Siegfried Schumann Die Geschichte der sächsischen Pfalzgrafen

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte der sächsischen Pfalzgrafen“ von Siegfried Schumann

Das Buch beschreibt die Geschichte der sächsischen Pfalzgrafen. Vom Ursprung des Pfalzgrafenamtes, über den römischen Kaiser auf dem Paladin, dem Reich der Merowinger/Karolinger, die Herausbildung des Territorialfürstentums in Nordthüringen und Sachsen nach 933 und das Zusammenwachsen zum „Regnum Teutonicum“ im sich entwickelnden Reich der Deutschen. Wir erfahren wie König Otto I. nach der Niederschlagung mehrerer Rebellionen der Stammesherzöge als Gegengewicht gegenüber der Herzogsgewalt in den einzelnen Herzogtümern treue und ergebene Pfalzgrafen ein setz. Da die Pfalzgrafen neben ihrem hohen Reichsamt auch noch die Grafenwürde besaßen und diese aus verschiedenen Grafschaften stammten, ergibt sich die Tatsache, dass sich zwischen den ersten drei uns bekannten sächsischen Pfalzgrafen und den ludolfingischen Pfalzen im südlichen Teil des Herzogtums Sachsen, Merseburg, Allstedt, Wallhausen, keine Verbindung zu entdecken ist, spricht dafür, dass sich die Stellung der sächsischen Pfalzgrafen nicht an die ludolfingischen Pfalzen geknüpft haben. Seitdem aber die Grafen aus dem Hause Goseck die pfalzgräfliche Würde erworben hatten, blieb die Pfalzgrafschaft Sachsen dauernd mit der Grafschaft im südlichen Teil des Hassegaus verknüpft. Diese Pfalzgrafschaft nannte man später auch nach deren neuen Residenz Putelendorf (Bottendorf), oft auch Pfalzgrafschaft Sachsen-Putelendorf. Mit dem Übergang der pfalzgräflichen Würde 1180 an die Thüringer Landgrafen sprechen wir von der Pfalzgrafschaft Sachsen-Lauchstädt mit seinem Gebiet als Territorium um Lauchstädt (dem heutigen Bad Lauchstädt), welche auf die alte Provinzialpfalzgrafen von Sachsen zurück geht. Von Athelbero, dem alten Grafen im Hessen-, Leine- und Liesgau geht die Würde des Pfalzgrafen an dessen Sohn Thiedrich, den Grafen in Ostfalen im Gau Flotvida, dann an den Grafen im Harz- und Nordthüringgau Friedrich und schließlich an die Grafen aus dem Hause Goseck. Von diesem gelangt die Würde an die Sommerschenburger, ferner an die Landgrafen von Thüringen und endlich an die Markgrafen von Meißen. Unter letzteren lässt sich das Territorium zum ersten Mal schärfer begrenzen. Die Nachfolger in der Pfalzgrafschaft der Markgrafen von Meißen sind eine Seitenlinie der Markgrafen von Brandenburg, die letzten Inhaber sind aber wiederum die Markgrafen von Meißen, unter denen sich die sächsische Pfalzgrafschaft als Reichsfürstentum kurz nach 1350 auflöst. Die lange, von der Einsetzung sächsischer Pfalzgrafen unter Otto I. anhebende Entwicklungsreihe ist damit abgeschnitten. Während diese erste (ältere sächsische Pfalzgrafschaft) verschwindet, taucht eine zweite territoriale Pfalzgrafschaft Sachsen auf. Es ist die jüngere Pfalzgrafschaft Sachsen-Allstedt.“ Diese etwas später entstandene jüngere sächsische Pfalzgrafschaft „Sachsen-Allstedt“ ging um 1352 aus der älteren hervor. Ein Besuch der noch vorhandenen materiellen historischen Stätten wird in Form von Bildern und Karten wiedergegeben. Sehr interessant ist auch das Wappen der sächsischen Pfalzgrafen. Ein Wappen war an der jetzt nicht mehr erhaltenen Grabstätte des sächsischen Pfalzgrafen Friedrich II. von Sommerschenburg als Amtswappen für die Pfalzgrafschaft Sachsen in denen ein goldener Adler auf Blau zu sehen war. Auch im Dom der Burg Meißen ist noch das Amtswappen der Pfalzgrafschaft Sachsen zu sehen. Um ein verwertbares Wappen zu erhalten, suchten 7 Mitarbeiter des geheimen Staatsarchivs Dresden 3 Jahre lang in dessen Archiv um schließlich fündig zu werden. Der Autor hat es in mühevoller Arbeit für sie hier digital aufgearbeitet und würdevoll auf der Titelseite positioniert.
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