Sigrun Misselhorn Leben, Liebe, Zuckerguss

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Leben, Liebe, Zuckerguss“ von Sigrun Misselhorn

An ihrem 30. Geburtstag sieht sich Julia spontan gezwungen ihren langjährigen Freund zu verlassen, nachdem er ihr einen Heiratsantrag machte. Nicht nur, dass sie ihn nicht liebt, kann sie sich ein weiteres Leben mit ihm einfach nicht vorstellen. Doch erst am nächsten morgen wird die Tragweite ihres Handelns bewusst. Sie hatte nicht darüber nachgedacht, dass es seine Wohnung ist, in der sie mit ihm lebte und diese nun verlassen muss. Fortan stellt das Leben sie vor große Herausforderungen: Wo soll sie zukünftig wohnen? Wie schafft sie es ihr Gewicht in den Griff zu bekommen? Warum verliebt sich ausgerechnet ihr Chef in sie? Und was stimmt nicht mit ihr, weil sie sich bisher noch nie verliebt hat?
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leben, Liebe, Zuckerguss - Sigrun Misselhorn

    Leben, Liebe, Zuckerguss
    nef

    nef

    22. November 2014 um 11:24

    Inhalt: Julia hat eigentlich alles was eine Frau sich wünscht: einen guten Job, eine schöne Wohnung und einen sie liebenden Mann. Doch das reicht ihr nicht. Zu Julias 30. Geburtstag macht ihr Ulli, ihr langjähriger Freund einen Heiratsantrag. Das löst bei ihr eine ganz andere Reaktion aus als alle Gäste erwartet haben - Julia trennt sich von Ulli. Das hätte sie schon vor Jahren machen sollen, doch sie war einfach zu bequem. Eigentlich fing es schon falsch an. Ulli war im Studium der Schwarm aller Mädchen - und auch Julia fand ihn sehr ansehnlich. Als sich Ulli dann auch noch für sie interessierte war sie glücklich, wenn auch ungläubig. Nach einer gemeinsamen Nacht blieb sie irgendwie bei ihm hängen. Er stammt aus einem reichen Elternhaus, während sie sich die Studiengebühren und das Lehrmaterial nur mit Hilfe zweier Jobs leisten konnte. Doch Ulli machte ihr ein unwiderstehliches Angebot. Sie könnte doch bei ihm einziehen und dann seine Bücher benutzen. Dann bräuchte sie nicht mehr jobben und könnte mehr Zeit mit Lernen verbringen. Wenn sie dafür nur Ullis Freundin sein musste - warum nicht. Denn eigentlich entsprach er nicht ihren Vorstellungen. Der Sex war okay, aber Ulli war ihr eigentlich viel zu weich. Von Liebe sprach sie nie, schließlich liebte sie ihn nicht. Nur dank Julias Hilfe schafft Ulli den Abschluss des Jurastudiums und weil sie schon mal zusammen waren, blieb Julia auch nach Abschluss des Studiums. Jobmäßig hat sie es allerdings geschafft. Sie ist in einer großen Kanzlei angestellt und träumt von einer Partnerschaft. Mit ihrem Chef Robert kommt sie gut aus und die Arbeit macht ihr Spaß. Als nun die Trennung im Raum steht fühlt Julia sich befreit. Doch damit fängt das ganze Chaos erst richtig an. Sie muss aus der gemeinsamen Wohnung raus und weiß nicht wohin. Da nimmt ihre Nachbarin Gitte sie auf. Mit Gitte hat sie sich schon immer gut verstanden und da Gitte allein wohnt stört sie dort auch niemanden. Aber nach und nach vergeht die Zeit und Gitte hat tatsächlich einen Mann gefunden, den sie lieben kann. Julia fühlt sich wie das dritte Rad am Wagen und merkt, dass ihr tatsächlich auch jemand fehlt. Auch wenn der Sex mit Ulli kaum noch stattgefunden hatte, sehnte sie sich nach ein wenig Zärtlichkeit. In den letzten Jahren hat sie sich allerdings ziemlich gehen lassen und fühlt sich in ihrer Kleidergröße 42 alles andere als sexy. Sie ist viel zu dick und wird wohl nie jemanden finden, der sie wieder liebt. Aber wie sollte sie auch jemanden finden? Selbst in der Kanzlei wird sie als Inventar angesehen. Sie macht eine hervorragende Arbeit, aber niemand hätte auch nur sagen können welche Haarfarbe Julia hat. Nur Robert, ihr Chef, ist da anders. Die beiden sind ziemlich gute Freunde und irgendwie wird auf einmal aus einem Abend an der Bar mehr. Robert und Julia landen im Bett. Das ist nicht gut. Wie soll das in der Kanzlei weitergehen? Zumal Robert verheiratet ist und eine Tochter hat. Und Julia kann eh nicht glauben, dass Robert sie begehrenswert findet. Steffen, der neue Mann in Gittes Leben, will Julia helfen endlich glücklich mit sich zu werden. Dass er da eine verdammt harte Nuss zu knacken hat, ist ihm da noch nicht bewusst. Aber nach und nach kann er Julia für ein wenig Sport begeistern und auch die Ernährungsumstellung schlägt an. Plötzlich fühlt sich Julia begehrenswert und das nutzt sie aus. Der abweisende Till lässt ihn Julia eine Seite anklingen, von der sie gar nicht dachte, dass sie diese besitzt. Doch irgendwie sendet er zweideutige Signale. Schafft Julia es ihn für sich zugewinnen?Meinung: 'Leben, Liebe, Zuckerguss' ist ein Buch, das man lesen kann - es aber definitiv nicht muss. Ich hatte mir einen netten Roman erhofft und wurde maßlos enttäuscht. Die Hauptperson Julia ging mir schon bald auf den Senkel. Wenn man einen Menschen nicht liebt, sollte man ihm nicht vorgaukeln dass alles toll ist. Aber hier war ganz klar die Bequemlichkeit zu nett. Julia macht was sie will, jammert ständig rum und gibt gern anderen die Schuld für ihre Dummheit. Einen Stern vergebe ich bei diesem Buch dafür, dass die Autorin zumindest ganz gut schreiben kann. Denn obwohl die Geschichte eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Klischees ist habe ich bis zum Ende durchgehalten. Vielleicht hätte sie ja noch etwas retten können. Nein, leider nicht. In diesem Buch gibt es alles in einer Person: graues, dickes Mäuschen; dicker Sportmuffel; beste Freundin; schlanke, sexy Frau; sexhungriger Vamp; verliebte Göre; erfolgreiche, clevere Geschäftsfrau; Sportjunkie und verzweifelte Verlassene. Wie bitte soll man die Frau da ernst nehmen? Die Autorin spielt mit ihrer Protagonistin einmal die komplette Palette durch. Traurig. Es gab einen Lichtblick in diesem Buch - Gitte. Die etwas ältere Nachbarin ist einfach zum Knutschen. Ein Goldstück durch und durch und das genaue Gegenteil von Julia. Währe Gitte die Hauptperson gewesen, hätte das Buch mit Sicherheit mehr Sterne erhalten und auch mehr Spaß gemacht. Ich weiß nicht genau was sich die Autorin dabei gedacht hat, aber es ging gewaltig in die Hose.

    Mehr