Sigrid Kraft Ardeen - Neue Wege

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Inhaltsangabe zu „Ardeen - Neue Wege“ von Sigrid Kraft

Die verzweifelte Suche einen Weg ins Nimrod zu finden setzt sich fort. Gezielte Forschungen bringen Meister Raiden diesem Ziel stetig näher, auch wenn der große Durchbruch noch nicht in Sicht ist.
Währenddessen werden Eryn und Ravenor mit verschiedensten Aufgaben bedacht, denen sie sich mit Intelligenz, Witz und Schlagkraft stellen. Dabei begeben sie sich auch auf Reisen, um mehr über Eryns Herkunft zu erfahren.
Als sich dann aber der Schleier lüftet, werden Wahrheiten zu Tage gefördert, die am besten im Dunklen geblieben wären …

Wie viel kann man eigentlich beim Schreiben falsch machen? Dieser Roman gibt die Antwort: SEHR viel.

— Der_Buchdrache

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    Ardeen - Neue Wege

    Der_Buchdrache

    31. March 2018 um 01:38

    Wenn ich könnte, würde ich „Ardeen Band 2: Neue Wege“ von Sigrid Kraft null Sterne geben. Ich wünsche mir die Möglichkeit mit dieser Reihe wirklich sehr, denn der eine Stern signalisiert mir, dass wenigstens irgendwas daran gut ist. Das ist nicht der Fall, wie ich bereits in meiner Rezension zum ersten Teil deutlich machte. Ich möchte besagte Rezension an dieser Stelle kurz zusammenfassen, da viele Punkte dort auch hier leider noch immer gelten. Für genauere Ausführungen verweise ich auf meine erste Rezension. Noch immer finden sich viel zu viele Fehler im Text: Zeichenfehler, Rechtschreibfehler, unvollständige Sätze, Leerzeilen mitten im Satz und zu guter Letzt auch hier wieder wechselnde Anredeformen. Der Einstieg ist pro Forma dieses Mal etwas besser gelungen, da er keine schnöde Beschreibung der Umgebung und des Charakters ist. Trotzdem ist schon der erste Satz in keinster Weise ansprechend, sondern vielmehr genauso langweilig und unkreativ erzählt wie alles, was danach noch kommt. Auch dieser Band ist wieder ausgesprochen parataktisch geschrieben, hypotaktische Sätze sind eine rare Ausnahme. Die einfache Sprache erweckt wieder einmal den Eindruck, als würde mir ein Kind die Geschichte erzählen. Die Wortwahl ist immer noch sehr einfach gehalten, lediglich hin und wieder fallen störend Worte einer höheren Sprachebene ins Auge, die so nicht in den Text passen. Gleichzeitig reflektieren die Charaktere jedoch auch inkonsequent über die Redeweise anderer. So beschwert sich Ravenor beispielsweise an einer Stelle über die „geschwollene Redeweise“ anderer, spricht aber im selben Augenblick von „Satisfaktion“. Genau solche Wörter wie „Satisfaktion“ hat er nur Atemzüge vorher bemängelt, verwendet sie aber dennoch selbst. Dieses Mal gibt es jedoch auch das andere Extrem: der inflationäre Gebrauch von Schimpfwörtern selbst in der Narration. Er wirft ein extrem schlechtes Bild auf die Narration insgesamt und ist zudem äußerst störend. Man wird stellenweise förmlich mit Schimpfwörtern übelster Couleur bombardiert und es will augenscheinlich kein Ende mehr nehmen. Dabei ist es nicht so, dass nur Charaktere der Unterschicht und der übelsten Sorte so sprechen. Nein, das zieht sich durch alle gesellschaftlichen und gebildeten Schichten in der Welt. Die trockene Narration des ersten Teiles ist hier nur noch stellenweise anzutreffen, wird jedoch durch eine monotone Gedankenrede ersetzt. Die Charaktere müssen ausnahmslos alles in Gedanken ausführlich kommentieren, dass man sich schon fragt, ab wann sie auch kommentieren, dass sie sich nun erleichtern müssen. An dieser Stelle kommt wieder einmal das Problem der verschiedenfarbigen Schrift ins Spiel: Die Autorin ist nicht in der Lage, einfach anzusprechen, wer gerade spricht oder vor allem denkt, geschweige denn anzuführen, in welcher Art und Weise dies geschieht. Stattdessen ist sie zusammen mit ihrem Verleger der Ansicht, dass Farbe die Lösung des Problems ist. Tatsächlich ist genau diese Farbe das Problem. Jedem Charakter ist eine Farbe zugeordnet, in welcher er denkt. Diese Farben sind