Sigrid Hunold-Reime Janssenhaus

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Inhaltsangabe zu „Janssenhaus“ von Sigrid Hunold-Reime

Emma von Odenwald, 31-jährige Köchin aus Hannover und immer noch Single, fühlt sich gegenüber ihren erfolgreichen, glücklich verheirateten Eltern als Versagerin. Auch äußerlich hat sie mit ihnen keinerlei Ähnlichkeit. „Manchmal denke ich, dass ich ihnen ins Nest gelegt worden bin!“ Wie recht Emma mit ihrer Vermutung hat, bringt kurze Zeit später ein Gentest zutage. Als sie ihre Eltern damit konfrontiert, nennen diese ihr widerstrebend eine Adresse in Ostfriesland und gestehen, dass es keine legale Adoption war. Emma macht sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und stößt dabei auf ein Meer aus Lügen und Verstrickungen …

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  • Rezension zu "Janssenhaus" von Sigrid Hunold-Reime

    Janssenhaus
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    23. June 2011 um 17:41

    Wahrscheinlich hat schon jede Heranwachsende einmal gedacht, dass sie gar nicht in diese schreckliche Familie, in der sie lebt, gehört, sondern irgendwie vertauscht wurde. Auch die Köchin Emma von Odenwald glaubt das, denn ihre Eltern sind gebildet und kultiviert, während sie selbst eher profane Interessen hat. Auch äußerlich gibt es keine Ähnlichkeiten. Fast immer stimmt dieses Gefühl, im falschen Nest zu sein, nicht. Aber bei Emma schon. Sie ist tatsächlich adoptiert worden, sogar illegal, wie ihre Eltern zugeben. Emma macht sich also auf nach Ostfriesland, um nach ihren Wurzeln zu suchen. Aber was sie findet, gefällt ihr gar nicht, und dann gibt es auch noch zwei Tote. Dies ist ein wirklich erstaunliches Buch, das weit über einen Krimi hinaus geht. Die Spannung entsteht gar nicht so sehr durch das begangene Verbrechen, sondern vielmehr durch die Abgründe, die in den vielfältigen und verwickelten Familienbeziehungen zutage treten. Durch die ständigen Wechsel zwischen der Gegenwart und den Geschehnissen in den 70er Jahren ist die Erzählweise der Geschichte sehr lebendig und die Spannung baut sich immer wieder neu auf. Die ganze Zeit über war ich gespannt, wie die Ereignisse der Vergangenheit sich auf die Gegenwart ausgewirkt haben. Auch das fast schon klaustrophobische Dorfleben und die vielfältigen Beziehungen und Verbindungen zwischen den Dorfbewohnern ist glänzend dargestellt, ergänzt durch angemessen dosiertes ostfriesisches Lokalkolorit. Sehr empfehlenswert für den Strandkorb und andere Urlaubsorte.

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  • Rezension zu "Janssenhaus" von Sigrid Hunold-Reime

    Janssenhaus
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    29. March 2011 um 18:32

