Silke Hein Das Haus im Amselgarten

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Inhaltsangabe zu „Das Haus im Amselgarten“ von Silke Hein

Mit einer unerhörten Aktion macht sich die Erzählerin der Geschichte zu Hause unmöglich. Sie flüchtet zur liebenswert-eigentümlichen Großmutter, die ganz in Heiterkeit auf ihrem Thüringer Dorf lebt, ein sehr bewegliches Mundwerk hat und neben einer Spezialsprache auch vorzüglich die feinen und groben Töne des ländlichen Zusammenlebens beherrscht. In ihrem Haus und Garten zeigt sich das einfache, doch sinnenfrohe Leben in ganzer Fülle. Menschen, die man als Originale bezeichnen darf, und kuriose Ereignisse treffen im Jahresrhythmus aufeinander. Für ganz spezielle Unterhaltung sorgen auch die Tiere, die fröhlich in Haus und Hof leben, nichts müssen, aber vieles dürfen. Neben der heiteren Erzählung schenkt die Autorin den Lesern außerdem noch einige feine Rezepte aus dem Familienschatz der bodenständigen Großmutter.

Wer mal eine Auszeit braucht, besucht am besten das Haus im Amselgarten

— dowo1981

Ein wunderschöner zeitloser Roman, der große Lust auf das ursprüngliche macht. Ein neues Lieblingsbuch.

— Lilofee

Ich habe mich rundum wohlgefühlt auf dem Thüringer Land.

— OmaInge

Ein richtiges Wohlfühlbuch mit tollen Figuren und unterhaltsamen Tieren!

— leserattebremen

Hat mir sehr gut gefallen,war toll zu lesen

— Katzenmicha

Schönes Buch über das Leben auf dem Dorf!

— mabuerele

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  • Ein Sommer im Paradies der Kindheit

    Das Haus im Amselgarten

    UlrikeG-K

    01. October 2017 um 22:55

    Die Erzählerin der herzerwärmenden Geschichte hält es, nachdem sie einen Bauarbeiter, der ihr den Frühling durch seinen Lärm vergällt, mit einem Pfeil in den Allerwertesten verwundet hat, für geraten, ihrem Zuhause zu entfliehen. Sie nistet sich bei der Großmutter in einem kleinen Dorf im Thüringischen ein - und verbringt dort, im Land ihrer Kindheit, einen wunderschönen, unvergesslichen Sommer im Einklang mit dem Rhythmus der Natur und dem, was sie so freigiebig zu bieten hat.Das kleine, rundum fröhliche Buch hat mir wunderschöne Lesestunden beschert!Es bringt mir ein Stück heile Welt zurück mitten im Stress und Getriebe unsrer hektischen Zeit.Auf dem Land, bei der Großmutter der Erzählerin, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, alles atmet Ruhe und Muse und Gelassenheit. Großmutters Ort erinnert mich in vielem an meine eigene Kindheit, die ich gar nicht weit von Silke Heins idyllischem Schauplatz verbracht habe.Einfach leben in diesem Frühling, dem folgenden Sommer und dem abschließenden Altweibersommer, mit all den Pflanzen und Düften und Lichtern, all dem kleinen und großen Getier, dem beschaulichen Dorfleben, den Festen, die anfallen und für kleine Höhepunkte sorgen - Silke Heins liebevoll-lebendige Beschreibungen bringen mir Erinnerungen an die heile Welt meiner Kindheit zurück!Obwohl die sich auf der Flucht befindliche Erzählerin als auch deren Großmutter, die aus der Zeit meiner eigenen Urgroßeltern zu kommen scheint, sind uneingeschränkt zum Liebhaben! Sie arrangieren sich so wunderbar miteinander, harmonisieren so perfekt, dass Altersbarrieren überhaupt keine Rolle spielen. Herzerwärmend fürwahr!Darüberhinaus flicht Silke Hein bezaubernde kleine Begebenheiten mit Menschen und Tieren in ihre Geschichte ein, bei denen man herzlich lachen kann ob ihrer Skurrilität oder einfach nur gerührt und berührt ist ob ihrer Wärmen und Freundlichkeit.Und beide, Großmutter und Enkelin, haben dazu noch ein großes Herz für Tiere! Während des Aufenthalts der Enkelin ziehen nach und nach Hund, Katze und Hängebauchschwein in Großmutters Haus im Amselgarten ein - zur Freude des Lesers, der gar nicht genug bekommen kann von den liebenswerten, anstrengenden, eigenwilligen neuen Mitbewohnern, die Großmutters Herz und das der Enkelin im Sturm erobern.Nur ungern trennt man sich am Ende des Sommers, der längst in den Herbst übergegangen ist, von den Bewohnern des Häuschens, das so liebevoll mit all dem bestückt ist, das das Leben vor vielen Jahrzehnten bereichert hat und von der Großmutter in Ehren gehalten wird.Einen Gutteil seines Charmes verdankt die Geschichte auch den detaillierten Beschreibungen der Autorin - sei es einer blühenden Wiese, eines schön gedeckten Kaffeetisches, der Amselschar, die dem Häuschen seinen Namen gegeben hat, oder der Zubereitung allerlei alter Gerichte, Marmeladen oder Likören.Obendrein werden auch noch Rezepte, zur Freude des Lesers, in die Geschichte integriert!Und zu meinem ganz persönlichen Vergnügen, denn gerade reift bei mir der köstliche Schlehenlikör nach dem Rezept, das die Verfasserin in der Originalhandschrift einer Urur...großmutter mit den entzückten Lesern teilt...Und weil mir das Büchlein eine solche Freude bereitet und meinen Alltag mit Sonne geflutet hat, möchte ich ihm eine herzliche Leseempfehlung hinterherschicken!

