Silke Porath , Andreas Braun Klostergeist

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Inhaltsangabe zu „Klostergeist“ von Silke Porath

Pater Pius, Superior des Spaichinger Konvents, feiert mit seinen Brüdern die Morgenmesse auf dem Dreifaltigkeitsberg. Als die Mönche in den kühlen Novembermorgen hinaustreten, fällt ein Mensch vom Klosterturm, direkt vor Pius’ Füße: Es ist Manfred Engel, der Bürgermeister der kleinen Stadt. Kommissarin Verena Hälble aus Rottweil und ihr Kollege Thorben Fischer leiten die Ermittlungen. Als dem neugierigen Pater Pius beim Trauergespräch mit der Witwe „zufällig“ ein Kontoauszug in die Tasche seiner Kutte flattert, mischt auch er sich ein …

Netter Lokalkrimi

— Soeren
Soeren

Alles in allem ein recht spannend und sehr unterhaltsam umgesetzter Krimi, der mit viel Lokalkolorit, originellen und sehr sympathischen Protagonisten ausgestattet ist und bei dem der Humor absolut nicht zu kurz kommt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Netter Lokalkrimi

    Klostergeist
    Soeren

    Soeren

    05. January 2015 um 16:05

    Als der Bürgermeister von Spaichingen überraschend stirbt, ist die ganze Stadt in Aufruhr. Während die Kommissare Verena Hälble und ihr Partner Thorben Fischer erste Ermittlungen anstellen, ist Krimifan Pater Pius zunächst gar nicht so sehr an dem Fall interessiert. Als er jedoch zufällig auf einen bestimmten Kontoauszug stößt, ist seine Neugierde geweckt und er fängt ebenfalls an zu ermitteln. Nun, mehr oder weniger jedenfalls. Er hört sich hier und da ein bisschen um und ist zufällig immer gerade dann zugegen, wenn sich etwas Relevantes ereignet. Ähnlich geht es auch bei den zwei Kommissaren zu, die überall ein wenig herumstochern, aber nicht wirklich zum Kern der Sache vordringen. Entsprechend fällt dann auch die Auflösung des Kriminalfalls aus. Dazwischen gibt es jede Menge Trubel und Stadttreiben über Spaichingen zu lesen. Nach jedem Kapitel gibt es eine Zwischenmoderation vom Lokalradio, das darüber informiert, was den Einwohnern auf der Seele brennt. Was anfangs originell ist, zum Ende hin durch seine Häufigkeit aber etwas anstrengend wird. Pater Pius erster Fall „Klostergeist“ ist ein netter und gemütlicher Krimi für alle Fans kurzweiliger ZDF- und ARD-Unterhaltung, die leicht schmecken und nicht belasten soll. Nun bin ich mal gespannt, wie der nächste Band ausfallen wird.

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Kristina_mit_K

    Kristina_mit_K

    15. September 2011 um 18:12

    Megaspannend, superwitzig und extrem unterhaltsam. Einfach schwabelhaft! ;-)) Wir begeben uns ins beschauliche Spaichingen, einem schmucken Städtchen im Landkreis Tuttlingen (Baden-Württemberg). Zentrum des Geschehens: Ein altehrwürdiges Kloster auf dem Dreifaltigkeitsberg. Wer nun hinter den Mauern eine vollkommen weltfremde und verstaubte Bruderschaft erwartet, irrt gewaltig. Da wird während der Mahlzeiten auch gerne mal aus Monika Deterings 'Puppenmann' vorgelesen! :-) Der mysteriöse Turmsturz des Bürgermeisters Manfred Engel wirft viele Fragen auf. Ungewollt in diesen 'Fall' verwickelt: Pater Pius, Superior des Spaichinger Konvents, der einem direkt ans Herz wächst. Das Ermittler-Duo: Verena Hälble, die leitende Kommissarin und ihr Assistent Thorben Fischer. Eitler Pfau aus dem hohen Norden trifft auf schwäbische Arbeitsbiene ... Ein Paar, wie es ungleicher nicht sein könnte - und doch blitzt ab und zu, ganz heimlich und verstohlen, die gegenseitige Zuneigung durch. Es warten jede Menge Irrungen und Wirrungen - garniert mit einer Extraportion Witz & Esprit. Radio Donauwelle liefert mit liebenswertem Provinz-Charme die treffende Untermalung. Den Autoren ist es auf exzellente Weise gelungen, diesem Werk ein wunderbares Lokalkolorit zu verleihen! Ein packender und humorvoller Gänsehaut-Krimi, der durch seinen locker-flockigen, amüsanten und raffinierten Stil besticht. Die hervorragend herausgearbeiteten Figuren wirken sofort vertraut und 'lebendig'. Als Leser taucht man hautnah ein. Kurzweilig, amüsant und fesselnd! Ich konnte mich beim Lesen kaum bremsen! P. S. Der großartige Regisseur Erkan Mete hat als Buchtrailer ein stimmungsgeladenes Meisterwerk gezaubert, das u. a. bei YouTube zu finden ist.

