Bye-bye, Traumfigur

von Silvia Aeschbach 
3,5 Sterne bei11 Bewertungen
Bye-bye, Traumfigur
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Unterhaltsam geschrieben aber hier bitte keinen Ratgeber erwarten.

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Ein Erfahrungsbericht über Selbstakzeptanz, die die Autorin selbst gerade erst beginnt zu entdecken.

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Inhaltsangabe zu "Bye-bye, Traumfigur"

Die Journalistin und Bestsellerautorin Silvia Aeschbach war schon als Teenager überzeugt, dass ihre Rundungen ein Irrtum der Natur seien. Und dass sie diese mit allen möglichen und unmöglichen Maßnahmen korrigieren, um nicht zu sagen, bekämpfen müsse. Doch ihr Streben nach der 'idealen' Figur entwickelte sich nie so, wie sie sich das gewünscht hatte. Heute – mit über fünfzig – sagt sie: 'Meinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, fällt mir noch immer nicht ganz leicht, aber ich habe einen Waffenstillstand beschlossen: Keine Diäten mehr, keine Workouts mehr, bei denen ich meine Grenzen überschreite, keine Selbstgeißelungen'. In ihrem Buch schaut sie zurück auf dreißig Jahre Kurvenkrieg, beleuchtet die Frage, ob Frauen heute, auch was ihren Körper betrifft, selbstbewusster geworden sind, und kommt zur Erkenntnis, dass nach wie vor viel zu viel kritisiert, korrigiert und optimiert wird. Dagegen – und davon ist sie überzeugt – gibt es ein einfaches Rezept: einen Gang runterschalten, den Wunsch nach einer androgynen Modelfigur in den Himmel schießen und sich mit dem, was ist, aussöhnen. Ihren beschwerlichen, abenteuerlichen und mitunter auch skurrilen Weg zu mehr Selbstakzeptanz, vor allem aber zu mehr Gelassenheit beschreibt sie offen, unterhaltsam und köstlich selbstironisch. Und sie meint: 'Ich habe die Körperweisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber ich hoffe, dass sich viele Frauen in meinen Geschichten wiedererkennen können. Denn egal, ob kurvig, rund, füllig oder dünn: Zu meckern gibts ja immer was.'

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783037630983
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Wörterseh
Erscheinungsdatum:04.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    MK262vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam geschrieben aber hier bitte keinen Ratgeber erwarten.
    Hilf dir selber sonst hilft dir keiner

    Die Autor schreibt hier Ihre Erfahrungen aus der Kindheit und in welchen Problemen Sie im Moment persönlich steckt. Ihr Schreibstill ist sehr unterhaltsam und locker geschrieben auch ein gutes Päckchen mit Selbstironie bringt Sie gut mit unter. Habe mit ein bisschen was anderes erwartet möchte das Buch aber nicht schlecht machen. Hier gibt es keine Ratschläge und Vorschläge oder sonstige Hilfsmittel. Hab mich in einigen Stellen wieder erkannt und gemerkt was so alles mit vielen anderen auch schief läuft. Die Gedanken und Tipps von Ihrem Ex Personal Trainer regen echt zum Nachdenken an. Hilf dir selber sonst hilft dir keiner! Ein Lebensmoto an dem jeder arbeiten muss ob Dick oder Dünn.

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    jamvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Erfahrungsbericht über Selbstakzeptanz, die die Autorin selbst gerade erst beginnt zu entdecken.
    Ein Erfahrungsbericht über Selbstakzeptanz, die die Autorin selbst gerade erst beginnt zu entdecken.

    „Im Zeitalter der Körperoptimierung ist der Grad zwischen Disziplin und zwanghaftem Verhalten schmal geworden…)"
    (Seite 178)

    Die Autorin Silvie Aeschbach ist Ende 50, beruflich hat sie einen weiten Weg hinter sich. Von der Kindergärtnerin zur Journalistin, in leitender Position war sie ebenso tätig wie als Model.
    Auf 189 Seiten erzählt sie uns die Geschichte ihres Körpers. Dabei geht es vor allem um das Auf und Ab ihres Gewichtes, verrückte Diäten, unreflektierte Aussagen von Freunden und Familie.
    Es geht aber auch um die Rollen und Körperbilder, in die wir Frauen und auch Männer uns zwängen wollen und lassen. 
    Um dem ganzen Selbstoptimierungswahn und Welt der gephotoshopten Influenzerinnen zu entkommen, bedarf es einer vernünftigen Selbstliebe. Einer Liebe, die Frau Aeschbach anscheinend gerade erst beginnt, für sich zu entdecken.
    Es ist ein schwieriger Weg, auf dem wir die Autorin hier begleiten. Viele Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Zeit als jungen Erwachsenen scheinen bei ihr noch so präsent zu sein, dass es beim Lesen selbst etwas in der Seele weh tut. 

