Sigge Eklund

 3.6 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor von Das Labyrinth.
Sigge Eklund

Lebenslauf von Sigge Eklund

Der schwedische Autor Sigvard Viggo (kurz: "Sigge") Eklund wurde 1974 in Stockholm geboren. Bekannt ist Eklund in Schweden v.a. durch seine verschiedenen Blogs und seinen preisgekrönten Podcast mit Alex Schulman. Neben dem Schreiben, arbeitet er auch als TV-Produzent für erfolgreiche, schwedische Fernsehformate. Sein aktuelles Werk "Das Labyrinth" ist der erste Roman, der auch ins Deutsche übersetzt wurde und erschien insgesamt in zehn Sprachen. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Stockholm.

Alle Bücher von Sigge Eklund

Das Labyrinth

Das Labyrinth

 (52)
Erschienen am 20.06.2016

Neue Rezensionen zu Sigge Eklund

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MadVis avatar

Rezension zu "Das Labyrinth" von Sigge Eklund

Sehr verschachtelt
MadVivor 2 Monaten

Die elfjährige Magda ist verschwunden. Ihre Eltern haben sich bisher hauptsächlich um sich selbst gekümmert. Was ist der Hintergrund der Tat und wo steckt Magda?
Viel mehr ließ sich der Klappentext nicht entnehmen, aber es reichte, um meine Neugier zu wecken. Dass mich kein actionreicher Thriller erwarten würde, sondern eher ein Psychodrama, war mir durchaus bewusst. Erzählt wird aus vier verschiedenen Perspektiven, die jedoch jeweils vom allwissenden Erzähler geschildert werden: Asa, die Mutter der verschwundenen Magda, die als Schulpsychologin arbeitet; Martin, ihr Mann, ein Lektor und sein Mitarbeiter Tom sowie dessen Ex- Freundin Katja. Diese arbeitet als Schulkrankenschwester. Wie sehr die Schicksale der vier miteinander verwoben sind, offenbart sich nach und nach. Schnell wird jedoch klar, dass sie alle ein eigenes Päckchen zu tragen haben. Manche Situationen erscheinen dadurch ganz anders, als man sie zunächst - durch eine andere Perspektive- wahrgenommen hat. Von daher gefällt mir persönlich der Vergleich zu "Gone Girl" ganz gut. Ebenfalls - leider - gemeinsam haben meiner Meinung nach beide Bücher, dass die Hauptprotagonisten durchweg nicht sonderlich sympathisch sind. Man liest und fühlt höchstens mit dem Mädchen mit, das seine Eltern nicht sonderlich zu interessieren scheint. Dennoch wird Magda meiner Meinung nach zu wenig erwähnt und ich hätte mir mehr geschilderte Geschichten und Situationen von ihr erhofft, um besseren Zugang zu ihr zu erhalten. Dennoch hat mich das Buch nicht kalt gelassen und ich wollte schon unbedingt wissen, wie es endet. Eben dieses war für mich sehr unerwartet, womit das Buch wieder Pluspunkte sammelt. Insgesamt also ein ordentliches Psychodrama, das jedoch etwas schwer zugänglich war.

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Eternitys avatar

Rezension zu "Das Labyrinth" von Sigge Eklund

Wirklich gut konzipierter Roman mit eng gestricktem Personennetz
Eternityvor 9 Monaten

Die Anzahl der Personen, die in diesem Roman vorkommen, ist stark begrenzt. Die Geschichte selbst wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven geschildert, wobei man zunächst nicht recht versteht, warum dies geschieht. Am Ende macht das zwar alles Sinn, aber bis dahin muss man durchhalten.
Wie gesagt, die Idee und vor allem das Konzept hinter der Geschichte ist gar nicht schlecht, man merkt, dass sie richtig gut durchdacht ist, leider hat mich die Handlung und der Ablauf jedoch gelangweilt.
Es kommt keine Spannung oder gar Zog auf. Die Charaktere verhalten sich manchmal so bizarr und absurd, dass man beim Lesen zweifelnd die Augenbrauen zusammenzieht.
Schade!