    Klappentext: Familienbande: Emma von Odenwald, 31-jährige Köchin aus Hannover und immer noch Single, fühlt sich gegenüber ihren erfolgreichen, glücklich verheirateten Eltern als Versagerin. Sie ist zierlich, blond und hat mit ihren groß gewachsenen Eltern auch keine äußerliche Ähnlichkeit. Bei einem Frustbesäufnis mit ihrer besten Freundin Sandra Gabers gesteht Emma ihr, dass sie das Gefühl hat, adoptiert worden zu sein. Sandra überredet Emma zu einem Gentest über das Internet. Als das Ergebnis keine Übereinstimmung zeigt, konfrontiert Emma ihre Eltern damit. Widerstrebend nennen sie ihr eine Adresse in der Nähe von Pilsum und gestehen ihr, dass es keine legale Adoption war. Emma macht sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und stößt dabei auf ein Meer von Lügen und Verstrickungen. Statement: "Anfangs lieben Eltern ihre Kinder; wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie; manchmal verzeihen sie ihnen." Oscar Wilde So steht es am Anfang des Buches geschrieben. Wenn man am Ende der Handlung angekommen ist und es noch einmal liest, kann man vieles noch mehr verstehen bzw. nachvollziehen. Wie vielen Eltern mag es zu der damaligen Zeit so gegangen sein und wahrscheinlich auch noch heute. Die Frage bleibt ungeklärt und hat sich nur der Rezensionistin nach dem Lesen aufgetan. Beginnend im Jahre 2009 aus der Sicht von Emma von Odenwald geschrieben, wechselt es kapitelweise rückschauend in das Jahr 1976, den Beginn der Ereignisse. Und so führt uns die Autorin mit dem zeitlichen Jahreswechsel durch das ganze Buch. Bis zu diesem einen Tag hatte Emma immer geglaubt, die Tochter von Elisabeth und Gunther von Odenwald zu sein. Als ihr letzter Freund Hannes vor zwei Wochen mit ihr Schluss gemacht hatte, stand Emma wieder einmal vor dem privaten Nichts, ratlos, denn keine ihrer Beziehungen hatte es über die Zwei-Jahres-Grenze geschafft. Vor ihren Augen taucht das Bild ihrer glücklich verheirateten Eltern auf, ein perfektes Paar eben. Emma kann es nicht verstehen, dass ihre hochintelligenten Eltern ein Kind aufgezogen haben, dass mit Mühe ihr Abitur geschafft hat. Das Gefühl, ein Kuckucksei zu sein, anders als sie, bringt ihre Freundin Sandra auf die Idee, über das Internet eine Genanalyse zu machen. Und dann kam das Ergebnis, die Bestätigung für Emma: Keine Übereinstimmung. Warum, fragt sie, warum habt ihr mir das vorenthalten? Es wäre eine nicht legale Adoption gewesen und sie sollte nicht überstürzt handeln. Emma ist richtig wütend, aber zugleich auch enttäuscht. Nachdem sie nunmehr erfahren hat, dass Grete, die ehemalige Haushälterin ihrer Eltern, ihnen das Kind mit den Adoptionspapieren anvertraut hat, macht sich die Protagonistin aus Hannover mit vielen offenen Fragen auf den Weg in den hohen Norden. Ein kleines Dorf sei es, Richtung Emden, in der sogenannten Krummhörn. Dort würde Greta Schenk wohnen. Würde sie dort eine Antwort erhalten, warum sie, Emma, vor 31 Jahren weggegeben wurde? Auf der Suche im Ort wird Emma ungläubig von jedermann, den sie anspricht und nach dem Weg fragt, angeschaut. Zum Janssenhaus, zu dem blinden Janssen? Wollte sie da wirklich hin? Die kriegen doch kaum Besuch. Jedes Kapitel überrascht aufs Neue, sei es durch unerwartete Eröffnungen, aber auch durch die Schilderung ihres erstes Besuches bei Greta Schenk in diesem muffig, verdreckten Janssenhaus. Eine Mutter, die vor ihr steht, glanzlos, ein Hauch von Mensch. "Halt ein, Emma, lass es" ... Emma gibt sich bei ihrem ersten Besuch noch nicht zu erkennen, sie träumt davon, wie sie Greta an ihrem Geburtstag am nächsten Tag überraschen will und diese ihr ein sauberes, ordentlich aufgeräumtes Haus zeigt. Vergangenheit und Gegenwart, die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil, den Leser an die Hand zu nehmen, in die Geschehnisse einzutauchen. Man spürt förmlich in den Zeilen die aufgewühlten Emotionen von Emma nicht locker zu lassen, endlich wissen zu wollen, was war in der Vergangenheit geschehen. Als Emma am nächsten Tag zum Janssenhaus geht und ihr niemand aufmacht, entdeckt sie zwei Leichen: die blutüberströmt am Boden liegende Greta Schenk und ihr Lebensgefährte Janssen, erhängt. Was war hier geschehen? Die Mordkommission aus Wittmund rückt an und mit ihr Kommissar Strothe. Obwohl er nur eine Nebenfigur in diesem Buch ist, könnte man am Ende der Geschichte davon ausgehen, dass es kein Ende zwischen Emma und Strothe sein wird. Die zarten Bande zwischen ihnen waren fein herauszulesen. Durch Emmas Auftauchen in dem kleinen Ort, kurz danach die beiden Leichen im Janssenhaus, das Graben in der Vergangenheit fühlt sich jemand in der Krummhörn bedroht. Ganz außer Acht lässt sie die Bitte ihrer Eltern, die mit ihr reden wollen. Die ganzen Ereignisse, die angeblichen Morde und ein anonymer Brief an Emma veranlaßen ihre Freundin Sandra, Tomke Heinrich in die Krummhörn zu schicken. Emma will endlich die wirkliche Wahrheit wissen, denn das hier jemand etwas zu verbergen hat, ein Geheimnis vertuschen will, das ist ihr klar geworden. Fazit: Eine interessante Handlung - ein Krimi, aber nicht der klassischen Art, wie man es sich vorstellt - der Einblick gibt in die Lebensart der Generationen von Vergangenheit und Gegenwart. Sehr lebendig, fast bildlich, werden dem Leser die unterschiedlichsten Geschichten von Frauen herüber gebracht, denn sie sind doch wiederum alle miteinander verbunden. Es war mein erstes Buch der Autorin und sie hat mich überzeugt durch ihr feines Gespür, ihre Art und ihren Schreibstil machen das Buch zu einer wahren Freude. Das Cover im satten Grün gehalten, der verwitterte Zaun, die mit Moos überwucherte Mauer lassen nur erahnen, was sich dahinter verbirgt. Ich war sehr angetan von dem Buch. Es wird mit Sicherheit zu den Büchern gehören, die ich irgendwann einmal wieder in die Hand nehmen werde. Absolut lesenswert, empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Janssenhaus" von Sigrid Hunold-Reime