    „Willkommen im eigenen Körper“ das verspricht der Titel, ganz dem aktuellen Trend zur Body-Positivy-Bewegung entsprechend. Leider hatte ich beim Lesen über weite Teile das Gefühl, dass die Autorin selbst noch nicht wirklich in ihrem Körper angekommen ist. Da wird noch immer von (zu dicken) Schenkeln und Speckröllchen geredet, von Größe 40 bis 42, in der man doch keinen Bikini tragen kann (warum nicht?) und dem Personal Trainer, den sie vor noch einem halben Jahr (!) zu Hilfe geholt hat, um ihren Körper in den Griff zu bekommen. 

    Der war für mich das einzige Highlight in diesem Buch, er hat ihr von seinem Burn-Out berichtet und wie er nun bewusster mit sich und seinem Körper umgeht. Und hat sie in eine andere Richtung gestoßen, damit sie endlich aufmerksamer mit sich umgeht.

    Fast schon fahrlässig wird verallgemeinert, denn nur mit wenig Kohlenhydraten geht’s und es ist davon die Rede „dass man heute einfach eine Nahrungsmittelunverträglichkeit haben muss, um im Trend zu liegen“ (Originalzitat Seite 182). Tja, ein direkter Schlag ins Gesicht für alle, die unter einer leiden. Und sich teilweise dafür schämen, weil sie von genau solchen Aussagen unterstellt bekommen, sie behaupten das nur, um irgendwie „in“ oder „wichtig“ zu sein!

    Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, die Geschichte einer 20ig bis 30ig Jährigen zu lesen, die noch am Anfang ihres Weges zu Körperbewusstsein und Selbstliebe steht. Von einer reifen Frau habe ich mir mehr Bewusstsein erhofft.
    Alles in allem lässt mich das Buch traurig und enttäuscht zurück. Trauer vor allem für die Autorin, die noch eine weite Strecke vor sich hat auf dem Weg zu Selbstakzeptanz.

    Fazit: Ein Erfahrungsbericht über Selbstakzeptanz, die die Autorin selbst gerade erst beginnt zu entdecken.

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    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer Erfahrungsbericht
    Unterhaltsame Gedanken zum Thema Selbstakzeptanz

    In ihrem Taschenbuch „Bye-bye, Traumfigur“ schreibt Silvia Aeschbach über ihren Weg zu mehr Selbstakzeptanz.

    Silvia Aeschbach, geboren 1960, lebt in Zürich, ist Journalistin, schreibt für das Onlineportal des „Tages-Anzeigers“ den Blog „Von Kopf bis Fuss“ sowie Kolumnen für die „Coopzeitung“. Im Wörterseh Verlag veröffentliche sie »Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld« und »Älterwerden für Anfängerinnen – Willkommen im Klub!«

    Die Autorin beschreibt ihre Erfahrungen auf dem Weg zu mehr Gelassenheit, überwiegend bezogen auf ihren eigenen Körper. Der Schreibstil ist unterhaltsam, sehr locker und teilweise selbstironisch. Sie will verdeutlichen, dass wir Frauen immer noch zu viel an uns kritisieren. Es fehlt uns wohl auch an Gelassenheit und an Selbstvertrauen. Das Wissen über Ernährung ist oftmals vorhanden, es fehlt eher die Einsicht zur Veränderung, auch bezogen auf die Lebensumstände. Leider gibt wenig Denkanstöße, Tipps oder psychologische Hinweise dazu im Buch. Auch die Frage „Ist man eigentlich glücklicher, wenn man dünner ist? wird zwar gestellt, aber nicht klar thematisiert.

    In der Erzählung über ihre Arbeit mit dem Personal Trainer und Coach Dave Baucamp ging es über bewusstes Verhalten, um körperlich und seelisch wieder mehr ins Gleichgewicht zu kommen. Leider wurden hier die verschiedenen Aspekte nur sehr oberflächlich angesprochen.

