Silvia Avallone Ein Sommer aus Stahl

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Inhaltsangabe zu „Ein Sommer aus Stahl“ von Silvia Avallone

Silvia Avallone schreibt die ergreifende Geschichte zweier italienischer Mädchen. Die beiden 13-jährigen Freundinnen Anna und Francesca heben sich durch ihre Schönheit und Lebenslust von der Tristesse des kleinen Küstenorts Piombino ab. Der Alltag dort ist geprägt von der Arbeit im nahe gelegenen Stahlwerk, von verkrusteten Lebensstrukturen und Frustration. Die Freundschaft der beiden Mädchen zerbricht, als die frühreife Anna eine Beziehung mit dem ehemaligen Kriminellen Mattia eingeht. Francesca, enttäuscht über den vermeintlichen Verrat durch die Freundin, gerät auf Abwege. »Ein Sommer aus Stahl« ist ein Roman über die großen Themen: Freundschaft, Liebe, Familie, Gewalt und Tod.

Gute, bewegende Geschichte. Falls es jemand haben möchte - ich würde es gerne tauschen :-)

— sandraivy
sandraivy

Freundschaft und erste Liebe, jedoch umgeben von Gewalt, Kriminalität und schlechten Familienverhältnis.

— Birgit1985
Birgit1985

Bislang gefällt es mir überhaupt nicht, werde mich aber noch durch die restlichen Seiten quälen. Ich finde de Sprache nicht direkt, sondern plump. Dass die Beschreibungen kaum Raum für Spekulationen lassen, mag ja zu der Geschichte passen, aber in diesem Fall nicht zu meinen Vorstellungen von guter Litertur. Bei mir kommt die Message, die sicherlich dahinter steckt, nicht rüber, ich bin nur genervt von den Protagonistinnen, verliere den Überblick angesichts der vielen Nebenfiguren und sehe keinen roten Faden. Ich werde es jetzt aber zu Ende lesen und mal schauen, ob mich das letztlich noch überzeugen kann.

— Nordlicht21
Nordlicht21

Ein schönes Buch über die Freundschaft, die Liebe, das Leben und die Menschen darin, vor allem aber auch über das Schicksal, dass man manchmal nicht dagegen ankommt, es aber immer versuchen sollte. Eine tolle Geschichte mit tiefgehenden Charakteren, aber im Gegensatz dazu auch eine allgegenwärtige Oberflächlichkeit was die Äußerlichkeiten der Menschen angeht. Trotzdem ist es ein lesenswertes Buch!

— killerprincess
killerprincess

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  • An die 50 Seiten habe ich geschafft...

    Ein Sommer aus Stahl
    CabotCove

    CabotCove

    23. February 2016 um 10:07

    „Sommer aus Stahl“ von Silvia Avallone fällt bei mir leider komplett durch... Die Leseprobe las sich noch recht interessant, aber leider hielt das Buch die doch an es gesetzten Erwartungen (und die waren noch recht gering, weil das einfach nicht mein Genre ist...) in keinster Weise. Die Geschichte um die Freundinnen Anna und Francesca, die ihr Leben in der Via Stalingrado fristen und von einem Leben ohne Staub und Arbeiterklasse träumen, bis die Liebe alles verändert, dümpelt vor sich hin wie ein nachlässig vertäutes Boot in der Adria und kommt überhaupt nicht in Fahrt. Die Autorin legt viel Wert auf die Ausarbeitung der einzelnen Figuren und war wohl redlich bemüht, eine interessante Geschichte um diese herumzuformen, aber diese erschloss sie mir leider so gar nicht. Der Schreibstil war mir einfach zu dröge und auch die Geschichte sprach mich einfach nicht an. Mir fehlte schlichtweg Spannung oder wenigstens eine plausible, interessante Geschichte. Auf beides wartete ich leider vergeblich. „Brilliant und bewegend“ konnte ich hier leider nichts finden, habe dem Buch aber eine Chance gegeben anfangs, da ich dachte, der allseits bekannte italienische Charme würde mich mitreißen, aber leider war die Autorin davon weit entfernt. Mehr als knappe 50 Seiten konnte ich mir nicht antun.

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  • Italien mal ganz anders

    Ein Sommer aus Stahl
    badwoman

    badwoman

    11. October 2015 um 23:12

    Anna und Francesca, zwei 13jährige Mädchen, die in einem italienischen Stahlbau - Ort leben, entdecken in einem heißen Sommer sich und ihre Sexualität. Sie sind aber noch unbefangen und toben mit ihren Freunden am Strand und im Meer. Beobachtet werden sie jederzeit von Francescas gewalttätigem Vater, aber nicht nur von ihm. Auch andere ältere Herren "erfreuen" sich an ihrem Anblick, was diese beiden Mädchen wissen und schamlos ausnutzen, sie stellen sich förmlich zur Schau und finden das anscheinend ganz normal. Alles ändert sich, als Anna sich in einen jungen Mann verliebt und Francesca sich eifersüchtig von ihr ab und der Außenseiterin Lisa zuwendet. Schließlich empfindet Francesca doch mehr als nur Freundschaft für Anna. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch die trostlose Athmosphäre in Piombino,einer italienisch Stadt, die vom Stahlbau lebt und ihren Bewohnern sonst nur sehr wenig zu bieten hat. Die Grundstimung ist recht verbittert, ist es doch sehr schwer, aus dieser von der Industrie geprägten Stadt herauszukommen ...und dabei ist Elba in Sichtweite! Die meist kurzen Sätze verstärken den trostlosen Eindruck noch, aber dadurch ist das Buch auch sehr schnell und leicht zu lesen. Für meinen Geschmack wurde in diesem Buch ein wenig zuviel über Sex und Gewalt geschrieben, manche Stellen empfinde ich fast schon als abstoßend. Andererseits ist die Stimmung sehr gut eingefangen, der Leser kann sich in einige Charaktere gut hinein versetzen.

