Schöngeist

von Siegfried Schröpf 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Schöngeist
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Inhaltsangabe zu "Schöngeist"

Siegfried Schröpf hat einen aktuellen Wirtschaftskrimi geschrieben, in dem Heuschrecken ein Familien-Unternehmen bedrohen: Deren Finanzmachenschaften gefährden, wie so oft in der Wirtschaftswelt unserer Zeit, die Arbeitsplätze einer ganzen Region. Anwalt Schöngeist überlebt, just als er sich wirtschaftsrechtlich in den Fall einschaltet, einen Mordanschlag ... Thomas Schöngeist betreibt in Würzburg zusammen mit seinem Sozius eine kleine Anwaltskanzlei, die sich auf Wirtschaftsfragen spezialisiert hat. Eher zufällig erhält er ein Mandat, bei dem er den größten Arbeitgeber seiner Heimatstadt Blaukirchen vertreten soll: Das Unternehmen ist in eine schwere Schieflage geraten. Denn die Hausbank will die Eigentümerfamilie zwingen, ihre Mehrheit an einen Finanzinvestor abzugeben: Auch wenn Thomas manchmal am liebsten vor den Abgründen, die er erahnt, davonlaufen würde, fängt er an, sich in diesen Fall zu verbeißen. Zunehmend entwickeln sich mysteriöse Unstimmigkeiten, bis sich Schöngeist plötzlich in einem psychologisch raffinierten Verwirrspiel zwischen Täuschung und Erpressung wieder findet. Kein Mittel ist zu unfein beim Kampf der Konkurrenten um die BrosinskiAG, derweil der alte Eigentümer Claus Brosinski schon längst als zahnlos gewordener Löwe abgeschrieben scheint. Viel zu spät beginnt Thomas die nachgerade kriminellen Zusammenhänge zu begreifen, bleibt aber stur an der Sache, denn, so resoniert Schöngeist bei einem Glas seines Lieblingsgetränks, einem Primitivo§aus Apulien: "Man kann doch nicht einfach so zusehen, wie die Firma wegen eines geldgeilen, verbrecherischen Bankers vor die Hunde geht."Das Buch ist lesbar als Paraphrase auf die Debatten um Shareholder-Value und die großen Firmen-Deals, welche als traurige Meilensteine die akute Krise flankieren. Man mag Parallelen zum Schicksal eines Adolf Merkle erkennen, der sich angesichts seines Bankerotts in den Selbstmord flüchtende Ratiopharm-Gründer. Und man wird Wirtschaftsberatungen wie PWC und McKinzey sowie die ganze Palette der Big Player unter den Kreditinstituten wiedererkennen - und dennoch ist das Buch ein unaufgeregter, klug und atmosphärisch dicht geschriebener Wirtschaftskrimi!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866381339
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Dielmann, Axel
Erscheinungsdatum:13.10.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 9 Monaten
    Ein spannender Wirtschaftskrimi

    Nach ca. 30 Seiten wollte ich das Buch eigentlich schon beenden. Habe mir dann aber die gefundenen Rezensionen angeschaut – und darauf gewartet, dass ich genau so empfinde, wie die Leser, die dieses Buch absolute empfehlenswert finden. Dann hat es auch nicht mehr lange gedauert und ich war gefangen.


    Thomas Schöngeist, ein Wirtschaftanwalt aus der Kanzlei Meyer & Schöngeist in Würzburg, soll die Brosinski AG, die ihren Sitz in seinem kleinen Heimatort Blaukirchen hat, mit ausgefeilten Verträgen vor ihrem Untergang bewahren.

    Schöngeist, der mehr mit sich selbst, seiner Vergangenheit und seinem Liebesleben beschäftigt ist als mit dem ihm angetragenen Fall, hat eine Zeit gebraucht, bis er mir sympathisch wurde.

    Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt und ich fühle mich viel mehr mittendrin als nur als Leserin dabei. Ich schwimme mit Investmentberatern, Firmenbossen, renditengeilen Finanzkanibalen, die sich Genies nennen, und Wirtschaftsmanagern wie in einem Haifischbecken und muss aufpassen, dass ich alles mitbekomme, was relevant scheint.


    Das Register am Schluss der Geschichte, in dem die handelnden Personen beschrieben werden, war mir eine große Hilfe, da ich immer mal wieder nachschlagen konnte, wenn mir die Verbindungen untereinander mal wieder nicht ganz klar waren.

    Ein geheimnisvolles Verwirrspiel, ein Schuss Erotik und tiefsinnige Gedanken rundet das Verwirrspiel über eine Firmenübernahme, die dann doch keine wurde, ab. Die drastische Wende am Schluss hatte ich absolut nicht erwartet. Obwohl ich nicht alles bis ins Kleinste durchschaut habe, hatte ich doch beste Unterhaltung.


    Auch wenn es etwas gedauert hat: Im Rückblick bin ich einfach nur begeistert.

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