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    25. March 2011 um 19:37

    Ein kleiner beschaulicher Ort irgendwo in Baden-Württemberg. Die Einwohner leben ein friedliches Leben und auch Pater Pius denkt in seinem Kloster auf dem Dreifaltigkeitsberg an nichts böses, als ihm plötzlich der Bürgermeister des Ortes vom Turm des Klosters her vor die Füße fällt. Die Frage, die sich hierbei stellt, war es ein Unglück? Selbstmord? Oder gar Mord? Verena Hälble macht sich mit ihrem neuen Kollegen Thorben Fischer an die Arbeit. Dabei werden sie unterstützt durch Pater Pius, dem der Sturz vor seine Füße einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Pater Pius ermittelt ist das erste Buch des Autorenduos Silke Porath und Andreas Braun. Die Geschichte ist trotz zweier Autoren flüssig und spannend geschrieben. Unterbrochen wird der Lesefluss allerdings durch die Einwürfe des Radios Donauwelle. Diese wiederum empfand ich als eine Wohltat, da sie zwar den Lesefluss bremsten, aber somit Zeit schufen, das Gelesene zu verdauen und selbst darüber nachzudenken, wer könnte denn nun der Mörder sein? Da die Einschübe meist sehr humorvoll gestaltet waren, wird der Leser somit in den Pausen" noch unterhalten. Die beiden Kommissare Hälble und Fischer kamen mir etwas zu blass rüber, dafür fand ich in Pater Pius eine sehr lebendige Figur. Obwohl das Buch mit seinen knapp 220 Seiten recht dünn ist, ist ein Lesespass garantiert. Fazit: Ein spannender und unterhaltsamer Krimi über ein beschauliches Dörfchen in Baden-Württemberg mit einem sehr sympathischen Pater als Ermittler. Ich würde mich über weitere Bücher mit Pater Pius sehr freuen.

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    beowulf

    beowulf

    18. March 2011 um 23:45

    Ein mit vile Liebe zum Lokalkolorit und zu den handelnden Figuren geschriebener sogenannter Regionlakrimi. Mir hat er sehr gefallen und man kann PAter Pius nur ein langes Ermittlerdasein wünschen.

  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    24. February 2011 um 22:47

