Siggi WalterZ

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Nicht das was es verspricht

Die Idee hinter "der Rousseaumat oder über die digitale Erziehung" fand ich gut.
Leider blieb die Umsetzung der Story hinter meinen Erwartungen. Bereits der Einstieg war für mich zu wissenschaftlich geschrieben. Im weiteren Verlauf wurde der Schreibstil glücklicherweise besser,ich wurde aber dennoch nicht warm mit der Geschichte. Die Idee dahinter ist gut, vor allem regt sie zum Nachdenken an.Auch die Einbindung von Rousseaumat fand ich gut. Das letzte drittel konnte mich mit mehr Tempo und Spannung positiv überraschen aber insgesamt konnte es mich leider nicht ganz überzeugen.

Der Rousseaumat

Der Rousseaumat oder über die digitale Erziehung". Ich fand die Idee sehr gut, da wir sehr auf dieses Szenario hinstreben. Es geht um auserwählte Lehrkräfte, denen zur Unterstützung im Unterricht ein Roboter zur Seite gestellt wird. Während die Vorteile dieser Methode anfangs nicht von der Hand zu weisen sind, kommen nach und nach größere Komplikationen hinzu, bis sich die Situation immer mehr Zuspitzung.

Meine Meinung:

Leider blieb die Umsetzung der Story hinter meinen Erwartungen. Bereits der Einstieg war für mich sehr wissenschaftlich geschrieben.. Die Idee dahinter ist gut, vor allem regt sie zum Nachdenken an, da sie in Zeiten von KI ein mögliches Szenario in Zukunft thematisiert, wo ich hoffe, dass es niemals so weit kommen wird. Auch die Einbindung von Rousseaumat fand ich gut. Das letzte Drittel konnte mich mit mehr Spannung positiv überraschen aber insgesamt konnte es mich leider nicht ganz überzeugen.

Wer ist der bessere Pädagoge?

Als neu und innovativ soll das Projekt E.m.i.l.e an einer deutschen Schule ausprobiert werden. Ziel soll es sein, dass gestresste und kurz vor einem Burnout stehende Pädagogen von einem Humandroiden unterstützt werden. Dazu hat man Janina Rudmatis ausgewählt, die als engagierte Lehrerin die perfekte Mentorin ist. Mit dem Namen Emil versehen, begleitet von nun an die Künstliche Intelligenz Janina und erfreut sich schon bald großer Beliebtheit bei ihren Volksschülern. Emil erweist sich schnell als große Stütze, bis zu dem Moment, als er einen alten Bildungsroman von Rousseau in die Finger bekommt und still und heimlich beginnt, gegen Janina zu arbeiten. Immer öfters kommt es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden und Janina merkt, dass Emil etwas vor ihr verheimlicht. Als auch noch eine pensionierte Lehrerin plötzlich stirbt spürt sie, dass sie Emil wohl nicht mehr vertrauen kann und ihre Nachforschungen sie in große Gefahr bringen.

Der Science Fiction Roman ,, Der Rousseaumat oder Über die digitale Erziehung“ greift ein interessantes Thema auf, nämlich, ob oder wieweit eine künstliche Intelligenz unterstützend in die Bildungsarbeit eingreifen kann.

Der Autor Siggi WalterZ hat dabei eine Geschichte geschrieben, die in nicht allzu fernen Zukunft spielt, wo die Schüler bereits mit vielen technischen und digitalen Hilfsmitteln ihren Schulalltag bewältigen.

Zu Beginn braucht man eine Zeit, bis man sich in die Geschichte eingelesen hat, da man von einer Kultusministerin erfährt, die mit nicht ganz legalen Mitteln an ihren Doktortitel gekommen ist und plötzlich mit ,,ihrem“ E.m.i.l.e Projekt gekonnt von ihren Verfehlungen ablenken kann. Wie die Schulklasse ausgerüstet ist mit den modernsten Mitteln oder warum Janina Lehrerin geworden ist. Ab dem Zeitpunkt wo der Humandroide seinen großen Aufritt hat, beginnt die Geschichte Fahrt aufzunehmen.

Es war interessant mit zu verfolgen, wie Janina und Emil zusammen wachsen, aus anfänglichen Misstrauen gegenüber der KI wird mit der Zeit Achtung, wie gut er mit den Kindern und den Eltern umgehen kann und sie geneigt ist, ihn als vollwertige Unterstützung anzusehen.

Mit der Zeit merkt man aber, dass hinter dem Projekt mehr steckt als angenommen und so mancher seine eigenen Ziele verfolgt.

Da es ein SF Roman ist, hat es mich auch nicht gestört, dass sich Emil auch äußerlich verändern konnte und ihm z.b Haare gewachsen sind. Mir hat ebenso gefallen, dass sich die KI auch zu Äußerungen hinreißen ließ, wo man das Gefühl hatte, dass sie eigene Vorstellungen hatte, wie Pädagogik zu funktionieren hat und man sogar so etwas wie echte Gefühle spüren konnte.

Es war ein interessanter ,,Kampf“ zwischen Mensch und Maschine wo man auch gesehen hat, dass man unscheinbare Menschen nie unterschätzen sollte.

Gut heraus gekommen ist auch die Tatsache, dass wie in der Realität, bei Fehlverhalten diverser Personen es immer wieder eine Möglichkeit gibt diese auf neue Posten zu bringen und somit ein größerer Schaden abgewendet werden kann.

Der Roman bietet nicht nur Spannung, sondern auch feinen Humor, sowie stellenweise auch Gänsehautgefühl.

Wenn man sich auf eine etwas ungewöhnliche Geschichte einlassen will, dann wird man bei diesem Roman sicher auch einiges zum Nachdenken bekommen.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Der Rousseaumat: oder Über die digitale Erziehung (Kannst Du einer Maschine vertrauen?)
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