    In ihrem Interview mit der ernährungspsychologischen Beraterin Sara Barcos gab es interessante Gedankengänge im Zusammenhang mit der Ernährung. „Ernährung ist eben keine reine Wissensfrage, sondern stark emotional gekoppelt…..“

    Mir ist der Inhalt dieses Buchs insgesamt leider etwas zu flach. Als unterhaltsamer Erfahrungsbericht locker geschrieben, allerdings wenig Hilfe zur Selbstakzeptanz.


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    Paulaas avatar
    Paulaavor 3 Monaten
    Ganz witzig für zwischendurch

    INHALT:

    Die Journalistin und Bestsellerautorin Silvia Aeschbach war schon als Teenager überzeugt, dass ihre Rundungen ein Irrtum der Natur seien. Und dass sie diese mit allen möglichen und unmöglichen Maßnahmen korrigieren, um nicht zu sagen, bekämpfen müsse. Doch ihr Streben nach der 'idealen' Figur entwickelte sich nie so, wie sie sich das gewünscht hatte. Heute – mit über fünfzig – sagt sie: 'Meinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, fällt mir noch immer nicht ganz leicht, aber ich habe einen Waffenstillstand beschlossen: Keine Diäten mehr, keine Workouts mehr, bei denen ich meine Grenzen überschreite, keine Selbstgeißelungen'. In ihrem Buch schaut sie zurück auf dreißig Jahre Kurvenkrieg, beleuchtet die Frage, ob Frauen heute, auch was ihren Körper betrifft, selbstbewusster geworden sind, und kommt zur Erkenntnis, dass nach wie vor viel zu viel kritisiert, korrigiert und optimiert wird. Dagegen – und davon ist sie überzeugt – gibt es ein einfaches Rezept: einen Gang runterschalten, den Wunsch nach einer androgynen Modelfigur in den Himmel schießen und sich mit dem, was ist, aussöhnen. Ihren beschwerlichen, abenteuerlichen und mitunter auch skurrilen Weg zu mehr Selbstakzeptanz, vor allem aber zu mehr Gelassenheit beschreibt sie offen, unterhaltsam und köstlich selbstironisch. Und sie meint: 'Ich habe die Körperweisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber ich hoffe, dass sich viele Frauen in meinen Geschichten wiedererkennen können. Denn egal, ob kurvig, rund, füllig oder dünn: Zu meckern gibts ja immer was.

    COVER:

    Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Es sieht witzig aus und vor allem liebe ich Cupcakes! Es würde mir in einer Buchhandlung direkt ins Auge stechen.

    SCHREIBSTIL:

    Silvia erzählt natürlich aus der Ich-Perspektive, da sie ja aus ihrem Leben berichtet. Sie schafft es aber viel Humor in ihren Schreibstil zu bringen, so dass man als Leser des öfteren schmunzeln muss.

    MEINUNG:

    Ein witziges Buch. Silvia und ihr Körper haben ohne Zweifel schon viel durchgemacht und ich finde es toll, dass sie nun so zu sich stehen kann. Sie schildert dem Leser ihren langen Weg zur Selbstliebe und ist zweifellos noch nicht am Ende angekommen. Sie versucht anderen viel Mut zu machen sich so zu lieben wie man ist, allerdings geht es eigentlich nur um sie und ihre Geschichte.
    Das Buch war gut und angenehm zu lesen, aber es hat mir nicht u mehr Zufriedenheit mit meinem Körper verholfen. Ich habe auch nicht nach so einem Buch gesucht, aber für alle die sich hier das gewisse Etwas erhoffen, wird es wohl eher eine Enttäuschung.

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    Revontulets avatar
    Revontuletvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Erfahrungsbericht statt politischer Message
    Bis bald Traumfigur?