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  • Etwas anderes

    Ein Sommer aus Stahl
    Birgit1985

    Birgit1985

    02. March 2015 um 12:24

    Ich war anfangs etwas kritisch, weil manche Rezensionen aufgrund der Sprache, die in diesem Buch herrscht, nicht sehr gut ausgefallen sind. Es stimmt zwar, manchmal wir es etwas derb, aber das fand ich eigentlich sehr authentisch. In einer etwas ärmeren Gegend wird unter Jugendlichen nun mal meist nicht besonders schön gesprochen. Ich fand auch die Perspektivenwechsel sehr interessant. So erfährt man, wie die Gefühlswelt bei den verschiedenen Charakteren aussieht. Sommer aus Stahl ist somit kein normaler Roman. Man braucht nicht auf Herzchen und Schleifchen zu warten, hier regiert der Alltag, schlechte Arbeitsverhältnisse, Kriminalität, Gewalt. Es geht zwar vorwiegend um die Freundschaft zweier Mädchen, die aber in eher schlechten Familienverhältnissen aufwachsen und es nicht leicht haben. Teilweise wird man erdrückt von den vielen schlechten Umständen in diesem Buch. Ich finde es trotz allem sehr interessant, wenn man mal etwas anderes lesen möchte und nicht unbedingt auf viel Glück und heile Welt aus ist.

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  • Authentisch

    Ein Sommer aus Stahl
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. February 2014 um 11:28

    Inhalt Francesca und Anna sind beste Freundinnen, sie wachsen gemeinsam an der Via Stalingrado in Piombino, einem Örtchen an der italienischen Küste, auf. Doch Piombino ist kein Ort, den Touristen aufsuchen. Dort ist es staubig, stickig, dreckig. Der einzige Arbeitgeber, das Stahlwerk, hat die besten Zeiten hinter sich. Die beiden Mädchen träumen von mehr, sie wollen weg, raus aus diesem Trist, die weite Welt sehen. Dann kommt alles anders, denn Anna verliebt sich und Francesca bleibt auf der Strecke. Meinung Silvia Avallone beschreibt in ihrem Buch Ein Sommer aus Stahl das typische Leben von Familien, die in einer typischen Arbeiterstadt aufwachsen, die nach dem Boom immer weiter verkommt. Zu Zeiten der Hochkonjunktur gab es mehr Arbeit als Arbeitnehmer, leider vergehen diese Zeiten immer viel zu schnell und was einst florierte ist heute nur noch ein Überbleibsel, die Arbeit im eigenen Land ist für die Unternehmen vermeintlich zu teuer, Outsourcing ist der neue Trend, Armut und Perspektivlosigkeit die Folge. Wer nicht umzieht oder auswandert ist in diesem Sumpf gefangen. Vordergründig ist dies die Geschichte zweier Mädchen, Freundinnen, die in dieser aussichtslosen Situation aufwachsen, zwischen den Zeilen stochert Avallone aber viel tiefer in dieser Wunde. Piombino könnte jede andere Stadt auf der Welt sein und das Stahlwerk jeder andere Arbeitgeber. Man muss nur mal bei sich nach links und rechts schauen und sieht jeden Tag lauter Annas und Francescas auf der Straße umherlaufen. Die Geschichte ist nicht spannend, hat wenig Höhepunkte und kann sogar als langatmig bezeichnet werden, aber sie ist aufwühlend und wachrüttelnd, sie ist absolut authentisch geschildert. Avallones Schreibstil ist ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, genau wie in ihrer Geschichte verschönert sie nichts. Er ist klar, verständlich und auf den Punkt gebracht, oft auch obszön und vulgär. Die Wörter, die benutzt werden, sind mir nicht unbekannt, dennoch stockte mir manchmal der Atem, weil ich daran denken musste, dass es um 13 - jährige und weitere, meist junge Menschen geht. Sex, Drogen und Gewalt spielen in diesem Buch eine wirklich sehr große Rolle und auch diese Szenen werden dem Leser unverblümt vor die Nase geknallt. Fazit Im Großen und Ganzen hat mir ein Sommer aus Stahl gefallen, da ich italienische Wurzeln habe und meine Familie auch nicht aus dem dortigen Paradies kommt, weiß ich, dass Silvia Avallone den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Dennoch störte mich die Langatmigkeit ein wenig und die vielen Beschreibungen der einzelnen Arbeitsabläufe im Stahlwerk haben meinen Lesefluss auch etwas gebremst. Dennoch bleibt ein Sommer aus Stahl eine tiefgründige Geschichte, deren Protagonisten und deren Heimat stellvertretend für viele andere auf der Welt stehen.