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  • ein wirklich schönes Buch, das zum Verweilen und Innehalten einlädt

    Das Haus im Amselgarten

    dowo1981

    11. September 2017 um 15:25

    "Das Haus im Amselgarten" ist wirklich schönes, liebevoll geschriebenes Buch.Wer mal die Nase gestrichen voll hat vom alltäglichen Stress, vom Terror und Krieg überall auf der Welt, wer nichts von Naturkatastrophen und verrücktspielenden Machthabern hören möchte, der ist mit diesem Buch goldrichtig beraten.Wir begleiten die Erzählerin zu ihrer lieben, etwas verschrobenen Großmutter, die auf dem Land wohnt, in einem alten Haus mit einigen Eigenheiten und tierischen Mitbewohnern. Dort verbringt sie einen Frühling, wie sie in ihn aus ihrer Kindheit kennt. Sie macht einfach alles zusammen mit der Großmutter, wie z.B. Pilze sammeln im Wald und diese danach zubereiten und gemeinsam essen. Der Leser erfährt, dass die Großmutter eine leidenschaftliche Kreuzworträtsellöserin ist und schon diverse Dinge gewonnen hat, die die Welt nicht braucht und die sie nun in ihrem Haus lagert. Es verstecken sich eh' viele "Schätze" und Kostbarkeiten in dem alten Gemäuer.Ich will an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten, was den genauen Inhalt des Buches angeht. Ich denke, jeder sollte sich selbst auf die Reise zum Haus im Amselgarten begeben und einfach mal abschalten.Was ich übrigens als sehr angenehm empfand, war die Ttsache, dass die einzelnen Kapitel sehr kurz sind und man mal eben schnell ein, zwei davon verschlingen kann.

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  • Leserunde zu "Das Haus im Amselgarten" von Silke Hein

