Silke Birgitta Gahleitner Personzentriert beraten: alles Rogers?

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Inhaltsangabe zu „Personzentriert beraten: alles Rogers?“ von Silke Birgitta Gahleitner

Das Buch beschreibt Weiterentwicklungen der Beratungspraxis in den Feldern: Beratung im Internet, psychosoziale Beratung, Beratung in der Arbeitswelt und kultursensible Beratung. Einleitend wird die Theoriebildung Personzentrierter Beratung weiterentwickelt durch das interaktionstheoretisch und interdisziplinär begründete Konzept, die Differenzielle Diagnostik und durch die Systemtheorie. Das Buch zeigt maßgebliche konzeptionelle Weiterentwicklungen der Personzentrierten Beratungspraxis auf. Auf Grundlage der Theorie von Carl Rogers wird die Theoriebildung Personzentrierter Beratung weiterentwickelt durch das interaktionstheoretisch und interdisziplinär begründete Konzept, ergänzt um die Differenzielle Diagnostik und Inkongruenzanalyse und die Personzentrierte Systemtheorie. Vertieft dargestellt werden Entwicklungen für die Praxisfelder Beratung im Internet, psychosoziale Beratung in klinischen Handlungsfeldern, Beratung in der Arbeitswelt sowie in der kultursensiblen Beratung.

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  • Rezension zu "Personzentriert beraten: alles Rogers?" von Silke Birgitta Gahleitner

    Personzentriert beraten: alles Rogers?

    michael_lehmann-pape

    28. January 2013 um 13:41

    Handreichung zur Weiterentwicklung des personenzentrierten Ansatzes Ein interessantes Wortspiel mit mehrfacher Bedeutung, welches die Autoren durch den Titel zum Ausdruck bringe. Ist „alles Rogers“ (also alles in Ordnung) mit der Personenzentrierten Beratung. Ist die, auf der von Rogers entwickelten „Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie“, Personenzentrierte Beratung immer noch im „alles Rogers“ oder treten weitere Einflüsse hinzu? Oder, als letzte Implikation, sind in Person und Werk Rogers, gerade in Bezug auf beratende Tätigkeiten, solch grundlegende Wegbereiter gewesen, dass so gut wie in jedem Beratungsansatz viel von Rogers zu finden ist 8“alles Rogers“?)? Vielfache Implikationen, die nicht alle explizit im Buch ausgeführt werden, die aber dennoch in den einzelnen Beiträgen erkennbar mitschwingen. Gerade im Bereich der allgemeinen Beratung ist der Personenzentrierte Ansatz in Therapie, Beratung, Coaching, Seminaren, Fortbildungen und vielem mehr kaum wegzudenken und wird in seinen Grundvariablen auch von systemischen Ansätzen, von lösungsorientierten Ausrichtungen und vielen anderen Methoden übernommen und eingearbeitet. Kaum ein Ansatz, der nicht davon ausgeht, dass die „Kräfte zur Lösung“ vor allem (wenn nicht nur, wie bei Rogers), im Klienten zu finden wären, kaum eine beraterische Tätigkeit, die nicht ganz grundlegend die Basisvariablen „Empathie, Kongruenz und Akzeptanz“ in ihrer „beraterischen Haltung“ zu Grunde legt und umsetzt. Vielfach hat Rogers mit seinen bahnbrechenden Arbeiten gewirkt, schon zu Zieten damals im rahmen der Trainings durch Thomas Gordon oder in der anders fokussierten Herangehensweise von Eugen T. Gendlin. Wirkungen, die zu intensiven Entwicklungen geführt haben, die den gesamten Bereich der Personenzentrierten Beratung begründet und auf deren Basis sich dieser Ansatz nun im Lauf der Jahrzehnte auch in vielfacher Hinsicht zunächst ganz praktisch, durchaus aber auch mit zugrunde liegenden theoretischen Reflektionen, weiter entwickelt hat. Diese Entwicklungen sind es, welche die Herausgeber im vorliegenden Buch vorrangig aufzeigen und, in Teilen, auch theoretisch reflektieren wollen. „Ziel...ist es, die in unserem beruflichen Kontext erfahren Vielfalt und Dynamik konzeptioneller Weiterentwicklungen der Personenzentrierten Beratung – die inzwischen in alle Bereiche des Lebens und der Gesellschaft hineinwirkt – aufzuzeigen“. Ein Vorhaben, das den Herausgebern nicht nur in der vorliegenden Breite der Betrachtungen, sondern auch in der fundierten Tiefe durchaus gelingt. Nach einer Rückschau auf die historische Entwicklung des Ansatzes gibt das Buch methodisch und praktisch Auskunft über die „erweiterte Personenzentrierte Beratung“, über (hochinteressant und in dieser Form noch nicht oft Gegenstand theoretischer Reflektionen, gerade im Blick auf „die Beziehungsgestaltung in der Email Beratung“) die „Beratung im weltweiten Netz“, gefolgt von einem ebenso interessanten Blick auf die „klassische“ Anwendungsbereiche in den „klinischen Handlungsfeldern“. Die „Beratung in der Arbeitswelt“ mit einem Schwerpunkt auf das Coaching und Change Management, sowie Einlassungen zur „Kultursensiblen – kulturdifferenten Beratung“ runden die breite Darstellung des aktuellen Standes der Personenzentrierten Beratung in ihren Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ab. Eine Darstellung, die im gesamten und im einzelnen jederzeit die innewohnende Dynamik gerade des Personenzentrierten Ansatzes aufzeigt und gelingend dazu motiviert (und genügend Impulse dafür gibt), diesen dynamischen Prozess durch Diskussion und Forschung weiterhin zu entfalten. Nicht nur der engere Bereich der Personenzentrierten Beratung findet in diesem Buch eine Vielzahl von Anregungen und Einlassungen zur aktuellen Lage. Auch die ebenso vielen anderen Bereiche, die in der ein oder anderen Form maßgeblich vom Personenzentriertem Ansatz mit geprägt wurden und von diesem profitiert habe, werden reflektiert mit diesem Buch in und durch die Grundlagen ihrer Arbeit begleitet, die immer wieder darauf zurückführen, dass „nur über Bindung zur Lösung“ gefunden wird, sich somit alles Entwicklungsgeschehen primär in qualifizierten Beziehung entfalten kann und wird.

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