Sigge Eklund Das Labyrinth

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Inhaltsangabe zu „Das Labyrinth“ von Sigge Eklund

Martin und Åsa Horn sind so sehr in ihren eigenen Problemen gefangen, dass für ihre elfjährige Tochter Magda kaum Aufmerksamkeit übrig bleibt. Als Magda plötzlich vermisst wird und der Verdacht auf die Eltern fällt, begeben sie sich auf eine nervenaufreibende Spurensuche – ebenso wie Martins loyaler Mitarbeiter Tom und die Schulkrankenschwester Katja, die vor Magdas Verschwinden Male am Körper des Mädchens entdeckt hatte. Vier unzuverlässige Erzählerstimmen entführen den Leser in ein Labyrinth aus Schuldbekenntnissen und Indizien. Immer neue Irrwege tun sich auf, bis am Schluss eine überraschende Entdeckung wartet …

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Ich soll nicht lügen

Sehr packend, man rätselt bis zum Ende, wer nun die Wahrheit sagt und wer lügt. Jedoch mir ein bisschen zu verworren.

Steffinitiv

Der Totensucher

Spannend ohne Längen mit sympathischen Protagonisten. Für meinen Geschmack etwas zu actionbeladen, dennoch klare Leseempfehlung

antonmaria

Kalter Schnitt

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Ungewöhnliche Charaktere, vielschichtige Handlung, spannend bis zum Schluss - mir hat es sehr gut gefallen.

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Die Kinder

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mullemaus76

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    Das Labyrinth
    walli007

    walli007

    31. December 2015 um 11:10

    Magda, die Tochter von Asa und Martin ist verschwunden. Die sofortige Suche der Eltern, der Nachbarn, der Polizei führt zu nichts. Das Mädchen ist wie vom Erdboden verschluckt. Schließlich geraten die Eltern in Verdacht, ihrem Kind etwas angetan zu haben. Gegen Martin läuft ein Ermittlungsverfahren, obwohl er immer wieder beteuert, dass er mit dem Verschwinden seiner Tochter nichts zu tun hat. Asa kritisiert die Arbeitsweise der Behörden, anstatt gegen Martin zu ermitteln, sollten sie doch lieber nach Magda suchen. Doch was haben Tom, Martins Assistent, und Katja, Toms Freundin, mit den Geschehnissen zu tun. Aus Sicht dieser vier Personen werden die Vorgänge um Magdas Verschwinden geschildert. Sie berichten von dem Ereignis und von ihrem Leben davor und danach. Nicht erst durch die Abwesenheit des kleinen Mädchens werden Depressionen ausgelöst, sie scheinen bei allen handelnden Personen vorhanden zu sein. Martin, dessen Bruder in jungen Jahren verstarb und über dessen Tod er nie richtig hinwegkam. Asa, die sich früh von ihren Eltern gelöst hat und dies doch nicht richtig geschafft hat. Tom, dessen eigenartiges Elternhaus nur angedeutet wird und der nach Normalität strebt. Katja, die adoptiert ist und in der Schule eine Außenseiterin war. Langsam erschließt sich das Beziehungsgeflecht dieser Personen. Doch Magda bleibt da ein wenig auf der Strecke, sie scheint von ihren Eltern nicht wirklich wahrgenommen zu werden.  Durch die Erzählung der Geschichte aus der Sicht von vier Personen, die unterschiedliche Kenntnisse der Vorgänge haben, entwickelt sich auch durch die unterschiedlichen Zeitebenen, aus denen erzählt wird, nach und nach ein Gesamtbild. Ein Beziehungsgeflecht, in dem alle verstrickt sind. Sehr ichbezogene Personen, die nur um sich selbst zu kreisen scheinen. Sie wurden von den Eltern und früheren Ereignissen geprägt und schaffen es nicht, ihrem Charakter zu entkommen. Dass sich darüber ein Kind in Luft aufzulösen scheint, erst durch verändertes Verhalten, dann tatsächlich, scheint ihnen in der ersten Phase völlig zu entgehen und auch später scheint nur langsam einzusickern, dass das Mädchen unwiderruflich fort ist. Durch die sehr persönlichen Schilderungen taucht man in die Charaktere ein, vermag allerdings nicht wahres Verständnis aufzubringen. Ein Kind ist verschwunden, ein Leser etwas befremdet. 3,5 Sterne

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  • Ein Labyrinth für den Leser