    Das Buch von Silvia Aeschbach ist interessant und ihr Stil leicht und humorvoll. Meine Erwartungen waren nur etwas andere. Sie schreibt, wie sie als Kind fast nichts gegessen hat und später übergewichtig wurde und so ständig mit ihrer Figur gekämpft hat und es teilweise noch tut. Ich habe mit einer gesellschaftskritischen, politischen Botschaft gerechnet, mit Tipps zur Selbstliebe und zu einem positiven Körpergefühl. Stattdessen handelt es sich hierbei um die Lebensgeschichte der Autorin, ihren Kampf mit den Eltern bezüglich ihres Gewichts und nicht zuletzt eine Auseinandersetzung mit ihren eigenen Erwartungen. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie sich vom Gedanken an ihre Traumfigur endgültig verabschiedet hat und sich so akzeptiert, wie sie ist. Einige pauschale Aussagen zu Ernährung und Unverträglichkeiten haben mich außerdem etwas gestört, insgesamt war es trotzdem interessant zu lesen. Es war für meinen Geschmack nur leider falsch verpackt. Wenn der Fokus mehr auf dem Erfahrungsbericht gelegen hätte und nicht auf den Zug der Bodypositivity-Bewegungen aufzuspringen versucht worden wäre, hätte es für mich zu einem besseren Leseerlebnis geführt.

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    skiaddict7s avatar
    skiaddict7vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Habe mir mehr erhofft!
    Leider hat die Autorin den Weg zur Selbstliebe noch nicht gefunden

    Silvia Aeschbach spricht mit diesem Buch ein sehr wichtiges Thema an: Selbstliebe. Die meisten Frauen (und auch Männer) scheinen immer ein paar Kilos zu viel auf den Rippen zu haben. Denn wer ist denn heutzutage mit sich zufrieden? Immer gäbe es noch etwas zu verbessern. Ein paar Kilo weniger, ein bisschen erfolgreicher, Job und Familie muss beides parallel klappen, und so weiter und so fort. Aeschbach erzählt von ihrer Kindheit und Jugend, wo sie von einst zu dünn über ihre „angeborene“ Liebe zu Süßem plötzlich eher eine fülligere Figur hatte. Von da an fing es an, dass sie sich stets über ihren Körper definiert hat. Tief getroffen ist sie davon, dass der Vater ihr immer erzählt hat, was die Mutter doch für schlanke Beine habe (und die Autorin wohl eben nicht). Weiter geht es mit Jugendfreunden, oder Buben, die nicht an der Autorin sondern deren Schulfreundin interessiert waren. Dann der Einstieg in die Arbeitswelt, wo Aeschbach von den Eltern genötigt wird, Kindergärtnerin zu werden. Geprägt wird das Leben auch durch sexuelle Übergriffe, die sie jedoch zu der damaligen Zeit nicht bzw. nur unzureichend angesprochen hat, was ich verstehen kann. Es scheint, als wäre Aeschbach durch ihre Kindheit und Jugend tief geprägt und bis heute nie vollends mit ihrem Körper zufrieden.


    Ich habe mir von diesem Buch keinen Ratgeber zum Abnehmen erhofft. Sehr wohl habe ich mir, für alle Körpertypen und Gewichtsklassen, ein Buch über Selbstliebe und das Finden der Selbstliebe erhofft. Leider wurden diese Erwartungen nicht erfüllt. Durch das Buch hinweg hat man häufig das Gefühl, die Autorin predigt zwar über Selbstliebe, hat es aber persönlich noch nicht dorthin geschafft. Oft kommen zynische Kommentare, auch heute noch scheint sie über Aussagen von Bekannten und Arbeitskollegen beleidigt bzw. traurig, obwohl diese Kommentare teils 20 Jahre und länger her sind. Weiters schreibt sie häufig sehr pauschalisierend. Zum Beispiel heißt es zum Abnehmen, „(…)wir wissen auch, dass dies wenn überhaupt nur mit einer sehr gesunden und kohlenhydratarmen Ernährung und vielen Sporteinheiten gelingen kann.“ Dem kann ich nicht zustimmen. Gesund heißt nicht gleich kohlenhydratarm. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, ob eine kohlenhydratarme Ernährung gesund ist. Weiters sind in Aeschbachs Augen erfolgreiche Frauen besonders unzufrieden mit ihrem Körper. Wie sie auf diese Aussage kommt weiß ich nicht. Es scheint mir, dass ihr manche Frauen sauer aufstoßen, was meiner Meinung nach auch nicht der Sinn eines solchen Buches ist.  Dennoch muss ich sagen, dass ich den Schreibstil wirklich genossen habe. Die Autorin schreibt humorvoll, zum Teil selbstironisch und mit viel Sarkasmus.


    Ich hoffe, die Autorin kann ihre Vergangenheit verarbeiten und ihre Ängste hinter sich lassen, sodass sie die Selbstliebe wirklich findet.