    "Klostergeist" geschrieben von Silke Porath und dem Co-Autoren Andreas Braun ist ein sehr amüsanter Krimi aus dem Schwabenland. In Spaichingen fällt früh morgens der amtierende Bürgermeister vom hohen Turm des Klosters, ausgerechnet den Patern, die von der Frühmesse kommen, vor die Füsse. Er ist sofort tot. Kommissarin Verena Hälble und deren neuer Kollege, der Schönling Thorben Fischer, kommen aus Rottweil, um den Fall näher zu untersuchen. Vorerst spricht alles für einen Selbstmord, allerdings für viele Mitbürger sehr überraschend. Solch eine tat hätte man ganz allgemein vom Bürgermeister, der doch mitten im Leben stand, nicht erwartet. Nach und nach kommen immer mehr Zweifel, auch erstaunliche Motive ans Tageslicht, aber wer könnte denn der Mörder gewesen sein? Nicht nur Verena Hälbel ermittelt, auch Pater Pius geht einigen seltsamen Dingen nach. Ein Krimidebüt, welches Auftakt einer Krimiserie ist. Liebevoll werden die Schwaben auf den Arm genommen, mit ihren lokalen Radiosendern, ihrem Geiz und ihrer Neugier. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Es gab kaum eine Seite, auf der ich nicht laut lachen, schmunzeln oder kichern musste. Pater Pius erinnerte mich in seiner hilflosen Tollpatschigkeit manches Mal sehr stark an den berühmten Don Camillo, nur dass Pater Pius vom Holzkreuz keine Antwort erhielt. Verena Hälbel mit ihrer frischen Art, und der Schönheitsfanatiker Thorben Fischer trugen auch nicht wirklich zum Ernst des Falles bei, der sehr vielfältig und facettenreich aufgebaut ist. Ist ja schon immer erstaunlich, wieviel Schmutzwäsche ans Tageslicht gezerrt werden kann, wenn man mal so gestorben ist. Also ich habe mich auf nur 226 Seiten herrlich amüsiert, das Ende war zu kurz, die Lösung des Falles fand ich zu einfach, da wäre sicher mehr drin gewesen, auch 100 Seiten mehr hätten nicht geschadet. Aber egal, die Autorin schreibt schon fleissig am 2. Krimi, vermutlich wird sie auch da wieder ständig von Lachkrämpfen geschüttelt und muss Pause machen, auch egal, ich werde brav warten, bis er denn endlich erscheint.

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Ani

    Ani

    16. February 2011 um 16:34

    Nach der Morgenmesse treten die Brüder des Spaichinger Konvents hinaus in den kalten Novembermorgen. Plötzlich stürzt ein Mensch vom Klosterturm, direkt vor die Füße des geschockten Pater Pius. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um den Bürgermeister Hans-Jügen Engel handelt. Verena Hälble und Thorben Fischer werden auf den Dreifaltigkeitsberg gerufen und mit den Ermittlungen betraut. Einen Selbstmord schließen die beiden aus und deshalb konzentrieren sich ihre Untersuchungen auf das private und berufliche Umfeld des Bürgermeisters. Obwohl Pater Pius selbst tief erschüttert von den Vorkommnissen ist, leistet er der trauernden Witwe Beistand. Dabei gerät zufällig ein Kontoauszug in seine Hände. Pater Pius überlegt nicht lange, sondern steckt den geheimnisvollen Auszug in die Tasche seiner Kutte. Zurück im Konvent, bereut er seine spontane Tat zutiefst. Doch dann überwiegt sein kriminalistischer Spürsinn und Pater Pius beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Meine Meinung