    Das Labyrinth
    R_Manthey

    R_Manthey

    21. December 2015 um 10:40

    Hätte Sigge Eklund seine Geschichte gleichförmig von hinten nach vorne erzählt, hätten wohl viele seiner Leser mit dem Kopf geschüttelt, denn dann hätten sie schnell gemerkt, wie konstruiert die Zusammenhänge tatsächlich sind. So intensiv können gegenseitige Verstrickungen von vier handelnden Personen in der Wirklichkeit kaum sein. Und schließlich: So wenig kann eine intelligente und wohl auch einfühlsame Mutter ihr eigenes Kind nicht kennen. Und schon gar nicht wird eine gut ausgebildete Psychologin übersehen, wie sich das Verhalten und der körperliche Zustand ihrer Tochter dramatisch verändert. Selbst wenn sie mehr mit sich selbst und ihrer Ehe befasst ist als mit ihrem Kind. Doch während des Lesens nimmt man all dies hin, weil man das Ende nicht kennt und im Erzähllabyrinth des Autors herumirrt. Der Titel dieses Romans bezieht sich weniger auf den Inhalt, als vielmehr auf die gegenseitigen Verschachtelungen und Perspektiven, in die Eklund seine Leser führt. Magda ist abends aus dem Haus verschwunden als ihre Eltern in der nahegelegenen Gaststätte saßen und sich über ihre Ehe unterhalten wollten. Lange Zeit schwebt ein Verdacht über ihnen, den sie nicht ausräumen können. Magda bleibt verschwunden, und zwischen ihren Eltern kriselt es noch mehr. Eklund erzählt das Drama jeweils aus der Sicht der Mutter, des Vater und weiterer Personen. Zusätzlich verwirrt er seine Leser mit Zeitsprüngen. Wenn man sich nicht merkt, wann Magda verschwunden ist, dann muss man bei den einzelnen Kapiteln, die immer mit der Person, aus deren Perspektive erzählt wir, und mit einer Zeitspanne überschrieben sind, andauern zurückblättern, um nicht die Übersicht zu verlieren. Zusätzlich bringt Eklund nach einer Weile ein weiteres Paar in seine Geschichte ein, die beide mit Magdas Vater in eine Beziehung gesetzt werden, und in Wirklichkeit als erzählerische Ablenkung und als Katalysator der ganzen Geschichte wirken. Eine scheinbar wichtige Rolle spielt auch die Vergangenheit von Magdas Vater. Ein zusätzlicher Weg durch das Labyrinth der Verstrickungen, das Eklund aufbaut. Alles ist mit allem verbunden. Und jeder mit jedem. Aber es gibt nur einen Weg zur Lösung des Rätsels. Eklund deutet ihn an verschiedenen Wegscheidungen an, um dann seine Leser geradewegs in die andere Richtung zu schicken. So lange man liest, fesselt diese irgendwie depressive Geschichte. Geschickt wird Spannung aufgebaut, werden Situationen konstruiert, die man nachvollziehen kann, werden unterschiedliche Sichtweisen geschildert, aus denen sich wieder neue Perspektiven zu ergeben scheinen. Erst am Ende, wenn man aus diesem Labyrinth entlassen wird, tritt eine gewisse Ernüchterung ein, weil man im Angesicht der nun plötzlich einleuchtenden Zusammenhänge gleichzeitig erkennen muss, wie merkwürdig das Ganze tatsächlich ist und wie unwahrscheinlich. Aber unterhaltsam war es. Und dafür gibt es die Sterne.

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  • Ein Labyrinth der Emotionen

    Das Labyrinth
    Reg_And

    Reg_And

    11. November 2015 um 09:46

    Dieses Buch habe ich nur durch Zufall in der Buchhandlung entdeckt. Ehrlich gesagt habe ich mich von dem Spruch auf dem Klappentext beeinflussen lassen. Da steht: "Die schwedische Antwort auf Gone Girl" Normaler Weise interessieren mich solche Vergleiche nicht, doch hier habe ich zugeschlagen. Die Geschichte wird zu verschiedenen Zeiten aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Viele Details die im Buch beschrieben werden wirken auf den ersten Eindruck als hätte man sie hinein geschrieben um die Seitenanzahl zu erhöhen. Jedoch hat es Hr. Eklund geschafft, dass am Ende wirklich jedes Detail ein wichtiges Puzzleteil, in dieser abgründigen Geschichte ist. Ich habe viele negative Kritiken zum Ende gelesen und hatte auch etwas Angst davor enttäuscht zu werden. Ich kann die Enttäuschung mancher zwar verstehen, aber ich selbst war begeistert. Hier wurde ein unkonventionelles und sehr gewagtes Ende geschaffen, womit nicht zu rechnen war. Davor ziehe ich meinen Hut.

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  • Sigge Eklund - Das Labyrinth

    Das Labyrinth
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. October 2015 um 14:33

