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Jigoku

vor 1 Jahr

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Hallo zusammen,

mein neues eBook "Tabu - An einem schönen Frühlingstag" ist gestern erschienen, und ich wollte euch zu einer Leserunde bitten. Ein paar Details zu Buch: Es handelt sich um eine Kurzgeschichte, lässt sich also schnell lesen. Das Genre ist Drama, würde ich behaupten.

Also, ich würde mich freuen, wenn ein paar von euch Lust hätte, mal reinzuschauen! :)

((ACHTUNG: Das Buch ist von mir bewusst mit einer Empfehlung ab 18 Jahren ausgestattet worden. Es behandelt das Thema Kindesmissbrauch in einer sehr ungeschönten Art - wer mit dieser Thematik persönliche Probleme hat, sollte vielleicht lieber nicht mitlesen.))

Autor: Silke Labudda
Buch: Tabu: An einem schönen Frühlingstag

Marlee3007

vor 1 Jahr

Ups.. dann bin ich bis jetzt wohl die einzige :O Aber ich würde mich gerne bewerben :) Eine Kurzgeschichte ist ja schnell gelesen :)

Dion

vor 1 Jahr

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Ich würde auch gern mitmachen.

Jigoku

vor 1 Jahr

@Marlee3007

das freut mich - ich brauche dann nur deine E-Mail, damit ich dir das ebook zusenden kann :)

Jigoku

vor 1 Jahr

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@Dion

danke - ich habe dir eine Mail geschickt :)

Marlee3007

vor 1 Jahr

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Ich habe meine Rezension bereits geschrieben, allerdings bin ich mal wieder zu unfähig den Link zu finden und zu kopieren :D

Jetzt würde ich gerne genauer auf die Geschichte eingehen.
Als ich mit dem Text angefangen habe, habe ich felsenfest damit gerechnet, dass es sich bei dem Täter/Opfer Verhältnis um den „typischen“ Fall von erwachsenem Mann und kleinem Mädchen handelt.
Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich etwas verwirrt, weil ich dachte, dass das Opfer zu uns spricht. Und das als 16-Jähriger Junge ? Oke, selten aber kommt sicherlich auch vor.

Als der Junge, dann schildert, wie er die spielenden Kinder auf dem Spielplatz beobachtet, war ich der Meinung, dass er quasi nur ein Außenstehender ist, der die Situation die zwangsläufig Folgen wird beobachtet.
Doch ich wurde wieder überrascht : Der Teenager von 16 Jahren überredet einen 5-Jährigen Jungen dazu mit ihm ein Stück weiter zu gehen, um vom Spielplatz und der Schwester, die eigentlich auf den Kleinen aufpassen sollte, wegzugehen. Gesagt, getan.
Wie der Zufall es so will, musste der Kleine urinieren. Das erleichterte die Situation für den jungen Mann natürlich. Er Entblößte sich ebenfalls und Zwang den Kleinen zu sexuellen Handlungen. Nach der anschließenden Drohung, dass er dem Jungen mitsamt Familie im Falle dessen dass der Kleine etwas verrät, antut, verschwindet der Täter zu Fuß zum nächsten Bahnhof und fährt nach Hause.

Es gibt einige Dinge, die mir in dem Buch aufgefallen sind.
Oft ist es der Fall, dass man bei solchen Fällen erst mal mehr über das Opfer, als über den Täter erfährt. Hier ist es ein 5-Jähriger Junge, der bald in die Schule kommt und eine große Schwester hat. Er hat blonde kurze Haare und abstehende Ohren. Mit der Information, dass er eine karierte Jacke anhat kann man sich ihn so gut vorstellen. Er bleibt kein anonymes Opfer mehr,

Über den Täter erfährt man direkt zu Anfang, von seiner Liebe zum Vanilleeis mit Schokoladensauce. Bei der Aussage über den Winter, welcher viel zu lange war, können wir, die Leser ihm wohl größtenteils zustimmen. Der Junge Mann erzählt ein wenig über sich und dass seine Eltern, der Meinung sind, er würde ein guter Vater werden. Alles in allem kann man sich gut mit ihm identifizieren – denn wer mag nicht gerne Eis und den Sommer? - . Der Täter scheint mir erst einmal sympathisch.
Auch seine Schilderungen von dem Geschehen auf dem Spielplatz sind eher neutral, als dass man schon Rückschlüsse auf sein geplantes (?) Vorhaben ziehen kann.
Durch Aussagen wie „Wenn ich so ’nen Jungen hätte, würd ich immer auf ihn aufpassen“ verstärkt sich das Bild, von einem ganz normalen Teenager, der seine Zeit auf einem Spielplatz verbringt und die Leute ein bisschen gegen Langeweile beobachtet..