Der Einstieg in die Handlung fällt leicht, da man durch den Sturz des Bürgermeisters sofort mitten im Geschehen ist. Es gelingt dem Autorenduo hervorragend die düstere Atmosphäre des Novembermorgens zu vermitteln, sodass man schon fast versucht ist, sich beim Lesen fröstelnd über die Arme zu reiben. Das Interesse an dem Kriminalfall ist somit von Anfang an da und lässt auch im weiteren Verlauf der Handlung nicht nach. Das liegt sicher auch an den recht gegensätzlichen Protagonisten dieser Erzählung. Sie alle haben gewisse Eigenarten, die beim Leser die unterschiedlichsten Gefühle hervorrufen. Die Kommissarin Verena Hälble wirkt gründlich, aber durchaus sympathisch und liegt sehr oft im Wettstreit mit sich selbst. Ihr Kollege Fischer weckt dagegen zwiespältige Gefühle, da er sich nur schwer an eine weibliche Chefin gewöhnen kann, die Arbeitsplätze wechselt, sobald er sich von einer Freundin trennt und stets bewundert im Rampenlicht stehen möchte. Pater Pius ist keinesfalls weltfremd und verschroben. Er hat seine Schwächen und steht auch noch dazu. Dadurch wirkt er besonders sympathisch. Der Schreibstil der Autoren ist nicht nur locker und angenehm lesbar, sondern auch überraschend humorvoll. Man ist sich stets bewusst, dass die Handlung dieses Regionalkrimis im Schwabenland spielt. Die Bewohner des Städtchens sprechen so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und verwenden häufig den regionalen Dialekt. Dadurch wirkt die Erzählung besonders authentisch. Die Verwendung der Dialekte ist gut abgestimmt, sie nehmen also keinesfalls Überhand. Selbst wenn man nicht über die regionalen Sprachkenntnisse verfügt, sollte man den Gesprächen ohne Schwierigkeiten folgen können. Unterbrochen wird die Kriminalhandlung durch kurze Einschübe des Radiosenders "Donauwelle". Diese unterscheiden sich durch das Schriftbild von der eigentlichen Erzählung. Hier wird man mit regionalen Informationen versorgt und bekommt die Blitzerwarnungen der Umgebung geliefert. Entlaufene Hunde, Rabattschlachten der ansässigen Optiker, Hörerwünsche und Kurznachrichten lockern das Programm auf. Zunächst weiß man nicht, wie diese Einblendungen einzuordnen sind. Doch im weiteren Verlauf wird klar, dass sie nichts mit dem Kriminalfall zu tun haben, sondern nur als humorvolle Auflockerung zu betrachten sind. Leider gelingt das nicht immer, denn die hohe Anzahl der Einblendungen hemmt den Lesefluss der sonst so spannenden und humorvollen Krimilektüre. Die Kriminalhandlung ist durchgehend spannend. Das Autorenduo legt verschiedene Spuren aus, die man bereitwillig in die eigenen Ermittlungen einbezieht. Da Täter und Motiv lange im Dunkeln bleiben, ist die Spannung bis kurz vor Schluss gewährleistet. Das eigentliche Ende ist allerdings etwas enttäuschend, da es zu abrupt kommt. Man fühlt sich von den überraschenden Ereignissen und dem Abschluss etwas überrollt. Eine ausführlichere Schlussszene wäre hier wünschenswert gewesen. Das Kapitel " Was danach geschah..." liefert allerdings umfassende Informationen zum weiteren Geschehen. Dieser Teil versöhnt mit dem abrupten Ende und sorgt dafür, dass man das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zusammenklappt.