    Das Haus im Amselgarten

    SilkeHein

    Das Haus im Amselgarten Ein paar Tage Urlaub zu Hause! Wie schön! Ein bisschen gärtnern, faulenzen, nichts müssen, alles dürfen! Was aber, kann man nur gegen den nervigen Pressluftbohrermann tun? Augen klimpern, Kaffee kochen, Würstchen braten, bitten und flehen… nichts hilft. Doch gerade als sich alle Waffen einer Frau als nutzlos erwiesen haben, findet sie etwas unter ihrem Gartenstuhl! Ich will nicht zu viel verraten, aber selbst der beste Indianer kann damit nur etwas anfangen, wenn er einen Bogen hat. : Leseprobe: Wenn man in einem großen alten Haus wohnt, muss man niemals etwas wegwerfen. Wie schön!Alle Stücke, die man gerade nicht braucht, von denen man sich aber nicht endgültig trennen möchte, kann man kurzerhand hinauf auf den riesigen Dachboden bringen. Man kann sie dort oben ablegen, denn es gibt jede Menge Platz. Wenn mehrere Generationen hintereinander von diesem Platzangebot Gebrauch machen, kann sich da aber auch eine ganze Menge ansammeln! Man betritt diese eigene stille Welt und kann sich nun durch ganze Epochen hindurchkramen. Es finden sich auf solch einem Dachboden alle möglichen großen und kleinen Dinge, die einstmals unentbehrlich schienen: Federbetten, Kirchenmäntel, Bücher, Likörgläschen, Steinguttöpfe, Nierentischchen, Einkochgläser, Reitsättel, Holzpferde, Kartoffelsäcke, Kinderstühlchen, Puppenhaus, Schwimmreifen, Nähkästchen, Blechspielzeug, verstaubter Kleinkram. Auf unserem Boden gibt es neben all den schönen Dingen einen braunen Reisekoffer. Man sieht sofort, dass er zu Lebzeiten tüchtig rumgekommen ist. Ein alter Gürtel mit prächtiger Schnalle hält ihn zusammen und unter dem Gürtel klemmt ein verblichenes Blatt Papier mit der Aufschrift: „Best of Tante Gisela“.  Im Koffer sind hübsche Kleider in pastellenen Farben Größe 36 aus den 30er Jahren. Diese kann heute keine normalgenährte Frau mehr tragen, aber soll man diese adretten Kunstwerke etwa wegwerfen? Das scheint unmöglich, also lagern sie hier im Koffer unter der Dachschräge, sinnvoll oder nicht. Ein blinder, rahmenloser Spiegel hat auch schon bessere Zeiten gesehen und wer sich darin als junger Mensch noch in all seiner Pracht gern ansah, ist leider längst verblichen. Nur eine Auswahl alter, eingestaubter Vasen kann sich nun darin bewundern und der gute alte Spiegel muss sich das gefallen lassen. Ein eigenes Universum ist dieser Dachboden mit seinem Sammelsurium und man kann wohl zu Recht sagen: ein weites Feld. Die astlochgemusterte Brettertür zum Dachboden hat keine Klinke, sie ist mit einem starken, krummen Nagel verschlossen, ihn drehe ich zur Seite, mir wird ganz märchenhaft und es fehlt nur noch, dass ich einen Zauberspruch aufsagen müsste. Ich würde sogar einen kennen. Aber Nein, ganz pragmatisch öffne ich die Tür und habe nun Ausblick auf die uralte Holztreppe mit ihren ungleichen, staubigen Stufen. Erstmal lausche ich. Das habe ich mir so angewöhnt, seit mir eines Tages ein munterer Marder auf dem Boden begegnete. Noch heute frage ich mich, wer von uns beiden bei unserer unerwarteten Begegnung in diesem stillen Reich wohl den größeren Schrecken hatte. Der Marder jedenfalls starrte mich stumm an, den Körper zur Flucht gespannt. Ich quittierte seinen Anblick mit einem unfreundlichen „Buh!“. Er huschte rasch ins Gebälk. Ich aber rannte die Treppe hinunter, nahm zwei Stufen auf einmal, was noch heute als die sportlichste und akrobatisch ansprechendste Leistung meines vergangenen Lebensjahrzehnts gilt. Auch wieso ich mir nicht Arme und Beine auf der holperigen Treppe brach, zählt zu den ungelösten Rätseln meines Lebens. Lange wagte ich mich danach nicht wieder auf den Dachboden hinauf, doch eines Tages war endlich die Einsicht gereift, dass ich selbst bei einem unerwarteten Wiedersehen mit dem kleinen Nager nicht in Lebensgefahr geraten würde.  