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  • Ein großes Talent

    Ein Sommer aus Stahl
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. June 2013 um 12:23

      Ein ganz außergewöhnliches, ein gelungenes und geradezu bezauberndes Romandebüt aus Italien liegt hier in der sensiblen Übersetzung von Michael von Killisch-Horn in der Taschenbuchausgabe vor. Silvia Avallone beschreibt darin die Geschichte von Anna und ihrer Freundin Francesca. Sie leben in Piombino, einer Stahlarbeiterstadt, durch die jeder Tourist einmal gekommen ist, der im Anschluss mit der Fähre auf die Insel Elba übergesetzt hat. Die Menschen in Piombino leben vom Stahl, er ist ihre Lebensgrundlage. Nicht weit davon, jenseits ihrer trostlosen, durch die Stahlproduktion nicht gerade heilen Welt, fällt ihr täglicher Blick auf die Insel Elba, jener Ort, an dem die Reichen Urlaub machen und der für die Bewohner von Piombino fast unerreichbar, weil unbezahlbar scheint. Mit einer kräftigen und farbigen Sprache schildert Silvia Avallone die Lebensbedingungen jener Menschen, zu denen auch die beiden dreizehnjährigen Mädchen gehören. Sie sind mitten in der Pubertät und ihr jeweiliger familiärer Hintergrund könnte nicht unterschiedlicher sein. Während Anna in einer relativ normalen Familie aufwächst, wird Francesca von ihrem Vater regelmäßig misshandelt. Sie kann deshalb Männer nur verachten. Sie interessiert sich nicht für sie, während Anna mit dem Freund ihres Bruders die ersten Erfahrungen der Liebe macht. Das belastet die bisher so unerschütterliche Freundschaft der beiden Mädchen sehr, die doch immer davon geträumt haben, gemeinsam nach Elba zu gehen. Francesca ist tief enttäuscht von Anna und beginnt eigene, ungeahnte Wege zu gehen.. Silvia Avallone kann schreiben. Wie sie die Atmosphäre der Stahlarbeiterstadt Piombino einfängt mit einer Sprache, die den Leser gefangen nimmt schon nach wenigen Seiten und ihn die Schwere und die Last des Alltagslebens seiner Bewohner spüren lässt, das ist große Sprachkunst. Wie sie das Erwachsenwerden von Anna und Francesca beschreibt, ihre sprießende Sexualität und ihre ersten Erfahrungen mit ihr, nimmt den Leser auch emotional geradezu in Haft, sodass er das Buch nicht mehr aus den Händen legen möchte, obwohl es auch durchaus Stellen gibt, durch die man sich quälen muss, so kompliziert sind manche Sätze gebaut. All das zeigt ein großes Talent. Nachdem sich das Buch in Italien 300 000 Mal verkauft hat, wird man wohl nicht lange auf ihr zweites warten müssen.

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  • spannend, unterhaltsam und atmosphärisch

    Ein Sommer aus Stahl
    detlef_knut

    detlef_knut

    03. June 2013 um 13:15

    Die 13jährigen Mädchen Anna und Francesca leben in der italienischen Hafenstadt Piombino. Das Leben der heranwachsenden Mädchen spielt sich zwischen dem Strand und der Via Stalingrado ab, hier sind sie umgeben von Stahlarbeitern, Staub und der Sommerhitze. Gerne kokettieren sie mit den älteren Jungs. Und obwohl sich die nur wenige Jahre älteren Mädchen abfällig über die provozierenden Freundinnen unterhalten, müssen Sie sich doch eingestehen, dass sie selbst wenige Jahre zuvor nicht anders waren. Die Väter der beiden Freundinnen sind bzw. waren in dem nahe gelegenen Stahlwerk beschäftigt. Sie sind alles andere als treuliebende Familienväter. Im Gegenteil, Alkohol und Prügel für die Ehefrau als auch für die Kinder stehen auf dem Fahrplan. Da wundert es nicht, dass sich der ältere Bruder von Anna um sie kümmert und auf sie aufpasst. Er hält ein waches Auge auf seine kleine Schwester, damit sie nicht von den Jungs angemacht oder gar geschmälert wird. Anna lässt sich davon trotzdem nicht abhalten, den Jungs schöne Augen zu machen. Was mich an diesem Roman besonders fasziniert hat, ist die Atmosphäre, die durch die Schriftstellerin und deren Übersetzer Michael von Killisch-Horn, erzeugt wird. Da ist zunächst einmal die Stimmung von Sommer, Sonne, Strand und Ferien. Infolge des nahe befindlichen Stahlwerks kommt aber auch ein Hauch von Dortmund aus den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zum Vorschein. Die Atmosphäre in dem Mietshaus brachte bei mir ein Gefühl von Duisburg, Essen oder Köln-Kalk hervor. Die Brutalität in der Familie erinnert an das dümmliche Klischee von Hartz-IV-Familien. Diese dort herrschende drückende Enge belastet die heranwachsenden Freundinnen. Sie wollen ausbrechen aus diesem System. In noch während Francesca keine großen Chancen sieht, jemals den Duft der großen weiten Welt einatmen zu können, ist Anna ganz anderer Meinung und möchte ihr Leben richtig anpacken. Während sie mit den Jungs auf dem Motorroller die Via Stalingrado auf- und abfahren, träumen sie von der Insel Elba, die sie in der Ferne am Horizont sehen können und die für sie schon ein Stück der großen weiten Welt bedeutet. Diese Atmosphäre wird durch unterschiedliche Erzählperspektiven geschaffen, mit denen die Autorin Sylvia Avalone experimentiert. Obwohl es im Wesentlichen um eine Liebesgeschichte geht, ist es weitaus mehr als eine solche. Ein ganz großes Thema sind schließlich die sozialen Spannungen die in dieser Region herrschen, welche von der Stahlindustrie geprägt ist. Dennoch scheint alles mit Leichtigkeit erzählt zu sein. Auch wenn das Leben trotz der blauen Flecke auf den Armen so sorglos scheint und der Leser das Gefühl hat, die Mädel würden einfach nur so in den Tag hinein leben. Obwohl ich anfangs skeptisch war und das Buch in die Ecke der Jugendliteratur stellen wollte, wurde ich eines Besseren belehrt. Mich hat die Geschichte der Mädchen gepackt. Ich habe sie gerne auf dem Weg ins Erwachsensein begleitet und dabei Spaß gehabt. Ein weiteres Mal habe ich festgestellt, dass mich neben der Spannung der Geschichte auch die Atmosphäre einfangen kann. Wenn dann beides stimmt, um besser. Gerne volle Punktzahl. © Detlef Knut, Düsseldorf 2013

