Sigrid Hoyer Links, wo Fausts Schuh blitzt. Leipziger Passagen

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Inhaltsangabe zu „Links, wo Fausts Schuh blitzt. Leipziger Passagen“ von Sigrid Hoyer

Leipzig ist eine Stadt der Superlative. Das Motto »Die größten Ziele liefern immer noch beachtliche Ergebnisse« scheint wie für die Leipziger gemacht. Der größte Kopfbahnhof Europas, das in Deutschland einmalige Psychiatriemuseum oder das mittlerweile vielerorts nachgeahmte Projekt der »Buchkinder«: Kein Zweifel, Leipzig hat einiges zu bieten. Sigrid und Hansdieter Hoyer zeigen liebevoll und detailreich, was es in der Geburtsstadt Richard Wagners alles zu entdecken und zu erkunden gibt. Von der Mädler-Passage, der schönsten historischen Passage Leipzigs, über die Villenviertel, in denen dereinst Verleger, Künstler und Musiker residierten, das Deutsche Literaturinstitut Leipzig, aus dem viel beachtete Veröffentlichungen hervorgegangen sind, bis in den Grafischen Hof, wo ein wenig die Buchstadt zurückkehrt, führt dieser besondere Stadtspaziergang. Die Autoren erzählen von optimistischen Galeristen, deren kreative Spinnerei Weltformat hat, probieren die Bachpfeifen des nebenberuflichen Chocolatiers Johann Baumgärtel, die der Stadt ein süßes Denkmal setzen, oder genießen einfach die Atmosphäre in »Auerbachs Keller«, einer der bekanntesten Lokalitäten der Welt.
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  • Rezension zu "Links, wo Fausts Schuh blitzt: Leipziger Passagen" von Sigrid Hoyer

    Links, wo Fausts Schuh blitzt. Leipziger Passagen
    Xirxe

    Xirxe

    14. December 2012 um 18:29

    Beruflich fast drei Wochen in Leipzig unterwegs, bot sich dieses Büchlein als Reisebegleiter geradezu an. 'Liebevoll und detailreich' sollte beschrieben sein, was es in Leipzig alles, auch außerhalb der Touristenmeilen, zu entdecken gibt. Doch schade, dieses Versprechen wird leider nicht eingehalten. Statt bemerkenswerter Sehenswürdigkeiten und unverwechselbaren Kuriositäten werden überwiegend Personen und Projekte präsentiert, die (vielleicht) Leipzigs Namen in die Welt hinaustragen. Hierzu einige Beispiele: Ein komplettes Kapitel, 15 Seiten, widmet sich dem Gründer der PC-Ware, ein erfolgreiches IT-Unternehmen. So erfolgreich das Unternehmen auch sein mag, so uninteressant sind die Lobeshymnen der Autoren auf den Eigentümer. Oder das Kapitel über die Buchstadt. Von 13 Seiten beschreiben mehr als 3/4 das Projekt der Buchkinder, was grundsätzlich interessant ist, aber auch mit deutlich weniger ausgiebig genug beschrieben worden wäre. Oder die 11 Seiten über das Literaturinstitut: Der Großteil umfasst die Schilderung einer jungen Studentin und ihre ersten Erfolge - aber muss ich ausgerechnet das wissen, wenn ich mich über Leipzig informieren möchte? Besser waren die Berichte über die Inselbücherei, die Mädlerpassage und die Spinnerei. Und wirklich gut fand ich die Geschichten über das Wagnerdenkmal - ja, so hätte ich mir das ganze Buch gewünscht. Stattdessen ist es überwiegend zu einer Leipziger Personen- und Projekthuldigung geworden, die für LeipzigkennerInnen durchaus einen Reiz haben mag, für Reisende aber von eher geringem Interesse ist.

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