Ich erklimme also die krummen Holzstufen, in einer Hand den Pfeil, mit der anderen halte ich mich am abgegriffenen Geländer fest, die Holztreppe hat immerhin Jahrhunderte auf dem Buckel und gilt somit zu Recht als unwegsames Gebiet. Auf der obersten Stufe treffe ich auf den einbeinigen Marsmenschen. Der Spielzeug- Raumfahrer mit dem silbernen Helm sitzt dort mit seiner Pistole in der Hand, seitdem er bei einer Kinderzimmeraussortierung in den siebziger Jahren für überholt befunden wurde. Auf dem Rücken trägt er einen grauen Tornister, darin schleppte er einstmals eine Flachbatterie herum. Durch Knopfdruck  konnte so seine Pistole leuchten und auf doppelten Knopfdruck konnte er seine Augen erglühen lassen. Wahrhaft außerirdisch! Nun sitzt er dort schon lange auf der Bodentreppe, mangels frischer Batterie bar aller Spezialeffekte. Vielleicht wartet er noch immer auf Gleichgesinnte?  Wie auch immer, ich grüße ihn nur kurz, betrete nun den eigentlichen Dachboden und suche nach dem Bogen. Erstmal finde ich einen Kalender aus den Achtzigern. Er handelt in zwölf bunten Blättern von der Stille und Harmonie dörflichen Lebens. „Wenn ihr wüsstet!“ sage ich zu den Kalenderdichtern, denen könnte ich was erzählen von ländlicher Ruhe! Erst möchte ich den Kalender am liebsten in die hinterste Ecke pfeffern, das würde mir sicher gut tun, dann aber lege ich ihn ins Puppenhaus, dort sitzen die kleinen Leute so hübsch auf dem Sofa beieinander, vielleicht wollen sie was von Harmonie und Stille lesen. Ich streife umher, endlich ich entdecke ich den Bogen, hinter dem alten Einkochtopf lehnt er an der Wand. Gebogene Haselrute noch immer elastisch, vorne dicke, gespannte Angelschnur. Ich trage den Bogen erst mal so umher, lege dann den Pfeil ein, ziele auf den Marsmenschen, wage keinen Probeschuss, am Ende würde es noch funktionieren.  Genau in diesem Moment nimmt ein Gedanke endgültig Gestalt an. Die Tat ist beschlossen. Wer mich jetzt sehen könnte, würde diese entschiedene Veränderung bemerken. Gut fühlt sich das an, wie sich die Muskeln heldenhaft am Oberarm straffen, wie der Pfeil in Spannung ist, losschnellen würde. Ja, würde, aber er tut es nicht. BRRRRRRRRRRRRRRRRR! BRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR! Selbst hier oben auf dem hohen Boden ist man vor dem fürchterlichen Krach nicht sicher. Offenbar will es der Pressluftbohrermann nicht anders!  Nun, liebe Lesefreunde, wie ihr euch sicher schon denkt: Wer mit Pfeil und Bogen hantiert, sollte sich erst einmal unsichtbar machen und wo könnte man besser untertauchen, als auf dem flachen Land. Dort trifft die Darstellerin auf kuriose Ereignisse und originelle Menschen, die sogar eine eigens für ihr Dorf hergestellte Spezialsprache beherrschen. Beim Leben im Haus der Großmutter stellt sich ein unbeschwert heiteres und sinnenfrohes Lebensgefühl ein, das längst verloren schien. Für Überraschungen und ganz spezielle Unterhaltung sorgen auch die Tiere, die fröhlich in Haus und Hof leben, nichts müssen aber vieles dürfen. Wer mit genießen will, wenn im Buch z.B. mit selbst hergestelltem Schlehenlikör gefeiert wird, der kann gern den kleinen Rezepten aus dem Familienschatz  folgen, die an den entsprechenden Stellen im Buch platziert sind. Mit meinem Verlag Salier verlose ich 10 Exemplare von meinem Buch „Das Haus im Amselgarten“ Für eure Bewerbung würde ich gern wissen: Wie sieht´s bei euch aus mit Sammeln und Aufheben? Habt ihr auch ein „Best of“, von dem ihr euch, sinnvoll oder nicht, einfach nicht trennen könnt? Das würde mich und sicher auch die anderen Leser sehr interessieren.   Bewerbt euch mit eurer Antwort bis zum 17. Juli 2017, wenn ihr zeitnah und vollständig an der Leserunde teilnehmen könnt. Bitte gebt an, wo ihr eure Rezension dann zusätzlich veröffentlichen würdet. Wenn ihr es wünscht, sende ich gern Bücher mit einer persönlichen Widmung. Viel Erfolg, ich freu mich auf euch! Silke