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. December 2012 um 09:13

    Das Cover zeigt Anna und Francesca an ihrem Lieblingsort dem Strand. Im Hintergrund erkennt man das Stahlwerk, in dem die meisten Männer des Ortes arbeiten, und den dazugehörigen Hochofe Afo 4. Die beiden 13-Jährigen Mädchen Anna und Francesca wachsen in einem Armutsvirtel in der italienischen Hafenstadt Piombino auf. Jeden Tag ihrer Sommerferien verbringen die beiden am Strand und verdrehen dort allen Männern die Köpfe. Gemeinsam tanzen sie halb nackt vor dem offenen Badezimmerfenster, treffen sich an ihrem geheimen Strandabschnitt und träumen von einem Besuch auf der Insel Elba, die sie vom Strand aus sehen können. Als Anna sich jedoch in einen jungen Mann verliebt und ihre erste Beziehung führt, zerreist die Freundschaft der beiden und das Leben von Francesca verändert sich nachhaltig. Um nicht zu viel von dem Roman vorweg zu nehmen, verzichte ich an dieser Stelle auf eine genauere Beschreibung der beiden Protagonistinnen. Der Roman ist in vier Teile gegliedert, die sich über den Zeitraum von insgesamt ca. einem Jahr ziehen. Wie der Titel bereits vermuten lässt, spielt ein Großteil der Geschichte in den Sommermonaten bzw den Sommerferien der beiden Mädchen. Das Stahlwerk spielt zudem eine große Rolle im Leben der anderen Charaktere des Buches. Die Erzählsicht des Buches wechselt mal alle paar Zeilen, mal aller paar Seiten. Neben dem Leben von Anna und Francesca wird auch das Leben der verschiedenen Familienmitglieder, sowie verschiedener Freunde und Bekannte beleuchtet. Der Schreibstil der Autorin ist oftmals sehr gewöhnungsbedürftig, auf den ersten paar Seiten hatte ich ich zunächst Probleme mit den Zusammenhängen und musste viele Stellen mehrmals lesen, um den Sinn zu verstehen und richtig in die Geschichte einsteigen zu können. Der Geschichte mangelt es teilweise an Spannung und die vielen italienischen Eigennamen waren oft verwirrend. Gut gefallen hat mir die Thematik, die in dem Buch behandelt wurde. So werden Themen wie häusliche Gewalt und Prostitution von Minderjährigen angesprochen. Das Leben der Menschen in den Armutsvierteln wird gut und detailreich beschrieben und ziemlich ausführlich dargestellt. Deutlich wird besonders, dass Drogenkonsum, Diebstahl und Schwangerschaften im Jugendalter zum Alltag der Menschen gehören und kaum jemanden missfallen oder sogar bestürzen. Mein Fazit Auch wenn mir die behandelte Thematik gut gefallen hat, konnte mich das Buch nicht mitreißen und hat mich ziemlich viel Zeit gekostet, da es schwer zu lesen war.