    Kurzbeschreibung:  Martin und Åsa Horn sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass für ihre elfjährige Tochter Magda kaum Aufmerksamkeit übrig bleibt. Als Magda plötzlich vermisst wird und der Verdacht die Eltern trifft, begeben sie sich auf eine nervenaufreibende Spurensuche – ebenso wie Tom, Martins loyaler Kollege, und die Schulkrankenschwester Katja, die vor Magdas Verschwinden Narben und blaue Flecken am Körper des Mädchens entdeckt hatte. *Quelle* Zum Autor:  Sigge Eklund, 1974 geboren, ist in Schweden vor allem als Blogger, Webjournalist und Fernsehproduzent bekannt und hat sich nicht zuletzt durch seinen preisgekrönten Podcast mit Axel Schulman einen Namen gemacht. Das Labyrinth ist sein fünfter Roman, der in insgesamt zehn Sprachen erscheint. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er in Stockholm. Meinung:  Die 11-jährige Magda Horn verschwindet eines Abends spurlos aus ihrem Kinderzimmer, während ihre Eltern die Zeit in einem naheliegenden Restaurant verbringen. Die Medien machen schnell die Eltern zu den Tätern: Åsa, die Mutter, die so gefühlskalt wirkt, und Martin, den Vater, der angeblich seine Tochter geschlagen haben soll. Doch was ist nun wirklich mit Magda geschehen? Nicht nur die Eltern begeben sich auf Spurensuche, sondern auch Martins Kollege Tom und seine Freundin Katja, die als Schulkrankenschwester bei einer Routineimpfung zahlreiche blaue Flecken an Magdas Körper entdeckt hat. Das Labyrinth von Sigge Eklund könnte man anhand der Kurzbeschreibung als Krimi oder sogar Thriller einordnen, doch nicht umsonst wurde auf dem Cover das Genre Roman vermerkt. Denn für einen Krimi oder gar Thriller fehlt hier eindeutig der typische Nervenkitzel der beiden Genres. Vielmehr handelt es sich hier um eine Art Familientragödie mit psychischen und physischen Abgründen, die sich bei allen vier Protagonisten auftun. Åsa Horn, die Mutter der kleinen Magda, wirkt anfangs noch sehr besorgt um die Tochter, doch in Rückblicken erfährt man, dass die Psychologin sich nie wirklich in ihr Kind hineinversetzen konnte, sie vielmehr wie eine Patientin behandelt und ihr mehr Freiräume gab, als gut für sie war. Man könnte hier auch von Desinteresse am eigenen Kind sprechen. Der Vater Martin Horn hatte nie wirklichen Zugang zur Tochter, die viel allein unterwegs war, obwohl sie eine Außenseiterin ohne richtige Freunde war. Er hat ihre Bedürfnisse nicht verstanden und eher seine Arbeit als Lektor in einem Verlag vorgeschoben, als sich um seine Familie zu kümmern. Das Eheverhältnis könnte man als zerrüttet ansehen. Tom, der Kollege von Martin, lässt indes nichts auf seinen Chef kommen. Er vergöttert ihn nahezu und hält Martin in Bezug auf Magdas Verschwinden und der vorher aufgetretenen Verletzungen an ihr für unschuldig. Katja, die Freundin von Tom, entdeckt bei einer Routinekontrolle vor ihrem Verschwinden zahlreiche blaue Flecken an Magdas Körper, meldet dies aber nicht weiter, sondern versucht auf eigene Faust herauszufinden, wer ihr diese beigebracht hat. Aus diesen vier Perspektiven wird der Roman nun abwechselnd erzählt. Hinzu kommen noch diverse Zeitsprünge, die sich vor und nach Magdas Verschwinden gliedern. So gleicht die Handlung dem Titel: Man fühlt sich als Leser wie in einem Labyrinth, in dem sich immer neue Wege und Irrwege auftun, bis man irgendwann glaubt, sich auf dem richtigen Pfad zu befinden. Dazu kommt noch, dass alle vier Protagonisten miteinander nicht nur oberflächlich verknüpft sind und gewisse Geheimnisse mit sich herumtragen. Als bedauerlich empfand ich, dass von Magda immer nur indirekt die Rede ist, ihr keine eigene Erzählperspektive gegeben wird. Somit bleibt ihr Verschwinden im Hintergrund. Die Lösung wird dem Leser ebenso nicht auf dem Präsentierteller serviert, vielmehr bleibt sehr viel Raum für die eigene Deutung. Fazit:  Das Labyrinth mag zwar durch sein Psychogramm der vier Hauptcharaktere punkten, doch mir kam Magdas Sicht der Dinge hier definitiv zu kurz bzw. war gar nicht vorhanden. Sigge Eklund konnte mich aber mit seinem eher nüchtern gehaltenen Schreibstil und der Ausarbeitung der Protagonisten überzeugen, die durchweg als unzuverlässige Erzähler agieren und man sich als Leser dadurch in einem wirklichen Labyrinth wiederfand.

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  • Deprimierende Geschichte über ein vernachlässigtes Kind

    Das Labyrinth
    MiraBerlin

    MiraBerlin

    Magda, die Tochter von Asa und Martin Horn, ist verschwunden. Schnell geraten die Eltern unter den Verdacht, hinter der Entführung zu stecken. Denn die beiden sind auf keinen Fall Vorzeige-Eltern. Sie sind eher mit den eigenen Problemen beschäftigt, als sich um ihr Kind zu kümmern. Doch wer steckt denn nun hinter dem Verschwinden? Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt: einmal die der Eltern, also jeweils Asa und Martin getrennt, dann von Tom, der ein Kollege von Martin ist und sich selbst als enger Freund von diesem bezeichnet, und seiner (Ex-)Frau Katja, die als Schulkrankenschwester in der Schule arbeitet, die auch Magda besucht und bei dem Mädchen Narben und blaue Flecken entdeckt. Die Erzählweise ist ziemlich verworren, was nicht zuletzt daran liegt, dass man nur subjektive Einblicke von den vier Personen bekommt, die alle auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden sind. Um das Ganze noch komplexer zu machen, gibt es auch noch hier und da ein paar Zeitsprünge, sodass man mit der Zeit einfach in den Strudel der Verwirrung geraten muss, egal wie sehr man sich dagegen zunächst auch sträuben mag. Durch die Verwirrung entsteht auch eine sehr eigenartige Stimmung beim Lesen, weil man weiß, dass man diesen Personen nicht trauen kann. Zusätzlich sind die Gefühlslagen der vier Personen alle leicht depressiv angehaucht, wodurch das Buch auch nicht sonderlich angenehm zu lesen ist. Insgesamt wird man von dem Pessimismus des Buches beinahe erdrückt. Am schlimmsten fand ich aber, mit welcher Selbstverständlichkeit die Eltern Magda vernachlässigen. Magda selbst agiert hier nie als aktive Person, sondern wird immer nur indirekt erwähnt, was ich sehr schade fand. Auch wenn einem beim Lesen schon klar wird, wie sehr dieses Mädchen unter ihrem Leben leiden muss, wäre es irgendwie doch schön gewesen, einen Eindruck in ihre Gedanken zu erhalten. Auch wenn  sie nie direkt auftrat, so lebte dieses Buch für mich nur durch Magda. Ich empfand Mitleid mit ihr und wollte wissen, wie es ausgeht. Selbst wenn die vier Personen auch ihre Lebensgeschichte schildern, so stand für mich immer Magdas Geschichte im Vordergrund. Spannung kam nicht wirklich auf. Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin und deprimiert einen von Seite zu Seite mehr. Mit dem Schreibstil selbst konnte ich persönlich auch nicht so viel anfangen. Er konnte mich definitiv nicht fesseln, was aber insgesamt bei der Art von Geschichte nicht überraschend ist. Interessant fand ich es aber, welche wörtliche Bedeutung das "Labyrinth" hier in diesem Buch hatte. Der Gedanke gefiel mir besonders gut und auch wenn mich die Geschichte insgesamt nicht wirklich überzeugen konnte, gefällt mir die Grundidee und der Aufbau sehr gut. Leider ist die Umsetzung dann nicht ganz überzeugend geworden, aber dennoch würde ich dieses Buch nicht als Zeitverschwendung ansehen.