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2011 um 14:38

    Am frühen Morgen fällt der Bürgermeister Manfred Engel vom Klosterturm, genau vor Pater Pius' Füße. Dieser ist zutiefst erschüttert und erschrocken. Verena Hälble und Thorben Fischer sind die leitenden Ermittler in diesem Fall und sie beginnen gleich das gesamte berufliche und private Umfeld des Verstorbenen auf den Kopf zu stellen. Pius macht sich derweil auf zur Witwe, um ihr beizustehen und in den schweren Zeiten zu unterstützen. Doch bei seinem Besuch sticht ihm ein pikantes Detail ins Auge, dass ihn dazu veranlasst sich selbst in die Ermittlungen einzumischen und somit der Lösung immer näher zu kommen... Es ist schon ein Schock, als plötzlich der Bürgermeister vom Turm fällt und vor Pius' Füßen landet und genau dieses Detail veranlasst den Leser dazu sich weiter mit dem Geschehen auseinander zu setzen, denn der Anfang wirkt leider ein wenig zäh und man wird noch nicht richtig warm mit den Charakteren, daher sind Schockmomente wie dieser bestens geeignet, den Leser doch zum weiter lesen zu animieren. Generell wirken die Charaktere zum Teil suspekt und man weiß noch nicht wirklich was man von ihnen halten soll, doch man ist auf jeden Fall gewillt es heraus zu finden und natürlich hofft man auf tiefgründigere Erkenntnisse, so dass man sich mit der ein oder anderen Figur identifizieren kann oder zumindest ihr Denken und Handeln verstehen und nachvollziehen kann. Im Laufe der Zeit wird Pater Pius immer sympathischer und zu ihm lässt sich dann auch wirklich eine gute Bindung aufbauen, da er mit seiner gesamte Art weiß, den Leser für sich einzunehmen, denn an seinem Verhalten zeigt sich, dass unter seiner Kutte ein Mensch wie jeder andere steckt, der seine eigenen Sorgen und Probleme hat und natürlich versucht diese aus dem Weg zu räumen. Als er dann auch noch anfängt zu ermitteln, ist es ganz um den Leser geschehen, denn Pius gerät immer wieder in amüsante Situationen, die das Gemüt erheitern. Leider bleibt er der einzige Charakter, dem man so näher kommt. Von Beginn an macht man sich als Leser seine Gedanken was hinter dem Tod des Bürgermeisters stecken könnte und man bekommt auch allerhand Hinweise serviert, die es nun gilt zu selektieren, damit man zunächst einen Überblick erhält, denn teilweise sind die Indizien doch etwas verwirrend, da man plötzlich nicht mehr genau weiß wer nun was mit wem zu tun hat und warum. Aber genau das ist natürlich positiv zu sehen, denn ein Krimi wäre schließlich langweilig, wenn man ihn von Anfang an durchschauen würde und einem die Fakten ganz klar auf den Tisch gelegt würden. Trotz allem hat man jedoch schnell einen Anfangsverdacht, der sich am Ende dann auch bestätigt und somit keine große Überraschung mehr bietet, zumal der Schluss dann auch recht plötzlich kommt. Das Geschehen, welches sich jedoch drumherum abspielt birgt noch das ein oder andere Geheimnis, denn diese Zusammenhänge waren noch nicht unbedingt ersichtlich. Aufgelockert wird der gesamte Text immer wieder durch Meldungen des hiesigen Radiosenders, die dem Fließtext den Charakter einer Kapiteltrennung geben, obwohl diese eigentlich so nicht vorhanden ist. Diese Einschübe hemmen zwar in gewisser Weise den Lesefluss, inhaltlich spürt man davon aber nichts, denn sie sind an das Geschehen angepasst und kommen immer an den richtigen Stellen vor, so dass man förmlich auf die nächste Meldung wartet. Alles in allem macht die Lektüre Spaß und man fühlt sich auf alle Fälle gut unterhalten. Zwar gibt es den ein oder anderen Kritikpunkt, aber Pater Pius macht diese so gut wie wett, weil er einfach so ist wie er ist und man freut sich schon auf seinen nächsten Fall.