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    TheSarahStory

    TheSarahStory

    16. November 2012 um 22:22

    Und Elba so nah. Nur wenige Kilometer Piombino von der Insel, von der Anna und Francesca immer träumen. Doch sie verbringen ihren Sommer am Strand der Via Stalingrado, zwischen Stahlarbeitern, Staub und Hitze. Sie scheinen glücklich, spielen mit ihrer Schönheit und genießen das Leben. Aber hinter der Fassade geschehen Dinge, die man den beiden Mädchen nicht direkt ansieht. Francesca wird von ihrem Vater misshandelt und ihre beste Freundin Anna und ihre Schönheit sind ihr einziger Halt. Seit Kindertagen sind die beiden Mädchen unzertrennlich. Sie erforschen sich und die Welt und die Jungs um sich herum. Sie lernen Gefühle kennen, mit denen sie nicht gerechnet hätten und leben. Anna und Francesca - für immer zusammen. Bis die Liebe alles verändert. Handlung & Stil. Anfangs hätte ich auf gar keinen Fall erwartet, dass das Buch so viel Gefühl und traurige Überraschungen bereithält. Ich hätte mit einem lockeren Roman gerechnet, der über zwei italienische Mädchen erzählt, die sich in Jungs verlieben und keine Zeit mehr füreinander haben und es irgendwann bereuen. Aber ganz im Gegenteil. Dies ist ein Italien, das man sich als Tourist nicht vorstellt. Die warme Sonne Italiens wirkt in diesem Buch stickig und überdrüssig, sie wirkt hart und die Familien der Via Stalingrado sind keine reichen Leute. Das Leben in dem Viertel erscheint ein wenig trostlos. Annas Vater kümmert sich wenig um die Familie, er ist ein Spieler und die Mutter ist frustriert. Francescas Vater misshandelt sie und ihre Mutter Rosa. Er beobachtet seine Tochter den ganzen Tag mit dem Fernglas und beschimpft sie als Nutte, weil der Bikini verrutscht oder weil sie mit einem Jungen redet. Der Umgangston in der Via Stalingrado ist stets sehr rau. Ich denke nicht, dass man dies mit italienischem Temperament entschuldigen kann. Zeitweise ist es wirklich hart. Kapitel für Kapitel lernt man mehrere Charaktere kennen, die mit den Familien in Verbindung stehen. Der Stil ist sehr eigen. Man switcht praktisch immer von einem Charakter zum anderen, oder es wird immer mal wieder erzählt, was der eine gerade tut, während der andere das macht, was er macht. Anfangs braucht man ein wenig Zeit, bis man sich in das Buch hineingefunden hat, aber wenn man mit dem Stil mal zurecht kommt, ist er wirklich sehr schön. Er ist detailreich, man lernt Menschen kennen und ihre Denkweisen, moralische und unmoralische Handlungen, Gefühle. Die Spannung vergeht nicht, der Stil hat etwas bedrückendes an sich, auch wenn es zwischendrin viele aufmunternde Momente gibt. Es ist auch eine Schreibweise, für die man Zeit braucht. Wenn man da mal ein paar Sätze überliest oder nicht aufpasst, weiß man nicht mehr, um wen es gerade ging, weil die Autorin, wie gesagt, auf viele Personen mehr oder weniger gleichzeitig eingeht. Dabei werden auch viele Gedanken der Menschen einfach so in den Text geworfen, ohne kursive Schrift oder Anführungszeichen. Manchmal war das etwas verwirrend, aber man gewöhnte sich dran. Ich bin mir auch nicht so ganz sicher, ob das Buch etwas für die junge Jugend ist. Die Probleme die angesprochen werden, werden auf eine Art und Weise angesprochen, die man erst in einem gewissen Alter auffassen wird. Für das Buch braucht man Lebenserfahrung. Ich würde es selbst höchstens ab fünfzehn empfehlen. Charaktere & Setting. Die Charaktere waren allesamt interessant. Jeder hatte so eine gute und eine böse Seite an sich, wie das im wahren Leben auch meist der Fall ist. Es gibt, glaube ich, fast keinen Menschen, der immer nur gute Gedanken oder gute Absichten hat, wenn er etwas sagt oder tut. Jeder hat den Teufel in sich, bei manchen zeigt er sich, bei manchen eben nicht so sehr. In diesem Buch werden die Charaktere mit realistischen und alltäglichen Problemen aufgeführt, was das ganze eben so echt macht. Es gibt viele Personen in dem Buch, aber letztendlich war für mich Anna die Hauptperson des Romans geblieben. Und mit ihr konnte ich mich auch recht gut identifizieren. Das Buch zeigt dem Leser auch sehr gut, dass ein Mensch nicht immer das ist, was er vorgibt zu sein. Manche Menschen möchten sich beweisen, manche verstecken sich hinter einer Maske, versuchen etwas zu verbergen, die Glückliche zu spielen, damit keiner hinter die Geheimnisse kommt und entdeckt, wie mies es einem eigentlich geht. Unsicherheit. Ein großes Thema. Der Schauplatz ist ohne Frage gut beschrieben. Man konnte die Hitze spüren, das Stahl riechen, die Menschen sehen. Es war unglaublich. Die Autorin hat mit Worten wirklich eine Welt erschaffen. Sonstiges. Wie ihr wohl gemerkt habt, bin ich wirklich angetan von dem Buch. Allerdings hat es mich stets ein wenig bedrückt zurückgelassen. Es war diese Atmosphäre, die mich während des Lesens vollkommen eingehüllt hat. Ich bin froh, das Buch endlich gelesen zu haben, nachdem es ein gutes Jahr bei mir im Regal stand, wenn nicht sogar länger. Ich bin immer wieder begeistert, welche Schätze man außerhalb des Mainstream findet. Ich kann euch das Buch nur empfehlen, wenn ihr bereit seit, euch für einiges an Gefühlen zu öffnen. Es wird weiß Gott nicht immer positiv sein, ihr werdet mitfühlen und vielleicht auch traurig sein. Aber am Ende des Buches, wird es sich irgendwie gelohnt haben. Denn man hat in einer ganz seltsamen Form etwas über das Leben gelernt. Über das Leben und das, was darin am wichtigsten ist. Die Autorin hat übrigens Philosophie studiert.