    Janssenhaus
    Regina-Neumann

    Regina-Neumann

    22. February 2011 um 14:06

    Dieses Buch ist weniger ein Krimi als eher eine Gesellschaftsstudie. Emma ist das Kind priviligierter Eltern, fühlt sich da aber irgendwie "unpassend". Aus einer Laune heraus macht sie einen Gentest und erfährt, ihr Gefühl hat sie nicht getrogen, sie "passt" tatsächlich nicht. Natürlich fühlt sie sich von ihren "Eltern" verraten, die ihr 31 Jahre lang ihre, nicht legale, Adoption verschwiegen haben und macht sich auf die Suche nach ihrer richtigen Mutter. Sie landet in Ostfriesland, im sogenannten Janssenhaus und tritt damit eine Lawine von ungeahnten Ausmassen los. Als Leser erfahren wir mehr als Emma. Die Autorin wechselt in ihrer Erzählung gekonnt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen der Sicht der Personen, die damals in die Angelegenheit involviert waren. Fast ist man froh darüber, daß Emma diese Details erspart bleiben, denn das Psychogramm, das da gezeichnet wird, ist düster und deprimierend. Emma hat nur den Namen Greta, die früher Putzfrau bei ihren Eltern war, und nun beim Vogel-Janssen in dessen Haus lebt. Einen Tag nach der ersten, vorsichtigen Kontaktaufnahme, sind die beiden alten Leute tot und Emma glaubt, ihre eben erst gefundene Mutter schon wieder verloren zu haben, ohne ihr gesagt zu haben, wer sie ist. Immerhin erfährt sie, daß Greta noch eine Tochter hatte und sie, Emma, damit wohl eine Schwester. Aber wo ist die und warum taucht sie nicht auf, jetzt, wo ihre Mutter tot ist? Und wer will, daß Emma aus Ostfriesland verschwindet? Obwohl es kein Kriminalroman im klassischen Sinn ist, ist das Buch äußerst spannend. Die Verstrickungen der einzelnen Personen, die Psychogramme und die sehr überraschende Auflösung lassen den Leser aber auch mit existenziellen Fragen zurück, die eigentlich nur jeder für sich selbst beantworten kann.

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