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  • Eine Reise aufs Land

    Das Haus im Amselgarten

    Lilofee

    15. August 2017 um 15:35

    Das Haus im Amselgartenvon Silke Heinerschienen am 1. Juli 2017im salier verlagDie Erzählerin flüchtet nach einer "unerhörtenAktion" zu ihrer Großmutter aufs Land. Dort in einem Thüringer Dorf hat die liebenswert eigentümliche Großmutter alles im Griff.Sie spricht nicht  nur eine Spezialsprache, sie beherrscht auch die feinen und groben Töne des ländlichen Zusammenlebens.Die Autorin hat eine ganz bezaubernde Art zu schreiben.Mit einer Prise Heiterkeit wird das Zusammenleben der Erzählerinund der Großmutter beschrieben. Das einfache Leben auf dem Land,die doch etwas schrulligen und originellen Charaktere und die ganze Tierwelt werden sehr liebevoll geschildert.Es scheint, wie eine Reise in die Vergangenheit wo noch andere Werte wichtig waren.Die Großmutter hat ein sehr großes Herz, nicht nur fürTiere und man spürt die Hingabe mit der sie ihre Lieben versorgt. Egal ob sie zwei- oder vier Beine haben.Dazu gibt es noch wunderbare Rezepte aus alten Zeiten.Ein wunderschöner zeitloser Roman, der große Lust auf das ursprüngliche macht.Eine Leseempfehlung, nicht nur für den Sommer.

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  • Sehr schöne Familiengeschichte auf dem Land

    Das Haus im Amselgarten

    Isabell47

    14. August 2017 um 20:39

    Die "Ich-Erzählerin" schildert wie sie an ihrem Urlaubstag, an dem sie eigentlich entspannen wollte, vom Presslufthammer so genervt wurde, dass sie Übeltäter mit Pfeil und Bogen abschießt. Glücklicherweise wird dieser nicht ernsthaft verletzt, aber so beschließ die Frau zu ihrer Oma zu fahren und dort den Sommer zu verbringen. Die Autorin schafft es durch ihren Erzählstil, dass ich mich gleich heimisch bei ihrer Oma fühlte. Die Oma ist ein liebenswertes aber auch sehr willenstarkes Unikum. Ich sehe den Garten der Oma vor mir. Ganz egal, ob es sich um das Kaffeekränzchen der alten Damen handelt oder um das Einkochen oder das Leben mit den Tieren, die die Oma aufnimmt, ich erlebe es mit. Eine wunderschöne mit Humor und Augenzwickern gespickte  Geschichte, die mir Dinge aus meiner Kindheit wieder vor Augen führte und bei der ich wunderbar entspannen konnte. Nebenbei  enthält das Buch einige der wunderbaren Rezepte von der Oma. Klasse!

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    • 2
  • Ich habe mich rundum wohlgefühlt auf dem Thrüringer Land.

    Das Haus im Amselgarten

    OmaInge

    12. August 2017 um 16:56

    Ein Bauarbeiter mit einem Presslufthammer raubt der Erzählerin die Ruhe und dann kommt ein Pfeil ins Spiel. Eine überstürzte Reise zur Großmutter aufs Land folgt und aus dem geplantem kurzen Aufenthalt wird ein Sommer auf dem Thüringer Land. Die Erzählerin nimmt uns mit aufs Land zu ihrer Oma in das Haus im Amselgarten. Die Oma ist eine patente Frau die gerne Kreuzworträtsel löst und dabei den einen oder anderen Preis gewinnt. Auch für die Probleme des Alltags hat die Oma immer eine Lösung parat und sei es der selbstgemachte Schlehenlikör. Die Früchte aus Garten und Feld werden von der Oma eingemacht  und nichts wird verschwendet. So wie unsere Omas eben waren, immer vorsorgen für "schlechte Zeiten". Fünf Rezepte runden das Buch ab, unter anderem für den Schlehenlikör. Zu den beiden Frauen stoßen während des Sommers einige Tiere die für amüsante Abwechlsungen sorgen. Vieles in dem Buch hat mich an meine Kindheit erinnert. Die Zeit des Einmachens, die Kaffeekränzchen der älteren Frauen, die "gute Stube" für den Besuch. Die Oma redet gern Dialekt aber es sind nur einzelne Sätze und die Erzählerin übersetzt für uns Leser ins "Hochdeutsche". Ich hatte keine Probleme mit dem thüringischen Dialekt im Gegenteil, er passt Geschichte. Wie duftet der Frühling? Ich hatte den Duft beim Lesen in der Nase. Genau wie die Ankunft der Schwalben und deren Gesang, der für mich den Sommer einläutet. Silke Hein versteht es die Düfte und Geräusche des Frühlings und Sommers in ihre Geschichte zu verflechten. Es geht besinnlich aber auch mal sehr lustig zu. Ich habe mich rundum wohlgefühlt auf dem Thüringer Land das nicht viel anders ist als meine norddeutsche Heimat.

