Siegfried Unseld

 4,2 Sterne bei 166 Bewertungen
Autor von Goethe und der Ginkgo, Der Autor und sein Verleger und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Siegfried Unseld

Geboren am 28. September 1924 in Ulm. Gestorben am 26. Oktober 2002 in Frankfurt am Main.

Alle Bücher von Siegfried Unseld

Cover des Buches Wie soll ich meine Seele halten (ISBN: 9783458193586)

Wie soll ich meine Seele halten

 (20)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Ingrid Babendererde (ISBN: 9783518750834)

Ingrid Babendererde

 (21)
Erschienen am 29.10.2016
Cover des Buches Wege nach innen (ISBN: 9783458758495)

Wege nach innen

 (8)
Erschienen am 17.06.2019
Cover des Buches Mein Glaube (ISBN: 9783518240359)

Mein Glaube

 (6)
Erschienen am 04.09.2016
Cover des Buches Liebesgedichte (ISBN: 9783458735540)

Liebesgedichte

 (5)
Erschienen am 21.10.2013
Cover des Buches Illuminationen (ISBN: 9783518368459)

Illuminationen

 (4)
Erschienen am 13.01.2010
Cover des Buches Goethe und der Ginkgo (ISBN: 9783458749707)

Goethe und der Ginkgo

 (4)
Erschienen am 07.08.2017
Cover des Buches Das Leben, es ist gut (ISBN: 9783458360254)

Das Leben, es ist gut

 (4)
Erschienen am 18.08.2014

Neue Rezensionen zu Siegfried Unseld

Cover des Buches Wege nach innen (ISBN: 9783458193654)
Duffys avatar

Rezension zu "Wege nach innen" von Hermann Hesse

Repräsentativer und gelungener Querschnitt
Duffyvor 5 Jahren


25 Gedichte hat Siegried Unseld für diesen Band ausgewählt und es sollten diese Stücke sein, die einen großen Stellenwert im Leben des Dichters Hesse haben. Das ist gelungen und selbst auf diesem engen Raum mit diesen wenigen Gedichten kann man Hesses Hauptanliegen, nämlich mit seiner Dichtung ein "Diener der Bilder" zu sein, sehr gut nachvollziehen. Mit welcher Akribie er seine Werke geschaffen und mit sinnlicher Macht ausgestattet hat, kann man hier ausgezeichnet nachprüfen. Hesse war ein Beobachter, ein Romantiker und ein Naturfreund, dessen fein gesponnene Lyrik den Leser auch immer emotional ansprechen konnte.
Die hier vorliegende Ausgabe wurde in einer Sonderedition zum Welttag des Buches 2001 herausgegeben und enthält ein Nachwort von Unseld, der ausführlich auf die Technik und das Handwerk eingeht. Das mag für viele nicht so interessant sein, doch ist es für den Praktiker eine gute Analyse und stellt die Arbeitsweise von Hesse sehr genau dar. doch auch ohne die detaillierten Angaben zur Form sind es gerade diese Gedichte, die den Leser berühren können.
Ebenfalls in dieser Ausgabe enthalten sind einige Aquarelle des Dichters sowie handschriftliche Originalmanuskripte. Ein wunderschöner kleiner Band, der viel Freude macht.

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Cover des Buches Goethe und der Ginkgo (ISBN: 9783458357520)
Flamingos avatar

Rezension zu "Goethe und der Ginkgo" von Siegfried Unseld

Ginkgo
Flamingovor 5 Jahren

In dieser kleinen, 125-seitigen, Abhandlung geht es nicht nur um Goethes Gedicht sondern ganz allgemein um den Ginkgo, seine Verbreitung, seine Schreibweise, seine Wirkung. Der Verleger und Autor Unseld bringt den Ginkgo und Goethes Leben in den Kontext und erzählt nebenbei eine spannende und poetische Liebesgeschichte. Sehr gelungene hoch-literarische Unterhaltung und mMn auch als Geschenk gut geeignet. Mit vielen interessanten Abbildungen. 

