Siegfried Lenz Schweigeminute. Novelle

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Inhaltsangabe zu „Schweigeminute. Novelle“ von Siegfried Lenz

Schüler liebt Lehrerin, doch über diese Liebe liegt ein Schatten. In Erinnerungen zeichnet Lenz diese Liebe ab und berührt den Leser!

— Moin9
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  • In dieser zeit gab es nur uns!

    Schweigeminute. Novelle

    Moin9

    20. August 2016 um 16:04

    Das Buch handelt von der Liebe eines Schülers zu seiner Lehrerin (ein oft aufgegriffenes literarisches Thema), doch Siegfried Lenz schafft es , diesem Buch seinen persönlichen Stempel mit seiner persönlichen Sprache zu verleihen. Der Schüler Christian, der bei seinem Vater als "Steinfischer" arbeitet, verliebt sich in die belesene, lebensfrohe Englischlehrerin Stella P.Es bahnt sich eine Liebe an, die allein schon wegen den altersbedingten, gesellschaftlichen Konventionen Schwierigkeiten mit sich bringt. Doch ein übermächtiger Schatten liegt viel schwerer über diese Liebe.Das Buch beginnt sogar mit diesem Schatten! Der Leser weiß somit recht früh, was passiert ist, aber gekonnt holt der Autor dort seine Leser ab. Er nimmt sie mit und zeichnet durch zahlreiche Erzählungen, aus aufkommenden Erinnerungen (Was einen ein bisschen an die Technik wie bei Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - erinnert), wie diese Liebe aufkam und was sie ausmachte. Es ist ein zyklisches Werk, was die Präsentation des Inhaltes angeht. Wenn man das Buch durchgelesen hat, schließt sich der Kreis, da man das Gelesene nun in Bezug mit dem Anfang setzen kann. Der Leser geht "aufgeklärt" aus den Lesevorgang hervor.Auch wenn man meinen könnte, dass einen ein "trauriges" Thema begegente ist dieses Buch doch soviel mehr. Es ist vor allem eine Liebesbekundung an die Liebe selbst; an diesen Zustand des Glücks, den man sich viel zu selten bewusst wird. Zwar könnte der Protagonist Christian als naiv erscheinen, aber das ist durch die einfache Sprache und den Zustand in dem er sich zum Zeitpunkt des Erzählens befindet durchaus nachvollziehbar. Zudem erkennt man einen gemächlich wachsenden Reifevorgang im Laufe der Novelle. Christian erweitert sein Bewusstsein zur Liebe, zum alltäglichen Glück und zu Sachen, die uns einfach nur hemmen.Er wächst und lässt uns dran teilhaben. genauso wie es in guter Litertaur der Fall sein sollte.Ich habe mich in diesem Buch geradezu versenkt und ich empfehle es ruhig langsam zu lesen, damit man dem Strom der Gedanken und des aktuellen geschehens gut auseinanderhalten kann. Vielleicht braucht man 5 Seiten um sich an diesen wwechsel an geschehen und erinnerungen zu gewöhnen, dann aber wechselt sich beides so gekonnt ab, dass der Leser meint, von auf- und abbrandenden Wellen fortgetragen zu werden.Ein wunderschönes Werk.

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  • Eine zärtliche Geschichte

    Schweigeminute. Novelle

    Bommerlinda

    29. July 2016 um 12:11

    Schüler liebt attraktive Lehererin, eine Konstellation, die schon viele Autoren dazu inspiriert hat, einen Roman zu schreiben oder wie in diesem Falle eine Novelle. Der Schüler Christian verliebt sich in die Lehrerin Stella, die, wie sollte es anders sein, die beliebteste Lehrerin an einem Gymnasium ist. Anerkennung und Respekt bekommt sie gleichermaßen von Kollegen, wie auch von ihren Schülern. Siegfried Lenz lässt die Geschichte der zwei Liebenden den 18 jährigen, durchschnittlich begabten Christian erleben. Eine Liebe, die mit dem Unfalltod Stellas endet. Auf der Gedenkfeier für Stella reflektiert Christian die Romanze der beiden, die gerade mal einen viel zu kurzen Sommer angedauert hat. Naiv malt sich Christian bereits eine gemeinsame Zukunft der beiden aus und das zu einem Zeitpunkt, als Stella schon längst damit begonnen hat, sich von Christian zurückzuziehen. Über dem gesamten Werk liegt sich eine düstere Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Stimmig und voller Tragik erzählt Lenz die Liebesgeschichte zwischen dem so ungleichen Paar. Ein still anmutendes Buch, darüber muss man sich von vornherein im klaren sein. Wer hier eine heiße Liebesgeschichte zwischen einem Schüler und seiner Lehrerin erwartet, ist hier fehl am Platze. Die leise Geschichte lebt von der Erzählkunst und der weichen, poetischen Sprache des Autors. Allerdings endet die Novelle dann doch sehr inhaltslos und ist meines Erachtens zu schnell herbeigeführt. Es klingt so, als wolle sich Lenz mit dem eigentlichen Konflikt der Schüler/Lehrerinbeziehung nicht wirklich auseinandersetzen. Insgesamt aber eine Lektüre, mit der man sich einen verregneten Nachmittag verschönern kann.

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