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  • Zum Wohlfühlen

    Das Haus im Amselgarten

    Katzenmicha

    09. August 2017 um 13:57

    Mit einer unerhörten Aktion macht sich die Erzählerin der Geschichte zu Hause unmöglich. Sie flüchtet zur liebenswert-eigentümlichen Großmutter, die ganz in Heiterkeit auf ihrem Thüringer Dorf lebt, ein sehr bewegliches Mundwerk hat und neben einer Spezialsprache auch vorzüglich die feinen und groben Töne des ländlichen Zusammenlebens beherrscht. In ihrem Haus und Garten zeigt sich das einfache, doch sinnenfrohe Leben in ganzer Fülle. Menschen, die man als Originale bezeichnen darf, und kuriose Ereignisse treffen im Jahresrhythmus aufeinander. Für ganz spezielle Unterhaltung sorgen auch die Tiere, die fröhlich in Haus und Hof leben, nichts müssen, aber vieles dürfen. Neben der heiteren Erzählung schenkt die Autorin den Lesern außerdem noch einige feine Rezepte aus dem Familienschatz der bodenständigen Großmutter.Fazit:Die Autorin Silke Hein hat eine wundervolle schöne Sommergeschichte erzählt-die zum wohlfühlen einlädt.Von Anfang bis Ende war der Roman-das man ihn einfach nur lesen wollte.Ob es um den Pressluftbohrermann ging ,der mit seinem Minibagger immer wieder die Stille durchbrach.Oder um den armen Lenny,dem Hund aus dem Tierheim-man fühlte und spürte gleich mit.Das Buch schicke einen in eine schöne,humorvolle,friedliche Zeit-wo alles leichter war.Ohne Stress,es wurde Picknick gemacht,wo man sich in Gedanken dazu setzte und die liebevollen Rezepte(die auch im Buch mit drinnen sind)ausprobierte.Man fühlte sich mit der Natur verbunden.Und dann das Kellergespenst,ich habe so machen Grinser gehabt-der Kater aus dem Keller.Einfach super,ich fühlte mich so maches mal zu meiner Urgroßmutter zurück versetzt,zwar in Hessen nicht in Thütigen-aber das ist egal.Genauso war es da-so heimelig so schön.Danke!Vielen Dank,das ich das Buch lesen durfte,es war sehr,sehr schön-ich hätte gerne mehr wie 5 Sterne gegeben-volle 10 hätte es von mir bekommen.Auch möchte ich mich für die schöne Wittmung bedanken nd die beiden kleinen Zweige die dabei waren.

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  • Ein Sommer auf dem Land

    Das Haus im Amselgarten

    leserattebremen

    08. August 2017 um 09:16

    Aus Gründen, die hier ungenannt bleiben sollen, muss die Erzählerin ihr Haus im Frühling verlassen, zu lächerlich hat sie sich gemacht mit ihrem Verhalten, findet sie. Also zieht es sie zu ihrer Großmutter und gemeinsam mit ihr entdeckt sie die Ruhe und die Vielfalt des ländlichen Lebens wieder. Das Leben mit den Tieren und den Jahreszeiten bietet viel Stoff für unterhaltsame Geschichten und einzigartige Charaktere, die die Geschichte schön in Schwung bringen.Zahlreiche Geschichten sind in diesem Buch locker aneinandergereiht, verbinden sich jedoch unter dem Spannungsbogen der Flucht aufs Land, auf den Hof der Großmutter. Die Geschichten sind durchweg sehr unterhaltsam, teilweise sind kurze Szenen im Dialekt geschrieben, aber immer gut verständlich im Kontext, so dass auch ortsfremde Leser den Texten sehr gut folgen können. Mir haben besonders die Beschreibungen von Menschen und Tieren unglaublich gut gefallen, das Individuelle der Figuren wird wunderbar dargestellt und man kann gar nicht anders, als sich in die kreuzworträtselnde Großmutter genauso zu verlieben wie in Lenny, den aus dem Tierheim geretteten Hund, der das Leben der beiden Damen auf das bunteste durcheinanderbringt. Diese Beschreibungen zeichnen das Buch meiner Meinung nach aus und machen es zu einem großartigen Lesevergnügen.Ich finde, man sollte Silke Heins Buch „Das Haus im Amselgarten“ nicht als Regionalgeschichten abtun, sie könnten sich so überall abspielen und das macht es so unterhaltsam und für alle Leser zugänglich. Besonders schön sind auch die jahreszeitlich passenden Familienrezepte, die eingefügt wurden und Lust darauf machen, sie selbst einmal auszuprobieren. Ich war schon nach den ersten Zeilen völlig abgetaucht in diese Sommerreise und kann sie jedem nur ans Herz legen, der sich für Mensch und Tier begeistern kann.