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    • 4
  • Hat mich nicht ganz überzeugt

    Das Labyrinth
    Idefix040410

    Idefix040410

    11. August 2015 um 19:41

    „Das Labyrinth“ von Sigge Eklund erschien im Dumont Buchverlag. Auffallend war für mich erst mal das Cover, welches mich sehr neugierig machte. Schlicht gehalten mit schwarzer Schrift und neonfarbenem Titel. Dazwischen ein menschliches Auge. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Es geht um die verschwundene elfjährige Magda. Keiner weiß, wo das Mädchen ist, ob es noch lebt oder nicht, ob es entführt wurde oder weg gelaufen ist. Es beginnt eine nervenaufreibende Suche, bei der auch die Eltern in Verdacht geraten. Es werden in dem Buch verschiedene Sichtweisen dargestellt von Personen, die mittel-oder unmittelbar in einer Beziehung zu Magda oder deren Eltern stehen. Da wären erst mal die Eltern Martin und Asa , ein Buchverleger und eine Psychologin. Beide haben sich nicht mehr wirklich viel zu sagen in ihrer Ehe und es hat jeder so seine Geheimnisse. Sie sind jedenfalls mehr mit sich selbst beschäftigt, als um das Wohlergehen ihrer Tochter vor dem Verschwinden. Die Mutter als Psychologin analysiert jedes Verhalten ihrer Tochter, was sehr befremdlich auf mich wirkte. Magda selbst ist ein ruhiges, introvertiertes Kind, welches keine Freunde hat und sich lieber mit sich selbst beschäftigt. Sie ist oft bis spät abends allein unterwegs und auch zu ihren Eltern hat sie nicht wirklich eine gute Verbindung, diese sind ja kaum da und kümmern sich auch nicht um sie. Dann wäre da noch Tom, ein Arbeitskollege von Martin. Man könnte meinen, Tom ist in Martin verliebt. Er äfft Martin nach, mag seinen Duft und seinen Kleidungsstil und biedert sich Martin geradezu an. Ein komischer Kauz, ich wusste gar nicht, wie ich ihn einzuordnen hatte. Zum Schluss erfährt der Leser noch etwas über Katja. Sie ist die Schulpsychologin. Jeder der 4 Hauptprotagonisten hat irgend ein Kindheitstrauma zu bewältigen und alle haben in irgend einer Art und Weise etwas mit dem Verschwinden von Magda zu tun. Etwas verworren für den Leser, man muss sich ganz schön konzentrieren und auch zeitlich immer wieder die Kapitel zuordnen können. Dafür musste ich öfters an einen Kapitelanfang nachsehen, weil dort die jeweiligen Zeitangaben sind. Am Ende des Buches erfährt der Leser dann, was mit Magda passiert ist – allerdings nur indirekt, was dennoch Spekulationen zulässt. Für mich ein eher unbefriedigendes Ende. Die letzten Seiten musste ich auch zweimal lesen, um es zu verstehen. Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen. Entgegen dem Klappentext ging es dann doch weniger um das Verschwinden und die Suche nach Magda. Eher wurde eine Art Psychogramm erstellt von Martin, Asa, Tom und Katja. Zwar fügen sich die Teile schlüssig zusammen am Ende, aber mir war das zu viel an Psychologie und Hinterfragen, wer jetzt warum mit wem eine Verbindung hat oder hatte. Als leichte Urlaubslektüre ist es also weniger empfehlenswert. Von Spannung gekennzeichnet war das Buch leider auch weniger, oder ich habe aufgrund des Klappentextes eine zu hohe Erwartung gehabt. Als Fazit kann man sagen, und das wollte Sigge Eklund hier vielleicht ausdrücken, dass es eventuell nur einer einzigen Veränderung im Leben eines der 4 Personen bedarf , was zur Folge gehabt hätte, dass Magda nie verschwunden gewesen wäre und sich das Leben aller Beteiligten grundlegend geändert hätte. Wie so oft im Leben. Ich vergebe für dieses Buch 3 von 5 Sternen.