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Natalie77

    Natalie77

    11. February 2011 um 13:22

    Der Krimi ist sehr unterhaltsam und ohne Längen. Er liest sich flüssig und rasant. Die Geschichte wird in 4 Tagen erzählt und in den 4 Tagen passiert so einiges. Verena Hälble ist im Fokus dieses Falls. Man ist dabei wie sie ermittelt und untersucht, Verdächtige besucht und Zeugen verhört. Es gibt kaum Nebenhandlungen, der Fokus liegt auf dem Verbrechen und allem was dazu führte oder als Hinweis auf den Täter dienen könnte. Nur eine Ausnahme gibt es kleinere Texte aus dem Radio, die die Geschichte aber auflockern und ein wenig Witz rein bringen. Insgesamt gute Unterhaltung mit Witz und Charme

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  • Rezension zu "Klostergeist" von Silke Porath

    Klostergeist
    Bellexr

    Bellexr

    10. February 2011 um 07:09

    Hier ist Radio Donauwelle … . Beschaulich und friedlich geht es bei den Mönchen auf dem Klosterberg in Spaichingen zu. Bis eines Tages im November plötzlich der Bürgermeister vom Klosterturm stürzt, direkt vor die Füße des Superior und seinen Ordensbrüdern. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord? Dieser Frage gehen Kommissarin Verena Hälble und ihr Assistent Thorben Fischer nach. Doch auch Pater Pius‘ kriminalistischer Spürsinn erwacht, als er durch Zufall auf einen Kontoauszug mit einer merkwürdigen Abbuchung stößt. . Bei dem Autorenduo Porath/Braun bildet die Ermittlungsarbeit zu dem Fall eher die Rahmenhandlung. Der Fokus liegt eindeutig bei ihren Protagonisten. Und das ist beste Krimiunterhaltung mit einem guten Schuss Humor. Locker, flüssig und stellenweise richtig witzig ist der Schreibstil der Autoren und sie haben in ihrem Krimi einige herrlich schrullige, originelle und eigenwillige Charaktere geschaffen. . Allen voran natürlich Pater Pius. Dieser liest mit Vorliebe Stephen King und das am liebsten während er sich die Wartezeit beim Beichtdienst verkürzt. Und neben dem kirchlichen Gesang darf es auch gerne mal ein Song von den Rolling Stones sein. Auch ansonsten präsentiert dieser sich sehr menschlich, nie weltfremd und äußerst sympathisch. Ein wenig lernt man durch ihn natürlich auch das Leben im Konvent kennen, welches bei den Ordensbrüdern sehr harmonisch, beschaulich und freundschaftlich abläuft. Während des Essens wird schon einmal ein Krimi vorgelesen und sonntagabends muss natürlich der Tatort geschaut werden. Hierbei wird immer taper mit gerätselt, wer denn nun der Mörder war, meist gewinnt hierbei Pater Pius. Die restliche und somit die meiste Zeit gehen die Ordensbrüder natürlich ihrer kirchlichen Arbeit und dem Ordensleben nach, welches sie sehr ernst und gewissenhaft erfüllen. . Besonders gut gefallen haben mir die regelmäßigen Einschübe von Radio Donauwelle. Immer wieder berichtet der lokale Radiosender über die neuesten Ereignissen in Spaichingen inklusive Blitzerwarnung, Erfüllung von Hörerwünschen und Werbung von Sponsoren. Und hierbei die Rabattschlacht zwischen den beiden ortsansässigen Optikern zu verfolgen ist wirklich schon sehr witzig. Überhaupt ist der ganze Krimi mit viel Lokalkolorit durchsetzt, das Autorenpaar lässt ihre Figuren immer mal wieder Dialekt reden und man nimmt auch ein wenig am kleinstädtischen Leben teil und erfährt so einiges über seine Einwohner. . Wie gesagt liegt die reine Ermittlungsarbeit nicht im Fokus, kommt natürlich aber auch nicht zu kurz. So gehen Verena und Thorben einigen Spuren nach, suchen nach Feinden im Leben des Bürgermeisters, nehmen seine Lebensumstände näher unter die Lupe, aber eine heiße Spur lässt sich lange nicht finden, geschweige denn ein Motiv. Tatkräftige Unterstützung bei den Ermittlungen erhält Verena hier von Pater Pius, den sie seit ihrer Kindheit kennt und sehr mag. Er liefert ihr auch einen entscheidenden Hinweis, der sie schlussendlich auf die richtige Spur führt. . Zwischen den beiden Ermittlern herrscht anfangs ziemlich dicke Luft. Die burschikose Kommissarin, die ständig gegen sich selbst wettet, wie lange sie für eine Wegstrecke benötigt und sich bei Gewinn meist mit süßen Teilchen belohnt, kann ihren geschniegelten, machohaften Assistenten anfangs überhaupt nicht leiden. Das Nordlicht wechselt die Dienststellen immer dann, wenn er sich von einer Freundin trennt und dies traf in der Vergangenheit ziemlich häufig zu. So sind entsprechende Stellen im Norden Deutschlands mittlerweile ziemlich rar gesät und dadurch ist Thorben nun im „Schwabenländle“ gelandet. Und auch hier fängt er sofort an, bei dem weiblichen Geschlecht anzubandeln. Sehr zum Ärgernis von Verena. Doch so nach und nach stellen Beide fest, dass so unsympathisch der Andere doch nicht zu sein scheint. Diese zaghafte Annäherung der Beiden haben Porath/Braun wunderbar umgesetzt. . Überhaupt gelingt es ihnen sehr gut, ihren Charakteren fast augenblicklich Konturen zu geben und recht originell zu zeichnen. Einige Figuren entsprechen schon ein wenig dem Klischee, wie beispielsweise der stellvertretende Bürgermeister, wobei sein Verhalten aber herrlich witzig geschildert wird. Dann sind wieder Charaktere vorhanden und hier ganz besonders Pater Pius, die so ganz anders reagieren, als man anfangs angenommen hat und einen dadurch natürlich immer auch mal wieder in ihrem Verhalten überraschen, was auch bei dem Ermittlerduo der Fall ist. . Alles in allem ein recht spannend und sehr unterhaltsam umgesetzter Krimi, der mit viel Lokalkolorit, originellen und sehr sympathischen Protagonisten ausgestattet ist und bei dem der Humor absolut nicht zu kurz kommt.

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