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  • Die Magie des Frühlings

    Das Haus im Amselgarten

    fasersprosse

    05. August 2017 um 22:56

    Was tut man, wenn der sehnsüchtig erwartete Frühling seine ersten Düfte verströmt und man das Erwachen der Natur in seinem Garten genießen möchte, doch der Bauarbeiter seit Tagen mit seinem Presslufthammer die Stille durchbricht? Man nimmt den Pfeil, der plötzlich neben dem Liegestuhl aufgetaucht ist, sucht auf dem Dachboden den Bogen und richtet beides auf ein Hinterteil. Um den Folgen zu entgehen, flüchtet man für die kommenden drei Wochen zur Großmutter.Gemeinsam lauschen sie nun den Vogelgesängen und nehmen die zarten Düfte des Frühlings wahr. Die ausgedehnten Mußestunden werden nur kurz unterbrochen als die Schwalben zurückkehren um sie gebührend zu begrüßen.Doch in so einem beschaulichen Landleben kann auch viel passieren. Badewasser blubbert über, Kaffeekränzchen finden statt, Geburtstage werden likörlastig gefeiert, im Garten werden die Liegestühle belagert, Kräuter werden gesammelt und beim mobilen Friseur werden Neuigkeiten ausgetauscht. Und stetig vermehren sich die Bewohner des Hauses. Wem will man es verdenken, dass aus drei Wochen ein paar mehr werden, weil sich das Leben einfach so gut anfühlt.Das Buch hat mich in einen Traum von einem schönen und erfüllenden Leben auf dem Land versetzt. Die Figuren sind liebevoll beschrieben. Die Großmutter ist besonders herausgearbeitet. Ihre Sätze wie z. B. „einer müsste mal …“ passen ebenso gut zu ihr wie ihr „Gemurmel“. Hin und wieder spricht sie in ihrem Dialekt, das macht sie noch authentischer.Eine feine Einlage sind die abgedruckten Rezepte, wie z. B. vom Holunderblütengelee oder vom Schlehenlikör mit dem Foto eines alten handgeschriebenen Rezepts.In der Beschreibung der alltäglichen Handlungen habe ich die Wertschätzung für ein Leben mit der Natur und mit den Tieren gespürt.Manchmal bin ich in dem Buch hin und her gependelt zwischen der Magie der Jahreszeiten und den vielfältig beschriebenen wunderbaren Gerüchen, die in mir eine angenehme nostalgische Atmosphäre erzeugten, und der Absicht Ereignisse humorvoll darzustellen. Die heitere Grundstimmung wäre für mich ausreichend gewesen.Das letzte Kapitel hat dem Buch einen sehr heimeligen Abschluss gegeben, so dass ich es mit einem wohligen Gefühl zuschlagen konnte.