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walli007s avatar

Rezension zu "Das Labyrinth" von Sigge Eklund

Verschlungene Gänge
walli007vor 3 Jahren

Magda, die Tochter von Asa und Martin ist verschwunden. Die sofortige Suche der Eltern, der Nachbarn, der Polizei führt zu nichts. Das Mädchen ist wie vom Erdboden verschluckt. Schließlich geraten die Eltern in Verdacht, ihrem Kind etwas angetan zu haben. Gegen Martin läuft ein Ermittlungsverfahren, obwohl er immer wieder beteuert, dass er mit dem Verschwinden seiner Tochter nichts zu tun hat. Asa kritisiert die Arbeitsweise der Behörden, anstatt gegen Martin zu ermitteln, sollten sie doch lieber nach Magda suchen. Doch was haben Tom, Martins Assistent, und Katja, Toms Freundin, mit den Geschehnissen zu tun.


Aus Sicht dieser vier Personen werden die Vorgänge um Magdas Verschwinden geschildert. Sie berichten von dem Ereignis und von ihrem Leben davor und danach. Nicht erst durch die Abwesenheit des kleinen Mädchens werden Depressionen ausgelöst, sie scheinen bei allen handelnden Personen vorhanden zu sein. Martin, dessen Bruder in jungen Jahren verstarb und über dessen Tod er nie richtig hinwegkam. Asa, die sich früh von ihren Eltern gelöst hat und dies doch nicht richtig geschafft hat. Tom, dessen eigenartiges Elternhaus nur angedeutet wird und der nach Normalität strebt. Katja, die adoptiert ist und in der Schule eine Außenseiterin war. Langsam erschließt sich das Beziehungsgeflecht dieser Personen. Doch Magda bleibt da ein wenig auf der Strecke, sie scheint von ihren Eltern nicht wirklich wahrgenommen zu werden. 


Durch die Erzählung der Geschichte aus der Sicht von vier Personen, die unterschiedliche Kenntnisse der Vorgänge haben, entwickelt sich auch durch die unterschiedlichen Zeitebenen, aus denen erzählt wird, nach und nach ein Gesamtbild. Ein Beziehungsgeflecht, in dem alle verstrickt sind. Sehr ichbezogene Personen, die nur um sich selbst zu kreisen scheinen. Sie wurden von den Eltern und früheren Ereignissen geprägt und schaffen es nicht, ihrem Charakter zu entkommen. Dass sich darüber ein Kind in Luft aufzulösen scheint, erst durch verändertes Verhalten, dann tatsächlich, scheint ihnen in der ersten Phase völlig zu entgehen und auch später scheint nur langsam einzusickern, dass das Mädchen unwiderruflich fort ist. Durch die sehr persönlichen Schilderungen taucht man in die Charaktere ein, vermag allerdings nicht wahres Verständnis aufzubringen. Ein Kind ist verschwunden, ein Leser etwas befremdet.

3,5 Sterne

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Gespräche aus der Community

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TinaLiests avatar
Der Schwede Sigge Eklund ist in seinem Heimatland nicht nur für seine Romane bekannt, sondern hat sich auch als Blogger und TV-Produzent einen Namen gemacht. Nun erscheint sein erster Roman in Deutschland. "Das Labyrinth" zieht die Leser durch vier unzuverlässige Erzählerstimmen in einen Strudel aus Irrwegen und Vermutungen, Schuldbekenntnissen und Indizien und lässt sie so nicht so schnell aus dem Labyrinth entkommen!

Mehr zum Buch:

Martin und Åsa Horn sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass für ihre elfjährige Tochter Magda kaum Aufmerksamkeit übrig bleibt. Als Magda plötzlich vermisst wird und der Verdacht die Eltern trifft, begeben sie sich auf eine nervenaufreibende Spurensuche – ebenso wie Tom, Martins loyaler Kollege, und die Schulkrankenschwester Katja, die vor Magdas Verschwinden Narben und blaue Flecken am Körper des Mädchens entdeckt hatte.

Mehr zum Autor:

Der schwedische Autor Sigvard Viggo (kurz: "Sigge") Eklund wurde 1974 in Stockholm geboren. Bekannt ist Eklund in Schweden v.a. durch seine verschiedenen Blogs und seinen preisgekrönten Podcast mit Alex Schulman. Neben dem Schreiben, arbeitet er auch als TV-Produzent für erfolgreiche, schwedische Fernsehformate. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Stockholm.

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Habt ihr Angst vor Labyrinthen oder reizen sie euch vielleicht sogar - und vor allem warum?


* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Sigge Eklund wurde am 21. April 1974 in Stockholm (Schweden) geboren.

Sigge Eklund im Netz:

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von 1 Lesern aktuell gelesen

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