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    fireez

    fireez

    28. August 2012 um 19:40

    In einem Satz: Unverblümt und direkt wird das Leben zweier italienischer Mädchen gezeigt, die versuchen, ihren Weg zu finden. . Inhalt: Francesca und Anna sind 13 Jahre alt und leben in einem italienischen Ort, in dem das Leben vom örtlichen Stahlwerk, Drogen und Gewalt geprägt wird. Oberstes Ziel für junge Mädchen ist es, möglichst schnell einen geeigneten Ehemann zu finden, einen guten Fang zu machen. Francesca und Anna sind hübsch und ihnen fliegen alle Herzen zu, doch die beiden Mädchen wollen nur ihren Spaß, ihre Freiheit und vor allem eine bessere Zukunft. Sie verbringen den Sommer hauptsächlich am Strand oder erkunden die verkommene Gegend rund um die Hochhaussiedlung, denn keine von beiden will viel Zeit zu Hause verbringen ... . Meine Meinung: "Ein Sommer aus Stahl" ist ein verwirrender Roman, da sehr viele einzelne Geschichten erzählt werden, die zwar alle miteinander zusammenhängen, aber eine einzige, auf die sich alles konzentriert, hätte vollkommen gereicht. Hauptsächlich wird die Geschichte von Francesca und Anna erzählt, die in ihrer eigenen kleinen Welt leben, in der es nur sie beide gibt. Diesen Handlungsstrang fand ich interessant und teilweise auch schockierend. Doch ähnlich wie bei einem Film, in dem die Kamera ständig rumgeschwenkt wird, um plötzlich ganz andere Leute zu beleuchten, wird auch hier die Erzählung immer wieder herumgerissen. Ohne Vorwarnung sieht man alles plötzlich aus der Sicht von Francescas Vater, ihrer Mutter, Annas Eltern oder ihres Bruders. Aber auch Personen außerhalb ihrer Familien werden aufgeführt. Meist geht es dabei um die beiden Mädchen und darum, wie die anderen sie wahrnehmen, aber halt nicht immer. So fiel es mir trotz aller Tragik schwer, eine Verbindung zu den Hauptpersonen aufzubauen. Sie agierten einfach selbst zu wenig. . Es ist der Autorin allerdings hervorragend gelungen, die Stimmung des Arbeiterviertels in Italien einzufangen. Wenn sie Szenen am Strand beschreibt, fühlt man den Sand fast schon selbst an den Zehen, aber ohne dabei durch die rosarote Brille zu blicken. Es entsteht kein Urlaubsfeeling, sondern man spürt unterschwellig trotzdem noch den Druck, der auf all diesen Menschen lastet. Und auch die andere Seite, das Stahlwerk mit all seinen Arbeitern, wurde hautnah beschrieben, manchmal fast schon zu detailreich, aber halt nur fast. . "Ein Sommer aus Stahl" ist alles andere als eine verkitschte, italienische Urlaubslektüre. Der Roman beschreibt die harten, kantigen Seiten des Lebens und der Menschen, die versuchen, das Beste daraus zu machen. Manchmal gelingt es, und oft auch nicht. Ich habe ihn nicht in einem Rutsch durchgelesen, sondern eher häppchenweise verdaut, aber lesenswert ist "Ein Sommer aus Stahl" auf jeden Fall.

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    Nordlicht21

    Nordlicht21

    01. June 2012 um 00:23

    Der Sommer rückt auch bei uns langsam immer näher – und damit, so hoffen wir zumindest, auch viel Sonne. In der italienischen Hafenstadt Piombino, die in der sonst so malerischen Toskana liegt, hat man dieses Problem doch eher selten. Leben direkt am Meer, Sommer und Sonne satt, das klingt für uns im kalten Deutschland nahezu paradiesisch. Für die jugendlichen Protagonistinnen Anna und Francesca in Sylvia Avallones Debütroman sieht das Leben allerdings etwas anders aus. Die beiden wohnen in einem heruntergekommenen Viertel nahe des hiesigen Stahlwerkes und nutzen die Sommer vor allem dazu, die Jungs verrückt zu machen – bereits hier möchte man am liebsten das erste Mal die Formulierung „sozial verwahrlost“ verwenden, denn ihrem Alter angemessen scheinen einige ihrer Verhaltensweisen nicht zu sein. Man merkt denn auch schnell, dass zumindest Francescas Familie zerrüttet ist, Gewalt scheint an der Tagesordnung zu sein. Beide träumen immer wieder von einem anderen Leben, an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit. Als dann jedoch die erste Liebe Einzug in Annas Leben hält, wird beider Leben noch einmal gewaltig durcheinander geworfen... Im Grunde müsste man angesichts der Verhältnisse, denen die Freundinnen immer wieder ausgesetzt sind, Mitleid mit ihnen bekommen oder zumindest mit ihnen mitfiebern, bangen und hoffen, dass sie sich ihre Träume erfüllen können. Doch dieses Gefühl stellt sich bei mir irgendwie nicht ein, stattdessen lässt mich die ganze Geschichte trotz der Hitze des Sommers und des Stahlwerkes merkwürdig kalt, keine der Figuren wirkt wirklich sympathisch auf mich. Die Sprache kann hier leider kaum etwas retten, statt schlicht und schnörkellos wirkt sie auf mich eher plump, auch einen roten Faden habe ich vergeblich gesucht. Fazit: Den Versuch sehe ich, aber die Message kommt bei mir (!) schlicht nicht so richtig an, deshalb nur zwei Sterne.