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  • Einfach anders.

    Das Labyrinth
    Anne4007

    Anne4007

    25. July 2015 um 14:50

    Zum Inhalt: Asa und Martin Horn, die Eltern von Magda sind selbst so mit sich und ihren Problemen beschäftigt, dass kaum Zeit für ihre elfjährige Tochter Magda bleibt. Doch eines Abends, während ihre Eltern im Restaurant gemeinsam essen, verschwindet Magda plötzlich spurlos. Die Polizei verdächtigt die Eltern. Es beginnt eine nervenaufreibende Suche. Asa, die Psychologin ist, versucht auf den Spuren des Entführers zu wandeln. Auch Tom, Martins loyaler Arbeitskollege und die Schulkrankenschwester, Katja – die bei Magda dunkle Male am Körper entdeckt hatte, beginnen zu recherchieren. Meine Meinung: Die Geschichte wird aus der Sicht der vier Protagonisten Asa – Magdas Mutter, Martin – Magdas Vater, Tom – Martins Arbeitskollege und Katja, die Schulkrankenschwester und Toms Freundin zu unterschiedlichsten Zeiten gleichermaßen spannend erzählt. Jeder hat seine eigene Theorie zum Verschwinden von Magda. Die Spannung ist anders. Man kann zu keinen Zeitpunkt so richtig erahnen wie es weiter geht und ist schon beim Lesen des einen Protagonisten gespannt auf die Sichtweise des nächsten. Der Autor schafft es immer wieder den Leser in die Irre zu führen und alle Mutmaßungen muss man beim Lesen wieder über den Haufen werfen. Das Ende war somit in keiner Weise vorhersehbar und ist meines Erachtens irritierend und schockierend. Mit offenen Mund und Kopf schütteln, denke ich noch jetzt über das Ende nach. Fazit: Kein Thriller oder Krimi im herkömmlichen Sinne. Eine andere Geschichte mit einem anderen Ende. Ein charakterstarker Roman. Durchaus lesenswert. 

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  • Das Labyrinth

    Das Labyrinth
    MelliSt13

    MelliSt13

    24. July 2015 um 15:26

    In diesem Buch gibt es 4 Personen die aus ihrer Sicht ihr Leben erzählen und alle irgendwie in das Verschwinden der kleinen Magda verstrickt sind. Martin und Asa sind die Eltern der kleinen Magda und werden verdächtigt ihre Tochter nicht nur von der Bildfläche verschwinden zu lassen, sondern auch verprügelt zu haben, denn man hat viele blaue Flecken in der Vergangenheit an ihr gefunden und gesehen. Dann ist da Tom, der in seinem Leben nie was erreicht hat und durch eine Empfehlung eine Stelle bekommt die ihm viel Spaß macht und ihn ein anderer Mensch werden lässt und dann ist da Katja die zwischen all diesen Personen hin und herspringt und der Auslöser für einige Situationen ist. Nun sollte man denken, das der Inhalt darin besteht, wie man nach Magda sucht und wie traurig die Eltern sind, aber in Wirklichkeit werden wir hier auf vielen wegen darauf hingewiesen, wie sich eine Lüge aufbaut, ein Verwirrspiel von Gedanken und Worten, denn so schnell kann man sich irren, wenn man nicht genau hinhört oder hinsieht. Ein Meisterwerk an Psychologie und Worten, allerdings habe ich lange gebraucht um in diese Geschichte einzutauchen. 

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  • Leserunde zu "Das Labyrinth" von Sigge Eklund

    Das Labyrinth
    TinaLiest

    TinaLiest

    Der Schwede Sigge Eklund ist in seinem Heimatland nicht nur für seine Romane bekannt, sondern hat sich auch als Blogger und TV-Produzent einen Namen gemacht. Nun erscheint sein erster Roman in Deutschland. "Das Labyrinth" zieht die Leser durch vier unzuverlässige Erzählerstimmen in einen Strudel aus Irrwegen und Vermutungen, Schuldbekenntnissen und Indizien und lässt sie so nicht so schnell aus dem Labyrinth entkommen! Mehr zum Buch: Martin und Åsa Horn sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass für ihre elfjährige Tochter Magda kaum Aufmerksamkeit übrig bleibt. Als Magda plötzlich vermisst wird und der Verdacht die Eltern trifft, begeben sie sich auf eine nervenaufreibende Spurensuche – ebenso wie Tom, Martins loyaler Kollege, und die Schulkrankenschwester Katja, die vor Magdas Verschwinden Narben und blaue Flecken am Körper des Mädchens entdeckt hatte. Mehr zum Autor: Der schwedische Autor Sigvard Viggo (kurz: "Sigge") Eklund wurde 1974 in Stockholm geboren. Bekannt ist Eklund in Schweden v.a. durch seine verschiedenen Blogs und seinen preisgekrönten Podcast mit Alex Schulman. Neben dem Schreiben, arbeitet er auch als TV-Produzent für erfolgreiche, schwedische Fernsehformate. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Stockholm. Habt ihr Lust euch von Sigge Eklund in sein Labyrinth entführen zu lassen? Möchtet ihr erfahren, welches überraschende Ende der Roman für euch bereithält? Wir vergeben gemeinsam mit dem Dumont Buchverlag 25 Exemplare von "Das Labyrinth" von Sigge Eklund  für die gemeinsame Diskussion in einer Leserunde*! Bewerbt euch gleich für ein Leseexemplar, indem ihr uns folgende Frage beantwortet: Habt ihr Angst vor Labyrinthen oder reizen sie euch vielleicht sogar - und vor allem warum? * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 532
  • Ermittlungsarbeit mal anders!