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    solveigs avatar
    solveigvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein lebendiger, kurzweiliger Erfahrungsbericht über den anstrengenden Weg zur "Body-Positivity"
    Ein lebendiger Erfahrungsbericht

    Neben Diätenwahn und Bodyworkout findet inzwischen ein schlichter Satz Aufmerksamkeit: „Wir sollten einfach alle etwas liebevoller mit uns umgehen.“ (Helena Bonham Carter)

    Silvia Aeschbach greift diesen Ansatz auf und schreibt in lockerem Ton über ihre eigenen leidvollen Erfahrungen mit der „Traumfigur“, einem Ideal, dem sie bereits früh nacheiferte  -  und an dem sie meistens wieder scheiterte. Weniger als Ratgeber denn als Ehrfahrungsbericht ist Silvia Aeschbachs Buch gedacht, in dem sie sehr unterhaltsam und teilweise recht selbstironisch über Lust und Frust berichtet, die das Thema Schönheitsideal begleiten, das in den Medien propagiert wird. Ein fataler Kreislauf beginnt: Trotz Diäten und Fitnesstrainer fällt Aeschbach  immer wieder zurück in alte Verhaltensmuster, tröstet sich bei Kummer und Problemen mit Süßigkeiten, hadert mit ihrem daraufhin steigenden Gewicht, beginnt eine neue Diät… .

    Ihre Darstellung macht deutlich: Die Probleme liegen wesentlich tiefer. Ein gesunder Körper braucht mehr als nur gesunde  Ernährung. Die Psychologie spielt eine ebenso große Rolle, Familie, Freunde, gesellschaftliche Akzeptanz  -  da braucht jeder Mensch sein individuelles Konzept. Am wichtigsten jedoch ist die (nicht unbedingt neue) Botschaft: Niemand ist perfekt; nimm dich an, wie du bist! Sich selbst zu lieben und ein positives Körpergefühl zu entwickeln, erfordert einiges an Energie und ist vielleicht ein lebenslanger Prozess  -  aber es bringt Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.

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    secretworldofbookss avatar
    secretworldofbooksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Erfahrungsbericht über die Akzeptanz von paar Pfunde zu viel!
    nimm's leichter ....

    Löse dich von den Zwängen die die heutige Gesellschaft dir auferlegt!

    Mit dieser Botschaft geht Silvia Aeschbach uns voran.

    In ihren Buch erzählt sie wie alles begann und welche Folgen daraus entstanden . Sie musste genug Hänseleien, Beleidigungen und gut gemeinte Tipps einstecken. Nicht gerade gut für das Selbstbewußtsein. Als ihr die ganzen Diäten nichts brachten kam sie zu der Erkenntnis das sie sich eigentlich so wohl fühlt wie sie ist.

    Der lockere , an manchen Stellen ironische Schreibstil holte mich schnell in eine Welt aus Normen, Wahn und Diäten. In vielen dargestellten Situationen fand ich einiges aus meinen eigenen Leben wieder und kann diese nur bestätigen.
    Mit ihren Buch "Bye-bye, Traumfigur!" gibt Slivia Aeschbach mir das Gefühl, das ich mich so nehmen sollte wie ich bin, egal was andere meinen. Nun muss ich dieses Gefühl aber auch lernen zu Leben.

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    peedees avatar
    peedeevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die aufgrund des Buchtitels erhofften Tipps betreffend Selbstakzeptanz habe ich nicht erhalten, schade - nur aufgerundete 3 Sterne
    Nur aufgerundete 3 Sterne

    Silvia Aeschbach ist Journalistin und behandelt in diesem Buch ein persönliches Thema, das sie seit früher Kindheit begleitet: das Problem mit dem eigenen Körpergewicht. Sie zeigt auf, welche Kämpfe sie gegen den Körper geführt und dass sie erst mit bald 58 Jahren einen Waffenstillstand beschlossen hat. Keine Diäten mehr, keine Workouts mehr – sie versucht, ihren Körper zu akzeptieren, wie er ist.

    Erster Eindruck: Das Cover mit dem leckeren Cupcake und der stilisierten Frau gefällt mir gut, ebenso der Buchtitel. Der Cupcake, der jeweils beim neuen Kapitel steht, gefällt mir ebenfalls sehr gut. Schön gemacht.