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    mehrsonntag

    mehrsonntag

    Rede mit mir, Du Buch - sag mir, was Du zu sagen hast. Trostlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Betonburgen, Algen, Koks, Suff, Gewalt, Sex mit Minderjährigen, ein Puff am Ortsrand, verrutschte Bikinis, Möchtegern-Lolitas, vulgäre Kraftausdrücke, uninspirierte Charaktere - was will man mehr? Ja, was eigentlich? Silvia Avallone hat ein Buch geschrieben, das all das oben Genannte beinhaltet und doch auf knapp 420 Seiten nicht in der Lage ist, eine Message zu transportieren. Eine Mädchenfreundschaft; Anna und Francesca, die frühpubertär gelangweilt sich und allen Anderen ihre wachsenden Titten präsentieren, sich schminken und die Scham rasieren, widerliche Männer, junge Familienväter, gescheiterte Existenzen, die gern mal einen Blick oder zwei oder drei auf den Körpern der heranreifenden Gören des Viertels verweilen lassen. Sinnlose Randfiguren, die koksen oder krankheitsbedingt im Rollstuhl ihrem Sterben entgegensehen, Kinder, die sich wie die letzten Arschlöcher verhalten und sich dank Silvia Avallones Sprache auch entsprechend gebärden, einander übelst beschimpfen und mit nichtssagenden und von Schreibfehlern durchsetzten Zeilen Seite um Seite füllen. Da wird aus einem "Spritz" (den man "beendet" und nicht etwa aus- oder leer trinkt) plötzlich ein Sprizz, da sind "sechzehnjährige Körper entstellt von ihrem dicken Bauch", da machen "bewaffnete Raubüberfälle auf die Post einen Mann nicht gleich zu einem Verbrecher", da wird festgestellt das "alles, was tötet, beunruhigenderweise auch belebt" (??), man "jagt wie ein Irrer über die vom Verkehr verstopften Straßen" da berührt man sich "mit den Armen und der Kleidung".. Achja: es wird familiäre Gewalt dargestellt (die Frauen sind nicht in der Lage, sich aufgrund ihrer Geschichte und Position und Verantwortung der Familie (die kaum mehr existiert), etwas daran zu ändern), eine Person kommt zu Tode, es wird gevögelt was das Zeug hält, es gibt eine Menge "fette, ekelige Huren und Loser", eine Mädchenfreundschaft zerbricht um am Ende.. ja was denn? Ist das Poesie? Nein. Das ist ein durchweg enttäuschendes Buch mit mangelhafter Sprache, das mich am Ende fragen lässt, was es eigentlich versucht zu sagen.

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    hanniball

    hanniball

    23. April 2012 um 10:47

    *Marmor, Stahl und Eisen bricht, aber ...* Ein wunderschönes Buch, das in ausführlicher Ruhe den Sommer der beiden flügge werdenden Freundinnen France und Anna beschreibt. Die beiden Freundinnen für immer leben quasi am Rande einer Stahlhütte im Arbeiterghetto, Elba in Sichtweite und doch unendlich fern, unerreichbares Symbol einer anderen Welt, die im Gegensatz zu ihrer eigenen nicht hoffnungs- und chancenlos ist. Die beiden Mädchen leben in zerrütteten Familienverhältnissen, glauben trotzdem an die Zukunft, trauen sich zu träumen und pubertieren ansonsten fröhlich vor sich hin, spielen mit ihrer Sexualität und freuen sich am Leben. Bis scheinbar alles zerbricht. Francesca, regelmäßig von ihrem Vater mindestens verprügelt, kann Jungen nichts abgewinnen, während Anna sich in einen Kumpel ihres älteren Bruders verliebt und praktisch mit diesem zusammenzieht. Die Freundschaft der beiden Mädchen zerbricht, worunter beide leiden. Aber beide haben auch nicht die Kraft, es zu ändern. Erst nach zahlreichen Schicksalsschlägen für Francesca und Anna sowie ihre beiden Familien finden die beiden Mädchen wieder zusammen. Das Buch ist träumerisch und romantisch, erzählt eine fast schon poetische Freundschaftsgeschichte zweier Mädchen. Gleichzeitig ist es erbarmungslos in der Schilderung des Alltags in den Stahlarbeiterfamilien. Gerade aus diesem scheinbaren Missverhältnis gewinnt die Erzählung ihre Kraft, die ihr auch über die manchmal etwas heftige Melodramatik weiterhilft und die aus der Geschichte einen mitreißenden Appell für die Freundschaft, das Recht auf Träume und den Mut zur Zukunft macht. Aber vor allem bringt es einfach Spaß, das Buch zu lesen!