    Das Labyrinth
    Samy86

    Samy86

    15. July 2015 um 19:01

    Inhalt: Magda ist spurlos verschwunden und ihre Eltern trifft diese Erkenntnis wie ein Faustschlag in die Magengrube!Während Asa Horn an der verzweifelnden Suche nach ihrer Tochter allmählich die Nerven zu verlieren scheint, stürzt sich ihr Mann Martin zurück ins alltägliche Berufsleben. Als die Eltern jedoch immer mehr ins Visier der Ermittler rücken, finden sie ungeahnt Hilfe in einem befreundeten Pärchen, welches sich ebenfalls auf der Suche nach Magda und der Ursache ihres Verschwinden befinden! Meine Meinung: An Spannung fehlt es bei " Das Labyrinth" von Sigge Eklund absolut nicht. Detailliert und ausführlich beschreibt er die Situationen, Emotionen und Ermittlungsarbeiten der 4 Charaktere auf denen das Augenmerk des Handlungsverlaufes gelegt sind. Etwas gewöhnungsbedürftig und erschwerend während des Lesens sind eher die Zeitzonenwechsel, die auf mich eher verwirrend als förderlich gewirkt haben, so dass ich des öfteren einen Kapitel oder Abschnitt zweimal lesen musste um hinter das Geschehen schauen zu können. Die empfand ich persönlich sehr hinderlich und störte den Lesefluß des Buches. Auch die Gestaltung die Geschichte aus 4 Perspektiven zu erzählen, führte als mal zum stocken und so musste ich mich ab und an mal etwas neu sammeln und orientieren. Ist man dann aber in der Handlung als solches richtig angekommen, so kommt ein hohes Potential an Nervenkitzel und Spannung auf. Die Handlung baut auf verschiedenen Zeitzeugen und betroffenen auf.So haben wir zum einen Asa Horn, die Mutter des vermissten Mädchen. Sie wirkte vollkommen neurotisch auf mich, total in sich selbst gekehrt, zerbricht an ihren Selbstzweifel und Schuldgefühlen. Es war wirklich sehr schwer mit ihr Eins zu werden und sich in sie als Hauptprotagonistin hinein versetzen zu können. Dann gibt es noch den Vater Martin Horn, der mehr als nur ein Problem aufweist. Er kommt absolut nicht damit klar, dass seine Tochter eher zurückhaltend und zurückgezogen ist, nicht so wie die anderen Kinder, die Heiterkeit verbreiten und gerne unter Gesellschaft sind. Auch lebt er für seine Arbeit und flüchtet so aus seiner komplizierten Ehe mit Asa. Man kann ihn fast als selbstverliebt, bestimmend und sehr egozentrisch bezeichnen. Dann gibt es noch das befreundete Pärchen, welche je für sich eine Erzählperspektive aus eigener Sicht der Dinge einnehmen. Tom, ein Arbeitskollege von Martin. Er lobt diesen Förmlich in den Himmel und wirkt leicht abhängig von ihm als Arbeitgeber und Freund. Dennoch nimmt er mit einen der interessanteren Parte ein, denn er hat einiges über Magdas Verschwinden zu berichten. Und seine Freundin Katja, die als Schulkrankenschwester an Magdas Schule arbeitet und eine sehr aussagekräftige Beobachtung an dem kleinen Mädchen macht, die ihre Neugier schürt und sie zu Nachforschungen aufbrechen lässt. Alle samt haben ihr positiven und negativen Eigenschaften und für mich waren Tom & Katja die beiden authentischsten und sympathischsten Charaktere. Dennoch bauen ihre Erzählungen alle aufeinander auf und erst gegen Ende wir deutlich wie wichtig alle Vier sind und dass sie alle etwas gemeinsam haben. Was? Mhm... das müsst ihr schon selbst herausfinden! ;) Das Cover mag ich mit seiner Schlichtheit. Es gibt nicht sehr viel von sich preis und wirkt geheimnisvoll. Man hat fast das Gefühl als scheine es etwas wichtiges zu verstecken und den Leser so mit seiner Neugier anzulocken. Der Schreibstil von Sigge Eklund hat mehrer Eigenschaften. Mal ist er super flüssig und leicht verständlich, aber im nächsten Moment wirkt er zäh und etwas hochtrabend, was das Folgen seiner Worte etwas schwierig gestaltet. Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit Ecken und Kanten, der leider nicht auf ganzer Wellenlinie bei mir punkten konnte.

