Sigrid Lenz Der Duft der Omega-Wölfe 2

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Inhaltsangabe zu „Der Duft der Omega-Wölfe 2“ von Sigrid Lenz

Als Vernon glaubt, Dariel in einem Omega-Haus entdeckt zu haben, rastet er völlig aus. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um den jungen Omega wiederzusehen. Doch es gibt mächtige Instanzen, die genau das verhindern wollen. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt, aber Vernon bekommt unerwartet Unterstützung. Wird er Dariel finden oder ist es längst zu spät?

dieser zweite Teil knüpft nahtlos an den Vorgänger an, er ist wieder sehr emotional und fesseln

— KatjasLeselounge

Wie angekündigt hier die Rezension, dennoch absolut nichts für empfindliche Menschen!!!

— Caspian

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  • Wie angekündigt hier die Rezension, dennoch absolut nichts für empfindliche Menschen!!!

    Der Duft der Omega-Wölfe 2

    Caspian

    15. May 2016 um 10:08

    Zu allererst, die Bücher sind zwar getrennt voneinander erschienen sind aber absolut fortlaufend geschrieben und ich hab sie beide in einem Rutsch und in einer Nacht durchgelesen.Das Drumherum:Vor 200 Jahren hat ein Genwissenschaftler mit menschlicher und tierischer DNS rumgepfuscht und auf diesem Wege die Werwölfe erschaffen. So entstand durch viel und her eine Gesellschaft neben der Gesellschaft, wobei es wenig Kontakt zwischen Menschen und Wölfen (die durchaus zivilisiert sind) gibt. Unter den Wölfen gibt es einmal die Alphas - man könnte sagen die großen Wölfe - stark, schnell und gesegnet mit einem Anführerkomplex zum Niederknien. Die Betas, quasi die Otto-Normal-Wölfe und zu guter Letzt die Omega-Wölfe. Sie sind etwas Besonderes, zwar schwächer als die beiden anderen Gruppen, haben sie jedoch durch einen speziellen biologischen Umstand die Möglichkeit, den beiden anderen den Willen zu rauben. Omegas werden aus diesem Grund als Belastung für den Clan angesehen, sie werden wie Aussätzige behandelt und gelten als Abschaum. Ein Omega gerät etwa alle 2 Monate in Hitze. Dann will er, dass ein Alpha, übermannt von seinen wölfischen Instinkten, die Herrschaft über Ihn übernimmt. Ein in Hitze befindlicher Omega hat keine Kontrolle und will nur den Knoten eines bzw. seines Alphas spüren (öhm jeder der sich ein wenig mit Hunden/Wölfen auskennt, weiß was ich meine).Zur Geschichte im Buch:Im Buch geht es um zwei Wölfe. Zum einen um den Sohn eines Clanoberhauptes, ein Alpha durch und durch. Sein Name ist Vernon und als die Geschichte beginnt soll er mehr über andere Clans lernen und so seine zukünftige Führungsrolle kennenlernen. Bei einem Besuch dieser Art lernt er Dariel kennen, ein recht kleiner, schmächtiger Wolf, der noch unbestimmt ist. Seine Mutter ist eine Omega und über seinen Vater weiß er nichts. So trifft es sich, dass er und seine Mutter hoffen, dass er ein Beta wird. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm. Bei Ihrer Begegnung fühlt sich Dariel frei und Vernon unbeschwert, sie verleben ein paar wenige Stunden miteinander doch diese haben tiefgehende Folgen.Vernon kriegt Darial nach diesem Nachmittag nicht mehr aus dem Kopf und nach einem Jahr (er ist nun an einem Internat) beginnt er unterstützt von einem Menschen sich auf die Suche nach Dariel zu machen. Er muss erkennen, das Dariel ein Omega geworden ist und wie es scheint ein besonders gefragter. Die Suche ist schwer und führt ihn an viele unschöne Orte, die er sicher nie gesehen haben wollte. Die innere Zerrissenheit ist groß, besonders wenn er daran denkt, was Dariel erleiden muss. Omegas werden als Aussätzige behandelt, weil es in der Gesellschaft nur eine Art von Arbeit für sie gibt - als Nutten, Stricher und Sklaven.Dariel erleidet die Hölle auf Erden, sämtlicher Hoffnungen beraubt, nimmt sich der Alpha, der seine Mutter und seine Geschwister schützt, seiner an und bietet ihm Unterricht der übelsten Sorte an. Dariel kann nicht anders  und macht was der Alpha will. Der Wille des Alphas ist zu stark und  so kommt es, dass Dariel von seinem "Stiefvater" misshandelt und vergewaltigt wird. Dariel verabschaut es, doch sein Körper, der Körper eines Omegas, schreit danach.Nach kurzer Zeit flieht er von Zuhause und gerät immer teifer in den Sumpf. Er wird Stricher, drogenabhängig und von Zuhälter und Freier benutzt ob Freiwillig oder nicht. Auch er sehnt sich nach Vernon, er klammert sich an ihn wie der Ertrinkende an einen Rettungsreifen. Wer weiß, ober er ihn jemals wiedersehen wird.Bewertung:Der Duft der Omega Wölfe hat mich tatsächlich ziemlich beeindruckt. Die Kombination aus gesellschaftlicher Kritik, Fantasy und wenn ich an Dariel denke, Horror ist eine, die man nicht so häufig findet. Verpackt ist das Ganze in einem hervorragenden Schreibstil. Zum Ende war es so schlimm, dass ich es einfach nicht wegpacken konnte. Ich musste wissen wie es ausgeht. Wie geht Vernons Suche weiter - oder besser, warum sucht er überhaupt? Das ist unter Alphas nicht normal, er wird sogar als unnormal bezeichnet.Er ist der Alpha, der eher mit Omegas und Menschen zu tun haben will als mit seinesgleichen und das ist ungewöhnlich für die Königsrasse unter den Wölfen. Die Begründung die sich nach und nach rauskristallisiert ist wirklich gut und in dieser Welt etwas sehr Besonderes. Der Duft der Omega Wölfe ist ein Buch (ja klar in 2 Teilen), welches man in der Regel nur einmal liest und es dann lieber sein lässt, es zu wiederholen. Aber dieses Einmallesen lohnt durchaus. Mit hat es gefallen, auch wenn es ein schwieriges Thema und eine komplizierte Verknüpfung von Leitmotiven war. Obwohl es durchaus den Inhalt dafür hat, wurde hier auf das oftmals bei Büchern dieser Art benutzte pseudo intellektuelle verzichtet wofür ich sehr dankbar bin. Die Autorin versteht es sehr gut die Szenen extrem Bildhaft zu beschreiben, man sollte sich das Lesen also wirklich gut überlegen.In diesem Sinne kann ich nur jedem empfehlen, lesen wenn es die Nerven zulassen!