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  • Rezension zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    SunnyCassiopeia

    SunnyCassiopeia

    19. February 2012 um 13:29

    Inhalt Francesca und Anna sind beste Freundinnen und unzertrennlich. Sie sind provokativ, stehen gerne imMittelpunkt und lieben es von allen Seiten angesehen zu werden. Jede von ihnen hat sich mit ihren Familien herumzuschlagen. Francesca leidet unter ihrem gewaltätigen Vater, Anna´s Vater ist kriminell und Monatelang unterwegs und in allem Leben sie ein primitives Leben, zwischen Drogen, Junkies und Kriminalität in einem kleinen Ort namens Piombino. Die Mädchen glauben unzerrtrennlich zusein,bis sich eines Somemrs alles ändert. Anna verliebt sich in den Freund ihres Bruders und Francesca quälen ganz andere Dinge und wird nicht damit fertig, das Anna ihre Freundschaft, wegen einem Jungen verrät.....das Schiksal nimmt ihren Lauf...... Meine Meinung: Das Buch habe ich zuende gelesen, aber es ist absolut nichts für mich, was nicht heißt, das es nicht gut ist. Aber ich komme mit dem Schiksal der einzelnden Personen nicht zurecht und kann nur schwer den Verlauf der Geschichte akzeptieren. In allem eine sehr gelungene, traurige Story, die einem einen Einblick in ein anderes Stück Italien gibt, wo nicht alles rosarot, Palmen und weißer Strand ist, sondern es tragisch und prutal zugeht. Ich frage mich noch immer, was mit den anderen Charakteren in der Zukunft passieren wird und finde es schade, das nicht näher darauf eingegangen wurde.

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  • Wanderbuch zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    Daniliesing

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    Hallo ihr Lieben, da Interesse am Buch "Ein Sommer aus Stahl" als Wanderbuch besteht, möchte ich es gern zur Verfügung stellen. Wer mitlesen möchte, kann sich einfach hier melden. Verschickt wird es dann in der Reihenfolge der Anmeldungen. Am Ende geht das Buch bitte an mich zurück. Ich würde mich freuen, wenn ihr nach dem Lesen eine Rezension schreibt, denn ich bin da doch sehr neugierig, wie das Buch bei den einzelnen Lesern ankommt :-) Erfragt bei eurem Nachfolger die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist, das hat sich bewährt und schreibt hier kurz eine Mitteilung, wenn das Buch bei euch eingetroffen und weitergeschickt worden ist. Umsichtiger Umgang mit dem Buch sollte ja sowieso selbstverständlich sein. Mehr zum Inhalt: Silvia Avallone schreibt die ergreifende Geschichte zweier italienischer Mädchen. Die beiden 13-jährigen Freundinnen Anna und Francesca heben sich durch ihre Schönheit und Lebenslust von der Tristesse des kleinen Küstenorts Piombino ab. Der Alltag dort ist geprägt von der Arbeit im nahe gelegenen Stahlwerk, von verkrusteten Lebensstrukturen und Frustration. Die Freundschaft der beiden Mädchen zerbricht, als die frühreife Anna eine Beziehung mit dem ehemaligen Kriminellen Mattia eingeht. Francesca, enttäuscht über den vermeintlichen Verrat durch die Freundin, gerät auf Abwege. »Ein Sommer aus Stahl« ist ein Roman über die großen Themen: Freundschaft, Liebe, Familie, Gewalt und Tod. *** Wie das Wanderbuch funktioniert *** Ihr sagt einfach hier bescheid, wenn ihr gern mitlesen möchtet und ich trage euch in die Liste. Ich schicke es an den ersten los und jeder hat dann zwei Wochen Zeit um es zu lesen und weiterzuschicken. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Na dann mal los und viel Spaß :) PS: Wenn ihr euch andere Wanderbücher wünscht, könnt ihr das hier sagen: http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-Wanderb%C3%BCcher-w%C3%BCnscht-Ihr-Euch-Wunschliste-zum-Eintragen-753415628/ Dani verschickt: 1. Anendien 2. Mikako 3. Alena_Tess <-- hier seit 03.11.2011 4. Tru1307 5. fireez Zurück an Daniliesing !

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  • Leserunde zu "Ein Sommer aus Stahl" von Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    "Und Elba so nah. Nur wenige Kilometer trennen Piombino von der Insel, und doch ist sie unerreichbar für die Freundinnen Anna und Francesca. Die beiden 13-jährigen Freundinnen heben sich durch ihre Schönheit und Lebenslust von der Tristesse des kleinen Küstenorts Piombino ab. Der Alltag dort ist geprägt von der Arbeit im nahe gelegenen Stahlwerk, von verkrusteten Lebensstrukturen und Frustration. Die Freundschaft der beiden Mädchen zerbricht, als die frühreife Anna eine Beziehung mit dem ehemaligen Kriminellen Mattia eingeht. Francesca, enttäuscht über den vermeintlichen Verrat durch die Freundin, gerät auf Abwege...." Leseprobe: http://b2l.bz/8Ic1h9 Wir suchen für diesen leidenschaftlichen Roman über die Freundschaft, die Liebe und den Sommer 25 Testleser. Die Autorin Silvia Avallone schaffte bereits mit diesem Debütroman den Durchbruch und er verkaufte sich in Italien bereits 300.000 mal! Pünktlich zum Sommer erscheint "Sommer aus Stahl" nun auch bei uns und ihr könnt ihn ab 24. Mai in den Läden erwerben! Bewerbt Euch bis einschliesslich 22. Mai einfach hier mit einem Kommentar und folgt dem Thema - schon habt ihr gute Chancen darauf, dass das Buch nächste Woche in Euren Briefkästen liegt! Die Autorin ist im Übrigen auch gerade auf Lesereise durch Österreich und Deutschland, vielleicht ist ja auch ein Termin in Eurer Nähe? http://www.klett-cotta.de/termine?buch=13957

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