Sigrid Damm

 4.3 Sterne bei 107 Bewertungen
Autorin von Christiane und Goethe, Das Leben des Friedrich Schiller und weiteren Büchern.

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Das Leben des Friedrich Schiller

Das Leben des Friedrich Schiller

 (17)
Erschienen am 22.01.2009
Goethes letzte Reise

Goethes letzte Reise

 (10)
Erschienen am 17.10.2010
Wohin mit mir

Wohin mit mir

 (7)
Erschienen am 09.12.2013
Cornelia Goethe

Cornelia Goethe

 (8)
Erschienen am 07.11.2015
Ich bin nicht Ottilie

Ich bin nicht Ottilie

 (6)
Erschienen am 26.04.1999
Vögel, die verkünden Land

Vögel, die verkünden Land

 (4)
Erschienen am 07.11.2015
Die schönsten Liebesgedichte

Die schönsten Liebesgedichte

 (4)
Erschienen am 16.11.2009
Caroline Schlegel-Schelling

Caroline Schlegel-Schelling

 (2)
Erschienen am 23.03.2009

Neue Rezensionen zu Sigrid Damm

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Rezension zu "Das Leben des Friedrich Schiller" von Sigrid Damm

Informativ und facettenreicher Blick auf Schiller
Viv29vor einem Monat

In "Das Leben des Friedrich Schiller" entwirft Sigrid Damm ein sehr gründliches Bild Schillers, unterstützt durch zahlreiche, gelungen in den Text eingefügte Zeitzeugenzitate. Es gelingt nicht immer so gut, solche Zitate derart angenehm in den Text einzubauen, und obwohl dies die dritte oder vierte Schillerbiographie ist, die ich las, erfuhr ich doch noch neue Informationen. Hauptsächlich sind es die Worte von Schiller selbst, die wir hier lesen können, gut in den Kontext gesetzt, aber auch viele Weggefährten kommen zu Wort. Auf viele Aspekte, die in anderen Biographien nur am Rande (wenn überhaupt) vorkommen, geht Sigrid Damm angenehmer Ausführlichkeit ein. Die Beziehung Schillers zu seinen Eltern ist zum Beispiel in diesem Buch gut beleuchtet worden, auch über die Eltern selbst gibt es Hintergrundinformationen. Das, was mir in Safranskis Biographie oft gefehlt hat: der Mensch Schiller, findet sich hier auf sehr erfreuliche Weise. Die Persönlichkeit, das Wesen Schillers, sein Umgang mit seiner Vaterrolle, seine sehr direkte Art, die Mischung aus Empfindlichkeit und fehlender Diplomatie, all dies wird hier gut dargestellt, hilft, auch den Menschen hinter dem Werk kennenzulernen. Lediglich die Ehe kommt ein wenig zu kurz.

Schillers Werk selbst wird ebenfalls gut dargestellt, wenn auch manchmal ein wenig mehr Ausführlichkeit hier willkommen gewesen wäre. Interessant die spannungsreiche Beziehung zwischen Schiller und Herzog Carl August, die auch durch einige Zitate aus Briefen Carl Augusts gut illustriert wird. Normalerweise kommt der Herzog selbst in derlei Biographien kaum zu Wort, so wurde auch er hier für den Leser etwas anschaulicher.

Sigrid Damm schafft es sehr gut, dem Relevanten genug Raum zu geben und sich nicht zu sehr in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Dadurch liest das Buch sich flüssig. Etwas störend fand ich, daß sie sich selbst immer wieder ins Spiel brachte. Am Anfang des Buches steht ein ausführlicher Bericht, wie sie früher zu Schiller stand, wie sich dem Werk und dem Menschen näherte. Auch später kommen immer wieder Einschübe über ihre Besuche an manchen Orten, ihre Gedanken bei diesem und jenem - ich finde es immer eher unangenehm, wenn ein Autor sich derart in den Vordergrund schiebt. Wenn ich eine Biographie über Schiller lese, dann, weil ich etwas über Schiller erfahren möchte. Wann und warum der Autor der Biographie Schiller für sich entdeckt hat, oder welche Gedanken beim Anblick des Grabes der Mutter aufkommen, ist für mich nicht relevant.
Der andere Kritikpunkt ist die - mir schon aus anderen Büchern bekannte - Vorliebe Sigrid Damms für unvollständige Sätze bei der Einleitung oder Zusammenfassung eines Themas (zB "Die Nachricht vom Tod der Schwester. Die Trauer der Eltern um den Verlust der Tochter. Elisabetha Dorotheas Angst um den Ehemann." oder "Schillers Vorliebe für Geschichte. Sein Interesse am Wallenstein-Stoff, den er bereits als Historiker bekundet hat."). Gerade inmitten des ansonsten so angenehm lesbaren Stils fallen sie auf und sind zumeist ohnehin überflüssig.
Manche Absätze bestehen lediglich aus einer Aneinanderreihung von Fragen ohne Antworten. Auch dies finde ich überflüssig. An manchen Stellen können wir nur mutmaßen, das ist normal. Die Mutmaßungen müssen dem Leser aber nicht vorgekaut werden.

