Sigrid Damm Christiane und Goethe

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Inhaltsangabe zu „Christiane und Goethe“ von Sigrid Damm

"Wärst Du nur jetzt bei mir! Es sind überall große breite Betten, und Du solltest Dich nicht beklagen, wie es manchmal zu Hause geschieht. Ach! mein Liebchen! Es ist nichts besser als beisammen zu sein. Wir wollen es uns immer sagen." (Goethe an Christiane.)§Nach aufwendiger Spurensuche entwirft Sigrid Damm ein gültiges Porträt von Goethes Geliebter und späteren Ehefrau Christiane Vulpius. Gleichzeitig zeichnet sie das Bild einer spannungsvollen Partnerschaft, einer Verbindung, die 28 Jahre währte. Ins Blickfeld rücken auch der Lebensalltag Goethes in den Jahren 1788 bis 1816, die Entstehungsbedingungen seines Werkes und sein Verhältnis zu Frauen.

erstaunlicherweise tatsächlich mitreißend

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  • Rezension zu "Christiane und Goethe" von Sigrid Damm

    Christiane und Goethe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. July 2012 um 09:02

    Wenn man von Goethe spricht, denkt man vor allem an den Dichter, Wissenschaftler und Politiker an das Genie seiner Zeit. Aber was für ein Mensch war Goethe? Wie lebte er? Sigrid Damm versucht in ihrem Buch die menschliche, die verborgene Seite Goethes zu beleuchten. Einfach macht es der Geheimrat Goethe ihr aber nicht, denn er war darauf bedacht das nur das Beste von ihm in die Geschichte geht und so hat er viele Dokumente, Briefe und Aufzeichnungen, die seiner Meinung nach nicht in das wohlgeformte Bild seiner Person passten, einfach verbrannt. Aber auch das Vernichten hinterlässt Spuren und Frau Damm hat sehr genau und lange recherchiert und doch noch viel gefunden. Sie ermöglicht dem Leser sich ein eigenes Bild von Christianes und Goethes Leben zu machen. Das macht das Buch überaus wertvoll für mich. Sie füllt offene Fragen nicht mit irgendwelchen Spekulationen, sie dichtet nichts dazu und legt den Personen keine Worte in den Mund, sie beruft sich nur auf das noch vorliegende; Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, Biografien und Bilder der verschiedenen Maler. Goethe wird beim lesen des Buches immer mehr vom Dichtersockel gehoben ohne ihn dabei zu beschädigen, man kommt ihm näher und man versteht ihn und seine Werke besser. Und Christiane seine Frau ? Bekommt in diesem Buch endlich den Platz den sie immer verdient hat, eine einfache Frau mit viel Kraft, Energie, Mut und Organisationstalent. Sie hat Goethe den Rücken frei gehalten und all seine Marotten, Launen und seine Einsiedelei tapfer getragen. Ein großes Kompliment an Sigrid Damm für dieses wundervolle Buch!

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  • Rezension zu "Christiane und Goethe" von Sigrid Damm

    Christiane und Goethe
    Sokrates

    Sokrates

    ‚Christiane und Goethe‘ hat mein Goethebild nachhaltig verändert, allerdings nicht zu Gunsten Johann Wolfgang von Goethes‘. – Gelesen habe ich das Buch bereits vor einigen Jahren; erst jetzt finde ich Zeit für ein paar Zeilen einer Rezension. Geblieben ist mir als vorherrschendes Gefühl eine Enttäuschung ob des großen ‚Genies‘ Goethe. Im Privaten, im Mitmenschlichen, war er ein schwieriger Geist. Einerseits verwurzelt im Traditionellen, weswegen eine öffentliche Anerkennung seiner Christiane viele Jahre nicht geschah und er sie auch nicht wirklich hatte heiraten wollen, andererseits – als der Franzose auf Weimar zu rückte – eine hecktische Panik, die Schäfchen noch ins Trockene zu bringen; dies führte zu einer recht überstürzten Heirat, wohl mehr aus sachlichen Überlegungen heraus, denn aus emotionalen. Es galt in erster Linie die Erbfolge zu sichern und die langjährige Mutter seines Kindes im Falle seines Todes finanziell abzusichern; im Übrigen war der ‚Frauenplan‘ an August von Goethe weiterzuvererben. Dass sich Goethe nicht bereits unter weniger dramatischen Voraussetzungen zur Heirat seines ‚Bettschatzes‘ bewegen konnte, war traurig; er führte insoweit ein doppeltes Leben, ein privates und ein gesellschaftliches. Andererseits machte er sich wenig aus dem Gespött anderer Leute, warum er deshalb Christiane Vulpius nicht alsbald heiratete, bleibt relativ unklar. Die mehr als 10jährige 'Wilde Ehe' jedoch hat beider Ansehen in Weimar geschadet; vorrangig jedoch dem Ansehen Christianes‘. Das mit den vielen historischen Dokumenten umrissene Goethe-Bild war für mich ein unsympathisches; das der Christiane ein mitleidvolles. Insgesamt ein schwierig nachvollziehbares Verhältnis. Sigrid Damm bringt dieses ambivalente Bild einer Ehe und des Charakters Goethes in sehr eindrucksvoller Art und Weise zum Ausdruck. Ihr unemotionaler dokumentarischer Stil schafft Distanz zu den Ereignissen; dies lässt insbesondere die Absurdität mancher Handlungen offen zu Tage treten, die Diskrepanz der Charaktere deutlich werden. Ganz besonders schade ist zum Ende, wie sich Goethe noch nicht einmal zur Beerdigung seiner Christiane auf den Friedhof begeben konnte; warum, darüber kann man nur spekulieren.

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  • Rezension zu "Christiane und Goethe" von Sigrid Damm

    Christiane und Goethe
    Fanje

    Fanje

    07. January 2011 um 10:47

    Sigfrid Damm erzählt über Christiane, die immer im Schatten des großen Goethe stand. Dabei geht auch ein großer Teil des Buches auf Goethe ein. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es lässt sich recht gut lesen, obwohl viele Namen darin vorkommen. Es hat ein wenig einen Blick "hinter die Kulissen" des erfolgreichen Goethes gezeigt. Damm zeigt hier auch den Menschen Goethe, ohne, dass dabei seine Werke im Vordergrund stehen.

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