Doch er ist der Täter. Er geht einerseits sehr geschickt vor, da er den Jungen mit seinem Skatebord ködert und in eine abgelegene Richtung lenkt. Allerdings ist er auch unvorsichtig, wenn man bedenkt, dass seine Schwester in der Nähe ist und anscheinend auch andere Leute wie das ältere Ehepaar dort vorbei kommen.
Während und nach des Missbrauches schildert der Täter seine Gedanken, ihm hat es gefallen, doch plötzlich wird ihm klar, was er da angerichtet hat. Es scheint, als ob ihm die ganze Sache ernsthaft leid tut. Doch schon während er im Zugabteil auf dem Weg nach Hause sitzt, schildert er dass er es wahrscheinlich wieder tun wird – denn auch das war nicht das erste mal, dass er so eine Tat begangen hat.

Ich denke, dass die Autorin mit der Geschichte aufmerksam machen will.
Sie hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt. Der Täter ist einerseits ein normaler Teenie, er mag Eis und skaten, hatte bereits sexuelle Erfahrungen mit einem Mädchen und scheint laut seiner Eltern ein guter Kerl zu sein. Doch anderseits ist er eine Bestie – ich benutze absichtlich und ganz bewusst dieses Wort, denn wer sich auf so eine Art und Weiße an anderen Menschen, insbesondere an Kindern vergreift, ist in meinen Augen einfach eine Bestie. Leider ist das Thema, vor allem bei Fällen innerhalf einer Familie wirklich oftmals ein Tabu.
Der kleine Junge war vielleicht einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort und ist somit Opfer geworden.

Jeder kann ein Täter sein, und leider kann auch jeder zum Opfer werden. Man sollte aufmerksam durch die Welt laufen, die Augen offen halten und besser einmal mehr eingreifen, als einmal zu wenig. – Es kann immer und überall passieren. Auch an einem eigentlich schönen Frühlingstag.

Jigoku

vor 1 Jahr

@Marlee3007

danke für deine ausführliche Rezension und die gute Bewertung - es freut mich natürlich, dass du die Geschichte trotz des heiklen Themas gefallen hat. Und du hast sie genau so verstanden, wie ich sie gemeint habe, was mich fast noch mehr freut :)

Ehrlich gesagt hatte ich gemischte Gefühle, eine Leserunde zu veranstalten, weil Freunde von mir die Story nicht mal fertig lesen konnten, weil sie sie "zu krass" fanden. Aber du gibst mir Hoffnung, dass ich vielleicht noch mehr Leser finden werde, die nicht nach der Hälfte "aufgeben" ;)

Marlee3007

vor 1 Jahr

Jigoku schreibt:
danke für deine ausführliche Rezension und die gute Bewertung - es freut mich natürlich, dass du die Geschichte trotz des heiklen Themas gefallen hat. Und du hast sie genau so verstanden, wie ich sie gemeint habe, was mich fast noch mehr freut :) Ehrlich gesagt hatte ich gemischte Gefühle, eine Leserunde zu veranstalten, weil Freunde von mir die Story nicht mal fertig lesen konnten, weil sie sie "zu krass" fanden. Aber du gibst mir Hoffnung, dass ich vielleicht noch mehr Leser finden werde, die nicht nach der Hälfte "aufgeben" ;)

Klar, es ist ein heftiges Thema. Aber mal ganz ehrlich, man darf die Augen davor nicht verschließen. Jetzt könnte man natürlich auch darüber debattieren, "Ja aber wer denkt sich denn sowas freiwillig aus, und schreibt darüber dann auch noch, das ist ja krank !"
- Jaja, blabla. Und was ist mit den 100en von Psychothriller Autoren ?

Klar, viele können gegen solche Themen nicht an. Aber sie gehören dazu, und ich finde deine Geschichte wirklich eher aufklärend als grausam.

Ich habe mich auf jeden Fall gerne damit beschäftigt & freu mich, dass ich sie richtig verstanden und interpretiert habe :)

Jigoku

vor 1 Jahr

@Marlee3007

das sehe ich genauso - solche Dinge gibt es leider nunmal, und daher ist es auch nicht falsch, sich damit zu befassen und sie zu thematisieren.

Danke dir nochmal & ich wünsche dir ein schönes Wochenende :)

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