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  • Die Frage nach Moral in einer dystopischen Welt

    Der Duft der Omega-Wölfe 2

    Rosha

    23. July 2014 um 00:12

    Vernon glaubt Dariel gesehen zu haben. Beeinträchtigt durch seinen Drogenrausch kann er jedoch nicht sagen, ob dies Realität oder Wunschdenken war. Dennoch rüttelt ihn dieses Erlebnis derart auf, dass er seinen selbstzerstörerischen Kurs verlässt und seine Aktivitäten wieder neu zentriert. Die Hoffnung, die er schon erloschen glaubte, ist neu entfacht. Unterstützt von seinem Freund Dominik findet Vernon die Kraft seinen eigenen Weg zu gehen. Den Lebensentwurf, den sich seine Eltern für ihn gewünscht und geplant haben, hebelt er damit aus. Es kommt zum Bruch zwischen Vernon und seinem Vater. Von unbekannter Seite erhält Vernon Unterstützung und erstmals erkennt man, dass die Klan-Strukturen doch nicht so zementiert sind, wie sie zunächst wirkten. Die Geschichte um die Omega-Wölfe weist verschiedene Wahrnehmungsebenen auf. Es gibt die personelle Ebene, auf der Vernon und Dariel um etwas scheinbar Unmögliches kämpfen, das doch das Selbstverständlichste der Welt sein sollte: um das Recht, sich lieben zu dürfen. Eingebettet in eine dystopische Welt, die mit Fantasyelementen angereichert ist, bildet diese die zweite Ebene. Sie entführt den Leser in eine fremde Umgebung, weg aus bekanntem Terrain. Und doch, die dritte Ebene, eine politische, die ganz dezent als Subkontext auftritt, ist der Anker zur Realität, der mich als Leser Parallelen ziehen lässt. Zu Ereignissen, die die Menschheit erschüttert haben. Sie geben der Geschichte eine Tiefe, die zum Nachdenken anregt. Das Ende war für mich persönlich etwas zu rosa eingefärbt, aber ich denke, die sehr dramatischen Ereignisse rechtfertigen das ohne weiteres. Sozusagen zur Beruhigung aufgepeitschter Gemüter. ;-) Fazit: Ein gelungener Entwurf, eindringlich, aber auch verstörend. Vor allem deshalb, weil diese fiktive Gesellschaft uns auch einen Spiegel vorhält. Denn die Frage, wie viel Zivilcourage man selbst in Grenzsituationen aufbringen würde, mag nicht unbedingt angenehm oder gar einfach zu beantworten sein.

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