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Cover des Buches Ingrid Babendererde (ISBN: 9783518118177)
Weltensuchers avatar

Rezension zu "Ingrid Babendererde" von Uwe Johnson

Ein Buch mit ganz eigenem Charakter
Weltensuchervor 5 Jahren

Eine Kleinstadt im Osten Deutschlands ist Schauplatz der Geschichte. Sie findet im Jahr 1953 statt – zur Zeit der DDR. Ingrid, Klaus und Jürgen, die drei Protagonisten, sind Schüler der Gustav-Adolf-Oberschule und stehen kurz vor ihrer Reifeprüfung. Sie verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft, sie trennen ihre unterschiedlichen Weltanschauungen. Während der eine ein eifriger Sozialist ist, fühlen sich die anderen im neuen Regime unterdrückt. Ein Konflikt, der die ganze Schule beherrscht – der Konflikt zwischen Mitgliedern der Jungen Gemeinde und der FDJ – zwingt die drei Freunde, sich zu positionieren, sich einer anderen Art "Reifeprüfung" zu unterziehen...

Uwe Johnsons "Ingrid Babendererde" war Abitur-Pflichtlektüre, sodass ich das Buch im Unterricht gründlich durchgenommen habe. Was mich anfangs ein wenig abschreckte – die ungewöhnliche Sprache und Interpunktion, die verwirrenden Zusammenhänge, die bruchstückhaften Szenen – offenbarte mir mit zunehmendem Lesen sowie Analysieren immer mehr seinen Sinn. Nach dem zweiten Durchgang konnte ich das Buch deshalb voll und ganz wertschätzen, es gefällt mir bis heute. Damit war ich allerdings eine der wenigen Ausnahmen; generell kam die Lektüre in unserem Kurs sehr schlecht an.

Ich finde, man sollte das Buch unvoreingenommen lesen. Es ist keine typische Lektüre, der Leser muss sich mit viel Toleranz darauf einlassen. Ja, die Sprache ist sehr ungewöhnlich. Johnson setzt scheinbar Satzzeichen, wo immer er will; er schreibt gelegentlich Dialoge auf Plattdeutsch, was zu Unverständnis führt, er spielt mit den Zeitebenen, ohne aufzuklären. Für mich war gerade dieser Stil eine Besonderheit an dem Buch, die ihre eigene Botschaft vermittelte und viel zu der Geschichte beitrug. Er wurde von vielen als störend empfunden – mir hingegen hat er gefallen.

Die Handlung scheint auf den ersten Blick kaum voranzukommen – die Szenen sind oftmals kurz und ohne Sinn. Mit der Zeit fügen sie sich jedoch zu einem Bild zusammen, dass sehr wohl eine komplexe Geschichte erzählt. Johnson nimmt viele wichtige Themen in seinem Buch auf: der sozialistische Schulalltag wird dargestellt, Politik diskutiert, der Konflikt von Diktatur und Freiheit, von Anpassung und Aufbegehren aufgenommen, aber auch persönlichere Themen wie das Heranwachsen generell, die Beziehung von Jugendlichen untereinander oder zu ihren Familien und natürlich auch der Aspekt der Freundschaft werden angesprochen. Das Buch bietet somit reichlich Diskussionsstoff, der auch im privaten Lesen das Nachdenken anregt.

Was mir vor allem gefallen hat, ist Johnsons Umgang mit all jenen Themen. Durch die drei Protagonisten gibt er dem Leser drei Perspektiven vor – ohne diese jedoch mit einer Wertung zu versehen. Auf diese Weise gelingt es ihm, die Zustände in der DDR sehr differenziert darzustellen. Die Wertung wird dem Leser überlassen.

Insgesamt lohnt sich meiner Meinung nach "Ingrid Babendererde" nicht nur des Lesens, sondern auch einer eingehenden Analyse und vor allem auch Hintergrundrecherche. Mir hat das Buch im Unterricht jedenfalls sehr gut gefallen. Ich kann jedoch auch verstehen, warum es nicht jedermanns Sache ist.

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Siegfried Unseld wurde am 28. September 1924 in Ulm (Deutschland) geboren.

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