Sigrid Bonkowski , Marion Schuckart Australien ruft Südheide

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Inhaltsangabe zu „Australien ruft Südheide“ von Sigrid Bonkowski

Marion, diplomierte Wirtschaftswissenschaftlerin, lebt mit Mann und Sohn und den Erinnerungen an ihre Tochter in der niedersächsischen Provinz. Sie fühlt sich in der dörflichen Gemeinschaft zu Hause und trägt als Pfarrsekretärin, mit Gemeindebrief- und Kabarettbeiträgen ihren Teil zum Dorfleben bei. Sigrid, Lehrerin, Single und Weltenbummlerin, hat gerade sechs Jahre in Peking gearbeitet, aber das Fernweh lässt sie nicht los. Als sie zu einem Sabbatjahr aufbricht, bleibt Marion, mit der sie seit Schultagen eine enge Freundschaft verbindet, ihr heimatlicher Ankerpunkt. In ihren E-Mails erzählt Sigrid von Heilfasten in Thailand, Zugfahrten in China, dem Everest Base Camp in Tibet, einem Bordellbesuch, Sandstürmen, Aboriginal Communities und Farmarbeit in Australien und Neuseeland und vielem mehr. Marion deckt im Gegenzug die Exotik der Wahrenholzer Idylle auf, was die ungeahnten Dimensionen des Schützenfestes eindrucksvoll belegen. Augenzwinkernd berichtet sie von den Feierlichkeiten zum 1000jährigen Dorfjubiläum, von Exkursionen ins Legoland und nach Schweden. Zwei Lebensentwürfe, die eines verbindet: die Zufriedenheit mit der eigenen Welt - auch wenn immer wieder ein wenig Sehnsucht nach dem Leben der anderen durchschimmert.
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    Australien ruft Südheide
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    09. August 2015 um 20:22

    Sigrid ist gerade unterwegs, um die Welt zu erkunden, während ihre beste Freundin Marion in der Südheide bleibt. Gegenseitig schreiben sie sich Briefe und Mails, welche das Leben der jeweils anderen zeigen und welche auch - manchmal mehr oder manchmal weniger versteckt - beschreiben, wie sehr sie die jeweils andere um ihr Leben beneiden. Ich fand es wirklich interessant, zu lesen, was Sigrid auf ihrer Reise alles erlebt, welche Länder sie passiert und mit welchen Sitten und Bräuchen sie sich konfrontriert sieht. Während Marion in ihrer Heimat quasi die Stellung hält, findet Sigrid auf ihrer Reise um die Welt zu sich selbst und driftet bald in eine kleine Hilflosigkeit ab. Die Gefühlsausbrüche, die sie dabei an den Tag legt, haben wir wirklich unglaublich menschlich gemacht. Jeder von uns hat vermutlich schon mal eine gewisse Hilflosigkeit in sich gespürt und ich für meinen Teil hatte manchmal sogar das Gefühl, mich sowohl in Sigrid, als auch in Marion wiederfinden zu können. Marion hingegen hat nach dem Verlust ihres Kindes mit sich selbst zu kämpfen. Die Briefe und Mails an ihre beste Freundin helfen ihr, nicht ganz die Fassung zu verlieren. Der rege Gedankenaustausch der beiden hat mir wirklich sehr gefallen und er hat auch gezeigt, dass Freundschaft auch dann bestehen kann, wenn ein Part sich gerade am anderen Ende der Welt befindet. Neben den Gefühlsausbrüchen und Weisheiten untereinander kamen natürlich auch die Reiseinformationen nicht zu kurz, auch wenn sie bei mir eher dazu geführt haben, dass mich kurzzeitig ein Anflug von Fernweh gepackt hat. Alles in allem fand ich persönlich das Buch schon sehr lesenswert. Für manch einen mag es sich wirklich sehr ziehen, aber für mich stand vor allem die Reisebereitschaft im Vordergrund, die vielen Orte, die Sigrid besucht hat, fand ich einfach total faszinierend. Mit Witz und Charme, aber auch einer Menge Gefühl und Ernsthaftigkeit weist das Buch alles auf, was zumindest Sigrid und Marion benötigen, um ihre lebenslange Freundschaft aufrecht erhaltne zu können.

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  • Rezension zu "Australien ruft Südheide" von Sigrid Bonkowski

    Australien ruft Südheide
    sternchenbuecher

    sternchenbuecher

    07. December 2012 um 19:32

    Eine Brieffreundschaft zwischen zwei Frauen, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite Sigrid, rastlos und in jedem Brief mit neuen, spannenden Berichten von ihren Abenteuern rund um den Globus. Auf der anderen Seite Marion, bodenständig und mit Berichten aus ihrem ländlichen Heimatort sowie von ihrer Familie. Und doch verbindet Beide ihre ganz innerliche Sehnsucht nach Zufriedenheit und Glück, welches sie mit ihrem jeweiligen Lebensstil zu verwirklichen suchen. Ein sehr spannendes Lesevergnügen mit einer Mischung aus Reise- und Lebensberichten sowie einen tiefer gehenden Gedanken- und Gefühlsaustausch, in dem beide Frauen über ihren Lebensstil nachsinnen. Geichzeitig erfährt man viel nützliches, lustiges, trauriges, kreatives und triviales sowohl über fremde Länder und Kulturen, als auch zu heimatlichen Gefilden. Sogar leckere Rezepte zum nachkochen sind abgedruckt. Die abwechselnd veröffentlichten Briefe sorgen für eine kurzweilige, locker geschriebene, rundum empfehlenswerte Lektüre, welche auch zum Nachsinnen über den eigenen Lebensentwurf anregt.

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