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  • Das Labyrinth

    Das Labyrinth
    lesemaus

    lesemaus

    10. July 2015 um 09:30

    Ein Mädchen, Magda, die elfjährige Tochter von Martin und Asa, verschwindet aus dem Bett. Es werden die Eltern besonders der Vater verdächtigt. Der Vater ist Verleger und die Mutter Psychologin. Beide sind Arbeitstiere und haben ihre Tochter vernachlässigt, wobei Asa es anders machen will als ihre Eltern damals. Die Suche nach dem Mädchen beginnt, aber nicht von der Polizei. Asa, die es nicht versteht, was passiert ist und nach dem Entführer unter ihren Patienten sucht. Tom, loyale Kollege von Martin, sucht, weil er mit Martin trauert. Und dann noch Katja, die Schulkrankenschwester, die blaue Flecken an Magdas Körper entdeckt. Jeder der Figuren hat sein eignes Kapitel im Buch. Man erfährt so, wie der einzelne denkt, fühlt und handelt. Man selber versucht mit dahinter zu kommen, wer Magda entführt hat und erfährt sehr viel oder sehr wenig von ihr. Die Eltern kennen sie nicht, sie ist immer für sich alleine und erfährt keine glückliche Kindheit. Der Vater ist verzweifelt, da er seine Familie hängen ließ und keine Bindung zu Magda hat. Der Schreibstil ist locker und lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel von Martin und Katja haben mir am besten gefallen, da sich hier eine Grundspannung vorhanden war. Erst am Ende vom Tom’s Kapitel wird es interessant. Asa ist mir zu mitleidig. Was wirklich passiert, bleibt am Ende offen. Man kann spekulieren. Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt und das miträtseln hat mir sehr gefallen, auch wenn das Ende unbekannt bleibt.

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  • Beim Labyrinth wird gesucht

    Das Labyrinth
    savanna

    savanna

    09. July 2015 um 22:08

    Ungewöhnlich für mich, dass ich tatsächlich ein Buch aufschlage in dem es um vermisste Kinder geht. Normalerweise mache ich um diesen Themenkomplex bewusst einen großen Bogen, da er mich zu sehr belastet. Aus welchem Grund auch immer hat mich DAS LABYRINTH von Sigge Eklund aber dennoch gelockt. Ich habe nun einmal eine Schwäche für skandinavische Autoren und wollte diesem mir bislang unbekannten Autor einfach eine Chance geben. Und - zu meinem Erstaunen und zu meinem Glück - steht nicht das Verschwinden der elfjährigen Magda im Vordergrund! Das vermisste Mädchen bildet vielmehr den Hintergrund für ein Beziehungsgefecht diverser Protagonisten. Dazu zählen neben der Mutter Asa und dem Vater Martin auch das Paar Tom und Katja, wobei Tom ein Kollege und Vertrauter von Martin ist. Zunehmend wird der Leser in dieses Beziehungsgeflecht hinein gezogen, wobei das Verschwinden von Magda fast nur am Rande behandelt wird. Immer präsent ist der Verlust des Mädchens, das schon, aber die Themen Kindesentführung oder Kindermord oder vermisste Kinder werden nicht unschön zelebriert. Aus diesem Grund konnte ich mich auf das Buch vollens einlassen und mich im Labyrinth der Beziehungen irgendwie zurecht finden. Die unvorhersehbare Auflösung aller  ausgeworfenen losen Fäden rund um das Verschwinden von Magda hat mich verblüfft und begeistert. Der Autor schafft es bis zum Schluss eine greifbare Spannung zu erzeugen, ohne Thriller-Elemente zu nutzen. Denn als Thriller ist DAS LABYRINTH nicht zu betrachten.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. July 2015 um 16:09
  • Vollkommen anders & erschreckend gut!

    Das Labyrinth
    Wortteufel

    Wortteufel

    Magda ist verschwunden Das ist das einzige, das gewiss ist. Martin und Asa vermissen ihre 11 Jahre alte Tochter. Es gibt keine Lösegeldforderung, keinen Abschiedsbrief, keine Spur. Magda verschwindet einfach und bald geraten die Eltern ins Visier der Ermittler. Martin wird zum Hauptverdächtigen, denn er ist der letzte, der Magda lebend gesehen hat und er hat kein Alibi. Auf den Irrwegen des Labyrinths Sigge Eklunds "Das Labyrinth" ist vollkommen anders und doch einzigartig gut. In einem gekonnt inszinierten Verwirrspiel erzählt Eklund die Geschichte um Magdas Verschwinden aus den Augen vier unterschiedlicher Protagonisten. Da sind zum einen Magdas Eltern, Asa und Martin, die sich augenscheinlich fremd geworden sind und so sehr mit sich und ihrem eigenen Alttag beschäftigt sind, dass kaum Raum für ihr einziges Kind bleibt. Und zum anderen gibt es Tom, den Kollegen und Assistenten Martins, der seinen Chef vergöttert und fest an seine Unschuld glaubt und dessen ehemalige Lebensgefährtin Katja, die tiefer in das Geschehen verstrickt ist, als sie selbst ahnt. Noch tiefer in das Labyrinth der Geschichte gerät der Leser durch die unterschiedlichen Zeitlinien, auf denen Eklund erzählt. Der Leser erlebt die Protagonisten sowohl in der Zeit lange nach Magdas Verschwinden als auch davor und am Ende laufen alle Fäden zusammen und zeichenen ein großes Ganzes des Labyrinths, in dessen Mitte die Lösung um das Rätsel liegt - doch es ist nur der Leser, der dieses Ganze überschauen wird. Thriller oder nicht? Zugegeben, ich hatte etwas vollkommen anderes erwartet, als ich bekommen habe und zwischenzeitlich war ich ganz und gar genervt von der Geschichte, die so überhaupt nicht sein wollte, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Doch am Ende wurde Sigge Eklunds Roman noch zu dem versprochenen Page-Turner. Allerdings, ein Thriller ist dieses Buch mitnichten! An Spannung und unerwarteten Wendungen mangelt es dennoch nicht. Bis zum Ende ist kaum abzusehen, welchen Verlauf die Geschichte nehmen wird und die Auflösung ist erschütternd und überraschend zugleich und lässt den Leser nachdenklich zurück. Auch Eklunds Schreibstil ist anders und vielleicht auch gewöhnungsbedürftig. Er lässt seine Protagonisten ihre Geschichte im Präsens erleben und erzählt einen Großteil der Geschichte mittels der Erinnerungen seiner vier Hauptcharaktere. Einmal eingelesen liest sich Eklunds Stil sehr angenehm und flüssig. Die vier Hauptcharaktere, einer unsympathischer als der andere, geben die Würze in der durch und durch spannenden Geschichte und verlangen hier und da einiges vom Leser ab. Besonders der Einstieg in die Geschichte mit der Mutter Asa ließ mich ob ihrer Gefühlskälte hier und da frösteln und doch ist es nicht so, als wären Eklunds Figuren unausstehlich - sie sind nur sie selbst! Fazit Sigge Eklund ist mit "Das Labyrinth" ein einzigartig spannender Roman gelungen, der sowohl durch die Geschichte, vor allem aber durch die vier Hauptfiguren lebt. Wer einen nervenaufreibenden Thriller erwartet, sollte die Finger von dem Buch lassen. Doch wer etwas ganz anderes wagen möchte, muss "Das Labyrinth" unbedingt lesen.