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  • Eine Oase der Ruhe

    Das Haus im Amselgarten

    mabuerele

    01. August 2017 um 20:47

    „...Eine Libelle setzt sich ins trockene Ried, fächert zart mit ihren Regenbogenflügeln. In ihnen schimmert die Nachmittagssonne in pastellenen Farben...“ Die Erzählerin möchte in Ruhe die Tage des Frühlings genießen. Dann kommen zwei Dinge zusammen. Sie findet im Garten einen gefiederten Indianerpfeil und vor ihrem Haus raubt ihr ein Preßluftbohrermann mit seinem Werkzeug den letzten Nerv. Dann findet der Pfeil sein Ziel, und sie zieht für eine gewisse Zeit in das Häuschen ihrer Großmutter in Thüringen. Die Autorin hat eine humorvolle und lockerleichte Sommergeschichte geschrieben. Im Gegensatz zu vielen an den Büchern dieses Genre spielt die Geschichte zwar auch in der Gegenwart, aber sie strahlt ab und an das Flair der Vergangenheit aus. Im Häuschen der Großmutter fühle ich mich als Leser in eine Zeit zurückversetzt, wo das Leben mit und in der Natur alltäglich war und Hektik ein Fremdwort. Das heißt nicht, dass nicht geschieht. Aber alles passiert in Ruhe und in der jahrelangen Routine. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Der Autor gelingt es, Erinnerungen an die Kindheit abzurufen. Das gilt für die Erzählerin, aber auch für mich als Leser. Mit einer bildhaften Sprache voller Metapher und treffenden Adjektiven werden die Jahreszeiten und ihre Besonderheiten beschrieben. Obiges Zitat ist ein Beispiel dafür. Die Erzählerin darf an liebgewordenen Ritualen der Großmutter teilnehmen, sei es das Kaffeekränzchen oder das Sammeln erster Pilze und Beeren. Die Großmutter ist aber auch offen für Veränderungen. Für die Zeit, wenn die Enkelin wieder in ihre Welt zurückkehrt, wünscht sie sich einen Hund. Der sorgt für Abwechslung im Lebensablauf, und er wird nicht das einzige Tier bleiben. Sehr geschickt versteht es die Großmutter, der Enkelin klar zu machen, was sie zu tun und zu lassen hat. Einkochen, Ansetzen von Likör und Gartenarbeit strukturieren den Tag. Mit dem einen Nachbarn kann man, mit dem anderen weniger. Um geistig fit zu bleiben, löst die Großmutter Kreuzworträtsel. Gewinne sind eine gewünschte Zugabe. Die fränkisch-thüringische Mundart der Großmutter gibt dem Buch seine besondere lokale Atmosphäre. Für Nichtthüringer wird jeweils durch die Erzählerin übersetzt. Ein feiner Humor durchzieht die Handlung. Etwas Besonderes sind die 5 alten Rezepte, die im Laufe der Geschichte nicht nur beschrieben, sondern auch abgedruckt werden. Eines davon ist auch in der Kurrentschrift enthalten, in der es einst angefertigt wurde. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es erinnert wieder einmal daran, welche Ruhe und Schönheit in der Natur im Laufe des Jahres zu finden ist. Die Erzählerin konnte in dieser Zeit viel Kraft tanken und mir hat sie einige wenige Stunden der Besinnlichkeit und der Erinnerung geschenkt.

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    • 5
  • Ein Buch zum Seele baumeln lassen

    Das Haus im Amselgarten

    SiWel

    01. August 2017 um 12:02

    Das Buch " Das Haus im Amselgarten " von der Autorin Silke Hein, erschienen im salier Verlag ist das reinste Wohlfühlbuch. Alleine das Cover strahlt für mich schon Ruhe und Zufriedenheit aus.Die Erzählerin der Geschichte hat an ihrem Wohnort etwas nicht so damenhaftes gemacht und mußte den jetzt schnellstmöglich verlassen.Als Zufluchtsort wählt sie ein kleines Dorf in Thüringen aus.Dort wohnt ihre Großmutter in einem Haus alleine mit einigen Tieren als Hausgenossen und da hat sie sich als Kind schon immer behütet und gut aufgehoben gefühlt. Die Oma ist ein Unikat, nimmt kein Blatt vor den Mund, spricht ihre eigene Mundart und löst am liebsten Kreuzworträtsel. Die sinnvollen bzw. unsinnvollen Gewinne davon sammelt sie im Haus.Hier beginnen nun viele liebevoll zusammengestellte kleine Geschichten. Sie führten mich vom Frühjahr bis zum Spätherbst mit  durch die wunderschöne Gegend Thüringens. Ich bin mit  durch Wiesen und Wälder gewandert, habe je nach Jahreszeiten Blüten, Pilze oder Früchte - die dann anschließend auch noch verarbeitet wurden, gesammelt. Selbst an die passenden Rezepte wird hier noch gedacht.Allerdings gibt es neben den Erlebnissen, die Geruchsinn, Wohlbefinden und innere Ruhe auslösen noch Kuriositäten.Die kreuzworträtselnde Oma sowie die Tierschar sorgen für einige Lacher bzw. Aufregungen.Es werden Feste gefeiert, selbstgemachte Liköre genossen, Feuerchen gemacht und in Parfüm gebadet. Nur um einiges davon zu nennen.Fazit: Manches der Dinge hat mich sehr an meine frühere Jugendzeit erinnert. Holunderblütengelee z.B. mache ich heute noch selbst. Meine Wohlfühloase war selbstverständlich ebenfalls bei meiner Oma.Wer also in Kindheitserinnerungen schwelgen will, bitteschön, der sollte das Buch unbedingt lesen.

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