    Das einleitende Zitat von Helena Bonham Carter „Wir sollten einfach alle etwas liebevoller mit uns umgehen.“ bringt es doch eigentlich schon auf den Punkt. Aber eben… es ist nicht so einfach. Und leider lässt sich das „Produkt“ Selbstakzeptanz auch nicht im Kaufhaus oder in einer Apotheke kaufen. Silvia Aeschbach schwankt zwischen den Kleidergrössen 40 und 42. Ich habe sie ja schon öfters im Internet gesehen, wusste daher, dass sie nicht in die Kategorie Plus Size gehört. Ich bin weit von Grösse 40 oder 42 entfernt und tue mich daher gerade etwas schwer, dass frau damit ein Problem hat – sorry! Aber ich kann (trotzdem) verstehen, dass die eine Frau halt Probleme mit 2-3 Kilos zu viel hat, die andere eben mit 10 oder 20 Kilos. Die Autorin führt uns also durch ihr Leben von Diäten, Essensverweigerung und Schlemmerei. „Ist man eigentlich glücklicher, wenn man dünn ist?“ Diese Frage stellt sich die Autorin auf S. 119. Meistens hat man ja mehrere Probleme und verdrängt diese aufgrund des Oberthemas „Gewicht“ erfolgreich. Doch wenn dann diese Problematik wegfällt, sind die anderen Probleme immer noch da und wirken viel grösser. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es sehr bequem ist, alles Negative auf das Gewichtsproblem zu schieben: „Wenn ich nur xx Kilos leichter wäre, dann…“.

    Wenn ich nicht wüsste, dass das Buch von einer Frau mit Jahrgang 1960 geschrieben wurde, würde ich sagen, dass die Autorin eine sehr junge Frau um Anfang zwanzig sein müsste. Auf S. 93 lese ich „Natürlich ist dieses Thema zwischen Frauen ein Dauerbrenner. Hier geschieht die Kommunikation oft nonverbal, oder man redet hinter dem Rücken der betreffenden Person.“ und denke, dass es um Teenies oder maximal Twenties geht. Je mehr ich las, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass sehr viele der Aussagen (betreffend Gewicht oder Aussehen), die die Autorin über die Jahre zu hören bekam, sie sehr belastet haben oder es noch tun. Ich habe von diesem Buch keinen perfekten Diätvorschlag erwartet, sondern Informationen darüber, wie sie es geschafft hat, den eigenen Körper mit all seinen vermeintlichen oder tatsächlichen Makeln anzunehmen und liebevoll(er) mit ihm umzugehen. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, der Humor, der immer mal wieder aufgeblitzt ist, hat mir gefallen, aber die aufgrund des Buchtitels erhofften Tipps betreffend Selbstakzeptanz habe ich nicht erhalten, schade. Von mir gäbe es 2,5 Sterne – da es keine halben Sterne gibt, runde ich auf 3 Sterne auf.

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    Jess_Nes avatar
    Jess_Nevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kritischer Blick auf den Schlankheitswahn. Sehr humorvoll und interessant geschrieben.
    Bye-bye, Traumfigur

    Kein Ratgeber wie anfangs erwartet, aber dennoch gelungen

    MEINE MEINUNG

    Ein sehr humorvoller, einfühlsamer und teilweise kritischer Blick auf das Thema (Wunsch-)Gewicht und Selbstwertgefühl. Die Autorin berichtet über ihre Erfahrungen im Bezug auf Gewichtszunahme und -verlust, häufig mit einem zwinkernden Auge und einer großen Portion Humor.
    Es geht um Dinge wie Body-Positivity, Selbstakzeptanz, Diät-Horror und den langen Weg, sich selbst zu lieben, wie man ist und keinem scheinbar unerreichbaren Körperideal hinterherzulaufen. Durch die vielen persönlichen Erinnerungen der Autorin bietet ‚Bye bye Traumfigur‘ viel Raum zur Identifikation und in vielen Aussagen konnte ich mich selbst widerfinden. 
    Das Buch liest sich zudem sehr flüssig. Frau Aeschbach hat eine sehr angenehme Art, selbst unangenehme und traurige Dinge zu schildern und so flogen die Seite nur so dahin. 
    Was mich ein wenig gestört hat waren einige Pauschalaussagen, wie z.B. das berufstätige Frauen am unzufriedensten mit sich selbst seien.
    Man sollte hier keinen fundierten Ratgeber erwarten, denn Frau Aeschbach schildert zwar ihre Erfahrungen auf dem Weg zu einem positiven Körpergefühl, gibt aber nur wenige Tipps und schildert auch nicht wirklich den Weg zu mehr Selbstliebe und Selbstsicherheit. Das fehlte mir persönlich ein bisschen. 