zum einen häufig sehr unglücklich gewählt, da sie oft sehr grell sind, und zum anderen ist der Leser gezwungen, sich jedes Mal zu merken, welche Farbe welchem Charakter zugeordnet ist. Denn aus dem Kontext geht dies selten wirklich eindeutig hervor. Es passiert nicht selten, dass man auf einem einzigen Bildschirm (und ich lese auf der Kindle App am Handy!) zwei oder sogar manchmal drei verschiedene Personen im inneren Monolog hat, sodass auch nie wirklich klar ist, auf welcher Person soeben der Fokus liegt, was für zusätzliche Verwirrung sorgt. Die Seiten wirken dadurch, als sei jemand mehrmals mit verschiedenen Farbeimern darüber ausgerutscht. Durch die häufig fehlende Spezifizierung des inneren Monologs beziehungsweise der direkten Rede ergibt sich das Bild einer monotonen Rede, in der alle Beteiligten auf jegliche Aussprache und Betonung verzichten. Wörter der deutschen Grammatik entsprechend aneinander reihen kann jeder. Die Kunst ist es, diese Wörter wohlklingend erscheinen zu lassen. Daran scheitert es hier an allen Ecken und Enden. Weiterhin fehlt natürlich auch hier das Lektorat, andernfalls hätte man weder farbige Schrift im Text gefunden, noch folgende Punkte, die ich auch in Teil eins beobachtet habe. Diese sind: - Fettgedruckt, unterstrichen - Leerzeilen statt Absätze (und das auch noch nicht einmal konsequent) - Capslock - Wortwiederholungen - Satzzeichen, welche im Rudel auftauchen (will explizit heißen: !!! und andere) - Fontwechsel (speziell für Band 2) - Listen (speziell für Band 2) Ganz besonders negativ fiel mir dieses Mal jedoch die Autorenanmerkung mitten im Fließtext auf. Wenn die Autorin nicht in der Lage ist, ihren teilweise völlig überflüssigen Infodump in den Fließtext einzubauen, dann soll sie ihn doch bitte einfach weglassen, statt ihre Leser aus dem Lesefluss zu reißen. Weiterhin bleibt der Kritikpunkt der fehlenden Linguistik bestehen. Die Namen sind allesamt wortwörtlich ohne Sinn und Verstand zusammengewürfelt, und das Wort „unhaer“ kann es so nicht geben, da zwischen der Sprache von Ardeen und dem Deutschen niemals Sprachkontakt stattgefunden hat. Auch das Lexikon wird weiterhin nach Lust und Laute ins Englische gewechselt. Nebst den bereits im ersten Teil genannten Wörtern „Sir“, „Lady“ und „scannen“ kommt nun „Pussy“ hinzu, eines der bereits angesprochenen Schimpfwörter. Fast könnte man meinen, dass die Autorin mit ihrem Werk irgendwie „cool“ und „jugendlich“ wirken möchte, auch wenn ihr das bei weitem nicht gelingt. Das geht auch mit der Charakterisierung der Charaktere einher. Ravenor und Eryn sind beide Mitte zwanzig, also tatsächlich sogar älter als ich, benehmen sich aber wie zwei fünfzehnjährige Teenager, die gerade entdecken, wie man Sex haben kann – und vor allem, dass das ja toll ist. Sie albern kleinkindlich herum, spielen Streiche und zeigen gar und gar keine Reife. Sobald Brüste vorbeiwackeln, scheinen sie und insbesondere Ravenor nur noch mit ihren Schwänzen denken zu können. Insbesondere Eryn entwickelt sich von einem Charakter ohne jegliche Tiefe in diesem Teil zu einem extrem nervigen Charakter ohne jegliche Tiefe. Er jammert ständig, dass ihm dieses und jenes nicht passt, zickt herum, setzt seinen eigenen Dickschädel durch, durchkreuzt ständig anderer Leute Pläne und schlussendlich rettet er trotz allem allen den Allerwertesten und ihm gelingt alles. Kurz gesagt: Er ist eine zickende Gary Stu, was insbesondere deswegen problematisch ist, weil er einer der Hauptcharaktere ist und der Leser das die ganze Zeit über ertragen muss. Auch in diesem Band gibt es wieder etliche Ungereimtheiten im Verhalten der Charaktere und auch Logikfehler in der Narration. So heißt es beispielsweise gleich zu Beginn, dass Soldatenstiefel unbequem seien. Der Punkt ist nur: In dieser Kleidung muss man kämpfen können, ebenso lange laufen können. Wenn schon die Schuhe Blasen verursachen, ist das ganz gewiss nicht im Sinne des Erfinders. Auch werden die Stufen eines seit vielen Jahren versiegelten Grabes