Sigrid Schein-Zint BLUTORANGE

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Inhaltsangabe zu „BLUTORANGE“ von Sigrid Schein-Zint

Die Freundinnen Ros und Marga suchen ihr Glück in Westberlin. Die Mauerstadt mit ihren vielfältigen Facetten pulsiert und verspricht das große Abenteuer, sich selbst zu erfahren.
Ros, die ihrer Freundin Marga ins geteilte Berlin Mitte der 1970er-Jahre folgt, beginnt ein Architekturstudium, obwohl sie lieber Kunst studieren würde. Die allgemeine Sinnsuche treibt vielfältige Blüten im Westteil der Stadt. Psychoanalyse ist out, Bioenergetik, Gestalttherapie und Encounter-Gruppen sind in, indische Gurus gelten als begehrte Lehrer und Meister.
Marga hat ihr Psychologiestudiums abgebrochen und hofft durch Selbsterfahrungsgruppen eine neue Lebensperspektive zu finden.
Beide Freundinnen geraten in Turbulenzen, die ihre Freundschaft auf die Probe stellt.
Sie durchleben die Höhen des Glücks und den tiefen Schmerz der Trennung. Welcher Weg ist der richtige?

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  • [ Rezension ] Blutorange

    BLUTORANGE

    Nelly87

    28. November 2014 um 19:59

    Inhalt Ros ist eine junge Studentin, die aus einem Dorf vor ihrem herrischen Vater und der tatenlosen Mutter nach West-Berlin flüchtet. Dort wohnt sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marga in einer WG. Obwohl ihr Vater gegen ein Studium war, fängt sie an, Architektur zu studieren. Doch eigentlich ist das auch nicht das ,was sie machen möchte. Ihr größter Traum ist es, Künstlerin zu werden. Als einer ihre Professoren ihr die Möglichkeit gibt, ihre Leidenschaft zu intensivieren, ist sie ratlos. Doch auch im Privatleben läuft nichts so, wie sie es gerne hätte. Neben einem One-Night-Stand mit Anton, der auch mit Marga geschlafen hat und Tom, einem guten Freund, der deutlich macht, mehr als nur Freundschaft zu wollen, gibt es da noch Heinrich, den charamten Buchverkäufer, die sie so nimmt wie sie ist. Doch bevor Ros sich zwischen Kunst und Architektur oder zwischen Tom, Anton oder Heinrich entscheiden kann, muss sie erst einmal sich selbst finden. Cover Bevor ich das Buch gelesen hatte, konnte ich mit dem Cover wenig bis gar nichts anfangen. Doch nach der Lektüre finde ich es sehr passend. Das Bild, das auf dem Cover zu sehen ist und die Farbexplosion, welche sogar über den Rand hinausgeht, könnte gut und gern von der Protagonistin Ros stammen, die immer mal wieder ihre Gefühle in ihren Bilder ausdrückt. Durch den weißen Hintergrund und die knalligen Farben fällt das Buch auch direkt auf. Daher: Aufgabe erfüllt. Das hat mir gefallen Zunächst ist mir sehr positiv der Schreibstil von Sigrid Schein-Zint aufgefallen. Sie schafft es, mit genau den richtigen Worten die Stimmung der Protagonistin rüberzubringen und trotzdem einen leichten, flüssigen Schreibstil beizubehalten. Außerdem konnte ich mir anfangs so gar keine Story zu dem Klappentext vorstellen und war dann überrascht, wieviel Handlung doch auf unter 300 Seiten zusammen kommen. Ros muss sich nicht nur über sich selbst klar werden, sondern auch Marga und Anna, zwei ihrer Freundinnen, haben Schwierigkeiten ihren Lebensweg zu finden. Durch diese Geschichte gelang es der Autorin, die Message des Buches gut rüberzubringen, nämlich: jeder ist für sein eigenes Schicksal verantwortlich. Auch die meisten Charaktere konnten mich überzeugen und stellenweise hab ich wirklich mitgefiebert, mit gelitten, mit geweint, mit gefreut. Schließlich war es wirklich schön, Berlin zu erleben, eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Da ich viele der U-Bahn-Stationen und Plätze kenne, die im Buch auftauchen, hatte ich das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Das hat mir nicht gefallen Als ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich auf eine Geschichte gehofft, die sich etwas mehr darum dreht, dass sie eben in West-Berlin zur Zeit der Mauer spielt. Zwar wurde hier und da erwähnt, dass der Todesstreifen vor der Mauer direkt unter dem Küchenfenster verlief, und es gab auch eine Szene, in der sich Ros mit Freunden nach Osten schmuggeln, aber ansonsten hätte die Geschichte auch zu jeder anderen beliebigen Zeit an jedem anderen beliebigen Ort spielen können. Vielleicht war es aber gerade damals den Menschen so wichtig, sich selbst zu finden. Vielleicht kann ich das nicht beurteilen, da ich Jahrgang 1987 bin und im Süden Deutschlands geboren wurde. Aber vielleicht hätte man das dann etwas deutlicher machen müssen. Außerdem bin ich bei den Charakteren etwas durcheinander gekommen, vor allem bei den männlichen Verehrern von Ros. Die hatte alle ziemlich ähnliche Namen, wie Heiner, Helmut, Heinrich... Da musste ich jedes Mal erst überlegen, welcher da jetzt gerade eine Rolle spielt. Schließlich ist mir die Hauptfigur Ros stellenweise wirklich auf die Nerven gegangen, da sie sich stellenweise echt im Selbstmitleid verliert und aber an den meisten Situationen gar nicht so unschuldig ist. Fazit Das Buch hat seine Höhen und Tiefen. Nach einem etwas holprigen Einstieg in die Geschichte konnte ich mich nach und nach darin einlesen. Da sich Positives und Negatives die Waage halten, vergebe ich drei Sterne

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