    FAZIT 

    Alles in allem ein tolles Buch rund ums Thema Gewicht, mit hohem biographischem Anteil, dass ich sehr gerne gelesen habe.
    Ein sehr schönes Buch für Leser und Leserinnen, die ab und an schon selbst mit ihrem Körper gehadert haben, sei es nun weil sie sich zu dick oder dünn gefühlt haben und einen ersten Schritt in Richtung Selbstakzeptanz machen möchten und sich dafür ein wenig Unterstützung wünschen. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    WoertersehVerlags avatar

    Der Sommer naht – Bye-bye Traumfigur

    Über das Buch:

    Die Journalistin und Bestsellerautorin Silvia Aeschbach war schon als Teenager überzeugt, dass ihre Rundungen ein Irrtum der Natur seien. Und dass sie diese mit allen möglichen und unmöglichen Maßnahmen korrigieren, um nicht zu sagen, bekämpfen müsse. Doch ihr Streben nach der »idealen« Figur entwickelte sich nie so, wie sie sich das gewünscht hatte. Heute – mit über fünfzig – sagt sie: »Meinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, fällt mir noch immer nicht ganz leicht, aber ich habe einen Waffenstillstand beschlossen: Keine Diäten mehr, keine Work-outs mehr, bei denen ich meine Grenzen überschreite, keine Selbstgeißelungen.« In ihrem Buch schaut sie zurück auf dreißig Jahre Kurvenkrieg, beleuchtet die Frage, ob Frauen heute, auch was ihren Körper betrifft, selbstbewusster geworden sind, und kommt zur Erkenntnis, dass nach wie vor viel zu viel kritisiert, korrigiert und optimiert wird. Dagegen – und davon ist sie überzeugt – gibt es ein einfaches Rezept: einen Gang runterschalten, den Wunsch nach einer androgynen Modelfigur in den Himmel schießen und sich mit dem, was ist, aussöhnen. Ihren beschwerlichen, abenteuerlichen und mitunter auch skurrilen Weg zu mehr Selbstakzeptanz, vor allem aber zu mehr Gelassenheit beschreibt sie offen, unterhaltsam und köstlich selbstironisch. Und sie meint: »Ich habe die Körperweisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber ich hoffe, dass sich viele Frauen in meinen Geschichten wiedererkennen können. Denn egal, ob kurvig, rund, füllig oder dünn: Zu meckern gibts ja immer was.«

    Die Autorin:

    Silvia Aeschbach, geb. 1960, ist Journalistin. Sie arbeitete bei einem Lokalradio, beim Schweizer Fernsehen und bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen. Sie war in leitenden Positionen beim Nachrichtenmagazin »Facts«, beim Frauenmagazin »Meyer’s«, beim »Blick« und für die deutschsprachige Ausgabe des Lifestyle-Magazins »Encore!« der »Sonntags-Zeitung« tätig. Heute schreibt sie unter anderem für das Onlineportal des »Tages-Anzeigers« den erfolgreichen Blog »Von Kopf bis Fuss« sowie Kolumnen für die »Coopzeitung«. Bei Wörterseh erschienen von ihr nach ihrem Buch »Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld«, in dem sie ihren Umgang mit Panikattacken beschreibt, die zwei weiteren Bestseller »Älterwerden für Anfängerinnen« und »Älterwerden für Anfänger«. Silvia Aeschbach ist verheiratet und lebt in Zürich.

    Der Wörterseh Verlag verlost hier 15 Exemplare.


    Beantwortet uns folgende Frage:

    »Ich habe die Körperweisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber ich hoffe, dass sich viele Frauen in meinen Geschichten wiedererkennen können. Denn egal, ob kurvig, rund, füllig oder dünn: Zu meckern gibts ja immer was.«

    Was denkt ihr über Silvias Aussage?


    Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die Richtlinien für Leserunden.

    Wir freuen uns auf Euch!

    PS: Über Rezensionen auf Lovelybooks, Amazon, Weltbild, Thalia etc. würden wir uns sehr freuen! 
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