als „ausgetreten“ bezeichnet. Der Leser fragt sich: Ausgetreten wovon? Staubpartikeln in der Luft? Wohl kaum, denn die Toten können es ja nicht gewesen sein und sonst befindet sich niemand in diesem Raum. Weiterhin sieht Ravenor auf einmal in Prinz Raiden nicht mehr seinen Vater. Wann ist das geschehen? Der Umstand wird einfach mitten in der Narration erwähnt, nachdem es zuvor noch die ganze Zeit hieß, Ravaenor würde um die Anerkennung seines Vaters kämpfen. Wieder einmal wurde das Schreibprinzip „Show, don’t tell“ in sein Gegenteil verkehrt, wie es schon im ersten Teil so oft geschah. Dem Leser werden die Dinge vorgefertigt präsentiert, ohne einen wirklichen Prozess darstellen zu können. Ein weiterer erheblicher Kritikpunkt ist wieder einmal Eryn: Noch im ersten Teil wurde er massiv von Raiden gefoltert, welcher ihm sogar die Hand abschlug. Auch jetzt noch wird er von Raiden unterdrückt, ist für ihn kaum mehr als ein Laufbursche und wird von ihm regelmäßig beschimpft, geschlagen und als Nichtsnutz verspottet. Eryn hasste die Magie zu Beginn, denn sie ging seinem damaligen Weltbild komplett zuwider. Warum auch das inkonsistent ist, legte ich bereits in der ersten Rezension dar. Eryns Hass auf Raiden muss also sehr groß sein. Aber nein, stattdessen ist er ihm sogar dankbar! Er ist seinem Folterer dankbar dafür, dass er ihm seine Heimat und seine alten Werte und Normen stahl und ihm seine Identität wegnahm. Denn Eryn sagt selbst, dass er sich nicht mehr sicher ist, ob er überhaupt noch ein Fenn ist, und wenn er das nicht mehr ist, was er denn dann sei. Generell vermisse ich den gesellschaftlichen Unterschied. Gelegentlich werden die „Wilden aus den Bergen“, also die Fenn, angesprochen, aber das war es dann auch schon. Schon im ersten Teil verhielt es sich so: Eryn ist jetzt in Ardeen und schon scheinen alle eine Art Amnesie erlitten zu haben, die sich nur sporadisch auflöst. Es wird kaum einmal angesprochen, dass Eryn kein Einheimischer ist, ihn selbst stört es allerdings auch augenscheinlich nicht, dass ihm seine Heimat genommen worden ist. Wieder einmal: Das einzige, was uns gegeben wird ist „Tell“ aber kein „Show“, ist eine Wiedergabe von Ereignissen, aber keinerlei Emotionen, die nicht in irgendeiner Weise maskenhaft und aufgesetzt wirken. Generell fehlt diesem Band der rote Faden. Eryn ist jetzt da, lernt Magie … und lernt Magie. Ja, und? Weiter? Gelegentlich geht er mal an diesen Ort und macht das und dann geht er dahin und macht das. Es gibt keinen Spannungsbogen, stattdessen aber einzelne Episoden, die kein Gesamtbild ergeben. Es könnte genauso gut eine Sammlung von Kurzgeschichten sein, die irgendwie miteinander verknüpft wurden, um den Versuch eines gesamteinheitlichen Werkes zu ergeben. Auch dieser Versuch scheiterte wie alle anderen Versuche vor ihm. Schließlich und schlussendlich verstehe ich nicht, warum das Magiesystem so hoch gelobt wird. Kurz gesagt: Es existiert in dieser Reihe nichts, das die Bezeichnung „System“ verdient. Die Magie wird in zwölf Kreise eingeteilt, stellvertretend für zwölf verschiedene Schulen der Magie. Doch ist das bei weitem nichts neues, den Gedanken, Magie in Disziplinen zu unterteilen, hatten schon viele vorher. Und mehr ist tatsächlich nicht gegeben. Eryn lernt Magie. Schön und gut. Manches ist schwerer, manches leichter. Aber warum? Wie funktioniert die Magie, die er wirkt? Woher kommt sie, was unterscheidet die einzelnen Disziplinen? Nichts davon ist gesagt, wo mit auch nichts die Bezeichnung „System“ rechtfertigt. Das Fazit meiner ersten Rezension trifft auch hier wieder zu: Was man falsch machen kann, wurde falsch gemacht. Die einzige Kreativität, die sich zeigt, ist die Art der Fehler. Die Erzählung selbst ist unausgereift, inkonsistent und weist keinerlei Schönheit und Ästhetik auf. Die Autorin hätte vielleicht besser Illustration werden sollen, denn die gelegentlichen Bildchen sind das einzige, was hier halbwegs anschaubar ist.

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