Erfreulich ist es, daß Sigrid Damm meistens die Zeitzeugen sprechen läßt und ihre Interpretationen den Leser nicht aufdiktiert (was die Autorinnen von "Schillers Doppelliebe" leider nur zu gerne taten). Sie schildert zum Beispiel zwar ihre Eindrücke des Goethe-Schiller-Denkmals (welche sich von meinen grundlegend unterscheiden), maßt sich aber nicht an, die Freundschaft der beiden Dichterfürsten zu beurteilen oder kleinzureden. Sie läßt die beiden Freunde und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. Das geschieht auch bei anderen Punkten und gefiel mir sehr gut (leider wurde diese Neutralität aber nicht durchgängig beibehalten).

So ist dieses Buch recht lebendig und erfreulich zu lesen, für mich eine hervorragende Ergänzung zu Safranskis Schillerbiographie, weil der Mensch und sein Umfeld hinter dem Werk hervortritt. Die oben genannten Eigenheiten der Autorin haben für mich an manchen Stellen das Lesevergnügen ein wenig beeinträchtigt, im Ganzen kann ich das Buch aber sehr empfehlen.

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Rezension zu "Das Leben des Friedrich Schiller" von Sigrid Damm

Zeitgenosse Schillers
mf828vor 3 Jahren

Sigrid Damm hat eine wundervolle Art den Leser mitten in das Leben von Schiller hinein zu versetzen, dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass Schiller in einem anderen Jahrhundert gelebt hat. Es kommt einem als Leser so vor, als hätte man als Zeitgenosse Schiller persönlich kennengelernt.

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Rezension zu "Christiane und Goethe" von Sigrid Damm

Rezension zu "Christiane und Goethe" von Sigrid Damm
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Wenn man von Goethe spricht, denkt man vor allem an den Dichter, Wissenschaftler und Politiker an das Genie seiner Zeit. Aber was für ein Mensch war Goethe? Wie lebte er?
Sigrid Damm versucht in ihrem Buch die menschliche, die verborgene Seite Goethes zu beleuchten.
Einfach macht es der Geheimrat Goethe ihr aber nicht, denn er war darauf bedacht das nur das Beste von ihm in die Geschichte geht und so hat er viele Dokumente, Briefe und Aufzeichnungen, die seiner Meinung nach nicht in das wohlgeformte Bild seiner Person passten, einfach verbrannt.
Aber auch das Vernichten hinterlässt Spuren und Frau Damm hat sehr genau und lange recherchiert und doch noch viel gefunden. Sie ermöglicht dem Leser sich ein eigenes Bild von Christianes und Goethes Leben zu machen. Das macht das Buch überaus wertvoll für mich. Sie füllt offene Fragen nicht mit irgendwelchen Spekulationen, sie dichtet nichts dazu und legt den Personen keine Worte in den Mund, sie beruft sich nur auf das noch vorliegende; Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, Biografien und Bilder der verschiedenen Maler. Goethe wird beim lesen des Buches immer mehr vom Dichtersockel gehoben ohne ihn dabei zu beschädigen, man kommt ihm näher und man versteht ihn und seine Werke besser. Und Christiane seine Frau ? Bekommt in diesem Buch endlich den Platz den sie immer verdient hat, eine einfache Frau mit viel Kraft, Energie, Mut und Organisationstalent. Sie hat Goethe den Rücken frei gehalten und all seine Marotten, Launen und seine Einsiedelei tapfer getragen. Ein großes Kompliment an Sigrid Damm für dieses wundervolle Buch!

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Sigrid Damm wurde am 30. November 1940 in Gotha (Deutschland) geboren.

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