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  • Anstrengend: Das Labyrinth - Sigge Eklund

    Das Labyrinth
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    28. June 2015 um 22:03

    Die elfjährige Magda verschwindet. Es gibt keine Hinweise, keine Erpresserbriefe, keine Spuren, was mit ihr passiert ist. Ihre Eltern, Åsa und Martin, sowie Martins Kollege Tom und die Schulkrankenschwester Katja beleuchten nach und nach die Zeit vor und nach Magdas Verschwinden. Das Buch wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Protagonisten geschildert, desweiteren ändern sich die Zeiten. Mal passieren die Erlebnisse der Protagonisten vor Magdas Verschwinden, mal danach. Diese Zeitsprünge machen es dem Leser nicht gerade leicht, dem Geschehen zu folgen und man muss immer wieder mal an den Kapitelanfang springen, um die momentanen Geschehnisse in den Zeitablauf einzuordnen. Für mich ein weiteres Problem, für andere vielleicht gar nicht so schlimm, waren die durchgängigen unzuverlässigen Erzähler, denn allen vier Protagonisten kann man nicht vertrauen. Man zweifelt ständig an ihren Sichtweisen auf das Geschehen und ob die Dinge wirklich so geschehen sind, wie sie erzählen. Die vier Protagonisten lernt man sehr genau kennen, wobei alle herrlich unsympathisch und undurchsichtig sind. Åsa, eine studierte Psychologin, hält ihre Emotionen in Zaum und kann deshalb die Öffentlichkeit nicht als Mutter einer verschwundenen Tochter überzeugen. Martin rückt ziemlich bald in den Fokus der Ermittlungen und bleibt fast durchgängig verdächtig, was die kleinen Geheimnisse, die er in seinem Leben hat, fast schon bestätigen. Tom ist Martins Kollege und im ersten Abschnitt scheint er fast ein Stalker zu sein, zumindest läuft er Martin hinterher wie ein treues Hündchen. Katja ist, zumindest zeitweise, die Schulkrankenschwester von Magda und sorgt sich – auch wieder nur kurzfristig – um sie, bevor ihre eigenen Probleme und Gedanken sie wieder beherrschen. Magda, um die es eigentlich gehen sollte, bleibt im Hintergrund. Da auch die Zeit vor ihrem Verschwinden beleuchtet wird, fällt auf, dass sie schon davor seltsam abwesend war und auch ihre Eltern mehr mit ihren Problemen und Sorgen beschäftigt waren, als sich um ihre Tochter zu kümmern. Magda ist eine Einzelgängerin, die zwar gerne zum Spielen raus gegangen ist, aber nie mit anderen gespielt hat, sondern zu einem kleinen Waldstück, bei dem ein Labyrinth angelegt ist, gegangen ist. Das Labyrinthische, welches dem Buch ja auch seinen Titel verleiht, findet sich immer wieder, nicht nur in dem Labyrinth im Wald. Die Gedanken und Aktionen der vier Protagonisten formen auch irgendwie ein Labyrinth. Verworren, mit Sackgassen und Irrwegen. Ein Thriller war es irgendwie nicht, es fehlt die Spannung. FÜr mich war es auch schwer zu lesen, es hat mich nicht so richtig gepackt. Es gibt sehr viele psychologische Aspekte, aber hier fällt mir eher so der Begriff „Küchenpsychologie“ ein. Was mir dann den Rest gegeben hat, war das Ende. Denn auch das war nicht definitiv, sondern schwammig offen. Der Autor bietet einen Lösungsansatz, doch bevor dieser bestätigt werden kann, ist das Buch aus. Fazit: Mein Buch war es nicht – zu wenig Thriller, zu viel psychologische Studie, ein wirrer Zeitablauf und unzuverlässige, dafür herrlich unsympathische Erzähler.

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