Pause, um mit dem Bus der Landesbühne zu fliehen. Mit dem Bus, der den Namen der "Landesbühne" trägt, kommen die Ausbrecher zu einem kleinen Ort, in dem gerade ein "Nelkenfest" gefeiert wird. Dort werden sie als "Landesbühne" begrüsst. Sie bringen "Kultur" in die Festwoche. Der Ich-Erzähler hält Vorträge in der neugegründeten VHS, wird von den Bildungsbürgerinnen des Ortes "angehimmelt", eine ehemalige Studentin, die es nicht in sein Bett geschafft hatte und vom Ich-Erzähler als untalentiert beschrieben wird, berichtet als Redakteurin des Lokalblattes eher kritisch über seine Vorträge; sein Zellenmitbewohner, der den Ausbruch organisiert hatte, und schnell auf "du und du" mit dem Ortsbürgermeister ist, baut innerhalb der Festwoche ein "Heimatmuseum" auf. Beim Festabschluss,eigentlich wollten die Ausbrecher vorher heimlich den Ort verlassen, um nach Dänemark zu fliehen, doch der Bürgermeister überredet sie zum Bleiben, werden die Beteiligten mit dem örtlichen "Nelkenorden" geehrt, weil sie Kultur in den Alltag des kleinen ortes gebracht haben. Im Anschluss an die Ehrung werden die Ausbrecher umgehend wieder in Haft genommen und kehren in das Gefängnis zurück. Im 3. und letzten Teil stellen sich Ich-Erzähler und Zellenmitbewohner die Sinnfrage - ausgelöst durch den Suzid des Zellennachbarn. Die Novelle endet mit einem weiteren Theaterstück der Landesbühne, die "Warten auf Godot" spielt. Der Zellenmitbewohner erkennt sich in diesem Stück wieder, verzichtet auf eine erneute Flucht, um mit seinem Mitbewohner, dem ICH-Erzähler, den er jetzt mit seinem Vornamen und nicht mehr mit "Professor" anspricht, gemeinsam auf das Ende der Haft zu warten. Das Buch ist locker geschrieben, leicht lesbar. Der 1. Teil ist eher einführend, der 2. Teil wirkt sehr surreal, die erzählten Entwicklungen passen nicht in die knappe Zeit (Aufbau eines Heimatmuseums binnen einer Woche; dafür brauchte LENZ früher ein Buch mit über 400 Seiten, wenn ich mich richtig erinnere), wirken dennoch unterhaltsam, weil die Sprache vergnüglich zu lesen bleibt. Der 3. Teil lässt mich als Leser ratlos zurück; denn die Stimmung -die bisher leicht, lustig, luftig und etwas schelmig hatte - kippt nach dem Suzid des Zellennachbarns in eine Ernsthaftigkeit, die mich irritiert. Es ist ein Buch für einen herbstlichen Nachmittag; deren "Botschaft" mir aber verschlossen bleibt. Mich interessiert die Meinung anderer Leserinnen und Leser.

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